Beiträge von Claudia Aureliana Deandra

    In einer Mischung aus Entsetzen und Unverständnis hörte ich die Worte von Brucetus. Ich hoffte jetzt inständig, dass Sophus niemals von diesem Gespräch erfahren würde. Mehr als geschockt stand ich auf. Ich war vollkommen durcheinander.


    „Ich muss dann los, Commodus... Hat mich gefreut … Wir sehen uns… Regulus ...“


    Erschüttert hielt ich die Hand vor den Mund als ich die Villa verließ.

    "Commodus, bitte verzeih mir. Ich möchte Regulus eine Frage stellen."


    Nachdenklich sah ich den jüngsten meiner Brüder an. Natürlich würde ich ihn in jeder Hinsicht unterstützen.


    "Regulus, wenn dein Weg die Politik ist, möchtest du dann nicht ganz in Ruhe einmal darüber nachdenken, ob du dich nicht lieber in die Familia Aurelia Sophus begibst, denn die ist politisch aktiv, während Commodus einzig aus dem Grund eine eigene Familia innerhalb der Gens gegründet hat, damit er politisch neutral bleiben kann.


    Es ist nur ein Gedankenanstoß und ich bin mir sicher, den nimmt mir hier keiner übel, denn die Aurelier sind trotz der zwei Familien EINE Gens und wir halten immer zusammen."



    Dann wandte ich mich leicht verärgert an Brucetus.


    "Sprich nie wieder respektlos, wenn die Rede auf Crassus kommt! Er ist der Gensbegründer!"



    Sim-Off:

    Okay, ich geh nachsehen. :)

    "Brucetus, die Aurelier wiesen einst große Politiker, Senatoren in ihren Reihen auf. Mit Crassus ging der letzte große Staatsmann. Es wird mehr als Zeit, dass ein Aurelier wieder in die Politik eingreift und unserem Namen alle Ehre macht! Regulus, du hast meine volle Unterstützung! Ich selbst habe mein Bestes gegeben während der letzten Legislatur, wurde sogar mit einer Diploma ausgezeichnet, aber der Tradition getreu, möchte ich mich aus der Politik zurückziehen.


    Soldaten weist die Gens inzwischen genügend auf, wir brauchen einen Nachfolger für Crassus! Schwer genug wird es werden, ihm nachzueifern, gar zu erreichen, wenn nicht ganz unmöglich. Aber seinem Glanz zustreben halte ich für unbedingt achtenswert.“

    "Regulus, ich kann dich in die Stadtverwaltung von Ostia einführen. Wenn du dich als gelehrig erweist, könntest du später eventuell sogar selbständig die von mir in Auftrag gegebenen Straßenbauarbeiten weiter betreuen. Nur deswegen bin ich überhaupt noch hier. Eigentlich wollte ich längst in Mantua weilen.


    Ansonsten musst du bis zu den nächsten Wahlen warten. Die werden im Juli stattfinden. Kandidiere dort zum Magistratus. Wenn du dich zuvor bereits um Ostia bemühst, sollten dir die Stimmen der Bürger sicher sein."

    Zitat

    Original von Lucius Aurelius Brucetus
    ich konnte nur aufschnappen das Denadra meinem Bruder Reitunterricht anbat, einen Moment wunderte ich mich ob die Familienbande so locker waren das Denadra eine solche Äußerung wagte , zumindest bis mir einfiel das sie selbst ein Gestüt hatte und es darum gehen würde. Grinsend wandte ich mich wieder meinem Wein zu.


    Sim-Off:

    Hehe, ganz schön frech. ;)


    Genau wie früher, dachte ich bei mir. Bestimmt würde Brucetus wieder irgendetwas aushecken. Bei dem Grinsen konnte gar nichts Gutes rauskommen. Hoffentlich würde ihn der dicke Wein bald aus den Schuhen hauen, dann wäre eine Gefahr gebannt.


    Ich war echt froh, dass Parvus noch alle Sinne beieinander hatte.

    "Ich übernachte in Sophus' Villa, ist ja klar. Ihn werden wir hier wohl nicht antreffen. Er nimmt es sehr genau mit der Legion. Würde nie oder sagen wir selten herumreisen."


    Der Saft kam und ich nahm dankbar einen Schluck aus dem Becher. Heute war ein wirklich heißer Tag gewesen.

    Zitat

    Original von Varus Aurelius Regulus
    "Aber liebste Schwester ich gebe zu Ihr kennt mich nicht gut und ich kenne Euch auch nur flüchtig aber kennet Ihr mein Gesicht denn gar nicht mehr?Ich bin es Euer Bruder."


    Ich blickte in ihre tiefen Augen.
    Würde sie sich an mich erinnern?
    Ich war damals noch so klein als mein grausamer vater mich meiner Familie entriss.


    Ach ja, unser Vater. Ich musste mich schnell ablenken. Bei diesem Thema wurde ich immer schwermütig. Genau inspizierte ich daher die Augen von Regulus und musste schmunzeln.


