Beiträge von Tiberius Prudentius Balbus

    Hätte der Probatus sich im Vorfeld ein wenig mit dem Werdegang seines Praefecten beschäftigt, hätte er gewusst, dass Balbus ein altgedienter Infanterist und daher im Umgang mit dem Schwert durchaus geübt war. Doch natürlich war Balbus auch der Ältere und würde daher sicherlich auch schneller schlapp machen.
    Doch bisher sah es danach nicht aus. Die meisten Schläge und Stiche des Probatus wehrte Balbus mit seinem Schwert ab oder wich ihnen aus. Natürlich steckte er dabei auch den einen oder anderen kleinen Stoss ein, doch waren die von minderer Bedeutung.
    Er hielt sich vorerst nur in der Defensive und bewegte sich nur hin und wieder ein oder zwei Schritte in die eine oder andere Richtung. Der Grossteil seiner Aktionen beschränkte sich darauf Schläge abzuwehren. Doch wer wusste schon, wie lange sich das noch so verhalten würde, schliesslich konnte Balbus jederzeit zum Angriff übergehen.

    Balbus nickte. "Zwei meiner Equites werden in den kommenden Tagen ihre Dienstzeit beenden und ich weiss, dass sie zu ihren Familien in Italia zurückkehren werden. Wenn du willst werde ich sie bitten dich zu begleiten." schlug er vor.


    Er war ein kleines Bisschen traurig, doch wusste er genau, dass es so besser war. "Würdest du vielleicht einen Brief mitnehmen und Callidus aushändigen?" fragte er.

    Balbus hörte dem kurzen Wortwechsel über die bevorstehende Reise zu und überlegte kurz, ob er Venusia bitten sollte einen Brief für Aelia mitzunehmen. Wobei er den natürlich erst noch schreiben müsste und dafür hatte er einfach keine Zeit.
    Doch dann wurde er auch schon aus den Gedanken gerissen.


    Zitat

    Original von Tiberius Duccius Lando
    "Salve Prudentius Balbus, darf ich dich aus deinen Gedanken reißen?"


    Balbus nickte. "Natürlich, Duccius Lando. Was kann ich für dich tun?"

    Sim-Off:

    Irgendwie muss ein Praefect doch auch mal Spass haben ;)


    Als Eburnus zustiess, machte Balbus mit dem linken Bein einen kleinen Schritt zurück, so dass seine Schulter aus der Stosslinie war, da er vermutete, dass diese Stelle nicht unbedingt das wirkliche Ziel war, brachte er gleichzeitig sein Schwert vor seine rechte Hüfte um eventuelle dort platzierte Schläge abzuwehren. Die Klinge schnellte nach unten und vor sein Bein.

    Er lächelte als sie sich hinsetzte und als sie zu sprechen begann. Doch während ihrer Ausführungen wurde sein Lächeln immer schwächer. Er hatte gewusst, dass der Tag kommen würde an dem sie nach Rom zurückkehren würde. Schliesslich hatten sie es damals in Rom so ausgemacht und er würde sie sicherlich nicht hindern. Er nickte.


    "Ich verstehe." sagte er. Er selbst hatte wenig Zeit gehabt sich um Quarto zu sorgen, auch wenn er hin und wieder an ihn hatte denken müssen. Doch eigentlich war er davon ausgegangen, dass es seinem Patron gut ging.


    "Weisst du schon, wann du aufbrechen möchtest?" fragte er.

    Balbus fand zwar, dass der Probatus mit seinen Ausführungen ein klein wenig übertrieb, aber dennoch nickte er.


    "Doch vor allem solltest du bedenken, dass du nicht nur für dich die Verantwortung trägst." Er hob die Stimme. "Das gilt für euch alle. Jeder von euch trägt Verantwortung für seine Kameraden. Wenn einer von euch im Kampf unachtsam ist, wird der Feind nicht nur diesen einen töten, sondern auch jeden eurer Kameraden. Also denkt immer daran: ihr seid hier nicht allein, sondern ihr seid eine Einheit, eine Familie, und jeder hat auf den anderen aufzupassen."

    Balbus vollendete am Ende von Eburnus' Antwort eine komplette Umrundung und stand nun direkt vor dem Probatus. Er schaute ihn an.


    "Du warst also einen Moment lang unaufmerksam?" fragte er und setzte einen skeptischen Blick auf.


    "Weisst du, was passiert wenn du in einem echten Kampf nur den Bruchteil eines Momentes unachtsam bist?"

    Balbus war, wie in letzter Zeit viel zu oft, so bis über beide Ohren mit Arbeit vollgeladen, dass er die Arbeit mit nach Hause genommen hatte und nun in seinem Zimmer im Schein einer Öllampe einen Bericht über die Magazinbestände las. Er war gelangweilt und gestresst und war froh, als es klopfte, immerhin versprach das einen guten Grund den langweiligen Bericht weg zu legen.


    "Ja bitte?" sagte er in Richtung der Tür.

    Balbus kam auf den Exerzierplatz. Begleitet wurde er von seinem Adjutanten sowie dem Decurio Tubero von der Turma IV und dessen Duplicarius. Fast schon zielstrebig gingen die vier auf zwei Probati zu, die gerade in einem Übungskampf verwickelt waren, oder besser gesagt diesen gerade beendeten, denn einer von ihnen lag auf dem Boden.


    Balbus schaute zu dem am Boden befindlichen Probatus. "Name?"

    "Ich möchte dir nur eine Kleinigkeit geben. Etwas, dass ich dir so zu sagen im Namen meines Vaters geben möchte." sagte er. "Ich weiss, dass er immer gern mit dir zusammengearbeitet hat und dass er dich als gute Freundin betrachtet hat. Deswegen bin ich mir sicher, dass er glücklich wäre, wenn du dieses kleine Geschenk annimmst."
    Er liess sich von einem Sklaven, der mit ihm gekommen war und sich seit dem recht versteckt hielt, ein kleines Holzkistchen geben, dass er ihr dann übergab.


    "Das ist etwas, dass mein Vater schon seit seiner Jugend besass. Sein Vater hat es ihm irgendwann einmal von einer Handelsreise mitgebracht."


    Sim-Off:

    WiSim

    Balbus hörte sich die Reden des Legaten und von Venusia mehr oder weniger aufmerksam an und war in Gedanken bereits zurück in Confluentes wo Vespa auf ihn wartete. Er vermisste sie und das obwohl er noch gar nicht so lange von ihr weg war, doch gerade jetzt, hier in dieser gesellschaftlichen Ansammlung fehlte sie ihm sehr.
    Etwas träge fiel auch er in das Klatschen ein, beendete es aber auch bald, immerhin brauchte er seine Hände ja auch noch für andere Dinge.
    In einem kurzen unbeobachteten Moment huschte er hinüber zu jener schönen Frau deren Abgang der Anlass für sein Hiersein war. Auch wenn sie offensichtlich gerade in Gedanken an das Essen versunken war, erdreiste er sich sie kurz anzusprechen.


    "Ich hoffe ich darf dich kurz stören." sagte er vorsichtig, immerhin wusste er, dass schwangere Frauen mit Vorsicht zu geniessen waren.