Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

    Selbstverständlich, kein Problem. Schließlich ist ja auch mir etwas daran gelegen, wenn das ganze Imperium von der langen Erfahrung der Vigiles in Rom selbst profitiert und so das gesamte Imperium an sich sicherer wird.
    Nun helfen kann ich dir bestimmt dabei. Da ich nicht weiß, wie groß die Vigiles Tarraco werden soll, kann ich dir keine Zahlen nennen, aber du benötigst für deine Vigiles siphones (Spritzen), hamae (Eimer), dolabrae (Äxte), alaungetränkte scalae (Leitern) centones (Decken) und perticae (Hakenstangen) in ausreichender Menge. Dann würde ich noch die ein oder andere ballista empfehlen, um eventuelle ausser Kontrolle geratene Brände durch Abreißen der Häuser doch noch unter Kontrolle zu bekommen.


    Halts Maul und sieh zu, dass du Land gewinnst! raunte der eine Leibwächter dem Anführer zu und er beobachtete zufrieden, wie die Gruppe offenbar den Rat befolgte. Kopfschüttelnd ließ auch Crassus von seinem Gladius ab und sah zur Iulia, die nun wieder einen Schritt zur Seite gegangen war. Das sprach ja eigentlich dafür, dass sie sich nur wegen der Gruppe ihm genähert hatte. Aber nun, wo die Gefahr vorbei ist, nimmt sie wieder einen gebührenden Abstand ein, fuhr Crassus in Gedanken fort. Andereseits, vielleicht hat sie den Umstand mit den betrunken Männern auch nur ausgenutzt um zu schauen, wie Crassus reagierte, sollte sie sich ihm nähern. Hätte er sie nicht beinahe ignoriert, so wie er es tat, weil er sich auf die Männer konzentrierte, würde sie vielleicht noch näher an ihm laufen. Also wollte sie dann nur die Lage sondieren und schauen, was Crassus tat, wenn sie sich näherte, um dann zu wissen, was sie tun musste. Entweder die momentane Taktik beibehalten und sich ihm weiter annähern, oder aber umdisponieren, sich noch einmal zurückziehen und eine neue Angriffsmöglichkeit abwarten.


    Crassus machte einen abwertende Handbewegung Ach, jeder war mal jung und wer weiß, vielleicht hatten die ja irgendetwas besonderes zu feiern. Vielleicht wurden sie ja erst vorher vom Probatus zum Miles bei den Cohortes Urbanae befördert oder hatten sonst was zu feiern. er drehte sich um, um den Männern noch einen letzten Blick hinterherzuwerfen. Aber eigentlich hast du ja schon recht. Man sollte zu mindest erwarten können, dass sie sich erst am Abend so benehmen und soviel getrunken haben, sodass sie nicht einmal mehr geradeaus laufen können.

    Salve, Dummvir.


    Crassus deutete auf die Sitzgelegenheit jenseits des Schreibtisch. Bitte, setz dich.


    Na, ich geh doch davon aus, dass ich ihn gut untergebracht habe. Auf einem Zettel, den er inzwischen gefunden hatte, las er den Namen des zuständigen Centurios ab: Er wurde der Ausbildung des Centurio Furius Helios zugeteilt.
    Weshalb du bisher nichts von ihm gehört hast, weiß ich freilich nicht.

    Verwundert, aber auch überrascht nahm Crassus wahr, dass sich Helena ihm noch einen Schritt genähert hatte. War das eine neue Masche? Erst einen auf gut erzogen, brav und so weiter zu machen, nachdem man absichtlich einen angerempelt hat, um dann, wenn sich der Gesprächspartner kooperatv zeigte und auf das Gespräch einstieg, eine weitere Annäherung zu versuchen? Crassus Blick landete wieder bei der gröhlenden Meute. Ob sie sich wohl deshalb ihm genähert hatte? Vielleicht war das mit den Männern und dieses Vorhaben, sich noch weiter der begehrten Person zu nähern, ja auch aubgesprochen? Sodass die begehrte Person kein Verdacht schöpfen würde...
    Kopfschüttelnd verwarf Crassus den Gedanken. Das alles wäre doch irgendwie viel zu weit hergeholt und irgendwie zu viel des Guten. Kein normaler Mensch würde sich so viel Mühe machen, nur um erste Kontakte zu knüpfen. Andereseites, was war heutzutage noch normal?


