Beiträge von Caius Terentius Geminus

    Caius betrat die Schreibstube und trat vor den Scriba.
    Salve Miles, ich muss mich bei melden. Er hielt ihm die Tabula vor.


    M. Tillius Carrinas C. Terentio Gemino s.d.


    Der Praefectus Urbi Publius Stertinius Quartus empfängt dich ANTE DIEM IV ID IUL DCCCLXVI A.U.C. (12.7.2016/113 n.Chr.) zur hora quarta in der Principia der Castra Praetoria.


    in nomine Praefecti Urbi P. Sterininii Quarti,
    Optio M. Tillius Carrinas


    CORNICULARIUS PRAEFECTI URBI


    Sim-Off:

    Komm vorbei, wann auch immer du Zeit hast


    Wenigsten die Uhrzeit kam ungefähr hin.

    Caius, zuckte nur mit den Schultern und entgegnete,
    Entweder das, oder die Nachricht hat länger gebraucht um mich zu erreichen... Er machte eine hilflose Geste,...Was soll´s ich denke der Praefectus wird mir wohl sagen was er davon hält... Wenn er mich überhaupt noch vorläßt. Sollte das der Fall sein würde es das gewesen sein mit seiner Karriere bei den Urbanern. Etwas was er nur seinem Patron zuliebe tat. Er selbst sah sich nicht bei den Urbanern, er sah sich bei der Classis.

    So stand er nun doch wieder hier. Im Laufe des letzten Jahres war viel geschehen. Die Reise nach Hispania, der Überfall,...das Fieber, die beschwerliche Rückreise. Kaum zu Hause angekommen fand er das Schreiben des Optios vor.


    M. Tillius Carrinas C. Terentio Gemino s.d.


    Der Praefectus Urbi Publius Stertinius Quartus empfängt dich ANTE DIEM IV ID IUL DCCCLXVI A.U.C. (12.7.2016/113 n.Chr.) zur hora quarta in der Principia der Castra Praetoria.


    in nomine Praefecti Urbi P. Sterininii Quarti,
    Optio M. Tillius Carrinas


    CORNICULARIUS PRAEFECTI URBI


    Sim-Off:

    Komm vorbei, wann auch immer du Zeit hast

    [/quote]


    Na was soll´s,...er trat an den Wachposten heran und sagte,
    Salve Miles,...ich muss zum Praefectus Urbi Publius Stertinius Quartus. dabei hielt er die Tafel hin und hoffte, daß der Bursche gelangweilt genug war um die jährliche Verspätung zu übersehen.

    Ein Bote brachte das Schreiben herein und übergab es mit den Worten,
    Für den Praefectus Urbi, persönlich.
    Und verschwand wie er gekommen war.

    Praefectus Urbi Publius Stertinius Quartus
    Praefectura Urbis, Roma


    Salve Praefectus,
    ich erbitte einen Termin um auf Wunsch meines Patrons,
    Manius Flavius Gracchus eine Karriere der Militia Equestris
    bei den Cohortes Urbanae zu besprechen.


    Vale bene
    Caius Terentius Geminus


    ANTE DIEM IV NON IUL DCCCLXVI A.U.C. (4.7.2016/113 n.Chr.)
    Casa Terentia, Roma.

    Was für ein...Schreiben hier, Schreiben dort,...Einladung hin, Einladung her...Termin ja oder nein...Dafür, daß es dem kleinen Trogus das Rektum malträtiert geht er doch recht penetrant zur Sache. Ein wenig frustriert wandte er sich ab, blieb stehen und entgegnete, Was tut es denn zur Sache? ... vielleicht würde ihm ja seine eigene Gens die Türe öffnen, die Türe die ihm trotz der Protektion des Consuls verschlossen blieb.
    Cyprianus,...ja...und mein Vater war Praefectus der Ala II Numidia... Mal sehen ob da was ging.

    Was für Flachnieten.
    Es war schon seltsam,... diese Stadtrömer waren extrem lässig im Umgang mit Siegel, Unterschriften oder Empfehlungen von Würdenträgern...
    Wer ist für Termine zuständig? er fragte nur vorsorglich falls sich die Kerle noch einen Spaß mit ihm erlaubten.
    Was für ein Scheisstag...er stand kurz davor seine Spatha zu ziehen und sich den Weg zum Officium des Praefectus freizuschlagen. Natürlich ließ er sich das nicht anmerken.

    Giscos Gemütslage kippte langsam. Wenn der Name des Consuls von Rom ihm hier nicht weiterhalf, was denn dann?
    Er sah den Wachposten an und versuchte einen ruhigen Ton anzubringen.
    Miles, ich komme geradewegs von Consul Flavius Gracchus. Es ist sein Wunsch, daß ich mich bei Publio Stertinio Quarto melde um hier bei den Urbanern meine Militia Equestris anstrebe...glaubst du wirklich angesichts dessen, daß es klug ist das Ansinnen des amtierenden Consuls und insbesondere des Pontifex pro magistro schlichtweg zu ignorieren? Wenn du es dir nicht zutraust hole einen Vorgesetzten mit etwas mehr Weitblick für diese Situation.
    Er rollte das Empfehlungsschreiben vorsichtig zusammen, darauf achtend, daß der Miles noch einen Blick auf Siegel und Signum werfen konnte. Dann verstaute er die Rolle und sah den Mann wieder an.

