Beiträge von Tiberius Prudentius Balbus

    "Ich danke dir." sagte er.


    "Ich werde Caecilius Crassus auf jeden Fall meine Hilfe anbieten." Das war für ihn eine Selbstverständlichkeit, schliesslich war er in seinem Herzen stets ein Praetorianer.


    "Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich ein wenig Angst um meine Verlobte. Aelia Vespa ist eine Nichte Valerians und ich habe Aelius Quarto geschworen sie mit meinem Leben zu schützen. Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand in Rom die Nachfolge anfechtet, befürchte ich, dass die Gens Aelia zu einer Zielscheibe wird. Deine Gattin entstammt ebenfalls dieser Familie, daher verstehst du das sicherlich."

    Balbus nickte. "Natürlich. Ich werde es für mich behalten und alles im Stillen vorbereiten." sagte er.


    Dann hörte er sich die weiteren Ausführungen an und sein Atem stockte. Der Kaiser war tot? Das konnte nicht sein. Er wusste zwar, dass der Imperator kein Gott war, immerhin hatte er ihn schon anfassen können und er wirkte wie ein normaler Mensch. Doch hatte er nicht damit gerechnet, dass der Kaiser sterben würde. Vor allem nicht in einem fernen Land. Er schüttelte leicht den Kopf.


    "Natürlich, meine Loyalität gilt Iulianus und wenn er Valerian zu seinem Nachfolger bestimmt, dann bin ich auch ihm treu ergeben." Da gab es für Balbus gar keinen Zweifel.


    Erst im nächsten Moment fiel ihm da etwas auf. War Valerian nicht der Bruder Quartos? Brachte das nicht die Gens Aelia in Gefahr, wenn es zu einem Putschversuch kam? Immerhin war Valerian im Illyricum und konnte noch nicht in Rom eingetroffen sein um seinen Anspruch gelten zu machen. Was war mit Vespa? Ging es ihr gut? Er musste nach Rom und zwar schnell.


    "Verzeih Legat, aber für wann hast du die Kommandoübergabe über die Ala vorgesehen?"

    Balbus wandte sich dem Legaten bei dessen Eintreffen zu.


    "Deine Nachricht las sich, als sei mein Erscheinen hier sehr dringend." sagte er, dass es fast wie ein Befehl klang wollte er so nicht direkt sagen.


    Er hörte zu, was der Legat zu sagen hatte und fühlte sich im ersten Moment etwas überfahren. Sicherlich hatte er in seinem letzten Schreiben an den Kaiser den Wunsch nach einer Ablösung geäussert, doch war er etwas überrascht, dass es so schnell ging. Er nickte.


    "Ja, das tue ich und ich bin mir sicher, dass mein Nachfolger für diesen Posten sehr gut geeignet ist."

    Es war sehr früh am Morgen, als eine Gruppe von Reitern sich am Tor des Castellums sammelte. Es war so früh, dass einige der Equites Fackeln bei sich trugen um den Weg zu beleuchten. So wartete die halbe Turma IIII, also die Leibwache des Praefecten, auf ihren zu Schützenden.
    Als dieser dann kam, machten sie sich auch fast ohne Verzögerung auf den Weg nach Mogontiacum.

    Es war am frühen Nachmittag und Balbus kehrte gerade aus dem Praetorium zurück, wo er ein einsames Mittagessen zu sich genommen hatte. Eigentlich hätte er auch drüben bleiben können, denn das Castellum war derzeit sowieso recht entvölkert und es gab für ihn nur die langweiligen Dinge zu tun. Doch er hatte sich dazu durchgerungen wieder hier hin zu kommen, jedoch in Begleitung eines guten Weines.
    Er setzte sich gerade an seinen Tisch, als sein Scriba eintrat und ihm zwei Briefe brachte. Der erste stammte zwar aus Rom, war jedoch nicht jener Brief den er so sehnsüchtig aus der Hauptstadt erwartete. Er überflog ihn und legte ihn dann erstmal auf die Seite. Der zweite war mehr ein schriftlicher Befehl denn ein Brief und stammte aus Mogontiacum. Da er am nächsten Tag sowieso nicht viel vor hatte, schickte er seinen Scriba zu Decurio Tubero um diesen zu informieren, dass er am kommenden Tag vorläufig das Kommando über das Lager übernehmen würde.
    Nach einem sehr grossen Becher Wein fasste der Praefect dann den Entschluss, dass es doch besser war, sich wieder ins Praetorium zurückzuziehen. Er instruierte seinen Scriba im Herausgehen und machte sich auf den Weg.

    Zitat

    Original von Gaius Terentius Primus
    Wenn du dich Vinicius auch nur in der falschen Windrichtung näherst, wird dich die Leibgarde haschieren :schwert:
    Wir stehen auf jeden Fall hinter unserem Legaten, egal was er macht!


    Ich bin mir relativ sicher, dass ich vor den Toren Roms auf gewisse Unterstützung aus der schwarzen Festung im Inneren der Stadt rechnen kann;)

    Zitat

    Original von Tiberius Prudentius Balbus
    Als hätte ich es nicht schon seit langem erwartet ist es wieder einmal soweit. Ich bin erneut gezwungen meinen Computer vom Netz zu nehmen um ihn notwendigen Reparaturen unterziehen zu lassen. Daher werde ich in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten etwas weniger aktiv sein. Aber ich werd mein bestes tun das ganze kurz zu halten.


    So, da bin ich wieder voll und ganz aktiv. Computer repariert, Briefbombe an den Hersteller verschickt und alles ist gut...

    "Ich denke eine halbe Turma dürfte reichen. Wir wollen ja nicht, dass die mitgeführten Vorräte dann am Ende doch nicht reichen. Nimm die Hälfte der IIII. Und nimm deren Duplicarius auch mit. Du führst das Kommando, aber er wird die Männer sicherlich besser kennen."

    Balbus hörte sich den Bericht an. Irgendwie hatte er sowas schon geahnt als er die Männer zu diesem Auftrag losgeschickt hatte. Doch hinterher war man immer schlauer. Er nickte erneut.


    "Nimm ein paar mehr Männer mit. Und lass dir entsprechende Vorräte aushändigen."


    "Was deine Frage von eben betrifft, so kannst du dich als mein neuester Klient betrachten."

    "Zum einen erwarte ich von meinen Klienten Loyalität. Und zwar Loyalität mir gegenüber. Ich reagiere sehr empfindlich darauf, wenn Klienten mich betrügen oder anderes illoyales Verhalten an den Tag legen." sagte Balbus. Schon mehr als einen Klienten hatte er damals in den Untiefen der schwarzen Kerker verschwinden lassen.


    "Darüber hinaus erwarte ich nur die Bereitschaft unter Umständen kleinere Aufträge für mich zu erledigen."


    Balbus bemerkte den Eques, winkte ihm näher und forderte ihn auf zu sagen, was es zu sagen gab.