Verwundert, aber auch überrascht nahm Crassus wahr, dass sich Helena ihm noch einen Schritt genähert hatte. War das eine neue Masche? Erst einen auf gut erzogen, brav und so weiter zu machen, nachdem man absichtlich einen angerempelt hat, um dann, wenn sich der Gesprächspartner kooperatv zeigte und auf das Gespräch einstieg, eine weitere Annäherung zu versuchen? Crassus Blick landete wieder bei der gröhlenden Meute. Ob sie sich wohl deshalb ihm genähert hatte? Vielleicht war das mit den Männern und dieses Vorhaben, sich noch weiter der begehrten Person zu nähern, ja auch aubgesprochen? Sodass die begehrte Person kein Verdacht schöpfen würde...
Kopfschüttelnd verwarf Crassus den Gedanken. Das alles wäre doch irgendwie viel zu weit hergeholt und irgendwie zu viel des Guten. Kein normaler Mensch würde sich so viel Mühe machen, nur um erste Kontakte zu knüpfen. Andereseites, was war heutzutage noch normal?
Nein, ich bin auch nicht sonderlich glücklich darüber. Denn das ist nichts ganzes und nichts halbes. Weder bin ich nur Politiker noch bin ich nur Militär. Und ich hasse halbe Sachen. Was ich mache muss Hand und Fuß haben, sonst werde ich nie damit zufrieden sein. Sein Blick hatte inzwischen die Gruppe junger und besoffener Männer fixiert. Langsam umschloß Crassus rechte Hand den Griff seines Gladius und er erkannte, wie es seine Leibgarde, die offiziell der Vigiles angehörig waren und somit Waffen innerhalb des Pomeriums tragen durften, es ihm gleich tat. Crassus würde keinen Moment zögern und auch hier, mitten in Rom einen Römer niederstrecken, wenn sich dieser ihm zu sehr näherte, sodass er einen Angriff befürchten musste. Sein Blick hatte inzwischen drohend den Anführer der Gruppe fixiert. Der Blick sollte dem Anführer klar machen, dass, sollte er wirklich Ärger wollen, ihn auch jederzeit bekommen konnte. Während er sich schon in Gedanken sah, wie er auf den Anführer zustach, brachte ihm der geflüsterte Wunsch der Iulierin völlig aus den Konzept. Er blinzelte oft und sah verwirrt zu Helena. Sie hatte er irgendwie ganz vergessen. Er lächelte ihr kurz zu, lockerte seinen Friff an seinem Gladius etwas und nahm wieder Blickkontakt mit dem Anführer auf.
Dem einen Leibwächter, dem es inzwischen genügte, dass da einer dauernd um sie herum sprang machte ihm, nachdem er seine freundlichen Worte überhört hatte, mit einem Schubser darauf aufmerksam, dass er nicht alleine hier war.