„Ich traue dir viel zu, aber eines schaffst du nicht – mich zu langweilen.“
Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte ich fest, dass ich heute bereits mein Lachpensum der gesamten letzten Wochen übertroffen hatte. Genussvoll biss ich in eine Olive, betrachtete mir deren Innenleben und anschließend den bequem liegenden Sophus. Dann verschwand die Olive im Mund.
Eine neue rollte ich in Vorfreude zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her.
„Hm, Mantua …“
Ich winkte einem Sklaven, weil zwar der Wein rechtzeitig gebracht wurde, aber niemand an meinen Zitrussaft gedacht hatte. Offenbar war ich sonst zu nachsichtig mit den Unfreien.
„… Erst kürzlich habe ich mir das Anwesen und die angrenzende Umgebung ansehen. Die zur Villa gehörenden Ländereien strecken sich weit, ich war überrascht. Eine herrliche Aussicht hat man von den Hügeln. Ich bin ehrlich begeistert. Solchen Anblick kenne ich nicht aus …“
Ich schüttelte kurz und wie unter Zahnschmerzen den Kopf.
„Ich könnte Mantua lieben lernen, ohne jedoch Rom gänzlich zu vergessen“, sagte ich in überzeugendem Tonfall und um mir selbst die fröhliche Stimmung zurückzubringen, kniff ich ein Auge zu und zielte mit der Olive auf Sophus’ Bauch. ![]()