Beiträge von Claudia Aureliana Deandra

    Ich beauftragte einen der Sklaven, diesen Anschlag am Gestütseingang anzubringen.




    An Besucher und Kaufinteressenten des Gestüts Aurelia



    Das Gestüt hat seinen Hauptsitz nach Mantua verlegt. In Ostia befindet sich nur noch ein kleiner Pferdebestand, der aber bei Bedarf ebenfalls verkäuflich oder zur Ausleihung bestimmt ist.
    Interessierte können sich an den autorisierten Gestütswärter wenden oder direkten Kontakt mit mir in Mantua aufnehmen.


    Aurelia Deandra
    Gestütsbesitzerin

    Ich erreichte in Begleitung meines Cousins Sarmaticus die Villa und ließ uns erst einmal etwas zu trinken bringen. Bequem ließ ich mich auf einem der Stühle nieder und gab den hier verbleibenden Sklaven meine Anweisungen.


    "Die Villa wird nie unbeaufsichtigt gelassen. Einkäufe und ähnliche Besorgungen sind untereinander abzustimmen. Ein gewisser Vorrat an Speisen und Getränken ist stets vorrätig zu halten. Unerwartete Besucher sollen ausreichend Bewirtung vorfinden. Des Weiteren sind die komplette Villa und der Garten auf das Gewissenhafteste reinlich zu halten. Wenn hier irgendetwas während meiner Abwesenheit verschlampt, wird das Folgen für den Betreffenden haben. Von Zeit zu Zeit werde ich hier nach dem Rechten sehen.


    Zusätzlich ist der Minimalbestand des Gestüts zu beaufsichtigen und entsprechend zu versorgen. Sollten sich Kaufinteressierte hier melden, möchte ich in Mantua davon unterrichtet werden. Der Gestütswärter hat ansonsten freie Hand und ist berechtigt, in meinem Auftrag zu handeln. Ist das alles klar gewesen?“


    „Es wird so geschehen, Herrin.“


    „Gut!“ Ich wandte mich wieder Sarmaticus zu. „Möchtest du vor der Reise noch etwas essen?“

    „Charmant, charmant!“ Ein Lächeln legte sich auf mein Gesicht.


    „Erinnerst du dich noch, als wir uns das erste Mal begegnet sind? Ich hatte befürchtet, dass du einen Anschlag auf Sophus vorhast.“ Ich schüttete mich bald aus, bei dieser Erinnerung.


    „Ich war sehr unfreundlich damals zu dir, heute tut mir das leid. Kannst du mir das nachsehen?“, fragte ich meinen Cousin auf dem Weg Richtung Villa Pellacia.

    "Ich selbst ziehe nach Mantua um, das Gestüt ist auch bereits dorthin verlegt. Die Legion, in der Sophus ist, hat ihren Standort in Mantua und ich wollte nicht so unendlich lange von ihm getrennt bleiben. Er hat die Villa Sospitas in Mantua erworben. Du wirst sie bald kennen lernen.


    Und noch etwas: Die Familie ist weiter gewachsen."


    Schmunzelnd sah ich Sarmaticus an. Ich konnte es selbst noch nicht fassen.

    "Sei gegrüßt, Sarmaticus! Haben wir uns lange nicht gesehen! Du wirst es auch nicht glauben, aber du kommst genau zur richtigen Zeit. Wir planen erneut ein Familientreffen. Diesmal in Mantua und es wird umgehend dort stattfinden, weswegen ich mich noch heute auf den Weg machen möchte. Wie sieht es aus. Kannst du es einrichten mitzukommen?“


    Ich umarmte meinen Cousin und sah ihn dann erwartungvoll an.

    An meinem letzten Tag hier in Ostia machte ich auf dem Heimweg einen kleinen Umweg und wollte in der Villa meines Bruders nach dem Rechten schauen. Ich wusste nicht, ob er meinen letzten Brief überhaupt erhalten hatte. Heute wollte ich dem nachgehen.


    Als ich das Anwesen betrat, bemerkte ich eine Gestalt in einem der oberen Fenster. Freudig winkte ich nach oben, denn ich glaubte, meinen Cousin Sarmaticus erkannt zu haben.

    Zuerst dachte ich, Sophus wollte mich veralbern. Ich zog die linke Augenbrauen nach oben und machte ein zerknirschtes Gesicht. Seine Späße waren mir wohl bekannt und oft wusste ich nicht, was nun ernst und was ironisch gemeint war.
    Weil er aber einen durchaus ernsthaften Eindruck auf mich machte, sah ich mich geneigt, ihm zu glauben.


