Beiträge von Valentin Duccius Germanicus

    Er wurde aus seinen GEdanken gerissen und lächelte. "Ja, vielleicht seh ich manchmal noch das kleine Gör vor mir," meinte er liebevoll. "Aber eigentlich sehe ich vielmehr eine wunderschöne junge Frau, die viel aus sich gemacht hat und auf die ich sehr stolz sein kann und bin. Viel ist in all den Jahren geschehen, aber egal was es alles war, heute ist heute und auch wenn die Vergangenheit uns prägt, so glaube ich doch, dass sie uns nie zu lange gelähmt hat und wir zufrieden sagen können, dass das Leben meistens eigentlich ganz gut verläuft." Er sah sie musternd an und schmunzelte. "Oder nicht?"

    Na das musste ja was sein, dachte er mit nachdenklichem Blick auf sie. Dann aber lächelte er. "Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Wichtig ist jetzt, dass es Dir wieder besser geht und dann sehen wir weiter. Es wird schon nicht so schlimm sein, wie es momentan aussehen mag," meinte er beruhigend. In dem Moment klopfte es und Marga betrat mit einem dampfenden Becher den Raum. So, hier haben wir das. Valentin, Du gehst jetzt, ich kümmere mich um sie, meinte sie bestimmt aber freundlich. Er erhob sich widerspruchslos, wusste er doch, dass sie sonst sehr resolut werden konnte und lächelte. Dann drückte er noch einmal Claras Hand und zwinkerte ihr zu, ehe er verschwand.

    "Nun," begann er schmunzelnd. "Genau genommen bist Du es nicht, nimmt man Sextus dazu, aber da er nicht von unserem Blute ist, auch wieder doch." Liebevoll drückte er kurz ihre Hand. "Aber spätestens wenn einer von uns der Welt ein wenig Nachwuchs schenkt, bist Du es dann definitiv nicht mehr," grinste er. Seine Gedanken gingen zu Sextus und Sorge durchflutete ihn. Viel zu lange war der Junge schon wieder weg und er wusste nicht, was mit ihm war, da er sich nicht meldete. Er wusste nur durch Fuscus, dass er mit dem Pferd in Hispania angekommen war, aber mehr auch nicht. Nachdenklich sah er einen langen Moment zu den Sternen.

    Zitat

    Original von Duccia Verina
    Verina zerknüllte grade ein Pergament und schmiss es weg als Valentin reinkam. Heilsa Val. Wird erledigt, wie immer" kicherte sie und zwinkerte zurück. Danke mir geht es gut und ich hoffe dir auch. Hetz dich nicht so ab, das bkommt dir irgendwann nicht mehr. Das war schon schlimm, in letzter Zeit sah sie ihn immer nur noch in Eile.


    Er grinste sie noch mal kurz an. "Wenn es schneit, dann wird es auch wieder ruhiger und ich hab meine Ruhe," zwinkerte er. "Bis bald und grüß Scipio von mir." Jetzt wo er nicht mehr in der Curia sein Officium hatte wurde es auch dort immer leerer.

    "Natürlich frage ich sie," erwiederte er sanft und lächelte. "Leg Dich erst einmal hin, ich hole sie derweil." Dann erhob er sich, drückte ihr noch einmal aufmunternd den Arm und verließ das Zimmer, jedoch nur um wenig später wieder zu kommen. "Marga wird gleich da sein und sie macht Dir das Getränk," sagte er und setzte sich seitlich vor ihr Bett auf einen Hocker. "Möchtest Du reden oder soll ich Dich lieber alleine lassen?"

    Er führte sie zu ihrem Bett und drückte sie sanft hinunter. Dann sah er sich um und holte die Decke vom Fußende. "Leg Dich schon mal hin," meinte er. "Ich werde Dich zudecken und dann Marga rufen und sie wird Dir dann beim Umziehen und alles helfen. Oder meinst Du, Du schaffst es alleine?" Er sah sie freundlich besorgt an und wartete.

    Besorgt sah er sie an und hob seine Hand, fuhr ihr sanft mit der Hand über die Stirn und merkte, dass sie leicht erhitzt war, was auch vom Weinen komment konnte. Aber es war vielleicht nicht das Schlechteste ihr Marga zu schicken. "Komm, ich bringe Dich noch zum Bett und gehe dann Marga holen, sie wird sich um Dich kümmern." Er erhob sich und bot ihr seine Hände an ihr zu helfen.

    Seine Hand lag auf ihrer und streichelte diese beruhigend. "Sht, es ist schon gut. Ganz ruhig, Clara," sagte er leise und sanft. "Komm her," meinte er und hockte sich etws anders hin, wodurch er sie in den Arm nehmen konnte. "Es wird alles wieder gut werden. Es braucht Zeit, aber bald wird der Schmerz um seinen Verlust nicht mehr so tief sein."

    Als er mit ihr zu ihrer Zimmertür kam, öffnete er diese leise und brachte sie in ihr Zimmer, führte sie zu einem der beiden Sessel und zwang sie mit sanfter Gewalt sich zu setzen. Dann hockte er sich vor sie und sah sie einen Moment an, ehe er leise fragte: "Ist es wegen Damian?"