    Nein, ich bin auch nicht sonderlich glücklich darüber. Denn das ist nichts ganzes und nichts halbes. Weder bin ich nur Politiker noch bin ich nur Militär. Und ich hasse halbe Sachen. Was ich mache muss Hand und Fuß haben, sonst werde ich nie damit zufrieden sein. Sein Blick hatte inzwischen die Gruppe junger und besoffener Männer fixiert. Langsam umschloß Crassus rechte Hand den Griff seines Gladius und er erkannte, wie es seine Leibgarde, die offiziell der Vigiles angehörig waren und somit Waffen innerhalb des Pomeriums tragen durften, es ihm gleich tat. Crassus würde keinen Moment zögern und auch hier, mitten in Rom einen Römer niederstrecken, wenn sich dieser ihm zu sehr näherte, sodass er einen Angriff befürchten musste. Sein Blick hatte inzwischen drohend den Anführer der Gruppe fixiert. Der Blick sollte dem Anführer klar machen, dass, sollte er wirklich Ärger wollen, ihn auch jederzeit bekommen konnte. Während er sich schon in Gedanken sah, wie er auf den Anführer zustach, brachte ihm der geflüsterte Wunsch der Iulierin völlig aus den Konzept. Er blinzelte oft und sah verwirrt zu Helena. Sie hatte er irgendwie ganz vergessen. Er lächelte ihr kurz zu, lockerte seinen Friff an seinem Gladius etwas und nahm wieder Blickkontakt mit dem Anführer auf.
    Dem einen Leibwächter, dem es inzwischen genügte, dass da einer dauernd um sie herum sprang machte ihm, nachdem er seine freundlichen Worte überhört hatte, mit einem Schubser darauf aufmerksam, dass er nicht alleine hier war.

    'Marcus Aurelius Corvinus.. ein Aurelier...' Crassus ballte schon aus Reflex seine rechte Hand unter dem Tisch zu einer Faust, während langsam aber sicher sein Magen umzudrehen drohte. Trotzdem beherrschte er sich und rang sich ein Lächeln ab:


    Bitte, setz dich doch, Aurelius.


    Er wartete bis der Magistrat Platz genommen hatte und dann seine Anlieen näher erläuterte.

    Crassus verschluckte sich fürchterlich bei Lucias Worten. Er hatte ja mit vielem gerechnet, aber sicher nicht mit diesem Ausruf. Nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte und seine Luftröhre wieder Fremdkörpertröpfchenfrei war, wandte er sich verwirrt an Lucia: Bitte was? ein kleines, vergnügtes Grinsen tauchte langsam auf und Crassus konnte es nicht verbergen Das Angebot ist zwar lieb gemeint, aber ich glaube fast, dass dich dieser Militärkram nicht sonderlich interessiert. Er ist ja auch nicht wirklich interessant, aber halt leider notwendig. Aber wir werden darüber ein ander mal reden, es hat ja noch Zeit Sich immer noch von dem Schock des plötzlichen Verschluckers erholend, aß Crassus ein Stück Käse. Nachdem er es hinuntergeschluckt hatte und die Reste mir einen Schluck Wasser hinuntergespült hatte, wandte er sich an Catilius:
    Lucius, erzähl uns doch mal etwas von deiner Reise...

    Zitat

    Original von Gnaeus Postumius Rufus
    Ich strahlte bei seinen letzten Worten, oh ja, diese Berufung konnte ich nachvollziehen. "Bei Regen und bei Schnee, bei Wind und Sturm, mit meinem Leben werde ich dafür sorgen, die mir anvertrauten Briefe wohlbehalten und unbeschadet an ihr Ziel zu bringen!" zitierte ich so frei heraus, aber nicht wirklich korrekt, den Leitspruch der Tabellarii Dispositi und nickte bekräftigend. "Ja, das kenne ich. Wenn dir zwanzig Sesterzen als Lohn lieb sind, dann denk mal darüber nach, ob du nicht zum Cursus Publicus willst. Wir bekommen freie Kost und Logie, reiten auf den besten Pferden und nebenbei sehen wir das halbe Imperium."


    Der Bote nickte eifrig bestätigend. Genau so war es! Ach, ist das herrlich endlich mal mit einem Gleichgesinnten zu reden! Von den anderen Leuten oder Boten wird man immer nur schräg angeschaut, wenn man sich freut, dass man einen Brief anvertraut bekommen hat. Aber hier in diesem Officium da fühl ich mich so heimisch. Er seufzte glücklich Ja, ich werde mir dein Angebot mal durch den Kopf gehen lassen. Ist ja eine einmalige Chance.... Also ich packs dann auch wieder! Man sieht sich bestimmt bald wieder, wenn ich Post verteilen darf.
    der Bote verabschiedete sich von seinem neuen Freund und murmelte noch vor sich hin, während er hüpfend das Offiicum verlaß:
    Ich bin so fröhlich, so fröhlich, so ausgesprochen fröhlich. Es liegt was in der Luft....


