Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

    Endlich... Schlaf, Erholung, Entspannung und nachher noch eine Massage in irgendeinem Lupaner, die es hier sicher auch irgendwo gab. Er hätte sich von Lucianus' Lupaner die ein oder andere Lupa "einpacken" lassen sollen :D


    Ich danke dir, Meridius. Wir sehen uns später.


    er nickte ihm noch einmal zu und folgte dann dem Diener auf das Zimmer. Sein ihn begleitendes Gefolge hatte inzwischen den Auftrag bekommen, sich irgendwo in der Nähe einzuquatieren und danach wieder vor der Regia zu warten. Hier in Germanien musste man ja auch aufpassen, da war eine angemessene Begleitung sicher niemals ein Fehler. In Gedanken malte sich Crassus auf dem Weg zu seinem Cubiculum aus, wie in jeder dunklen Gasse Horden von Germanen nur auf einen unvorsichtigen Römer warteten. Ihm schauderte es etwas und er war nicht unglücklich, als er sein Zimmer betrat und somit diese anderen Gedanken verdrängen konnten.

    Achja, klar, natürlich... Crassus schüttelte verwirrt den Kopf. Das war wieder eine seiner sinnigsten Fragen gewesen. Lag sicher an der langen Reise. Aber freut mich, dass ich meine ehemalige Einheit, die ich mal mehr oder minder anführte, in guten Händen weiß. Er lächelte nochmal kurz Magnus zu und sah dann zu Meridius um sich zu erkunden, was sein Zimmer macht. Weißt du, er wandte sich wieder an Magnus ich bin eben erst hier in Germanien bzw. Mogontiacum angekommen und noch sehr müde. Deshalb werde ich wohl gleich mein Zimmer beziehen, um mich von den Strapazen zu erholen.

    Ja, ein halbes Leben, könnte man meinen. Dass es nun wirklich bald ein halbes Leben war, war reiner Zufall. :D
    War ich, war ich. Ich ging nach meiner Beförderung zum Praefectus Castrorum bei der Legio IX als Princeps Praetorii zu den Cohortes Praetoriae. Dort diente ich dann bis zum Tribunen und bekam dann etwas später mein eigenes Kommando über die Vigiles. Ja, und dort bin ich dann immernoch! Als Praefectus Vigilum.
    erzählte Crassus in aller schneller, was er die letzten Jahre über gemacht hat.
    Und du? Bist du bei der Ala die ganze Zeit über bis zu deinem Kommando geblieben?

    Crassus nickte zufrieden, als Meridius sich anschickte nach einem Diener für sein Zimmer zu schicken. Endlich würde er zu seiner dringend benötigten Ruhe kommen.
    Aber das musste offenbar noch kurz warten, da ein neuer, Crassus noch unbekannter Mann hinzutrat. Er musterte Magnus einen Moment lang. Das Gesicht kam ihm bekannt vor, damals noch von der, wenn er sich nicht täuschte, Ala.... 'Magnus... Magnus... Primus Deciums Magnus!', fiel es Crassus wieder ein.


    Salve Decimus Magnus! Crassus erkannte an seiner Uniform, dass er offenbar ein Praefect einer Ala war. Bei dieser Erkenntnis fiel ihm auch ein, dass er mal eine Meldung gelesen hatte, dass er zum Praefectus Alae der Ala II Numidia wurde. Wie ich sehe hast auch du deinen Weg beschritten und bist deiner alten Einheit treu geblieben.

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    ....(_)...... Güden Tog
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    ....(_)...... isch bin en Hägga (Hacker) aus KÖLN,
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    ...(_)....... un diss iss en selbstbrögrammirder
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    .....(_)..... bösartscher Combjuderwurm.
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    .....(_)..... Da isch noch net sö viel weeß vom Combjuder
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    ...(_)....... iss des en manueller Wurm.
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    ......(_).... Also löschen se bidde
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    .....(_)..... alle Dadeien von de Festbladde
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    ...(_)....... und schickese den Wurm
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    .....(_)..... an alle die se kennen.
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    Es ist auch eine entschieden größere Ehre, diesen Posten inne zu haben. Crassus lachte kurz und nickte danach wieder ernst. Selbstverständlich war eine intakte Befehlskette unabdingbar, wenn man eine Provinz erfolgreich leiten wollte.


