Na gut. Meine Zustimmung soll er haben, Magnus.
Beiträge von Gaius Caecilius Crassus
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Müde streckte sich Crassus auf seiner Kline. Seit seiner Rückkehr wollten alle nur das eine von ihm - einen Bericht über den spanischen Aufstand. Er wusste schon gar nicht mehr wie oft er heute davon berichtet hatte, doch er wäre auch nicht anders, wenn jemand anderes aus so einem Krisengebiet zurückgekehrt wäre.
Wo fang ich denn da am besten an? Im Prinzip verlief unser gesamter Spanieneinsatz ohne Probleme und wie vorgesehen. Wir landeteten planmäßig bei Tarraco und bauten dort erst einmal unser erstes Lager auf. Gleichzeitig sprachen wir uns mit der Provinzverwaltung ab, tauschten neueste Informationen aus. Die Gelegenheit nutzte ich gleich um die Provinzverwaltung zu prüfen.. dabei fielen mehrere Beamte eher negativ auf. Darum musste ich mich natürlich zu aller erst kümmern, ehe wir nach Corduba weitermarschieren konnten. Also durchleuchtete ich die gesamte Verwaltung und suchte zweifelhafte Beamte heraus und isolierte sie. Als ich dann den Eindruck hatte, dass die Verwaltung wieder einigermaßen "sauber" war, brachen wir Richtung Corduba auf... davor ereignete sich allerdings noch ein Zwischenfall.
Crassus nahm einen Schluck aus seinem Becher und überlegte kurz ob er die Entführung von Minervina erwähnen sollte. Er beschloß einfach kurz abzuwarten ob Tiberius nachfragen würde oder nicht. Wenn nicht war es ihm auch recht und er würde einfach weitererzählen und den Zwischenfall außen vor lassen.
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Mit bewundernden Blicken und großen Augen ging Crassus um die nun enthüllte Statue herum und besah sie sich aus allen Blickwinkeln. Hie und da huschte ein Grinsen über sein Gesicht, als er irgendein kleines, verstecktes Detail bemerkte. Man erkannte deutlich, dass Crassus an solchen Kunstwerken viel Freude hatte, aber offenbar selten Zeit für diese Freizeitbeschäftigung fand. Nach einer gründlichen ersten Betrachtung richtete sich Crassus wieder auf und wandte sich an seinen Gast:
Ich danke dir für dieses Geschenk. Es gefällt mir sehr gut, ich denke ich werde dafür ein schönes Plätzchen finden, wo es voll zur Geltung kommt und auch andere Betrachter faszinieren kann. Nun, setz dich doch bitte. Kann ich dir etwas zum Trinken anbieten?
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Salve und herzlich Willkommen im Imperium Romanum!
Eigentlich sucht die Gens Caecilia derzeit ja keine neuen Mitglieder. Doch jetzt, nach so langer Zeit ohne neues Familienmitglied, könnte ich mir einen neuen Verwandten in unseren Reihen durchaus vorstellen. Doch um mich noch endgültig zu überzeugen hätte ich von dir gerne ein paar Fragen beantwortet:
Zum Einen wie du dir den Hintergrund deines Charackters vorstellst und was du in Zukunft mit ihm vor hast, welche Laufbahn du einschlagen möchtest.
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Schweigend hatte Crassus auch noch seinen Becher im Atrium leer getrunken, ehe er Tiberius in das Triclinium folgte. Froh, endlich wieder zu Hause zu sein, setzte sich Crassus seufzend auf eine der Klinen nebst seines Neffen. Er sah sich etwas in dem Raum um und konnte auf den ersten Blick keine gravierende Veränderungen oder Schäden erkennen - offenbar hatten seine Verwandte die Casa nicht in irgendeiner Orgie zerlegt. Hätte er ihnen ja fast zugetraut
Man weiß das Hemische erst zu schätzen, wenn man lange auf es verzichten musste. Doch, doch, zu Hause ist es einfach am schönsten...
und mit einem Wink gen Vinutus ließ Crassus die Becher neu füllen.
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Crassus war sehr froh, als er endlich Zeit fand seine Rüstung zu wechseln. Denn die, die er jetzt den ganzen Tag schon getragen hatte, glänzte kaum noch und betonte geradezu Crassus' müde Erscheinungsbild. In der frisch polierten Rüstung würde seine Ermüdung sicherlich kaum noch auffallen. Da Crassus allerdings gerade seine Rüstung wechselte, während ihm Callidus angekündigt wurde, musste sich dieser noch etwas gedulden, ehe Crassus ihn begrüßen konnte. Doch es dauerte auch nicht mehr sehr lange, bis Crassus in das Atrium gelangte und dort seinen Gast und Klienten begrüßte:
Sei mir gegrüßt Aelius Callidus!
