Er nickte nur.
Er musste dringend ein Wort mit seinem Bruder wechseln. Es ging schliesslich nicht, dass er ihre kleine Schwester einfach so mit fremden Männern reden liess.
Er nickte nur.
Er musste dringend ein Wort mit seinem Bruder wechseln. Es ging schliesslich nicht, dass er ihre kleine Schwester einfach so mit fremden Männern reden liess.
Balbus trat neben Valeria und betrachtete die vielen Männer um sie herum.
Vor allem wunderte er sich, dass sie einen von ihnen erkannte. Er schaute sie fragend an.
Balbus war fast sofort da, als die beiden sich wieder bewegten und den Anschein machten, zu irgendeinem Ziel zu gehen.
Balbus lauschte den Ausführungen des Kommandanten und versuchte trotzdem gleichzeitig seine Schwester und ihren Begleiter im Auge zu behalten.
Balbus ging einen Schritt hinter seiner Schwester, immer darauf bedacht wenn nötig einzugreifen.
Balbus trat neben seine Familie und nickte dem Fremden zu.
Balbus war sich unsicher, was er von diesem Mann halten sollte. Er beäugte ihn argwöhnisch und verfluchte sich ein weiteres Mal, dass er unbewaffnet war.
Aber er hatte irgendwie die Hoffnung, dass Valeria die Sache schon regeln würde.
Balbus war entsetzt ob des Verhaltens seiner Schwester.
"Ich glaube er ist es." Balbus ärgerte sich, dass er völlig unbewaffnet hier war.
Balbus schaute sich vorsichtig um.
"Siehst du diesen Mann da drüben?" Er deutete mit einem Kopfnicken in die Richtung.
Während die drei so über den Kasernenhof schlenderten sagte Balbus plötzlich leise: "Ich glaube wir werden verfolgt."
"Oh Verzeihung, das konnte ich doch nicht wissen. Du erzählst mir sowas ja nicht." sagte er frech grinsend.
"Ja, das stimmt natürlich."
Er lächelte seine Schwester an und musste daran denken, dass er es immer noch nicht geschafft hatte etwas für sie zu kaufen. Er würde wohl doch nochmal Aelia fragen, ob sie ihm nicht helfen konnte.
"Sag mal Valeria, was machst du eigentlich jetzt? Verbringst du deine Tage immer noch mit faullenzen?" witzelte er.
"Und was führt euch beide hier her?"
"Natürlich verzeihe ich dir Valeria."
Er lächelte und überlegte, ob er wirklich vergessen hatte seinen Vater über die Versetzung zu informieren.
"Nein Vater, ich bin hier schon richtig. Ich diene nicht mehr der Legion. Ich wurde für andere Aufgaben herangezogen."
Er sprach etwas leiser.
"Ich wurde vor einiger Zeit nach Rom zu den Cohortes Praetoriae geholt. Es tut mir leid, dass ich dich nicht informiert habe, aber es war alles recht stressig."
Balbus beobachtete noch ein wenig Martinus und Aelia und liess dann seinen Blick etwas über die nun wachsende Menge schweifen.
Und dann erblickte er sie. Er war sich im ersten Moment nicht sicher und dachte, dass es sich um Wunschdenken handelte, aber es war wohl wirklich wahr. Dort gingen sein Vater und seine Schwester. Er konnte es nicht fassen, schliesslich sollten die beiden eigentlich in Germanien sein.
Er ging auf sie zu und stand plötzlich vor ihnen.
"Willkommen in Italien, Vater, Valeria." Er lächelte.
Balbus war an diesem Morgen bereits sehr früh zum Palast gekommen, da er heute sein neues Officium beziehen wollte.
Er ging durch den Palast und fand nach einigen Minuten den Bereich, den Martinus ihm, wie versproche, hatte bereitstellen lassen. Er schaute sich zuerst etwas um und fand dann dass Officium an dem ein Schild mit seinem Namen angebracht war.
Die war es also, sein Officium. Seine Gedanken wanderten nach Tarraco in das Officium des Wachhabenden, dass er dort so lange bewohnt hatte und er sehnte sich ein wenig zurück.
Dann aber fiel ihm ein, dass er sein Ziel erreicht hatte, schliesslich war er nicht nur Praetorianer, sondern auch noch einer mit ständigem Officium im Palast. Und das war jawohl etwas besonderes.
Er machte sich also daran sich einzurichten.
Er beobachtete, wie ich Martinus Aelia scheinbar vorstellte. Er beschloss noch ein wenig zu warten und dann einmal auf die beiden zu zu gehen.
Balbus lief etwas gelangweilt an den Ausrüstungsgegenständen vorbei und wunderte sich, wie man freiwillig in so einer Truppe arbeiten konnte.
Er ging gerade weiter, als sein Blick auf zwei bekannte Gesichter fiel. Eines, dass er mittlerweile fast täglich sah und eines, dass er seit dem Markt nicht mehr gesehen hatte.
Er war sich nicht sicher, ob er auf die beiden zu gehen sollte und blieb etwas unsicher stehen und heuchelte Interesse für die Erzählunugen eines alten Vigilen.
Balbus hatte sich für seinen freien Tag vorgenommen, einmal nach Ostia zu gehen, wo er seit Kindheitstagen nicht mehr gewesen war. In den Strassen hatte ihn eine ältere Frau darauf hingewiesen, dass die örtlichen Vigiles heute einen Tag der offenen Tür hatten und das wollte er sich auf keinen Fall entgehen lassen.
So betrat er nun die Kaserne und schaute sich um.