Beiträge von Claudia Aureliana Deandra

    „Ich war dem Wein noch nie zugetan“, antwortete ich höflich, obwohl ich wusste, dass seine Frage provokativ gemeint war. Sophus wusste, dass ich Wein ablehnte.



    "Salve Parvus! Verzeih, ich versäumte es bisher, dich zu begrüßen."

    'Unser Vater', dachte ich wehmütig. Dass wir alle so eine schlechte Meinung von ihm hatten, war berechtigt und traurig zugleich.



    Die Späße von Brucetus waren wie immer heftig und ich konnte mir trotz geknickter Stimmung ein Lachen nicht ganz verkneifen. 'Armer Commodus!', dachte ich, aber er nahm es mit Gelassenheit.


    Wie schon früher setzte ich mich etwas abseits und lauschte dem Wortgefecht der beiden.

    Sim-Off:

    Ich bin heute nicht in Form. Okay, jetzt muss ich wohl ...


    Ich sah meinen Bruder auf mich zukommen und ging ihm freudig lächelnd entgegen.


    "Salve Commodus! Schön, dich zu sehen!"


    Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und hörte, was er zu Brucetus sagte. Da musste ich ihm beipflichten. Ewig war es her, als ich ihn zum letzten Mal gesehen hatte, aber er hatte noch immer dieselben Augen und dieselbe nette Art. Oh ja, ich hatte sehr unterschiedliche Brüder gehabt. Mit Brucetus waren Streitereien eher selten gewesen. Ich verstand mich gut mit ihm.



    "Brucetus? Fast hätte ich dich nicht erkannt. Aus dem Jungen ist ein richtiger Mann geworden."


    Auch er bekam einen Kuss auf die Wange und ein Lächeln gratis dazu.

    Zitat

    Original von Marcus Didius Falco
    @ Deandra:


    Vala hat sich entschieden. Warum respektierst du das nicht einfach?


    Ich und die meisten anderen hier sind der Meinung, dass nach der Entscheidung eines Neubürgers mit der Genswerbung Schluß sein sollte.


    Habe ich für eine Gens oder eine Factio geworben? ;)


    (Den Rest über ICQ nach der Arbeit.)

    Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius
    Hehehe. Da hat einer Angst, dass man es sich nochmals überlegen könnte. :D


    Yep, sehe ich auch so. ;)


    Gaius Oranius Vala, ich gebe dir den guten Rat, lass dir Zeit bei der Gens und Factiowahl, wenn du keinen Bekannten im IR hast, der dir Auskunft geben kann. Lese dich ein, suche nach den Factioinformationen, gepostet ist genug, geschrieben in der Acta ebenfalls.


    Jeder nachträgliche Wechsel bringt Komplikationen mit sich. Ich spreche da aus Erfahrung. Nur langsam wachse ich in meine neue Factio rein, langsam, aber mit jedem Tag mehr. :)


    Die Factio, die du nach deiner Prüfung wählst, wird bestimmt die richtige sein, denn du hast dich dann nicht unüberlegt entschieden, gleich welche Wahl du triffst. Auch sollte jedem Zeit für eine überlegte Wahl zugestanden werden. Ich möchte hier für keine Factio werben, möchte nur diesen Hinweis geben.

    Zitat

    Original von Flavia Messalina Oryxa


    ES REICHT, VERWARNT!
    Sklaven IDs sind nicht dazu da in der Anmeldung rumzustänkern.


    Meinst du es würde besser aussehen, wenn Leute, die über Insiderwissen verfügen, hier Fakten auf den Tisch legen? ;)
    Du machst dich lächerlich mit diese Verwarnung, aber mit Abstimmungen und Verwarnungen seid ihr ja schnell in der Praesina. :D

    In Vorfreude auf das Treffen schlenderte ich durch die Villa. Heute würde ich meine Brüder wiedersehen. Ich lächelte die ganze Zeit vor mich hin, streifte im Vorbeigehen über Stuhllehnen, nahm Blütenschmuck in die Hände und atmete deren Duft. Familie – sie bedeutete mir alles.


    Etwas Aufregung machte sich in mir breit, als die Zeit immer weiter voranschritt. Lange Jahre lagen seit der Begegnung mit Brucetus, Parvus und Maximus zurück. Ob sie wohl alle heute kommen würden? Auch Varus hatte ich lange nicht mehr gesehen.


    Ich zog eine weiße Lilie aus dem Schmuckgebinde. Lilien und Fiolen, die Aurelier kannten sie schon lange und ich ließ den Garten der Villa Sospitas reichlich mit diesen aparten Blumen bepflanzen. Mit der Blüte in der Hand ging ich zum Atrium. Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht als ich Sophus bemerkte.