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Da sich Crassus nicht mit dem Kaiser über irgendwelche Witterungen oder über die Bedeutung der Worte "unmerklich mehr" streiten wollte, zeigte er auf seine Skepsis keine besondere Reaktion. Er nickte einfach nur stumm und nahm seinen Einwurf an. Ganz unrecht hatte Iulianus ja sicher auch nicht, auch wenn schwer verrammelte Tore sicherlich nicht ohne weiteres zu öffnen waren - auch nicht von innen.
Natürlich hatte und hat das Ende der Belagerung auf die Stadt und das Umland der Stadt Auswirkungen. In erster Linie muss sich die Stadt erst einmal von der Belagerung erholen - die Kornspeicher waren so gut wie leer und müssen neu aufgefüllt werden. Das Umland der Stadt leidete selbstverständlich auch etwas unter der langen Belagerung der Cohors, denn diese musste sich ja auch irgendwie versorgen. Wir hatten das Glück, dass uns der Proconsul reiche Vorräte aus Tarraco zu Verfügung stellen konnte, sodass wir die Bauern in Spanien nur geringfügig belasteten.
In der Bevölkerung gab es solche und solche Reaktionen. Natürlich haben einige - vorallem die, die während der Belagerung Verwandte und Güter verloren haben - die Stadt verlassen und sich geschworen nie mehr in eine Stadt zu gehen, damit sie nie mehr Gefahr laufen so eingesperrt zu werden. Andere allerdings haben in dem Wiederaufbau der Stadt eine Möglichkeit gesehen zu neuem Reichtum und neuer Ehre zu gelangen und sind deshalb vom Land in die Stadt gezogen.
Und dann gibt es noch die, die die Stadt zeitweise verlassen haben. Sie sind sofort nach der Befreiung der Stadt aus der Stadt geflohen. Meist zu ihren Verwandten oder Freunden aufs Land. Ihnen war die Lage in Corduba jetzt zu unsicher. Sie werden dort noch bleiben und warten bis sich auch die Nachbeben gelegt haben und Corduba wieder ganz ruhig ist und sich dort ein normaler Alltag eingestellt hat. Dann werden auch sie wieder in die Stadt zurückkehren und am täglichen Leben in Corduba teilnehmen. -
Ab und an nickte Crassus zu den Ausführungen des Centurios. Er hatte mit keinem anderen Bericht gerechnet, weshalb er sich keine besonderen Notizen machen musste. Alles schien wie am Schnürchen gezogen gelaufen zu sein. War ja auch mal schön, wenn etwas so klappte, wie es klappen sollte.
Sehr schön. Von meiner Seite aus wäre es dann alles gewesen. Wenn du auch nichts mehr zu besprechen hast, kannst du wegtreten. Und sorge dafür, dass die Männer bei ihrer Eskorte nur den besten Eindruck machen...
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Ah, sehr schön. In den letzten Tagen, auf dem Marsch von Corduba nach Carthago Nova und auf dem Schiff nach Ostia, fielen die Speisen nämlich eher spartanisch aus. Da freu ich mich jetzt natürlich um so mehr auf hochwertigere und perfekt zubereitete Speisen.
schon allein beim Gedanken an die Kochkünste von Crassus Koch hier in der Casa, lief ihm das Wasser im Mund zusammen... man gönnte sich ja sonst kaum etwas, da durfte es auch ruhig ein etwas teurerer Koch sein. Dankend nahm Crassus den Becher von Tiberius entgegen und stieß mit ihm an, als er sich auch einen eingeschenkt hatte. Anschließend nahm er einen großen Schluck. Der Wein war nicht schlecht, zweifellos, hatte sicherlich auch Crassus mal eingekauft, doch wenn sich Crassus recht erinnern konnte, hatte er sich erst kurz vor seiner Abreise einen besser schmeckenden gekauft. Hm, da hatte sich Vinutus bestimmt nur vergriffen....
Wie lange soll denn das Essen noch dauern?
