Beiträge von Gaius Caecilius Crassus

    Ja, er ist mit mir verwandt. Er ist mein Cousin.
    Oft ist die bloße Pflichterfüllung in selbst für Kriege extremen Situationen eine besondere Tat. Er übernahm die Führung seiner Centurie als sein Centurio schwer verletzt vom Feld gebracht werden musste. Diese Centurie war es dann auch, die den schändlichen Sulla gefangennahm. Das ist insoweit besonders, als das Sulla unbedingt Sterben wollte, wenn nicht durch unser Schwert, so durch sein eigenes. Nur durch sein beherztes Handeln konnte man Sulla vor seinem Tod retten, sodass ihm nun der Prozess gemacht werden kann.


    Ich werde die Liste gemeinsam mit der Liste der Anklagepunkte dir zukommen lassen, jawohl. Und ja, die Donativa wurden inzwischen vollständig ausgezahlt.

    Bitte, nichts zu danken. Solltest du wieder Fragen haben, kannst du dich gerne jederzeit an mich wenden.


    Crassus sah zu wie sich der Gast erhob und Anstalten machte zu gehen. Endlich. Nicht, dass Crassus etwas gegen die Person an sich hatte, nur hasste er unangekündigte Besuche, die ihn aus seinem straffen Zeitplan warfen...

    Es gibt viele Männer die sich ausgezeichnet haben. Aber ganz besonders geehrt Wissen würde ich gerne Marcus Caecilius Decius. Momentan ist er Optio, war aber schon lange ein Kandidat für den demnächst freiwerdenden Centurioposten. Durch seinen Mut und Einsatz in Spanien hat er sich so hervorgetan, dass es keinen Zweifel mehr an seinen Fähigkeiten gibt. Im Prinzip hat er die anderen Kandidaten grandios abgehängt.


    Es gibt noch weitere Namen, die sind aber zum großen Teil in der von mir abgestellten Leibgarde, die dich in den Osten begleiten wird. Ich schlage vor, dass diese dann eine Belohnung nach ihrer Rückkehr, oder durch meinen Kollegen vor Ort, erhalten werden. Diese könnte ja dann entsprechend größer ausfallen.

    Da Quintus Frage chronologisch eher passte, wendete sich Crassus erst ihm zu. Anfangs mit einem relativ ernstem Gesicht, nämlich während er an Minervina und die Geschichte nach der Ishtar-Feier und die Geschichte in seinem Feldherrenzelt dachte, doch dann doch grinsend, als er die Frage beantwortete.


    Auja, schön, das war sie. Selbst für eine Patrizerin aussergewöhnlich schön ;)


    er lachte und leerte seinen Becher, während eine Vielzahl an Sklaven fein hergerichtete Speisen hereintrugen. Wieder fiel ihm die Sklavin auf, die ihm so unbekannt vor kam. Einige Sekunden lang sah er sie stumm an und überlegte, wo er sie wohl gekauft hatte... ohne Ergebnis. Er wandte sich zu Tiberius:


    Da hast du ja ganz tief in die kulinarische Kiste gegriffen, um solche Feinheiten zu organisieren.


    auch etwas Anerkennung schwang in Crassus Worten mit, während er sich wieder als erster bediente. Er begann mit einem trockenen Brot.


    Um auf deine Frage zurückzukommen, Tiberius, ja, so ungefähr. Wir vereinten uns dort vor der Stadt mit der Cohors II, bereiteten den Sturm auf die Stadt vor und führten ihn dann letztlich durch. Dieser selbst verlief im Prinzip ohne Zwischenfälle... auch wenn wir ohne die Hilfe der Götter Corduba wohl kaum so wohlbehalten hätten befreien können.

    Zitat

    Original von Manius Matinius Fuscus


    Von drinnen kam ein "Herein!"


    Und von draußen kam ein Prätorianer herein:


    Sei mir gegrüßt. begrüßte Crassus den Beamten der formwegen. Ich denke es ist in unser beider Interesse, wenn wir gleich zum Punkt kommen: Ich möchte einige Grundstücke erwerben - dazu bin ich ja hier richtig, oder? Bevorzugt natürlich in Italien, wobei es hier nicht mehr viel geben dürfte, wenn sich seit meinem letzten Besuch nicht etwas grundlegend geändert hat...

    Crassus machte eine gleichgültige Handbewegung und meinte mindestens ebenso gleichgültig:


    Mir ist das relativ egal. Mir soll der Termin also recht sein.


    er würde dafür eh nur einen Centurio oder Optio und ein paar Männer abstellen. Und die hatten ja sowieso immer Zeit, wenn Crassus wollte, dass sie Zeit haben.
    Abwartend sah er zu dem Magistraten, gespannt ob es noch weitere Anliegen geben würde.

