Beiträge von Lucius Annaeus Florus Minor

    Da stimmt etwas nicht! LOS, wir schauen nach! entfuhr es mich, als sich die Gestalt noch immer nicht bewegte und wir aber auch keine Anzeichen weiterer Bewegungen erkennen konnten. Es schien, als wäre niemand bei dieser Person gewesen und auch genaues Hinsehen konnte uns keine Anzeichen eines Hinterhaltes offenbaren.


    Wie es militärische Führung vorschrieb rannte ich den anderen Männern voran und kniete mich neben der Gestalt nieder. Die Unteroffiziere bildeten einen schützenden Ring um uns, für den Fall, dass dies doch ein Hinterhalt sein sollte.


    Und? fragte einer der anwesenden Centurionen.


    Ich prüfte vorsichtig, ob ich einen Puls fühlen konnte. Scheinbar war die Gestalt eine junge Frau, Puls konnte ich ganz schwach doch regelmässig noch fühlen.


    Es sieht nicht gut aus, sie lebt noch, aber auch nur gerade so.


    Ich blickte mich um sah einige Häuser weiter die Tür einer Schenke. Los, wir bringen sie in die Schenke da drüben, da ist es wenigstens warm und geschützt! Fasst an!


    Das Mädchen war leichter als erwartet und schnell trugen wir es in die Wärme.


    Schankwirt, ein Tisch und warme Decken! befahl ich, als wir eintraten. Sofort räumten einige Gäste einen Tisch frei und setzten sich zu anderen Leuten an die Tische und ein Sklave eilte mit warmen Decken herbei. Wir legten das Mädchen sorgfältig auf den Tisch, gut eingewickelt in die warmen Decken.


    Gibt es hier auch etwas Warmes zu trinken? Einen Würzwein oder so?

    Der Winter war endlich gekommen und die tänzelnden Schneeflocken lösten den Dauerregen ab, welcher die Stadt in den letzten Wochen in ein beinahe unausstehliches Nest verwandelt hatte. Jede Patrouille im Umland der Stadt, jeder Schritt in diesem völlig durchtränkten und durchnässten Land, war zu einer unvorstellbaren Qual geworden. Nun aber war es kalt und der Nasse Boden war daran zu gefrieren, überdeckt von einer dünnen, aber stetig wachsenden Schicht Schnee, und damit tückisch und verteufelt rutschig für jeden, der keine Nägel an seinen Sohlen wusste.


    Die Offiziere und niedrigen Unteroffiziere, welche heute mit mir zusammen den Abend in der Stadt verbringen durften, freuten sich. Schnee machte die Kälte gleich etwas wärmer, etwas erträglicher, so schien es zumindest, als der kalte Regen der letzten Tage, auch wenn man alleine am gefrierenden Atem vor dem Gesicht erkennen konnte, dass die Temperaturen gefallen waren, nicht gestiegen.


    Noch waren wir uns uneins, in welche der diversen Tavernen wir gehen wollten um in Ruhe etwas zu trinken, zu würfeln und vielleicht auch ein Mädchen zu kriegen, mit welchem wir den Abend erfreulich verbringen konnten. Da sahen wir von der anderen Seite her eine Gestalt durch die Strasse wanken. Im Schnee konnten wir nicht erkennen, weshalb die Person so unsicher ging, nicht einmal ob es ein Mann oder eine Frau war. Erst als sie zu Boden sank und nicht mehr versuchte sich zu erheben blieben einige unserer Blicke etwas länger an der Gestalt hängen.

    Bin voll dabei, habe in Germanien auch schon Dinge angefangen, aber wenn niemand dort mitschreibt, dann ist es alleine auch nicht lustig.


    Habe auch 3 IDs, wovon 1 bisher fast nicht genutzt wird, aber auch die 2. ID ist wenig beschäftigt, weil Dinge auch in Rom einfach nicht so laufen wie es für diese nötig wäre.

    Ich nahm das Angebot an und begutachtete die Rolle nicht bloss mit den Augen, sondern auch mit den Händen. Dazu rollte ich auch etwas mehr ab als eigentlich nötig, damit ich sicherstellen konnte, dass nicht bloss die ersten paar Ellen von guter Qualität waren. Oft genug war die Legio auf diese Weise schon um viel Geld gebracht worden und Schwindler gab es leider überall und viel zu oft.


    Das fühlt sich gut an. Das ist wirklich eine Qualität, die man gebrauchen kann. sagte ich dann nach meiner Begutachtung.