    "Du bist zwar der Kleinste von allen meinen Brüdern, aber Jüngste der Familie bin noch immer ich. ;) Nur weil unser Vater ausschließlich Jungen sein eigen nennen durfte, wurde ich von ihm adoptiert. Lange war ich sein Liebling, bis er uns eines Tages verließ. Schön, dass du wieder hier bist. Wie ist es dir ergangen?"

    "Mein Hauptgestüt liegt in Mantua, aber Teile davon sind noch hier in Ostia und werden auch hier bleiben. Ich selbst bewohne, wenn ich in Ostia weile die Villa Pellacia. Ein weiteres Anwesen von Sophus."


    Ich zwinkerte Brucetus zu.


    Sim-Off:

    Wie muss ich mir 'komplimentieren' vorstellen? :D

    "Wasser, wenn kein Saft da ist."


    Ich musste über den Scherz herzhaft lachen.


    "Nun stell mir doch mal den jungen Mann hier vor." Ich blickte Richtung Regulus.



    Edit:
    Da kam der junge Mann auch schon auf mich zu und mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Natürlich, Regulus! Auch er war erwachsen geworden. Ich ließ mich umarmen und strahlte ihn anschließend an.


    "Meine Güte, gut siehst du aus! Fast hätte ich dich nicht wieder erkannt."

    Schon von weitem hörte ich mehrere Stimmen und war gespannt, wen ich in Gesellschaft von Commodus antreffen würde. Mit einem Lächeln ging ich auf ihn zu.


    „Salvete!“ Begrüßte ich Commodus und Brucetus, meine beiden Brüder. „Was gibt es denn zu besprechen? Man hört euch ewig weit. Wobei Commodus, du machst heute so einen wenig munteren Eindruck.“


    Neugierig betrachtete ich den dritten jungen Mann. Er kam mir überaus bekannt vor, aber ich wusste nicht auf Anhieb woher

    ‚Parvus ist ganz schön hartnäckig’, dachte ich und musste schmunzeln. In gewisser Weise war ich ihm dafür sogar dankbar.


    „Du kannst es nicht leiden, wenn Frauen unglücklich aussehen? Deine Zukünftige ist ja wirklich zu beneiden. Na, jedenfalls hast du es jetzt geschafft, meine Trübsalstimmung zu verscheuchen. Du möchtest meine Pferde sehen? Das können wir gerne einmal machen, auch Reitunterricht ist kein Problem. Commodus hatte auch bereits das Vergnügen. Stimmt’s Bruderherz?“


    Ich blickte an Parvus vorbei und suchte den Blick von Commodus, was mir nicht gelang.


    „Nun sieh dir doch bloß mal deine Brüder und deinen Cousin an“, sagte ich kopfschüttelnd zu Parvus. „Mit diesen Weinleichen lässt sich das Familientreffen doch gar nicht fortführen! Was machen wir denn jetzt mit denen? Vielleicht einen Schwung kalten Wassers, vielleicht überhaupt ein Bad? Wollen wir sie ins Schwimmbecken der Villa befördern?“

    Zitat

    Original von Marcus Tiberius Magnus
    D.h. einer der Patrizier der lang genug dabei ist muß eine neue, plebeijsche Familie gründen.


    Falls sich einer von uns findet, dann kann eine plebejische Aurelia nebenher bestehen? :)

    Salve Regulus!


    Auch du musst kurz auf den Pater familias Aurelius Sophus warten, weil die Aurelier erst mal Bestandsaufnahme machen müssen. Unsere Gens ist eigentlich voller als voll, aber wir können versuche, Platz zuschaffen. Spätestens morgen wissen wir es.


    Auf jeden Fall würde ich mich freuen!

    Nachdenklich sah ich Parvus an. Irgendwie schaffte er es, mich gedanklich zu beschäftigen. Eine Tatsache, die mir mein Vorhaben zu gehen schwer machte.


    „Ich hatte vergessen, wie nett du schon immer warst. Gut, dass du mich heute daran erinnerst.“


    Ich sah ihn kurz an, senkte dann die Augen und war einfach nur unschlüssig.


    „Du interessierst dich für Pferde?“, fragte ich schließlich.

    Sim-Off:

    :D Commodus, jetzt reiß mir nicht den Kopf ab, weil Cadi hier auftaucht. War ein Versehen.:D


    „Du bist ein guter Beobachter, Parvus. Mir ist nicht zum feiern zumute, das ist richtig, aber lasst euch von mir nicht die Stimmung verderben. Am besten ich werde mich zurückziehen.“


    Spontan stand ich auf und wollte gehen, aber dann hielt ich kurz inne. Parvus gab sich Mühe und ich wollte ihn nicht enttäuschen. Eine Antwort wollte ich ihm noch geben.


    „Ich habe lange bei unserem Vater gelebt, bis er es vorzog, die Familie zu verlassen. Die letzte Zeit war Ostia mein Zuhause. Dort habe ich mein Gestüt aufgebaut und, nun ja, ich hatte für eine Legislaturperiode die Funktion des Magistratus inne. Erst vor kurzem bin ich nach Mantua gezogen, aber vieles gestaltet sich nicht so, wie erhofft oder erwartet.“