    Das würde ja nicht unbedingt heißen, dass du unerlaubt hier wärst. Es gibt ja auch Ausnahmen. Und als Offizier hat man ja viele Möglichkeiten so eine Ausnahme für sich selbst zu ermöglichen.


    antwortete Crassus ernst auf Quintus Frage. Naja, im Prinzip war es ja auch egal. Spätestens beim Prozess gegen die Spanier würde Crassus Victor ja sehen und sich mit ihm abstimmen können.
    Er wandte sich zu Tiberius:


    Ahja... Crassus griff nach einer Trüffel und schob sie sich in den Mund: Bei dem Zwischenfall handelt es sich um eine Entführung einer Patrizerin. er räusperte sich, als er an Minervina denken musste.


    Naja, und nachdem ich sie wieder aus den Fängen ihrer Entführer befreit hatte, marschierte ich dann mit den restlichen Truppen Richtung Corduba.

    Auch Crassus schenkte einige Tropfen des guten Weines den Göttern, ehe er selbst einen großen Schluck aus dem Becher nahm.


    Ja, ich hörte bereits von dieser Ernennung; Glückwunsch dazu! Außerdem ist es sehr erfreulich zu sehen, dass sich dein Weg dem Herzen des Imperiums, das zweifellos auf dem Palatin schlägt, immer weiter annähert.


    einige Momente starrte Crassus gedankenverloren in seinen Becher.


    Hast du dir schon Gedanken über deinen Weg über dein jetztiges Amt hinaus gemacht? Oder willst dich erstmal voll auf den neuen Posten konzentrieren?

    Gut. Ich werde deinem Magister Memoriae dann bald mögilchst die Zusammenstellung der Anklagepunkte zukommen lassen. Ich denke sie benötigen keiner weiteren Besprechung.


    Zu der Feststellung bezüglich des Prozesstermins nickte Crassus lediglich. Er hatte zwar vor ihn möglichst zeitnah abzuwickeln, aber nach der Verkündung der Anklage sollte er ihr schon noch Zeit lassen, um sich vorzubereiten, weshalb es bis zur Eröffnung des Prozesses sicherlich noch etwas dauern würde.

    Genußvoll kaute Crassus auf einer Trüffel herum, während er Tiberius' Frage beantwortete:


    Decius ist natürlich nicht verschütt gegangen und auch er ist wohlbehalten nach Rom zurückgekehrt. Allerdings hat er, ebenso wie die anderen Prätorianer, Dienst. Unter uns gesagt, im Prinzip, allerdings nur inoffiziel, haben sie nicht nur "Dienst" sondern eher eine Ausgangssperre. Wegen der angespannten Lage im Osten und der baldigen Abreise von Iulia.. also unseres Kaisers. Offiziell allerdings haben wir keine besondere Maßnahmen ergriffen.


    Crassus spülte den Bissen mit einem großzügigen Schluck hinunter und drehte sich dann zu Quintus - bei dessen Anblick bei Crassus immernoch irgendetwas leutete, er aber beim besten Willen nicht drauf kam, weshalb an ihm die Centuriomerkmale so ungewohnt aussahen.


    Quintus, habt ihr bei den Urbanern nicht etwas vergleichbares oder besondere Anweisungen oder so etwas? Wundert mich ja fast...


    Natürlich war es nicht notwendig jetzt schon solche Maßnahmen vorzubereiten, aber wie schon ein kleiner Gallier unter Caesar wusste: Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

    Öh, da fragst mich was.


    etwas hilflos durchstöberte Crassus einige Akten auf der Suche nach den gewünschten Informationen - ohne wirklichen Erfolg.


    Soweit ich mich erinnern kann ist der Gute eine die Gute. Wahrscheinlich war sie in irgendwelchen verschwörerischen Gruppierungen Mitglied. Zumindest wäre sie sonst kaum in unserem Carcer - zumindest nicht noch lebend. Crassus räusperte sich.


    Wenn ich mich auch noch daran recht erinnere, kann das Datum der Vollstreckung noch festgelegt werden. Mach einen Vorschlag, wann es dir recht wäre...

    Die Paragraphen-Liste habe ich persönlich gemeinsam mit meinem Rechtsberater, der mich nach Spanien begleitet hatte, auf der Fahrt von Carthago Nova nach Ostia ausgearbeitet. Also niemand, der die Anklage übernehmen könnte. Crassus räusperte sich.


    Hm, ganz spontan würde mir vielleicht Vinicus Hungaricus einfallen. Oder Decimus Mattiacus, als ehemaliger Quaestor Sacri Palatii. Wobei man natürlich erst die Verfügbarkeit prüfen müsste, auf diese Frage habe ich mich nämlich nicht konkret vorbereitet.

    Ich nehme an, du meinst irgendwelche Erdrosselungen, die im Carcer durchgeführt werden sollen?