    Wie viele Rollen kannst du uns denn anbieten und wie viele Doppelschritte an Material wären das dann?


    Ich merkte sehr wohl, dass in dem Satz über die unterschiedlichen Qualitäten der Handwerker keine Spur von Ironie zu erkennen war. Das war ein gutes Zeichen für allfällige Informationen, welche der Händler vielleicht noch hatte. Dennoch entschied ich mich, diesen Teil noch etwas länger warten zu lassen.

    Der Händler zeigte mir ohne Umschweife einen Teil seines Sortimentes an Filz. Die Qualität war gut, aber nicht hervorragend, was ich bereits von anderen ähnlichen Besuchen kannte. Meist wurde die wirklich gute Ware noch etwas versteckt gehalten, damit man sie auch wirklich an den richtigen Kunden abgeben konnte und nicht an irgendjemanden.


    Die Farbe jedoch war gar nicht das, was ich suchte. Natürlich war rot die Farbe vieler Legionen, aber für die Socken der Legionäre, das war nämlich der Bestimmungszweck dieses Einkaufes, war rot dann halt doch die falsche Farbe. Zudem kostete das Färben des Filzes wieder Geld, welches wir in diesem Fall auch besser ausgeben konnten.


    Die Farbe benötigen wir in diesem Fall nicht. Es ist besser, wenn der Filz für einmal in seiner natürlichen Farbe belassen wird. Dafür können wir das Geld für die Färbung in eine höhere Qualitätsstufe einsetzen.


    Mit diesem Satz war ausgedrückt, dass ich hoffte, er hätte noch eine bessere Qualitätsstufe, ohne den Händler zu beleidigen oder seine Ware schlecht zu machen.


    Mir war ebenfalls aufgefallen, dass er kein Wort mehr über die Geschichten und Nachrichten gesagt hatte. Das war meist ein gutes Zeichen für uns.

    Die Antwort war ebenso direkt wie nichtssagend, was mich aber nicht weiter störte, denn ich konnte ja selbst auch sehen, dass die Auswahl in diesem Haus ziemlich gross war.


    Felle und Pelze haben wir genügend, doch guter Filz ist im Moment gerade etwas rar und für exzellentes Leder ist eine Legion wohl immer ein guter Abnehmer.
    Hast du aktuell Filz an Lager? Das Leder kommt ja erst nächste Woche, das werde ich dann begutachten.


    Und obwohl der letzte Satz über die spannenden Geschichten und Neuigkeiten mich sehr lockte, widerstand ich der Versuchung. Natürlich war dies unter Umständen wichtiger als die Ware, aber wenn ich mein Interesse zeigte, dann würde er mir alles erzählen können und ich würde es ihm vermutlich glauben. Sollte er es aber von sich aus erzählen wollen, dann konnte ich mir viel leichter ein Bild davon machen, ob er es ehrlich meinte oder uns in eine bestimmte Richtung lenken wollte um einen Fehler zu begehen.

    Der gesuchte Mann selbst begrüsste mich, während ich mich im Raum umsah. Er sprach mich direkt und mit Titel an und fragte auch direkt nach meinem Wunsch. Etwas unüblich für einen germanischen Händler, wie ich in meiner Zeit hier schon bemerkt hatte, aber für uns Römer und vorallem für uns Militärs durchaus willkommen.


    Salve Dativius, es freut mich, dass ich dich treffe. Mein Auftrag lautet, deine Waren zu begutachten, um festzustellen, ob du etwas anbieten kannst, was vielleicht einen Vertrag mit der Legio lohnen würde?


    Ich hielt mich ebenfalls an die Direktheit. Natürlich war mir klar, dass die Formulierung eventuell bei einem "richtigen" Germanen mit entsprechendem Hintergrund eine entsprechende Reaktion provozieren würde, aber so konnte ich dann auch herausfinden, wie gewohnt es sich dieser Mann war, mit uns Römern umzugehen.

    Hallo zusammen,


    Soeben meldet mein Browser mir zum ersten Mal überhaupt, dass diese Seiten nicht sicher seien. Das Zertifikat sei entweder noch nicht gültig oder abgelaufen.


    Vielleicht liest das jemand, der weiss, was zu tun ist.


    LG, Thomas

    In der Legio war die Kunde eines neuen Händlers ebenfalls angekommen und man hatte mich damit betraut, mit ihm in Kontakt zu treten um zu sehen, ob er entweder Waren hatte, welche für uns sinnvoll sein konnten, oder aber über Informationen verfügte, welche er mit uns teilen wollte.


