Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

    Ach, diese übertriebenen Schmeicheleien... sie waren zwar das letzte, aber doch viel zu schön anzuhören, als dass man sie einfach so unterbinden würde.


    Ob du in Italia noch ein Grundstück bekommst, erscheint mir fragwürdig. Ist ja auch klar, hier in Italien sind die begehrtesten Landgüter des gesamten Imperiums, da möchte jeder seinen Teil haben. Und irgendwann gehen sie dann auch aus. Aber ich denke ich kann da etwas machen, damit du zu einem Grundstück in Italia kommst... man hat ja ein paar Verbindungen und auch ein bisschen Einfluß.


    Crassus schwelgte noch einen Moment in Gedanken, ehe Tiberius ein Geschenk ansprach:


    Ein Geschenk? Oh, da bin ich aber mal gespannt...

    Crassus konnte sich bei Tiberius Begrüßung kaum ein Grinsen verkneiffen. Natürlich hätte er gerade vor gehabt zur Casa Caecilia zu gehen - spätestens nach der Auktion mit der Sklavin im Schlepptau. Der Hausverwalter würde dann schon den Preis bezahlen, für was war er denn sonst da?
    Immer noch grinsend schüttelte Crassus den Kopf und sah sich dann auch die Sklavin aus der Ferne an. Machte ja kein schlechter Eindruck..


    Ist sie denn überhaupt des lateinischen mächtig?


    fragte er dannn Tiberius, da er bei der Präsentation der Sklavin noch nicht anwesend war.

    Achja, jetzt fiel es Crassus wieder ein. Das mit dem Kommentar zu dem Gesetz hatte er natürlich noch gewusst, doch wusste er nicht mehr, dass er davon in diesem Brief in Kenntnis gesetzt wurde. Das mit dem Vorhaben sich ein Grundstück mit seinem Geld zu kaufen, hatte er aber tatsächlich vergessen oder verdrängt - ganz wie man möchte ;)


    Auf meine Untersützung kannst du jederzeit bauen, die wirst du immer haben. Crassus dachte, dass er mit der Betonung von "Unterstützung" deutlich gemacht hatte, dass das nicht Finanzierung hieß.


    Hast du dir schon eine Gegend ausgeguckt, wo das dann liegen soll?

    Crassus trat von hinten an seinen Verwandten heran, möglichst so, dass dieser nichts mitbekam, und flüsterte ihm dann verschwörerisch zu:


    Muss ich Angst um mein Geld haben?

    Auch wenn Crassus gar nicht gefiel, dass Decius seine Disizplin so schleifen ließ und so offensichtlich verwirrt dreinblickte - schließlich hatte ihm niemand den Befehl dazu gegeben ;) -, nickte Crassus zufrieden. Schließlich konnte er sich nun wieder seiner üblichen Arbeit widmen.


    Vale Maigstrat.

    Genau. Crassus sagte zu Decius gar nicht mehr und wandte sich gleich wieder dem Magistrat zu:


    Maigstrat, das ist Optio Caecilius Decius. Er wird die Wachen kommandieren. Für diese Aufgabe stelle ich ihm drei Zimmerstuben ab. Ich denke alles weitere klärt ihr dann unter euch...

    In Begleitung vierer Prätorianer stampfte Crassus durch die engen Gänge des Carcers. Schon beim Hinabsteigen stieg ihm die muffige Luft in die Nase und er wäre am liebsten wieder umgedreht. Doch ein Prätorianer konnte sich ja nicht von so einem bisschen Luft aufhalten lassen - wäre ja gelacht.


    Nach einem kurzen Marsch blieb die Gruppe letztlich vor einer Zellentür stehen. Aufmachen! erklang die Stimme von Crassus Sekretär. Ein anderer öffnete daraufhin die Türe und betrat den Raum, gefolgt von einem zweiten nicht näher überlieferten Prätorianer. Als Dritter betrat dann Crassus Strabos Zelle. Mit einem verachtenden Blick sah Crassus auf Strabo hinunter.


    Es dauert nicht mehr lange, dann hat das hier für dich endlich ein Ende.

    Zwanzig Mann? Soll in Ordnung gehen.


    Crassus überlegte einen Moment wen er damit beauftragen könnte. Am besten irgendjemand, der sowieso nach Parthia gehen würde, dann würde er wenigstens nicht so schnell Rom vergessen - außerdem waren die anderen Truppenteile zum größten Teil mit anderen Aufgaben belastet.