    Crassus überlegte einige Momente. Bei solch unangekündigten Besuchen konnte man sich ja auch nicht auf die einzelnen Themen vorbereiten, sodass man sich nun irgendetwas aus den Fingern saugen musste. Die ganzen verschiedenen Bereiche mit ihren Einzelheiten im Kopf zu behalten war nämlich absolut unmöglich.


    Ich glaube eine dürfte bald anstehen.. du weißt ja, ich bin jetzt erst ein paar Tage wieder in Rom und noch nicht überall auf dem neuesten Stand. Diese Hinrichtung fällt ja absolut unter dein Aufgabengebeit, die kannst du dann natürlich auch durchführen.

    Auch du sollst mir gegrüßt sein, Germanicus Sedulus.


    begrüßte Crassus seinen Gast, der ihm im Prinzip völlig unbekannt war. Hätte nicht die Wache und Sedulus selber sich vorgestellt, so hätte er keine Ahnung gehabt, wer der Mann sein soll. So war das halt, wenn man die Wahlen über fernab von Rom war.
    Das Anliegen des Magistraten überraschte Crassus allerdings doch etwas.


    Die Überwachung, Organisation und alles übrige was die Carcer meiner Einheit betrifft, wird auch durch meine Einheit durchgeführt. Das hat sich in der Vergangenheit so bewährt und ich gedenke auch nicht dies zu ändern.

    Ich habe ihm über sein Rückkehrdatum freie Entscheidungsgewalt gelassen. Er kann die Lage vor Ort besser und sicherer einschätzen und wird den Moment der Abreise so besser abpassen können. Wenn ich schätzen müsste, so würde ich auf Ende des Sommers tippen. Kommt ganz darauf an wie schnell die Aufbauarbeiten abgeschlossen sind und der Alltag wieder eingekehrt ist.
    Der Proconsul äußerte sich mir gegenüber nicht zu diesem Thema. Ich würde aber von so einem Bericht ausgehen.


    Ja, konnten sie. Es ergeben sich neun Paragraphen die für Sulla und acht Paragraphen die für Strabo ohne Zweifel nachweisbar sind; darunter auch für beide Hochverrat. Dann gibt es noch ein, zwei Paragraphen deren Nachweisbarkeit noch geprüft werden muss. Dazu müssen noch einmal sämtliche Protokolle und sichergestelltes Beweismaterial gesichtet werden. Dabei sind diese Paragraphen aber sowieso nicht wirklich elementar, sie würden das Gesamte nur vervollständigen, im Prinzip sind sie aber ohne belang.

    Crassus winkte einen Sklaven herbei und ließ sich von ihm auch sofort Wein und Wasser samt zweier Becher holen. Noch während dieser unterwegs war um die Karaffen vorzubereiten, begann Callidus schon mit der Erzählung der Neuigkeiten.


    Zweifelsohne ein verantwortungsvolles und ehrenhaftes Amt, für welches du da ausgewählt wurdest. Ich bin davon überzeugt, dass du trotzdem, oder gerade deswegen, diese Position zur vollster Zufriedenheit aller Gelehrten ausführen wirst. Ich wünsche dir dazu den Segen der Götter.


    ehe Crassus geendet hatte, kehrte der Sklave wieder mit einem Tablett zurück und füllte vor ihren Augen die beiden Becher mit einer großzügigen Wein-Wasser Mischung. Der Sklave reicht Callidus und Crassus je einen und zog sich dann zurück.


    Auf das dein Weg noch lange so bergauf gehen möchte, wie er es die letzte Zeit getan hatte.

    Ja, ein Zwischenfall. Fla... doch weiter kam Crassus mit der Berichterstattung über diesen Zwischenfall erst einmal nicht, denn er wurde durch ein eintretendes Familienmitglied unterbrochen. Crassus hätte sicherlich lange überlegen müssen, bis er dem Gesicht, welches sich doch verändert hatte seit er es das letzte mal gesehen hatte, einem Namen hätte zuordnen können. Doch glücklicherweise entfiel das, denn er stellte sich gleich vor. Crassus grinste bei der Meldung von Metellus breit, auch wenn irgendein Glöckchen im Hinterkopf leutete, doch Crassus konnte nicht genau feststellen warum. Er ignorierte es deshalb vorerst.


    Meldung akzeptiert. Hinsetzen, Wein trinken! Crassus lachte und wartete bis Metellus einen mit Wein gefüllten Becher in den Händen hielt. Dann hob er seinen Becher, um noch mal gemeinsam mit allen anzustoßen.


    Auf die Caecilier in Rom!


    er lachte abermals und nahm einen großen Schluck aus seinem Becher. Dann ließ er seine Hand auf das Tablett gleiten, das mit lauter Köstlichkeiten gefüllt war. Er hatte gar nicht mitbekommen, dass das jemand da abgestellt hatte. Auf seinen suchenden Blick, wer das da abgestellt hatte, erhaschte Crassus nur noch den Rücken einer Sklavin.