Beiträge von Tiberius Prudentius Balbus

    Sim-Off:

    Nein... ich bin nur leider so blind


    Balbus notierte die entsprechenden Angaben auf der Tabula und übergab diese dann dem Centurio.
    "Deine Männer können sich die Materialien noch heute abholen." sagte er. "Weisst du, ob andere Centurien ähnliche Probleme mit ihren Barracken haben?"

    "Ich danke dir." sagte er, bevor er dann die Antwort gab, die ihm an diesem Tag schon mehrfach das grosse Staunen seiner Gesprächspartner einbrachte.


    "Aelia Vespa ist ihr Name. Sie ist eine Nichte des Senators Aelius Quarto."


    "Auch wenn du nicht kommen können solltest, so ist mir deine Gattin natürlich trotzdem ein willkommener Gast."

    "Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, Senator." erwiderte Balbus die Begrüssung. "Und ich danke dir, dass du etwas Zeit für mich hast. Ich weiss natürlich, dass du dich auf eine Reise in den Osten vorbereitest."


    Der Decimer hatte sich kaum verändert und sah noch immer so aus wie damals in Hispania. Lediglich einige wenige Zeichen seines Alters waren zu erkennen, aber er hatte sich ganz offensichtlich sehr gut gehalten.


    "Mir geht es sehr gut und den wenigen noch lebenden Familienmitgliedern geht es meines Wissens nach ebenfalls weitestgehend gut. Ich hoffe um deine Familie steht es ebenso." sagte er, bevor er dann an die Beantwortung der beiden Fragen ging.


    "Zu dich führt mich eine erfreuliche Veränderung meiner familiären Verhältnisse, denn ich werde bald den Bund der Ehe eingehen." begann er. "Und zu den Feierlichkeiten, die im Zuge dessen stattfinden, möchte ich dich und natürlich auch deine Gattin, einladen."

    "Dann werde ich mir die Politik auf jeden Fall vormerken." sagte er scherzend. "Man kommt ja auch mal in ein Alter, in dem jede Art von Beschäftigung willkommen ist."


    "Verzeih mir, wenn das jetzt vielleicht etwas sehr plötzlich wirkt, aber ich werde dich jetzt verlassen müssen. Es warten noch einige Mitglieder der hohen gesellschaftlichen Schichten darauf von mir besucht zu werden." sagte er und erhob sich. "Ich freue mich aber bereits sehr darauf, dich unter den Gästen meiner Hochzeit wiederzusehen."

    "Auch wenn meine Verlobte es nicht gerne hören würde, so hast du Recht. Eigentlich bin ich Soldat und diene Imperium und Kaiser mit dem Gladius." sagte er und wurde tatsächlich ein wenig wehmütig bei dem Gedanken, dass er bald das Soldatenleben aufgeben musste.


    "Aber vielleicht werde ich, wenn mich in Zukunft einmal die Langeweile erfasst, doch in die Fussstapfen meines Vaters treten."

    "Vermutlich hast du Recht." sagte Balbus und konnte ein kleines, inneres Seufzen nicht unterdrücken. Er hätte Vespa einfach damals in Germania heiraten sollen. Dort krähte kein Hahn danach.
    "Und was die Politik betrifft, so ist ja noch nicht alles zu spät." sagte er schmunzelnd. "Und eine bessere Kombination kann man sich doch nicht wünschen. Verheiratet mit einer kaiserlichen Verwandten und Sohn eines Consuls der in Erfüllung seiner Pflichten ermordet wurde."
    Es war natürlich hauptsächlich scherzhaft gemeint, auch wenn solche Gedanken schon das eine oder andere Mal durch seinen Kopf geisterten.

    "In der Tat, ich hörte in den letzten Tagen immer wieder interessante Dinge über meine Hochzeit." sagte er schmunzelnd. "Wobei ich nicht ganz genau verstehen kann, warum das ein so grosses Ereignis ist. Bis vor kurzem wusste vermutlich der Grossteil der römischen Bevölkerung noch nicht einmal wer ich oder meine Verlobte sind."

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    Na das konnte ja lustig werden. Alexandros nahm sich vor dem Herrn am Abend seinen Unmut darüber auszusprechen, dass er nicht direkt einen Übersetzer dabei gekauft hatte. Aber zumindest wusste er jetzt schon mal wie sein Gegenüber hiess.
    Woher genau kommst du? fragte er dann langsam. Und sprichst du andere Sprachen?
    Immerhin konnte man ja Glück haben und die Gallier im Haus konnten sich mit ihm verständigen.

    Sim-Off:

    Da unser weiblicher Gast ja derzeit erneut verreist ist und ich hier in wenigen Tagen eine Hochzeit unterzubringen habe, werden wir jetzt das ganze einfach mal einen Tag vorspulen und zum nächsten Morgen springen.


    Bereits kurz nach Balbus Ankunft waren die Unterkünfte für die Duccierin und ihren Sklaven und die beiden Milites bereitet worden und alle wurden entsprechend untergebracht. Bei einem etwas später stattfindenden kleinen Abendessen, berichtete Balbus dann noch kurz von seinem Gespräch mit Crassus und die Tatsache, dass der Vorwurf des Hochverrates sich verflüchtigt hatte. Im Gegenzug liess er sich noch einmal genau erzählen, wie es zu all den Ereignissen kam.
    Nach dem Essen lockte dann auch die Nachtruhe, der sich alle Beteiligten dann auch widmeten.


    Am folgenden Morgen wurde Flammas 'Gaststatus' aufgehoben und sie konnte mit ihrem Sklaven wieder in ihr eigenes Zuhause zurückkehren, während Balbus mit den beiden Milites zur Castra Praetoria aufbrach.

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    Alexandros hasste es, wenn neue Sklaven ins Haus kamen, die keine zivilisierte - oder zumindest halbwegs zivilisierte - Sprache sprachen. Als der Sklavenjunge vom Sklavenmarkt zu ihm gerannt kam und ihn informierte, dass der Herr einen Germanen gekauft hatte und das dieser nur wenig Latein sprach, hatte er nur mit dem Kopf geschüttelt. In einem Haus, in dem ausschliesslich Sklaven aus Achaia, Gallia und Aegyptus vorhanden war, gab es niemanden, der einen Germanen hätte unterrichten können. Und so blieb es wieder an ihm hängen, sich mit Hand und Fuss um den Neuzugang zu kümmern.
    Ja, ich bin ein Sklave. antwortete er. Mein Name ist Alexandros. Er deutete dabei mit dem Finger auf sich selbst, denn wer wusste schon wieviel der Barbar tatsächlich verstand.
    Wieviel Latein verstehst du und wie gut sprichst du? fragte er und sprach ganz langsam, während er einen Holzbecher mit Wasser füllte und dem Germanen hinstellte.