    SCRIBA! Optio Caecilius Decius soll her kommen! rief er dann, weil ihm der Name als erster einfiel. Von draußen hörte man so etwas wie ein "ja, chef" und einige sich entfernende Schritte.

    Das habe ich.


    Crassus nickte. Ja, dass er ein Schreiben von Tiberius erhalten hatte, daran konnte er sich noch gut erinnern. An den Inhalt dagegen kaum noch. Naja, eigentlich gar nicht mehr. Crassus wollte gerade nach seinem Sekretär winken, als ihm noch rechtzeitig einfiel, dass dieser ja bei einem privaten Essen sicher nicht irgendwo in der Nähe sei.


    ... allerdings habe ich keine Ahnung mehr um was es ging. gestand er deshalb.

    Grüß dich!


    konnte Crassus gerade noch so herausbringen, ehe Sedulus auch gleich sein Anliegen vorbrachte. Verwirrt, aber nicht ganz abgeneigt antwortete Crassus dann nach einer kurzen Pause:


    Auch wenn ich nicht ganz verstehe, warum du da ausgerechnet Prätorianer haben möchtest, ließe sich prinzipiell darüber reden. An wieviele Männer dachtest du?

    Als sich Callidus anschickte die Casa Caecilia wieder zu verlassen, trank Crassus seinen Becher aus und erhob sich ebenfalls.


    Ich werde mit Spannung deine Nachricht bezüglich der Kurse abwarten. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute. Wir werden uns bei Gelegenheit ja sicher wieder irgendwo treffen. Vale, Aelius Callidus.

    Merkwürdig. Der Centurio blickte einige Momente lang den Optio ratlos an, ehe auch er mit den Schultern zuckte.


    Befrage ihn zu diesem Vorfall noch einmal und versuche diese und alle anderen noch offenen Fragen zu beantworten. Sollte er immer noch jede Aussage verweigern, so kehre zu mir zurück. Dann müssen wir uns was neues einfallen lassen. Wegtreten.

    Der Centurio lauschte dem Bericht des Optios aufmerksam. Er nickte hier und da und nahm dann das Pergament in Augenschein.


    Wie kam es dazu, dass er das Pergament zückte? Schließlich braucht man ja bekanntermaßen kein solches Dokument um in den Palast zu gelangen, sondern es reicht, wenn man sich einfach vorstellt und sein Anliegen kurz erläutert.

    Ich will auch hoffen, dass andere Personen die Sklavin auch wollten und du nicht einfach nur so 5.000Sesterzen geboten hast. Weil du angeben wolltest oder so. antwortete Crassus genervt. Wenn er etwas nicht brauchen konnte, dann war das unangebrachte Empörungen ;)


    Massagefähigkeiten? Hm... die werde ich bei Gelegenheit doch auch einmal in Anspruch nehmen.


    Nachdenklich nippte er an seinem Becher, ehe er sich Nanami zu wandte. Sicherlich war seine Frage nicht üblich gewesen, doch Crassus wollte sichergehen, dass Tiberius die Sklavin nicht schlecht behandele. Eine fünf tausend Sesterzen teure Sklavin wurde ja nicht zum Putzen gekauft, sondern für eher anspruchsvollere Aufgaben.

    Crassus nickte zufrieden. Da würde er vielleicht schon früher als gedacht einen neuen Weinlieferanten haben. Konnte Crassus ja nur recht sein.


    Das freut mich zu hören. Du kommst dann einfach auf mich zu...


    Er nippte an seinem Becher. Irgendwie fiel ihm gerade nichts mehr wirklich ein, was es noch zu Besprechen oder zu Erwähnen gibt.

    Zitat

    Original von Publius Matinius Agrippa
    "wie der Reitercohorte in Emerita den Befehl zum Aufbruch gegen Corduba zu erteilen.


    Crassus, der sich schon damit abgefunden hatte, dass er nun hier ziemlich überflüßig war, seufzte bei diesen Worten hörbar. Er hatte sich doch damals extra mit dem Proconsul darüber unterhalten, ob er einen Befehl erteilt oder nur ein Informationsschreiben an die Cohors geschickt hatte. Damals hieß es noch nur ein Informationsschreiben, womit der Proconsul seine Befugnisse nicht überschritten hätte. Jetzt war es auf einmal doch ein Befehl, den hätte er aber nicht geben dürfen. Also manchmal wusste er auch nicht mehr weiter. Kopfschüttelnd machte er sich eine Notiz auf einer Wachstafel.