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Wir waren die gesamte Befreiung über stets bemüht, die Stadt nicht mehr zu beschädigen als unbedingt nötig. Bei unserem Durchbrechen durch die Stadtmauern ließ sich ein gewisser Schaden natürlich nicht verhindern. Doch dieser Schaden hält sich ebenso wie der Schaden, der während der Schlacht in der übrigen Stadt entstanden war, sehr in Grenzen. Im Gesamten ist sicherlich nur unmerklich mehr kaputt gegangen, wie bei einem heftigen Unwetter zerstört worden wäre. In ungefähr zwei Monaten dürften sämtliche Schäden behoben sein - ohne besondere Maßnahmen. Danach werden die Verteidigungsanlagen sogar noch besser ausgebaut sein, als sie es vor der Besetzung der Rebellen eh schon waren. Das liegt daran, dass die Verschwörer während ihrer Besatzung die Anlagen stark ausgebaut hatten.
Die Reperaturarbeiten an sich liegen in meinen Augen in der Verantwortung der Regierung vor Ort, also unter anderem auch am Proconsul und der neuen Verwaltung von Corduba. Doch natürlich stehlen wir uns so nicht aus der Verantwortung. Ich wies den Tribunen Iulius an, die Wiederherstellung der Stadt zu überwachen und auch dabei mitzuwirken, falls es sich ergibt.
er räusperte sich.
Die Bevölkerung der Stadt erlebte fast vollständig die Besetzung der Rebellen und dann die Belagerung der Cohors II. Die Kaisertreuen unter ihnen wurden meist von den Rebellen gerichtet, die anderen folgten kaum dem Ruf des Sullas oder des Strabos. Sie lebten mit einer gewissen Gleichgültigkeit unter der neuen Herrschaft; sie akzeptierten es in gewisser Weise. Erst als später, mit unserem Eintreffen, die meisten Männer zwangsrekrutiert wurden, breitete sich Unruhe unter der Bevölkerung aus, da sie gegen dich nicht das Schwert erheben wollten - oder weil sie, ebenso wie die Anführer des Aufstandes wussten, dass sie keine wirkliche Möglichkeit mehr haben würden zu überleben, wenn sie zu den Waffen greifen würden. Aus diesem Grund ergaben sich auch schon viele Männer, bevor die Schlacht eigentlich richtig begonnen hatte. Nämlich in dem Moment wo wir durch die Stadtmauern drangen.
Um deine Frage kurz zu beantworten: quasi ganz Corduba. Als sie nämlich erkannt hatten, dass ihre Gleichgültigkeit bitter enden könnte, war ihnen die Flucht nicht mehr möglich. -
Hm, sie werden noch Dienst haben, nehme ich an? Naja, wenigstens ein paar die noch ein bisschen Geld verdienen... Crassus hatte die letzten Worte mehr gemurmelt als laut ausgesprochen, allerdings zeigte sein Gesichtsausdruck auch wenn man nicht genau verstanden hatte, was Crassus gesagt hatte, deutlich, wie er es gemeint hatte.
Was wird es denn zum Essen geben, was hast du dir feines ausgedacht? Ach, und wo wir gerade beim Essen sind, gibt es hier auch noch was zu Trinken? Ich hab nämlich einen anstrengenden Tag hinter mir...
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Ahja, sehr schön. Nun ich war vorher schon beim Imperator und er scheint schon in größten Reisevorbereitungen zu stecken. Es wird bis zu eurer Abreise sicherlich nicht mehr lange dauern, davon bin ich überzeugt. Es dauert halt immer eine gewisse Zeit, wenn man die Verwaltung eines Weltreiches mobilisieren muss.
Wie lief euer Rückmarsch? Gab es dabei irgendwelche Probleme? Wie hat sich die ZUsammenarbeit mit der Numerus gestaltet? Achja, und das Donativum hat deine Centurie auch schon erhalten, oder? -
Wie es schien waren (noch) nicht sehr viele Familienmitglieder da. Na gut, Crassus' Rückkehr kam ja auch relativ überraschend und nicht jeder konnte sich einfach so einen Tag freinehmen oder frei nach Belieben gestalten. Gerade in einer militärischen Einheit wie den Cohortes Urbanae, wo ja auch zwei Verwandte dienten, war das fast undenkbar, wenn man nicht gerade ein Stein bei dem jeweiligen Offizier im Brett hatte.
So erwiderte Crassus die Begrüßung von Tiberius ebenso so freundlich, wie er sie zu sein vorgabTiberius, wie ich sehe, scheinst du über meine Ankunft geradezu hin und weg zu sein! er grinste breit Ja, die aufständischen Spanier werden es sich in nächster Zeit zwei Mal überlegen, ob sie mir noch einmal gegenüber treten wollen...
er lächelte und ging einige Schritte in das Atrium hinein, sah sich dann erneut um:
Und du hast mir hier einen kleinen Empfang vorbereitet, hm? Oder kommt noch deine neue Flamme und ich störe nur?
