“Ich danke dir.“
Er atmete einmal tief durch.
“Nun ja. Die Welt steht selbst deswegen nicht still. Gibt es von deiner Seite aus noch mehr?“
Beiträge von Lucius Aelius Quarto
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“Oh, weißt du, einer schönen Feier bin ich normalerweise nicht abgeneigt, zumal dann, wenn es einen guten Anlass gibt. Eine Hochzeit zum Beispiel.“, meinte er sanft lächelnd.
Doch das Lächeln erstarb, als er fort fuhr: “Aber im Augenblick… entschuldige, ich habe in Colonia Claudia Ara Agrippinensium etwas sehr Unerfreuliches erfahren. Mein Bruder… Aelius Validus… er ist verschwunden. Es kann sein, dass er marodierenden Germanen zum Opfer gefallen ist oder das ihn ein anderes, schreckliches Schicksal ereilt hat. Ich bin in großer Sorge. …das…trübt momentan meine Stimmung.“ -
Ich hatte die letzten drei Wochen Urlaub und meine ID´s waren bereits davor SimOn auf Reisen. Darum war ich nicht da.
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Tiberia Livia

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Quarto nickte.
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“Ehrlich gesagt bin ich froh wieder in Rom zu sein und wenig geneigt, kaum angekommen, erneut in die Provinz zu reisen. Ich hoffe, du bist nicht zu sehr enttäuscht und verzeihst mir.“
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“Ähäm… tja…“, meinte Quarto verschmitzt lächelnd.
“Aber ich bin sehr erleichtert, dass auch du wohlbehalten aus Germanien zurück bist. Dieser Landstrich ist momentan alles andere als sicher.“ -
“Germanien hatte mit Erholung nicht viel gemein.“, sagte er und kam herein.
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Nach einiger Suche hatte Quarto das Arbeitszimmer seines Bruders gefunden. Er trat vor die beiden Prätorianer, die vor der Tür Wache standen und sagte:
“Ich bin Senator Lucius Aelius Quarto. Gaius Ulpius Aelianus Valerianus ist mein leiblicher Bruder und ich wünsche ihn zu sprechen.“ -
“Nein, gar keine. Die örtlichen Behörden wissen genau so wenig wie ich, was mit ihm passiert ist. Der Comes des Bezirks ist er seit kurzem im Amt, doch er hat mir kaum Hoffnungen gemacht. Ich muss wohl mit dem Schlimmsten rechnen.“
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Wieder einmal vor dem Eingang zur Casa Germanica Roma klopfte Quarto an die Porta.
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“Ja, die Lage scheint wirklich sehr bedrohlich zu sein.“
Er wurde wieder ernst, sehr ernst.
“Mein Bruder… Aelius Validus… er ist… oder wahr… Duumvir… in Germania Inferior und er ist… verschwunden. Ich mache mir große Sorgen.“ -
Quarto musste schmunzeln.
“Ich hätte dich wohl früher einweihen müssen. Ein Versäumnis, ich entschuldige mich.Ja, ich habe mich in Mogontiacum verlobt und in absehbarer Zeit wird dieses Haus auch eine Hausherrin beherbergen. Ich werde die Senatorin Adria Germanica ehelichen aber ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Ihr Adoptivvater soll dann dabei sein und die Hochzeit soll in Rom stattfinden. Doch leider wird er momentan von den Germanen gehindert, nach Italia zu reisen. Ich hoffe, dass sie ihn nicht mehr lange belästigen.“ -
“Ich stimme Senatorin Messalina Oryxa zu. Wir müssen unverzüglich eine Nachfolge für Didius Falco benennen.
Außerdem sollten wir dieser Person dann auch die nötigen Befugnisse einräumen, die Acta personell ausreichend zu besetzen.
Tiberia Livia wäre auch in meinen Augen die uneingeschränkt beste Wahl.“ -
Quarto nahm das Schild ab und schloss die Türe wieder auf.
Dann öffnete er sie weit, damit der muffige Geruch nach altem Pergament und feucht gewordenem Papyrus etwas abziehen konnte.
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“Mmh… ich denke, der Kaiser sollte ohnehin informiert sein wenn sein ehemaliges Mündel von aller Welt gesucht wird und ich bin mir sicher, dass dies nicht ohne seine Billigung geschieht. Soll ich jetzt vor ihn treten und ihm Dinge erzählen, die er ohnehin weiß. Soll ich gar vor ihm für Hadrianus sprechen? Das werde höchstens, wenn der sich stellt und vor Gericht erscheint und mich darum bittet, sein Anwalt zu sein. Dann vielleicht.
Aber Ulpius Iulianus wird besseres zu tun haben als sich damit herumzuschlagen.“ -
“Flavia Messalina Oryxa… mmh… sie und Hadrianus sind bereits früher einmal aneinander geraten…“, grübelte er und strich sich durch den Bart.
“Du meinst, sein Verhalten könnte meinen Ruf als Senator beschädigen? Nun, mag sein das ein paar Leute lästern, aber bitte, wenn die Taten einzelner Familienmitglieder auf seine Verwandten zurückfielen, dann gäbe es kaum einen Römer, der sich nicht um die Reinheit seiner Toga sorgen müsste. Außerdem…“, er rieb sich vergnügt die Nase: “Außerdem war Hadrianus das Mündel eines äußerst prominenter Mannes.“
Er wurde wieder ernst: “Es geht nicht um meinen Ruf, aber letztendlich doch um den guten Namen Aelia, dass stimmt schon. Trotzdem, ob geliebt oder ungeliebt, er ist nun einmal ein Mitglieder meiner Familie und die Verwandtschaft, mein lieber Tacitus, kann man sich nicht aussuchen, nicht wahr.
Sollte es zum Prozess kommen, dann werde ich es aufmerksam verfolgen. Aber bis dahin gilt: Er wohnt nicht hier und wir geben ihm auch keinen Unterschlupf, sollte er an die Porta klopfen. Alles Weitere liegt vorerst in anderen Händen.“ -
“Ja, eine sehr ernste Sache. Es war gut, dass du mir die Briefe nachgesandt hast.
Leider konnte ich von Germanien aus nichts unternehmen und bisher bin ich mir noch nicht wirklich schlüssig, ob ich es von Rom aus kann.
Weißt du etwas über seinen verbleib? Wo ist er?“ -
An einem warmen Tag wie diesem war das Atrium schon immer einer von Quartos Lieblingsorten gewesen.
Mit einem zufriedenen Seufzen ließ er sich auf eine der Liegen fallen. -
“Ja, gleich frisch ans Werk. Ich war lange fort, es gibt viel zu tun.
Ich werde nicht lange brauchen. Wir treffen uns dann im Atrium.“