"Ich benötige einen Priester, der die notwendigen Rituale am Tag der Hochzeit durchführt."
Beiträge von Tiberius Prudentius Balbus
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Balbus folgte und blieb dann auch brav im Atrium stehen und wartete. Sich umzublicken lohnte sich kaum, war er doch schon oft genug hiergewesen und kannte genügend Berichte über das Innere des Hauses um noch irgendwelche grossen Neuigkeiten zu erwarten.
Als er dann das Tablinum betreten durfte, tat er dies mit einem leichten, freundlichen Lächeln, denn schliesslich wollte er ja etwas von dem Tiberier und sollte daher nicht unbedingt negativ auffallen.
"Senator Tiberius, ich danke dir, dass du mich empfängst." sagte er. Natürlich sah er den misstrauischen Blick und wusste, dass er hier mit den falschen Worten viel kaputt machen konnte.
"Ich möchte dich nicht lange mit vielen grossen Höflichkeitsfloskeln aufhalten, daher trage ich dir lieber direkt mein Anliegen vor."
Er machte eine kurze Atempause.
"Ich werde, auf Wunsch meines verstorbenen Vaters, in Bälde heiraten und dafür benötige ich die Unterstützung eines Priesters. Mein Vater nannte mir, noch vor seinem unglückseligen Ende, unter anderem dich als einen Priester seiner Wahl und in Anbetracht der gesellschaftlichen Position meiner Verlobten, sie ist eine Nichte des Kaisers, erscheint mir diese Wahl als äusserst weise.
Daher komme ich heute zu dir, um dich um deine Unterstützung zu bitten." -
Das liess sich Balbus natürlich nicht zweimal sagen und so folgte er dem Ianitor.
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"Ich möchte den Pontifex um einen religiösen Rat und Dienst bitten." sagte er und fügte hinzu: "Es geht um eine Heirat."
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Balbus folgte den Bedienstenten natürlich auch zu dem Auguren. Er verneigte sich vor diesem leicht, denn immerhin hatte sein Gegenüber durch sein Amt ein gewisses Mass an Respekt verdient.
"Salve, werter Augur. Mich führt die Suche nach deinem Rat zu dir." sagte er.
"Es geht um einen Hochzeitstermin für den ich um die Zustimmung der Götter bitten möchte."
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"Salve, mein Name ist Prudentius Balbus und ich würde gerne den Pontifex Tiberius Durus sprechen, sofern er zugegen ist." sagte Balbus freundlich.
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Balbus nickte. "Eine grobe Vorstellung von der Einladungsliste haben wir. Allerdings kenne ich persönlich nicht allzuviele Menschen hier in Rom. Daher wäre ich in dieser Angelegenheit dankbar, wenn du mich beraten könntest und mir sagen kannst, wer noch dringendst eingeladen werden sollte."
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Balbus nickte und liess sich dann ebenfalls am gewiesenene Ort nieder.
"Wir hatten den ANTE DIEM X KAL OCT DCCCLVIII A.U.C. (22.9.2008/105 n.Chr.) angepeilt. Sofern dem Auguren nicht irgendwie im Nachhinein doch noch ein Einwand auffällt, versteht sich."
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Man sollte es kaum glauben, aber auch ein eingefleischter Praetorianer wie Balbus besass soetwas wie ein privates Auftreten. In teure ritterliche Kleidung gehüllt kam er an diesem Tag zum Haus der Tiberier. Er war lange nicht hier gewesen, und vorallem war er das letzte Mal mit einem Trupp Milites hier gewesen. Doch heute war er allein, in zivil und als Privatmann hier.
Und so klopfte er an die Tür. -
Balbus hatte den Weg zum Auguraculum auf sich genommen um dort auf einen Auguren zu treffen. Er erreichte das Auguraculum und schaute sich dort um, in der Hoffnung dort einen anzutreffen.
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Balbus war brav dem Sklaven gefolgt und stand nun vor seinem Patron.
"Salve Senator, ich danke dir, dass du mich so kurzfristig empfängst." sagte er mit einem leichten Lächeln.
"Ich möchte deine Zeit auch nicht allzulange in Anspruch nehmen, aber die Hochzeit mit deiner Nichte rückt näher und es gibt noch einige zu besprechen."
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Und Balbus folgte hinterher.
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"Das gehört zu meinen Aufgaben." sagte er. "Wenn du etwas brauchst oder weitere Fragen hast, weisst du ja, wo du mich finden kannst."
Dann verabschiedete er sich und verliess die Kommandantur um zum Haus der Aelier zu gehen.
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Balbus nickte. "Im Prinzip hast du Zugang zu fast jedem Bereich des Palastes. Ausgenommen sind natürlich die Gemächer des Kaisers und der Augusta. Dorthin solltest du nur gehen, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt." sagte er.
"Möchtest du dich allein umsehen oder soll ich dich begleiten?" Er hoffte, nass der Artorier es alleine machen würde, denn er selbst hatte noch einige kleine Dinge zu erledigen.
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Balbus bedachte den Sklaven mit einem freundlichen Lächeln.
"Salve. Ich würde gerne den Senator sprechen, sofern er ein wenig Zeit für mich hat. Es geht um die Vorbereitungen für die anstehende Hochzeit." erklärte er sein Anliegen.
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Nach seinem Rundgang mit dem neuen Tribun kam Balbus zur Porta der Aelier und klopfte dort an.
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"Bisher wechselten sich die vierte und die fünfte Cohorte täglich ab. Allerdings solltest du in dieser Angelegenheit am Besten mit dem Tribun der vierten reden, da ihr da weitestgehend selbst verantwortlich seid. Es muss nur ständig eine Cohorte hier im Palast anwesend sein."
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Wieder überlegte er kurz.
"Es gibt hier in unserem Trakt natürlich noch einige Räume. Direkt nebenan befindet sich ein Raum in dem die Wachmannschaften in der Regel instruiert werden. Daneben gibt es noch einen Aufenthaltsraum für die Milites die gerade während eines Wachwechsels eine kurze Pause einlegen können. Und nicht zu vergessen sind die kleinen Arrestzellen am Ende des Korridors." sagte er.
"Ansonsten gibt es hier nicht viel spannendes."
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Balbus überlegte kurz und schüttelte dann leicht den Kopf.
"Uns wurde, meines Wissens nach, keine Reise angekündigt. Allerdings kann es natürlich auch kurzfristig vorkommen, dass einen Kaiser die Reiselust packt."
Beim aktuellen Kaiser war sich Balbus relativ sicher, dass dies so schnell nicht passieren würde, denn auch wenn er nur wenig konkretes darüber wusste, so schien es um die kaiserliche Gesundheit nicht sonderlich gut zu stehen.
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"Balbus nickte. Der Magister Domus Augusti ist der Senator Aelius Quarto und als Procurator a libellis dient Aelius Callidus. Beide standen loyal zu Iulianus und stehen mindestens ebenso loyal zu Valerian." sagte er. Dass es sich bei Quarto um den Bruder des Kaisers handelte erwähnte er nicht.
"Diese beiden sind wenn dann die einzigen die hin und wieder in verschiedenen Angelegenheiten an die Garde herantreten. Unter anderem auch im Falle einer möglichen Reise des Kaisers."