Die Versuche von hier wieder schnell abzuhauen hatte Crassus inzwischen aufgegeben. Es hätte und hatte ja doch nicht geklappt und jetzt blieb ihm eigentlich nicht viel mehr übrig, als sich diesem Gespräch zu fügen. Auch wenn es Crassus momentan nicht gefiel, so ist doch so ein kleines, unverfängliches Gespräch besser zum Abschalten geeignet als jeder andere stundenlange Spaziergang, während welchem man sowieso nicht den Kopf frei bekam.
Welches schöneres Gefühl gibt es denn als zu wissen, dass man hier, in vorderster Front, keine 100Meter vom Feind entfernt, die Familie, die Heimat schützt? Und man selber von den Göttern beschützt wird, damit man schützen kann? Natürlich ist der Krieg schmutzig und an sich nicht heroisch und auch sehr verlustreich, viele junge Römer sind dafür schon gestorben. Aber eben diesen jungen Männern haben wir es zu verdanken, dass Rom noch steht. Wenn man dann irgendwann nach seinem Kriegsdient nach Hause kommt, seinen Acker bestellt und den Rest seines Lebens mit der Familie in Frieden verbringen kann, da wieder andere junge Römer diese alten Veteranen mit der Familie schützen, dann hat man doch mehr als nur Krieg als Lebensinhalt gehabt, oder?
Diese Hoffnung, endlich nach Hause zu kommen und anderen den Krieg zu überlassen, ist doch das einzige, was einem am Leben erhält, wenn man schweiß durchnässt, völlig erschöpft von einem wilden Germanen angegriffen wird. Und wie es kommt, dass fast jeder Soldat Roms heroisch über den Krieg spricht? Ich denke das liegt daran, dass man einfach stolz ist, dass man überlebt hat.
Ahh, ich verstehe. Da drängt sich mir aber gleich die Frage auf, ob ihr keinen Patron habt, der euch dahingehend unterstützt.