    DIENSTPLAN DER COHORTES VIGILES


    ANTE DIEM VIII ID IUN DCCCLVI A.U.C. (6.6.2006/103 n.Chr.)


    Cohors I Circus Flaminius
    Cohors II Esquilinum
    Cohors III Templus Pacis
    Cohors IV Aventinus
    Cohors V Coelimontana
    Cohors VI Palatinum
    Cohors VII Circus Maximus
    Vexillationes Vigiles Ostia / Portus


    Praefectus Vigilum Gaius Caecilius Crassus
    administrativer Dienst
    Kontrolle der Dienstaufgaben


    Centurio Caius Furius Helios
    regulärer Dienst


    Vigilius Marcus Didianus Gabriel
    Spezialaufgaben


    Probatus Tiberius Gracchus
    Grundausbildung


    Probatus Titus Dio
    Grundausbildung


    Für den römischen Kaiser!




    G. Caecilius Crassus
    http://imperium-romanum.info/i…vig-praefectusvigilum.png


    Gemäß den Vorschriften wurde für den


    ANTE DIEM VIII ID IUN DCCCLVI A.U.C. (6.6.2006/103 n.Chr.)


    die folgende Truppenstärke der Cohortes Vigiles festgestellt:



    Praefectus Vigilum
    Gaius Caecilius Crassus


    Subpraefectus Vigilum
    unbesetzt


    Tribunus Vigilum
    unbesetzt


    Praefectus Castrorum
    unbesetzt


    Centurio
    Caius Furius Helios


    Optio
    unbesetzt


    Vigil
    Marcus Didianus Gabriel


    Probatus
    Tiberius Gracchus
    Titus Dio


    http://imperium-romanum.info/i…vig-praefectusvigilum.png

    Ich arbeite für Caecilius Crassus. antwortete der Bote etwas stolz. Nicht jeder konnte behaupten der persönliche Bote eines Reichspraefecten zu sein - auch wenn es nur einer der kleinen Reichspraefecten war. ;)
    Die Bezahlung wäre göttlich, wenn ich nicht dauernd die ganzen Briefe selber zahlen müsste. So bleibt mir meist nicht viel mehr als eine handvoll Sesterzen zum überleben. Aber er zuckte mit den Schultern und lächelte breit unser Dienst, das Überbringen und Ausliefern von Briefen, ist ja kein Beruf, viel mehr ist es eine Berufung...

    Zwanzig Sesterzen? Der Bote frohlockte fast Ich glaube das erste mal in meinem Leben, hat mir mein Chef genügend Geld mitgegeben, sodass ich ausnahmsweise nicht von meinem eigenen Gehalt draufzahlen muss. Also, hier der Brief


    An: M. Decimus Meridius
    Regia Legatus Augusti pro Praetore
    Mogontiacum, Provincia Germania


    Salve Meridius,


    mit Freuden werde ich deiner Einladung folgen und den langen und beschwerlichen Weg nach Germanien auf mich nehmen, um bei deiner Hochzeit anwesend zu sein.
    So wie es momentan noch scheint, werde ich alleine kommen.


    Vale
    Caecilius Crassus



    und die zwanzig Sesterzen... Der Bote kramte in einem ledernen Beutel, erst lässig, dann angespannt, dann verzweifelt... Schock! Hatte er die zwanzig Sesterzen seines Chefs gar nicht eingepackt? Würde wieder er die zwanzig Sesterzen selbst berappen müssen? Och menno, dabei schien es grad so ein schöner Tag zu werden :(

    Ein Schreiberling betrat gut gelaunt das Officium. Diese Botengänge waren geradezu befreiend und weitaus besser als den ganzen Tag über in irgendeinem stickigen Büro zu sitzen. Kurz angeklopft und dann auch gleich eingetreten:


    Hallihallo, ich hab hier nen Brief'sche nach Germania. Er soll dort so früh als möglich ankommen... ähm, dazu bin ich ja hier richtig, wa?