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Tiberius hatte für diese Gedanken nicht mehr allzu viel Zeit, denn Crassus baldige Ankunft kündigte sich in verschiedenen Phasen an. Die erste Phase war wohl die Ankunft der meisten Sklaven, die ihn auf dem Feldzug begleitet hatten. Sie kehrten sofort in die Casa Caecilia zurück, während Crassus mit den Prätorianern sogar noch auf dem Weg in die Castra war. In der zweiten Phase kehrte der Großteil seines Gepäcks in die Casa zurück; zeitglich war Crassus wohl gerade beim Kaiser und berichtete ihm von dem niedergeschlagenen Aufstand in Spanien. In der letzten Phase kehrte Crassus selbst in die Casa zurück. Seine unmittelbar bevorsatehende Ankunft wurde nur durch das Eintreten seines Leibsklaven in das Atrium angekündigt. Denn er entfernte sich nur sehr selten von Crassus mehr als zwanzig Meter. So dauerte es nach der Ankunft des Sklaven nur noch wenige Sekunden bis Crassus das Atrium betrat. Dort blieb er erst erst ein mal einfach nur Stehen und wartete auf eine Reaktion der heimischen Familie
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So dies dein Wunsch ist, Augustus, so werde ich diesen Prozess auch an deiner Stelle leiten. Es wäre mir eine Ehre.
Crassus wollte noch mit seinen Fragen bezüglich der beiden anderen Iudices und des Advocatus Imperialis Maior warten, da er davon ausging, dass der Kaiser zu den Formalitäten gleich sowieso noch etwas sagen würde. Ansonsten würde er sie am Ende noch stellen.
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Decemviri litibus iucandis, Basilica Ulpia - Roma, ItaliaSalvete Decemviri litibus iucandis,
in den Erbschaftsangelegenheiten von Quintus Caecilius Rufus und
Lucius Caecilius Decius wurde ich als Erbe benannt und erkläre mich bereit, die Erbschaft im vollen Umfang anzutreten.Gaius Caecilius Crassus
Praefectus Praetorio -
Wir haben natürlich keine Zeit verschwendet nachdem ich hörte, dass du gedenkst in den Osten aufzubrechen - die Götter haben ihr übriges getan, damit wir so schnell wieder hier sein konnten. Ich muss allerdings gestehen, für mich kam dieser dein Entschluß persönlich in den Osten Aufbrechen zu wollen ziemlich überraschend.
Crassus machte eine kurze Pause und begann dann an seine Berichte von Spanien anzuschließen:
Doch erst einmal möchte ich dich in der Spaniensache auf den neuesten Stand bringen: Wenn ich mich recht erinnere, endete mein letzter Bericht kurz vor unserem Abmarsch nach Corduba...
Also gut: Nachdem wir dann von Tarraco nach Corduba aufgebrochen sind, kamen wir dort nach ungefähr zwei Wochen an. Dort vereinten wir uns mit der dort stationieren Cohors II. In deren Gewahrsahm befand sich tatsächlich der "wahre" Pompeius Strabo. Offenbar wurde er auf seiner Flucht aus Corduba geschnappt. Nähere Umstände dazu sind nicht bekannt, da Strabo zur Zeit kaum bis gar nicht ansprechbar ist. Er befindet sich zur Zeit im Carcer der Castra Praetoria.
Nun gut, wie auch immer, nachdem wir das LAger bezogen hatten und auch einige Gespräche mit den Offizieren der Hilfstruppe geführt hatten, beschlossen wir für den fünften Tag vor den Kalenden des Mai den Angriff. An diesem Angriffstag rückten zu erst die Belagerungstürme vor, um große Abschnitte der Stadtmauern zu sichern. Dies gelang uns auch recht schnell und sehr gut. Als wir dann die Mauern hielten, karrten wir Rammböcke herran, um ein schnelles Nachrücken der übrigen Truppenteile gewährleisten zu können. Als dies dann geschehen war, rückten die verschiedenen Truppenteile formiert und vorsichtig vor und sicherten so Stadtteil für Stadtteil. Vielerorts lauerten Fallen, wie einstürzende Häuser oder mit Bogenschützen besetzte Dächer. Doch all diese Hinterhalten konnten wir meist umgehen oder frühzeitig erkennen, sodass wir dort keine großen Verluste erlitten.
