Auch wenn Venusia eine Menge Zeit in Mogontiacum verbringen würde und auch, wenn ich sie sicher bei mir haben wollte, wenn sie mal in Confluentes verweilte, sollte sie doch ihr eigenes Zimmer haben, in das sie sich zurückziehen konnte, wenn sie ungestört sein wollte.
Dazu hatte ich, in der Zeit ihrer Abwesenheit, den Auftrag gegeben, das Zimmer meiner Frau gerecht herzurichten. Neben Kästchen und Kästen, Tischlein und Korbsessel, diverse Accecoires, welche ich in so manchen Damenquartier gesehen hatte, liess ich auch den Fussboden neu machen und ein grosse Mosaik verlegen.
Es zeigte eine weite Landschaft mit viel Grün, Bäumen und Feldern, ganz so, wie sie es am Liebsten hatte, wenn sie ausritt.
An diesem Tag, es war der Tag nach dem Familienessen, schlich ich in aller Frühe in das Zimmer...... Venusia war noch in meinem und schlief, deswegen musste ich so früh aufstehen, das Venusia schon mit den ersten Sonnenstrahlen erwachte..... und legte eine eigens angefertigte Tunika aus bestem Stoff mit diversen Verzierungen auf ihr Bett.
Daneben eine Kette aus Gold, die mit Perlen verziert war und einen Ring, der ebenso mit einer Perle geschmückt war.
Dies und der Umbau des Zimmers sollten mein Hochzeitsgeschenk an sie sein, damit sie sich immer wohl fühlte in meinem Haus.
Nachdem alles vollbracht war, ging ich zur Türe, drehte mich nochmal um, warf noch einen zufriedenen Blick auf alles und verliess dann das Zimmer, genauso heimlich, wie ich es betreten hatte....