    Nach einer langen Weile, in der sie nur so da gestanden waren, meinte er leise zu ihr: "Komm, ich bringe Dich rein!" Er legte seinen Arm um sie und führte sie langsam aus dem Stall hinaus zum Haus, wo er sie dann zu ihrem Zimmer brachte.

    Er hatte noch mal bei Durin vorbeischauen wollen, den er in letzter Zeit ein wenig arg vernachlässigt hatte, als er sah, dass scheinbar Clara bei ihrem Pferd stand. Er wollte sie nicht stören, bis er bemerkte, dass etwas niht zu stimmen schien. Sanft trat er auf sie zu und legte ihr nach einem Moment die Hand vorsichtig auf die Schulter. War es die Trauer um Damian, die sie wieder in diesen Zustand getrieben hatte? Er konnte sie verstehen, nur zu gut. Wusste er doch noch, wie er sich gefühlt hatte, als seine GEschwister starben. Sanft aber bestimmt drehte er sie zu sich und in seine Arme. Ein wenig würde er so mit ihr stehen bleiben, ehe er sie ins Haus und in ihr Zimmer bringen würde.

    "War es wirklich ein Bär?" fragte er lächelnd. "Wenn man gleichzeitig in die Sterne schaut, egal von welchem Punkt und man sieht die selben, ist es dann nicht ein bisschen so, als wäre man beieinander?"
    Er lachte leise und griff nach ihrer Hand, die er leicht drückte. "Doch, eines Tages wirst Du es sicher los. Aber für mich ist es einfach etwas Besonderes Dich so zu nennen. Von den Momenten abgesehen, wo ich Dich nur mit ärgern will," zwinkerte er.

    "Ich frage mich, was sich Leif und Mutter noch alles hätten einfallen lassen um Dich zu trösten," schmunzelte er. Dann sah er sie von der Seite her an und lächelte. "Ja, noch und ich bin froh drum, Kleines." Sein Blick bat schon jetzt für das Kleines um Entschuldigung, aber es war sehr freundlich und liebevoll gesagt. "Aber vielleicht wirst Du eines Tages den Drang haben nur noch Frau und vielleicht Mutter zu sein und dann wirst Du wohl ganz dahin gehen, wo Dein Mann ist," schmunzelte er. "Oder vielleicht werden mich Aufgaben irgendwo anders hin führen," zwinkerte er. "Man weiss nie, was die Nornen für uns bereit halten."

    Heiliger Strohsack! Also wenn bei sowas Aufregendes ein Wagenrennen mithalten konnte, dann fraß er freiwillig einen Besen. Seine Stimme schonte er nur bedingt, aber bei dem Geschrei und Gejohle der Menge bekam das kein Mensch mit. Die ging schon auf dem ersten Meter in dem Lärm unter.
    Fasziniert starrte er auf das Rennen hinab und fragte sich, ob der zukünftige Gatte seiner Cousine das bis ins Ziel tragen konnte.

    "Erinnerungen an die Worte eines Jungen und einer Frau, die sagten, sieh in die Sterne und Du wirst wissen, das wir bei Dir sind? Oder so ähnlich?" fragte er sanft und deutete fragend neben sie, ehe er sich setzte. "Ich sah, wie Du hier raus gingst und habe Dich eine Weile beobachtet. Wer weiss, wie lange ich es noch geniessen kann, dass Du in meiner, in unserer aller Nähe bist."

    Er hatte sie in den Garten gehen sehen und war ihr etwas später leise gefolgt, hatte sich aber im Hintergrund gehalten, bis er sie seufzen hörte. Leise trat er an sie ran und sagte sanft und warm: "Du seufzt, als hättest Du die Last der ganzen Welt zu tragen. Was ist mit Dir, Dagmar?"

    Etwas verwundert darüber, das sein Scriba nicht gleich rein kam wie sonst, rief er: "Herein!" Und sah noch verwunderter drein, als ein Fremder da vor ihm stand und nicht sein Scriba. Wo steckte der Taugenichts schon wieder. Dennoch legte er seine Tabula fort und sah den Mann höflich fragend an. "Ja bitte?"

    So kam es denn, wie es nach jedem Essen und Fressen kommen musste: Zur Nachspeise. Manch einer war schon so gefüllt, das wohl nicht mehr viel reinpassen würde, aber selbst für den kleinen Platz nur noch im Magen ward gesorgt. Als erstes wurden Platten mit Nüssen oder Pfeffer gefüllter Datteln gebracht, die in Honig gebraten worden waren, gefolgt von kleinen Mohnkugeln. Doch auch ein gestürzter Auflauf, Pininekerne und gehackte Nüsse mit Honig, Pfeffer, LIQVAMEN, Milch, Eiern, etwas unvermischtem Wein und Öl angemacht, durfte nicht fehlen. Und auch die Honigmelone und der Mohnkuchen fanden Einlass in die Hallen des Banketts und so manchem Magen.