    Ich befürchte fast, dass es der ganz normale Alltag eines Reichspraefecten ist. Ich denke, ich werde mir einige neue Scribae anschaffen müssen, die mir wenigstens etwas Luft verschaffen können. Crassus nahm seinen mit nun Wasser gefülltem Becher, prostete kurz Catilius und dann Lucia zu und nahm dann einen großen und erfrischenden Schluck daraus. Gerade als Crassus wieder ansetzen wollte, kamen drei Sklaven mit vollbeladenen Platten in das Atrium und richteten auf dem Tisch ein kleines Buffet an. Von kaltem Hähnchen, über Brot mit Schokofüllung bishin zu Oliven war alles mehr als ausreichend vorhanden.
    Als Hausherr stand ihm das Recht zu, sich als erstes zu bedienen, wovon er auch selbstverständlich gebrauch machte. Während er sich auf einen leeren extra Teller nach und nach von jeder Spezialität etwas draufmachte, machte er den anderen beiden deutlich, dass sie sich selbstverständlich auch und so viel sie wollen, nehmen können. Als sein Teller recht gut gefüllt war, lehnte er sich wieder zurück und stellte den Teller vor sich auf die Klinie und wartete noch einen Moment, bis die anderen sich auch etwas geholt hatten, da sie noch einen Moment lang zu zögern schienen. Bitte, bedient euch doch. Sollte es nicht ausreichen, können wir noch bringen lassen.

    Dann bringst du es eben danach zum Cursus Publicus, ist doch mir schnurze. Dummes Volk!


    konnte man etwas gedämpft im Atrium hören und man konnte nur erahnen, wie laut Crassus da in Wirklichkeit geschrien hatte. Danach konnte man noch eine Tür zu schlagen hören und dann kehrte erst einmal wieder Stille ein. Bis Crassus, wenige Sekunden später, in voller Lebensgröße und polierter Uniform, das Atrium betrat und mit einem, wohl gespieltem Lächeln, sich entschuldigte. Entschuldigt meine Abwesenheit, es hat doch etwas länger gedauert als gedacht. Wenigstens waren jetzt die Dienstpläne und so weiter signiert und die wichtigste Korrespondez erledigt. Er nahm auf einer der Klinen Platz und füllte sich einen Becher mit Wasser. Das Essen müsste jeden Moment kommen.

    Crassus schüttelte energisch den Kopf: Dass ICH schon lange mit einem Bein in der Politik stehe ist mir auch durchaus bewusst. Und mir ist auch klar, dass ein Optio bei einer der Stadteinheiten Roms, sich auch langsam Sorgen um seinen Ruf machen muss. Eben weil er auch schon zum Teil Politiker ist, sein muss. Aber für die Politik gibt es den Cursus Honorum. Für was brauch man dazu noch die Militäreinheiten? Natürlich, ein Tribun und Kommandeur einer Einheit wird weiterhin zur Hälfte Politiker sein, aber der "kleine" Centurio sollte sich in Ruhe auf seine achtzig Mann konzentrieren können - ohne, dass er sich groß um andere Sachen Gedanken machen muss. Kann ja nicht Sinn und Zweck der ganzen Sache sein.
    Crassus dachte an das Gespräch mit dem ehemaligen Centurio Annaeus Metellus in seinem Officium. Dieser hatte ja auch behauptet, dass er den ganze Tag mit Schreibkram beschäftigt gewesen wäre. Auch wenn Crassus fest davon ausging, dass es nur eine Ausrede war, so musste Metellus ja doch irgendwie auf die Idee mit dieser Ausrede gekommen sein. Und so weltfremd ist die Ausrede ja nicht einmal.


    Ach! Crassus winkte ab Kein Problem ist unüberwindbar. In Kindertagen ist das Laufen noch ein Problem, in der Legion ist der befehlshabende Centurio das schier unüberwindbare Problem, in Rom das überall herrschende Chaos... und nun ist es halt ein Senator. Crassus lachte laut und musterte die Iulia abermals von der Seite. Ja, irgendein Schattengewächs war sie nun wirklich nicht und brauchte sich auch nicht vor Senatorentöchtern verstecken. Aber moment mal! Das Lied kannte Crassus doch. Schnell wand er seinen Blick wieder von der Iulia ab und schaute, woher das Lied, welches er noch neulich Nacht gegröhlt hatte :D, herkam. Die Ernüchterung war groß, es schienen nur ein paar besoffene Männer zu sein, die dabei waren überschüssige Energie abzubauen. Gerade als er seiner Leibgardgarde einen Wink geben wollte, erkannte er, dass sie schon dabei war, sich so um Helena, ihre Dienerin und Crassus zu stellen, sodass sie von den Männern ersteinmal abgeschirmt waren und niemand ein versteckten Dolch im Rücken fürchten musste.