    In Rom geht es hektisch wie eh und je zu. Ein Mord hier, eine Intrige dort und dazwischen noch ein Brand. Also eigentlich so wie immer.


    Aber wenn möglich würde ich mich nun recht gerne in die von dir angebotene Unterkunft zurückziehen, da die Reise doch recht anstrengend war. Außerdem werden wir die Woche über sicher noch einmal Zeit finden, um uns Gegenseitig auf den neusten Stand zu bringen.

    Crassus sah, nachdem er gegrüßt wurde, zu dem Optio und nahm ihm den Salut ab: Salve Optio. Na, wartest du auch auf den Hausherrn? Ah, doofe Frage. Bist du auch wegen der Hochzeit hier oder möchtest du den Legatus Augusti nur mit neuer Arbeit eindecken? ;)

    Crassus tat, wie es die Wache empfohlen hatte. Er ging in das Atrium um Meridius zu begrüßen. Nicht ganz ohne Neugier sah sich Crassus auf seinem Weg zum Atrium um. So ein Legatus Augusti Pro Praetore schien ja ganz ordentlich und auch nicht am Bettelstab zu leben. Aber das würde wahrscheinich von der jeweiligen Provinz abhängig sein. Je ärmer und je weniger Beachtung eine Provinz von Rom erhält, desto bescheidener müsste wahrscheinlich der Statthalter wohnen.
    Crassus verwarf diesen Gedankengang wieder, da er sich ja nicht um einen Statthalterposten bewerben wollte, sondern bei der Hochzeit seines ehemaligen Vorgesetzten dabei sein wollte.

    Crassus dankte der zweiten und dritten Wache und ging dann in das Atrium, um Meridius zu begrüßend und endlich sein Quartier zu beziehen. Sonst würde er sich bald in irgendein Eck legen und dort schlafen....

    Pünktlich am 11. des Iunius -mit einem ganzen Tag Verspätung- traf Crassus mit seinem nicht unbeachtlichen Gefolge vor der Regia in Mogontiacum ein. Er ließ die anderen Reiter mit den Wägen draußen warten und betrat nur müde und langsam selbst die Regia. Die Reise war anstrengend und entbehrungsreich gewesen und Crassus wünschte sich eigentlich nicht viel mehr als ein heißes Bad und ein weiches Bett.
    Bei der Wache angekommen raffte sich Crassus wieder einigermaßen auf und sprach mit befehlsgewohnter Stimme:


    Salve Custos. Gaius Caecilius Crassus mein Name. Meines Zeichen Praefectus Vigilum.
    Ich bin hier, da der Legatus Augusti Pro Praetore zu seiner Hochzeit geladen hat.

    Als Crassus fertig gegessen hatte erhob er sich. Meine Verpflichtungen rufen. Ich werde nämlich morgen in aller Früh nach Germanien reisen und habe bis dahin noch viele Vorbereitungen zu treffen. Lucia wird sich bestimmt um dein Wohl kümmern, Lucius, und ich habe ja auch nicht vor, länger als nötig in Germanien zu bleiben. Er stellte seinen Teller auf den Tisch, ging zu Lucia und nahm sie kurz in den Arm, dann schüttelte er Lucius' Hand: Fühl dich hier wie zu Hause und scheue dich nicht, den Sklaven deine Wünsche mitzuteilen. Sie sind angehalten sie zu befolgen.
    Passt auf euch auf! Auf bald!

    Crassus lächelte noch einmal beiden zu und verließ dann das Atrium um die letzten Vorbereitungen für die Reise zu treffen.