    Ich ahnte, dass ich auch heute wieder nicht viel von ihm haben würde und da kam auch schon der erste Verwandte ... noch bevor ich ... Ich seufzte, leicht hatte ich es wirklich nicht.
    Es war Commodus, mein Bruder. Ich freute mich über sein Kommen, hielt mich aber zurück, denn er begrüßte - wie es sich gehörte - zuerst den Hausherrn...

    Glücklicherweise ging auch die längste Reise auf diesen Landstraßen einem Ende entgegen. Ich war lange Zeit still geblieben, das Geschaukel schlug mir immer wieder auf den Magen. Fast hatten wir Mantua erreicht, doch bevor wir aussteigen würden, wollte ich noch etwas loswerden.


    „Crispina, bevor hier ein falscher Eindruck entsteht … Ich würde nie in der Öffentlichkeit oder bei Anwesenheit Fremder irgendetwas Negatives über die Gens oder Sophus sagen. Zum Einen hänge ich dafür viel zu sehr an meinem Namen und zum Anderen hätte Soph das auch nicht verdient.


    Ich bitte dich deswegen, halte auch du den Namen der Familie immer rein und in Ehren. Dein Pater Familias, mein Bruder Commodus, hält das so, ich halte es so, Sophus sowieso und wenn du irgendwelche Fragen hast oder Hilfe brauchst. Ich bin jederzeit für dich da. Wenn du möchtest, erzähle ich dir gern aus unserer Familiengeschichte.“


    Mit einem freundlichen Lächeln unterbreitete ich meiner Cousine dieses Angebot. Sie sollte jede Unterstützung erhalten.

    "Schon längst hätte dieser Latinus in der Curia sein Zimmer beziehen müssen. Meines Wissens ist er zum Magistratus gewählt oder besser ernannt worden. Ich, wie viele andere, habe ihm die Stimme versagt. Er ist nicht zuverlässig, war es noch nie."


    Ich seufzte, Ostia lag mir einfach am Herzen. So richtig würde ich wohl nie davon loskommen.


    "Ich mache dir folgenden Vorschlag. So lange wie die Straßenarbeiten durch die Legionäre deiner Ersten durchgeführt werden, werde ich hier in Ostia ansprechbar sein. Ich werde für diesen speziellen Zweck mein Zimmer in der Curia wieder öffnen.


    Zunächst reise ich aber nach Mantua. Dort findet ein Familienfest der Aurelier statt, dem ich unmöglich fernbleiben kann und auch nicht will. Hier wie dort wirst du oder einer deiner Offiziere mich jederzeit sprechen können. Die Villa Sospitas in Mantua, die Villa Pellacia in Ostia und mein Zimmer in der Curia stehen dir jederzeit offen. Ich denke so ist allen geholfen."

    In Begleitung von Macer traf ich an der beschädigten Hauptstraße von Ostia ein.


    "Hier, sieh selbst. Für Gespanne ist diese Strecke kaum noch ohne Achs- oder Warenschäden befahrbar."


    Ich wies auf die tiefen Löcher und teilweise gebrochenen und angebobenen Steinplatten.

    "Ja, lass uns am besten bei der Hauptstraße anfangen. Sie ist es, die reparaturbedürftig ist. Sie mündet in den Markt, bei dem eine Nebenstraße ebenfalls schwere Schäden aufweist, und ihre Verlängerung führt nach Rom."


    Ich erhob mich, verließ die Curia und begab mich auf direktem Wege zur Hauptstraße Ostias.



    Sim-Off:

    Normalerweise bin ich schon abgereist, andererseits bin ich mit Falco und der Einweihung der Vigilesstation auch noch nicht durch. :( Ich poste also weiter oder kommt hier mal der Latinus an?



    edit: Fettkennzeichnung vergessen

    "Oh, Neuigkeiten? Da bin ich sehr gespannt!"


    Ich verließ mit Sarmaticus die Villa und bestieg eine Kutsche. Die Reise ging Richtung Mantua und Villa Sospitas.


    Sim-Off:

    Ich würde vorschlagen, wir schenken uns die Simulation der Reise und du klopfst einfach an die Tür der Villa Sospitas.

    „Nö, tauschen werden wir zwei wohl nicht“, antwortete ich lachend Crispina. „Es sei denn, er benimmt sich komplett daneben, was ihm hin und wieder auch gelingt. Tut mir leid, mein Herz, aber manchmal bist du echt ein Scheusal und hin und wieder muss ich dir das sagen.“


    Meine Augen blitzten vor Vergnügen. Ich fand, diese Retourkutsche hatte er mehr als verdient. Dummerweise konnte ich ihm nie lange böse sein und so wurde mein Lächeln auch schnell wieder sanft.