    Sollte er dem Wachposten nun seine Empfehlung zeigen?! Er entschloß sich dagegen und entgegnete Caius Terentius Geminus,...ich habe eine Empfehlung von Manius Flavius Gracchus für Publio Stertinio Quarto, Praefecto Urbi...ich glaube kaum, daß dieser möchte, daß du oder jemand anderes ein privates Schreiben des Consuls an deinen Kommandeur liest. Er hielt das Schreiben vor und zeigte das gesiegelte Wachs und die Unterschrift des Flaviers. Er lächelte dabei ein wenig markant und hoffte dies und die Wucht dieser Namen würde den Wachsoldaten ein wenig beeindrucken.

    Gisco ließ die Szene auf sich wirken und nahm das Schreiben. Sein Gesicht drückte Dankbarkeit auf, sein Gemüt stellte ihn vor einem tiefen Abgrund. Der dezente Rauswurf des Flaviers war wie eine Erlösung, ...mochte dieser Mann von nun auch auch sein Patron sein, inständig hoffte er, daß dieser niemals etwas von ihm verlangen würde was ihn vor eine Gewissensfrage stellte. Aber wer wußte schon wie lange er in Romas Diensten noch ein Gewissen sein Eigen nennen würde?
    Er sah dem Flavier hinterher, murmelte noch ein Dankeswort,...das wievielte? Noch nie in seinem Leben hatte er sich in so kurzer Zeit freiwillig bedankt,...vielleicht sogar noch nie in seinem bisherigen Leben insgesamt.
    Durch diesen Besuch fühlte er sich irgendwie geläutert nickte er dem Sklaven zu und folgte ihm zur Porta um diesen Prachtbau zu verlassen.

    Lob aus dem Mund des Flaviers, das lief an ihm herunter wie Honig. Er war ein praktisch denkender Mensch. Wenn jemand fiel so hatte er einen letztendlich tödlichen Fehler gemacht. Fehler galt es in seinem Verständnis jedoch zu vermeiden.
    Dennoch galt es offenbar viel im Dienste Romas sein Leben zu lassen.
    Ungläubig lauschte er dessen was dem Scriba diktiert wurde. Die Frage des Flavius bedachte er mit einem Nicken und entgegnete mit ernster Miene,...das ist mehr als ich zu hoffen wagte Flavius Gracchus. Er reckte sich noch einmal ...jedoch ist es mir in der Tat ein Bedürfnis meine Kraft dem Imperium zu widmen.
    Er malte sich aus ob er dieses Empfehlungsschreiben sinnbringend anwenden konnte. Erst einmal hiess es die Urbaner aufzusuchen. Er freute sich über seinen Tatendrang.

    Gisco hob die Augenbrauen und schüttelte leicht verlegen den Kopf. Der Flavier wollte ihn zu den Urbanern schicken. Gisco hatte keinerlei Vorstellung über deren Aufgabe, konnte sich jedoch vorstellen, daß es hier mit Ruhm und Ehre nicht allzu weit her war. Doch er wollte seinen neuen Patron nicht verärgern. Deshalb entgegnete er,
    Mein Leben ist aus meiner jetzigen Sicht seltsam unspektakulär. Ich will dich nicht mit Details über Stürme auf See, abgewehrten Piratenüberfälle oder Rettung aus Seenot langweilen. Er zuckte die Schulter und schloß,
    Mein Vater war Gaius Terentius Primus ,zuletzt Kommandeur der Ala II Numidia in Germania,...gefallen in Germania vor dem letzten Kaiserwechsel in einem Gefecht mit marodierenden Barbarenhorden...über meinen Großvater Marcus Terentius Volusianus gibt es nicht viel zu sagen,...er fiel bei Tarraco in Hispania...über seinen Status in der IX. Legio ist mir jedoch nichts bekannt...du must entschuldigen ich bin erst seit drei Tagen in Roma, da war nur wenig Zeit für meine Genealogie.
    Verdammt, es hieß vorbereitet zu sein in Roma. Er würde das in Zukunft beherzigen.

    Gisco klopfte an die schon leicht heruntergekommenen Türe. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Türe einen Spalt weit und Gisco nannte seinen Namen. Der Spalt wurde größer und ein alter, aber sauber gekleideter Mann ließ ihn mit einer Geste eintreten.
    Der Innenhof war sauber und entgegen des vermittelten Eindrucks an der Porta, gepflegt und gepflegt. Der alte Mann sah ihn eindringlich an und nickte dann.
    Salve Terentius,...ich bin Servius Livius Ocellus,...ein guter Freund deines Vaters.
    Gisco ließ den Tragsack zu Boden gleiten und sah den Alten unvermittelt an. er schien es mit dem Rücken zu haben. Du,...du kanntest meinen Vater ...Livius Ocellus? Der Alte nickte lächelnd und entgegnete, ...ich kannte ihn,...ich liebte ihn wie einen Bruder,...ich habe seinen Scheiterhaufen entflammt.
    Gisco schluckte ein wenig. Wenn ihm jemand etwas über seine Eltern erzählen konnte dann dieser Ocellus. Freundlich bat ihn Ocellus ins Haus.

    Gisco nickte verstehend über seine kommenden Pflichten, ignorierte jedoch die Möglichkeit hier um irgendetwas zu betteln. Er spürte ein Gefühl des Wohlwollens aber auch kam er sich vor wie in die Ecke gedrängt. Die Terentier waren in Roma quasi unsichtbar...nützliche Soldaten...da war ein wenig göttliche Hilfe nicht unbedingt falsch...wenn auch von einem Pontifex. Was Flavischen Gaudeamus anging, so würde er sich dem nicht verschließen. Ich danke dir für deine Protektion Flavius Gracchus,...ich denke dein Empfehlungsschreiben wird mir sicher helfen. ...und irgendwann auch dir,...da war sich Gisco sicher, denn ein Machtmensch tat nichts ohne Kalkül.
    Doch das war ihm vorerst egal.