Irgendwann, kurz bevor wir auf die Curia zumarschierten, griffen die Rebellen zum letzten Mittel: Sie zündeten die Stadt an. Extra für diesen Grund hatten sie brennbare Flüßigkeiten quer über die Stadt verteilt. Sie wollten die Stadt komplett niederbrennen - und mittendrin die größtenteils unschuldige Bevölkerung Cordubas und deine Soldaten. Allerdings ließen die Götter dieses Niederbrennen nicht zu und ließen es regnen, sodass es, von einigen kleinen Brandherden abgesehen, zu keinen größeren Bränden und Verlusten kam.
Als diese Gefahr dann auch überstanden war, begann der Sturm auf die Curia und ihren Vorplatz, wo sich der letzte organisierte Widerstand befand unter dem Rädelsführer Sulla. Doch auch dieser Widerstand konnte gebrochen werden und der letzte große Aufrührer Sulla konnte, zwar schwer verletzt, aber doch lebend, gefangengenommen werden. Er befindet sich heute noch unter der Behandlung meines Leibarztes in der Castra Praetoria. Nachdem die Curia gefallen war, war Corduba wieder in deiner Hand und auch die letzten Aufständler legten ihre Waffen nieder. Allerdings gab es von diesen nicht mehr viele, die meisten fielen im Kampf.
Am nächsten Tag dann erreichte mich der Brief deines Magister Domus Augusti, worin er mich um eine Eskorte für deine Reise bat. Ich sandte sofort einige meine besten Männer los, ehe ich die Bestattung der gefallenen Soldaten leitete und die unbedeutenden Mitfläuger des Aufstandes richtete.Als dies dann alles geschehen war, informierte ich den Tribunen Iulius Seneca über seine neue Aufgabe. Er befindet sich nämlich noch mit einer Kohorte und der Auxiliareinheit in Spanien und stöbert noch die letzten Widerständler auf. Nachdem ich ihn informiert hatte brach ich mit zwei Kohorten nach Carthago Nova auf und setzte mit der dort befindlichen Numerus nach Ostia über. Und von dort aus marschierten wir heute nach Rom... und nun stehe ich hier vor dir.
Um noch ein paar abschließende Fakten vorzubringen: Unsere Verluste sind überschaubar. In ein paar Wochen werden die Verluste wieder ausgeglichen sein. Die Offiziere der Auxliareinheit taten sich nicht durch sonderliche Taten hervor, leisteten aber einen soliden Dienst. Allerdings informierten sie nicht Rom von ihrem Marsch zu Corduba oder von ihrer Einschätzung der Lage. Die Provinzialverwaltung in Tarraco scheint mir etwas, nun wie soll ich sagen, ungeeignet. Nur um ein Beispiel vorzubringen: Agrippa war während meiner Anwesenheit in Spanien nie in Corduba oder der Umgebung davon gewesen.
Was wäre sonst noch zu erwähnen? Die Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten, den beiden Flotten oder der Auxuliareinheit, verliefen jedes mal ohne jegliche Probleme.
Wenn du mir noch kurz erlaubst einige Worte zu meiner Einheit los zu werden: sie hat sich tapfer geschlagen und es gab nicht eine Sekunde lang irgendeinen Zweifel an ihrer Loyalität - selbst die Gefallenen würden, davon bin ich überzeugt, wieder genau gleich handeln. Es gibt allerdings einige Männer die sich ganz besonders ausgezeichnet haben. Diese würde ich gern besonders ehren und ihnen eine Auszeichnung zu kommen lassen... einen von diesen besonders vortrefflichen Männer möchte ich, so du es erlaubst, zum Centurio befördern... -
Crassus war inzwischen nun schon den ganzen Tag auf den Beinen - erst war er nach einer langen Schiffsreise von Ostia nach Rom marschiert, dann in Rom in die Castra, von der CAstra auf den Palatin und dann wieder zurück in die Castra - und ließ deshalb den Centurio müde und schnörkellos eintreten.
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Alles Gute!
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Die Wache vor dem Officium des Kaisers staunte nicht schlecht als auf einmal ihr Praefect vor ihr stand. Sie salutierte eilig und führte dann den Befehl von Crassus aus, nämlich seine Ankunft dem Kaiser zu melden. Sie verschwand im Inneren des Officiums, meldete dem Kaiser Crassus Ankunft und kam dann mit einer positiven Nachricht wieder aus dem Arbeitszimmer hinaus. Crassus durfte eintreten. Er nickte der Wache zu und ging dann eiligen Schrittes in das Officium hinein. Dort angekommen nahm er vor dem Schreibtisch des Kaisers Haltung an:
Ave Imperator!