    „Hm, Scipio.“ Ich war überrascht. „Da ich für dieses Treffen nicht der Initiator war, habe ich niemand eingeladen. Sarmaticus bildet dabei eine Ausnahmen, weil ich wohl von allen Aureliern den engsten Kontakt zu ihm pflege. An dieser Stelle habe ich angenommen, du hast dich darum gekümmert. Ist das jetzt nicht der Fall? Das letzte Mal waren wir beide aktiv und diesmal keiner?


    Es wäre auf jeden Fall bedauerlich, wenn er nicht käme. Andererseits, ich traf ihn zuletzt in Ostia. Da wollte er unbedingt Leiter der neuen Vigilesstation werden. Statt sich jedoch um seine Beförderung zu bemühen, hielt er sich lange bedeckt und ich erfuhr erst später von anderen, dass er nach Hispania umgesiedelt ist. Sehr enttäuschend, wenn du mich fragst.“


    Die letzten Worte sprach ich so leise, dass Crispina sie nicht verstehen konnte.

    „Ach, weißt du,“, erwiderte ich schelmisch zu Sophus, „wer dich nun für einen schlimmen Wüterich hält, der würde im Grunde seines Herzens am liebsten mit dir tauschen. Stimmt’s, Crispina?“


    Ich zwinkerte Crispina zu, schmunzelte in mich hinein und wollte mich gerade zurücklehnen, als Sophus weitersprach. Mitten in der Bewegung hielt ich inne und lauschte mit offenem Mund seinen Worten.


    ‚Ach, du liebe Zeit – drei Frauen’, dachte ich. Überrascht blies ich die Luft aus und zählte vorerst die vorbeifliegenden Bäume am Straßenrand.


    „Sind die ersten beiden gestorben?“, fragte ich schließlich. Offenbar wussten Sophus und Crispina mehr darüber Bescheid.

    Noch immer sah ich Sophus erstaunt an, wandte mich dann aber Crispina zu, als sie die Erklärung für die besonderen Umstände bot.


    „Salve Crispina! Darüber musst du unbedingt mehr erzählen. Ich bin furchtbar neugierig und ich habe eine gute Nachricht für dich. Wenn unsere Reise schnell und ohne Zwischenfälle abläuft, wirst du deinen Bruder in Mantua treffen können. Er konnte sich für ein paar Tage freimachen. Natürlich ahnt er nichts von deiner Existenz. Wir alle ahnten nichts davon.“


    Schmunzelnd sah ich zu meiner Cousine.


    „Ich hoffe, wir können Freundinnen werden“, fügte ich leise an.

    Ich nickte zustimmend, eine Sklavin eilte bereits ohne jede Aufforderung in die Küche und kam nach Kurzem mit einer Zusammenstellung aus Brot, Geflügelhappen und Kohlstückchen zurück. Dazu reichte sie Wein, Saft und Obst.


    "Greif zu! Nach dieser Stärkung sollten wir allerdings aufbrechen."


    Mit sichtbarem Genuss verschwand ein Geflügelhappen nach dem anderem in meinem Mund und auch dem Obst sprach ich reichlich zu. Hin und wieder ein Schluck Saft rundete das Essvergnügen ab.


    Sim-Off:

    Es gibt ein organisatorisches Problem. Die Soldaten der Gens (Commodus und Varus) sind noch nicht in Mantua eingetroffen, weswegen sich das Familientreffen vielleicht auf Mitte der Woche ?( verschiebt. Ich kann aber auch unsere Abreise nicht posten, weil erstens die Mitnahme der Sklavin Mia noch ungeklärt und zweitens der Reisethread noch nicht benutzbar ist. Dort sollte eigentlich Crispina noch wenigstens einen Post setzen. Witziger Weise komme ich dann auch in doppelter Ausführung in Mantua an. Wie das gehen soll, weiß ich auch noch nicht. :(



    edit: Schreibfehler

    "Die Reise ist lang und nicht eben angenehm. Ich möchte dich ja zu nichts zwingen, aber ein paar Happen würde ich dir schon ans Herz legen. Du wirst mir im Nachhinein sicher dankbar sein. Hm?"


    Mit großen, fragenden Augen sah ich meinen Cousin an.

    Ich musste mir den Bauch vor Lachen halten. Wie unschicklich in der Öffentlichkeit, aber nun war ich ja nicht mehr Magistratus. Nach Luft schnappend wischte ich mir erste Lachtränen von der Wange.


    „An kaum jemanden habe ich solch lustige Erinnerungen wie an dich. Mir fällt gerade auch wieder ein, dass du lange nicht wusstest, wie ich überhaupt zu Sophus stehe. Dich darüber im Unklaren zu lassen, hat mir durchaus Spaß gemacht. Aber sei nicht böse. Dafür bist du jetzt – nach Sophus – auch mein liebster Cousin. Ich freue mich wirklich, dich zu sehen!“


    Mit einem warmen Lächeln sah ich Sarmaticus an. Nur noch wenige Schritte und wir hatten die Villa Pellacia erreicht.