    „Tochter des Cotta? Schwester des Sarmaticus? Er hatte nie etwas von einer Schwester erwähnt. Erst kürzlich sprach ich mit ihm. Er ist übrigens bis Oktober beruflich noch sehr eingebunden und wir werden ihn bis dahin kaum zu Gesicht bekommen.“

    Eine, zumindest für mich, unerfreulich lange und wenig amüsante Fahrt in einem schunkelnden Reisegefährt lag vor mir, als ich in Begleitung von Sophus und einer jungen Frau dem Empfang von Meridius verließ. Seufzend bestieg ich die Kutsche. Mir war klar, zukünftig würden des Öfteren Fahrten dieser Art vor mir liegen.


    Die Pferde zogen an, ich wurde an die Rückenlehne gedrückt und mein Mageninhalt folgte der Bewegung. In einer schützenden Geste legte ich die Hand auf mein Dekollete.


    „Etwas Ablenkung wäre nicht schlecht. Du hast uns noch nicht miteinander bekannt gemacht.“


    Mein Blick wanderte zu der jungen Frau und von ihr zu Sophus zurück. Ich neigte den Kopf, zog erwartungsvoll die Brauen nach oben und schenkte ihm ein sanftes Lächeln.

    Noch immer lächelnd schob ich meine Hand in seine.


    "Gut, dann lass uns gehen."


    Ich schenkte dem Gastgeber noch ein Lächeln, neigte kurz den Kopf zum Gruß und schloss mich, einen neugierigen Blick auf die Unbekannte werfend, Sophus an.

    Gerührt nahm ich das Andenken entgegen. Ach, diese vielen Abschiede in der letzten Zeit, sie drückten mir aufs Gemüt und dieser fiel mir besonders schwer.


    „Es ist ja alles halb so schlimm, wenn du wirklich ab und an mal in Mantua vorbeischaust“, sagte ich mehr zu mir als zu Sabellius. „Viel Freude an dem Rappen, er ist ein exzellentes Tier. Du wirst sehen. Gern lasse ich mir später vor dir berichten, wie er sich als Vigilespferd macht.“


    Zu mehr Worten war ich nicht fähig. Meine Augen wanderten zwischen dem Andenken und Sabellius hin und her bis er schließlich davonritt.

    „Selbstverständlich existieren Pläne, die ich gern zur Verfügung stellen werde. Wichtig wäre mir bei den Arbeiten, dass der Verlauf der Straßen korrekt beibehalten wird, damit keine Überarbeitung dieser Pläne notwendig ist.


    Die Arbeiten selbst sollten innerhalb Ostias umgehend beginnen, damit die für Mitte nächsten Monats geplanten Markt- und Handelstage ohne Einschränkung ablaufen können. Arbeiten an Bauwerken sind derzeit nicht geplant. Es erfolgte einmal eine Anfrage zum Bau eines Venustempels, aber das Interesse ist offenbar erloschen.
    Wie lange die Reparaturarbeiten der Verbindungsstraße nach Rom dauern werden, ist für mich zweitrangig. Bei der von dir vorgeschlagenen provisorischen Parallelstraße dürfte das auch unerheblich sein, denn der Handel und Reisende wäre kaum behindert.“


    Ich übergab Macer die Pläne und überlegte, ob wohl der neue Magistratus überhaupt diese Handelstage stattfinden lassen würde. Das lag nicht mehr in meiner Zuständigkeit.


    „Meine Amtszeit läuft aus, heute ist mein letzter Tag. Dein neuer Ansprechpartner wird Sextus Licinius Latinus sein. Ich bedaure es sehr, dass sich der Beginn der Arbeiten so weit hinauszögert hat. Aber ich kann dir zusichern, dass ich für dich – solange ich in Ostia weile – jederzeit zu sprechen bin und gern behilflich sein werde, solange der neue Magistratus noch nicht fest im Sattel sitzt.“



    edit: Link eingefügt

    Als mein Hunger gestillt war und ich mich wieder dem Saal zuwandte, musste ich feststellen, dass plötzlich kaum noch jemand anwesend war. Hatte ich so lange gegessen? :hmm:


    Der gute Überblick brachte aber Vorteile. Hatte ich doch jetzt ziemlich genau Sophus im Blick. Da er mich schon fast den ganzen Abend keines Blickes gewürdigt hatte, beschloss ich, ihm das auf irgendeine Weise einmal heimzuzahlen. :]


    Schmunzelnd sah ich ihm entgegen, als er in Begleitung eben dieser mysteriösen Frau, die mir schon zuvor durch ihre Bemerkung aufgefallen war, sich näherte. Eine weitere Olive verschwand in meinem Mund.

    Ich hatte dir doch am Sonntag eine PN geschickt und erklärt, dass nur die Anmeldung von meinem Internetzugang aus erfolgt. Nun hatte ich ihre richtige Mailadresse eingegeben (meine raus genommen) und sie hatte vergessen, zu Hause den neuen Link zu aktivieren.


    Kuddelmuddel auch mit dem Bild, welches ich heute noch hochgeladen habe. Das erste war ja bereits belegt, aber jetzt müsste alles in geregelten Bahnen sein.