    Crassus sah sie bei ihrer energischen Reaktion fast erschrocken an. Nur wegen einigen besoffenen Kerlen musste man doch nicht so ein Theater daraus machen. Es waren nämlich bestimmt nicht die einzigen Besoffenen in ganz Rom... aber Moment mal. Bei dieser Musterung der Iulia fiel Crassus auf, dass sie ihm irgendwie blasser vorkam. Hatte sie eben wirklich Angst gehabt? Das würde sich ja mit ihrem Wunsch, den sie leise geäußert hatte, als sie die Männer passierten, decken. Crassus dachte ja erst, er hätte sich nur verhört, aber so langsam keimte in ihm der Verdacht, dass sie wirklich eine riesen Angst hatte und sich wirklich an einen anderen Ort gewünscht hatte. Nun konnte er sich ein kleines Schmunzeln nicht verbergen. Er beschloß allerdings sich dazu nicht mehr zu äußern, sonst würde er vielleicht noch durch eine Nachlässigkeit sie ausversehen darauf ansprechen und das wäre ja nun wirklich nicht die feine Art. Er nickte nur stumm und dann war das Thema für ihn gegessen.


    Gerade als er auf ihre Frage antworten wollte, beugte sich ein Leibwächter zu ihm und flüsterte ihm einige, wenige Worte ins Ohr. Crassus nickte stumm und sah dann bedauernd, aber auch entschuldigend zur Iulia: So leid es mir auch tut, aber es scheint, dass mich meine Verpflichtungen wieder eingeholt haben. Ich habe in einigen Minuten eine Stabskonferenz und kann dort selbstverständlich nicht fehlen.

    Crassus, der auf dem Weg von einer Kaserne der Vigiles zu einer anderen war, ließ sich eine von den Schriftrollen aushändigen. Er warf einen flüchtigen Blick darauf und befand sie eines kleines Geschenkes wert. Er nahm einen Beutel heraus, öffnete ihn und begann einige Münzen herauszusuchen. Nach einigen Sekunden brach er dieses Verfangen aber wieder ab und nahm noch einmal die Schriftrolle heraus und sah sie sich diesmal genauer an. Von der Schriftrolle aus sah er zu dem offensichtlichen Verfasser selbiger und von ihm aus wieder zurück auf die Schriftrolle. Er packte die Schriftrolle ein und warf dem Vertreiber den ganzen Lederbeutel zu und fragte ihn: Wie ist dein Name?

    Crassus hatte den ganzen Vortrag über stumm von seinem Teller gegessen. Es war nicht so, dass er keine Fragen gehabt hätte, aber er wollte damit nicht den Votrag von Catilius stören. Und am Ende seines Vortrages kam es wie es kommen musste: er fühlte sich regelrecht von dem schier endlosen Redeschwall erschlagen und hatte sämtlichen Fragen vergessen. So nickte er erst noch einige male, bis er bemerkte, dass Catilius eigentlich schon geendet hatte. Er sah von seinem Teller auf und lächelte einen Moment lang zu Catilius, denn ihm fehlten immer noch die passenden Worte. Als auch seine Schwester nichts sagte, beschloß Crassus diese fast peinliche Stille zu untrebrechen - egal wie.:
    Du scheinst auf deiner Reise viele Eindrücke gesammelt zu haben... er räusperte sich, um noch einen Moment Zeit zu gewinnen, in der er sich die nächste, hoffentlich bessere Aussage überlegen wollte. Denn die vorherige war nicht wirklich gelungen: Was hattest du für ein Gefühl als du deiner Heimat den Rücken kehrtest? Hast du dich auf die Zukunft gefreut, oder eher bedauert, dass du deine Heimat verlässt? Auch mit dieser Aussage war Crassus nicht wirklich zufrieden, aber besser als die erste Aussage war sie wohl.

    Ein junger Vigil trat nach Aufforderung ein und übergab geschwind dem Centurio ein Wachstäfelchen, um dann wieder abzutreten und die anderen Befehle zu verteilen.



    An Centurio Furius Helios


    Begebe dich heute Mittag zum Praefectus Urbi und stelle dich dort als mein Vertreter während meiner baldigen, kurzen Abwesenheit vor. Übergebe ihm desweiteren bei dieser Gelegenheit Berichte, über das Abschneiden und den derzeitgen Stand der Rekruten von den Provinz-Vigiles.


    gez.
    der Praefect