    So betrat ich also das Handelshaus des Dativius.

    Zitat

    Original von Herius Claudius Menecrates
    Mir ist bewusst, dass ich meinen Posten nicht gut ausfülle und das drückt mich erheblich. Daher möchte ich heute ganz öffentlich darüber entscheiden lassen, was mit dem Posten des Praefectus Urbi weiter geschehen soll.


    Zu meiner Situation: Es gab noch ein paar Rückschläge und nun möchte mich die Krankenkasse in eine "Reha vor Rente" drücken. Hinzu kommt, dass einer eng befreundeten Familie der Hund gestohlen wurde, was mich weder fröhlich stimmt noch unbeschäftigt lässt. Ich helfe beim Recherchieren mit, wo ich kann und die realen Katastrophen wiegen einfach schwerer als die Pflichten in einem Spiel.


    Dann wünsche ich alles Gute und viel Kraft.


    Bei mir sieht es auch nicht gut aus. Ein unerwarteter Todesfall in der ganz engen Familie einer Arbeitskollegin beschäftigt mich genauso stark wie eine aktuelle Verleumdung gegen mich selbst.


    Das IR wäre da eine willkommene Abwechslung, aber leider läuft nicht viel.

    Zitat

    Original von Norius Carbo


    (Und als NSC-Aedil gleich ein paar Edelhölzer produzieren, falls ich das hier auch erbitten kann)


    Edelholz wird nächste Woche von Duccia Sorana sicher wieder produziert werden.


    Die Betriebe im Umfeld meiner Wenigkeit werden bald wieder funktionieren. 4 Wochen Abwesenheit aus dem I-Net überleben sie halt nicht so leicht, sorry.

    Zitat

    Original von Lucius Annaeus Florus Minor
    Muss Iulia Stella, Selenus und mich leider 3 Wochen abmelden. Sind in der Wildnis von Kanada unterwegs.


    So, wir sind gut erholt wieder zurück! Jetzt wird gelesen und dann bin ich wieder da. Germania ich KOMME!!

    Während ich mit den Offizieren noch beriet, sah ich vom Rücken meines Pferdes, dass die Ala bereits von sich aus die Verfolgung des Mannes begonnen hatte.


    Als der die beiden Turmae anführende Decurio bei meinem Karo ankam und grüsste, überhörte ich den falschen Rang, da dieser im Moment keine Rolle spielte. Der Legatus Legionis war natürlich nicht anwesend, da er mit dem Grossteil der Legion die restlichen Pflichten und Aufgaben derselben anführte, respektive überwachte.


    Salve Decurio. Ich sehe, ihr habt die Verfolgung dieses Mannes bei den Bäumen da schon aufgenommen. Ich würde gerne einen möglichen Hinterhalt ausschliessen und eure Männer unterstützen. Die Centurien der Legion in 3 Linien aufstellen und mit den Turmae soweit möglich die Flanken schützen!


    Die letzten beiden Sätze waren Befehle. Sollten sich im Wald tatsächlich mehr Kämpfer, Rebellen, bewaffnete Bauern oder was auch immer befinden, dann war es wichtig gewappnet zu sein.

    Da ich wusste, dass in unsere heutige Übung keine Infanterie einbezogen war ausser den Centurien der Legio, welche hinter mir marschiert waren, war mir auch sofort klar, dass dies eine aussergewöhnliche Situation war. Wie es die Norm vorschrieb, hatte ich mich daher auf meinem Pferd sitzend in die Mitte des Karos begeben, welches von der die Übung anführenden Centurie gebildet worden war. Dort traf ich mich nun mit den Unteroffizieren und dem die heutige Übung befehlenden Tribun.


    Da alle erwartungsvoll zu mir blickten, ergriff ich das Wort: Ich kann euch garantieren, dass dieser Mann nicht zur heutigen Übung gehört. Ich habe sie ohne Infanterie geplant und ich auch die Ala hat keinen Befehl, euch mit absitzenden Männern in eine Fehlentscheidung zu locken. Allerdings kann ich auch nicht sagen, ob er Freund oder Feind ist.


    In diesem Moment ging ein Raunen durch die Männer, denn von Fern ertönte ein Donnern von Hufen und über einen der kleinen Hügel am anderen Rande der Ebene, dort wo das Gebüsch mit dem Mann nicht war, erschienen Reiter. Als sie die Centurien erblickten, drosselten sie ihr Tempo zum Schritt und kamen in Linienformation langsam näher.