Auch von mir alles Gute, kleiner Mann.
Beiträge von Marcus Vinicius Hungaricus
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Und sie wird dir beantwortet.
Ja, dasselbige gilt auch für weibliche IDs.
Zum Problem wird es allerdings nicht, denn das bedeutet als Einschränkung nur, daß du nicht das Kind von Crassus oder Commodus werden kannst. Sonst hast du freie Auswahl. Relevant ist hier wirklich der persönliche Stand als Senator, nicht die Zugehörigkeit zum Ordo Senatorius.
Ich ahne schon, warum du auf diesen Gedanken kommen konntest, da hatte sich ein Fehler eingeschlichen, die Kinder von Antoninus und Cicero sollten nämlich nicht im Ordo Senatorius sein, da dieser Ordo nur dann an vererbt wird, wenn es tatsächlich einen Senator in der Ahnenreihe bis max zum Uropa gibt und das ist bei beiden nicht der Fall.
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Diese Streiterei - oder sollte man eher sagen: Meinungsverschiedenheit? - zwischen dem Claudier und seinem Klienten Durus hatte Hungi etwas zwiespältig verfolgt. Einerseits hätte Hungi diesem komischen Claudier gerne eine "gewuppt" (wie man in Savaria zu einer Ohrfeige sagt), andererseits war er sich mittlerweile zu nobel für eine solche Handlung. Wenn Vesuvianus nicht der Sohn seines ehemaligen Mentors Macrinius gewesen wäre, tja, dann hätte Hungi den entweder ignoriert oder dessen Karriere so dermaßen behindert, daß der in einem kleinen Dörflein an der Adria seine Blumen züchten hätte müssen, weil der sonst nirgends auch nur irgendwo ein klitzekleines Standbein bekommen hätte. So aber mußte Hungi, fast tat es ihm schon leid, auf den Claudier runter sehen. Irgendwann würde Hungi sicher eine Tochter bekommen oder eine Nichte verheiraten müssen, und dann würde er dieser Familie sicher keine Verbindung anbieten, wenn sich nicht gar etwas änderte. Und außerdem gab es genug Söhne und Töchter aus consularischem Hause, an diesem Stand mußte Hungi sich in erster Linie orientieren, sollte er eines Tages lohnenswerte Verbindungen knüpfen wollen.
Doch solcherlei Gedanken hatte er nicht lange, wurde doch der nächste Hauptgang aufgetischt. Er war zwar einfachere Mahlzeiten gewohnt, was zum Großteil an seiner beruflichen Vergangenheit lag, aber doch neugierig genug, um exotischere Speisen probieren zu wollen. Ursus war zwar ein sehr guter Obersklave und Küchenchef, aber es mangelte ihm an Einfallsreichtum, was das Exklusive anging, daher wollte er die Gelegenheit ergreifen, nahm sich ein Beispiel an seinem Klienten Durus und ließ sich etwas darbringen, ohne dabei - natürlich - seinen Gesprächspartner zu vernachlässigen, mit dem er vorhin noch eine herrliche Diskussion über die Feinheiten der specificatio, aber auch der komischen Darstellung einer kleinen Theatergruppe am vorigen Tage nahe des Esquilin gehabt hatte. Spätestens jetzt war der Claudier vergessen und spätestens jetzt genoss Hungi die Darbietungen der für ein römisches Mahl obligatorischen Tänzer.
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Lieber Magnus, verwarne mich ja nicht, i sags dir...
(soll heißen: i war zu faul zum umloggen)
Liebe Sisenna, deine Frage ist vielleicht etwas schwer zu beantworten, ich probiers trotzdem.
Ich nehme mal an, daß diese Männer als alleinige Elternteile, von denen du sprichst, Überbringsel von vergangenen Zeiten sind, wo man wild Cousinen/Cousins, Onkel, Neffen, Tanten, Hund von der Nachbarin und sonstige verwandtschaftliche Beziehungen in seiner Familie bzw. Gens untergebracht hat. Wir haben das in früherer Zeit etwas lasch gehandhabt, tatsächlich, allerdings gab es in letzter Zeit ein paar größere und kleinere Reformen, wo ich - als Jurist, du verstehst- zwar nicht unbedingt Probleme damit habe, aber dennoch die Spieler auf etwaige Nachteile hinweisen möchte. Und ein Dasein als uneheliches Kind kann enorme Nachteile mit sich bringen, das war damals in der Antike so (besonders dann, wenn du - wie du vorhast - eine Patrizierin spielen willst), das ging auch bis ins 20. Jh, wie wir sicher alle aus dem Geschichtsunterricht wissen.
Um aber deine Frage bezüglich der Männer als alleiniges Elternteil zu beantworten: Wie gesagt, es wurde etwas lasch gehandhabt, aber wir wollen ohnehin dies nicht mehr zulassen, es sei denn, das Kind (also die erstellte ID) will diese Folgen tatsächlich tragen (kurze Angeberei von meiner Seite: sie hätten dann den Status der Mutter, also der Vater bringt gar nix). Ändern im nachhinein allerdings werden wir diese Problematik nicht, das wäre im gleichen Sinne unfair wie aufwendig.
Um deinen letzten Satz noch zu kommentieren: Ja, ist denn der Cicero verheiratet? Bereits drei Töchter vor dir und keine Frau im Stammbaum? Tststs... Ich nehme das einmal als willkommene Möglichkeit, um etwas klarzustellen: Hochzeiten im IR müssen _nicht_ zwischen zwei existierenden IDs stattfinden, es ist möglich, daß man mit einer NPC-Frau oder einem NPC-Mann verheiratet ist. Nutzt diese Möglichkeit, aber ich bestehe auf ein schönes Spiel.
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Hungi applaudierte auch, aber es war eher ein höfliches als ein begeistertes Beifallklatschen. Zu sehr fehlte ihm die Szene, zuwenig ausgeprägt war die Regie. Er als verwöhnter und ebenso begeisterter Theatergeher verlangte wohl schon mehr als andere. Allerdings war er nicht nach Mantua gekommen, um die Güte der Vorstellung zu bewerten.
Na, Senator Macer? sprach er seinen Sitznachbar an. Wie hat es dir gefallen?
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Die Entscheidung von Hungi war auch abzusehen.
Was nicht mit dem Patrizierdasein des Kandidaten zusammenhing, wirklich nicht, aber dieser Lebenslauf... nein, Hungi als ehemaliger Praefectus Praetorio hätte von diesem Claudier sicher schon einmal gehört gehabt.
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Ui, noch mehr Gratulationen
Dank euch.
@ Lucilla: Ich bin kein Kindskopf, das ist mein jugendlicher Charme.
Und: graue Haare hab ich noch keine entdeckt. Was mich selber verwundert, manche unter euch bringen mich zeitweise schon gar an den Rand der Verzweiflung.
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Erstmal allen ein Dankeschön.
(Mein itzer-etzer-atzer ist wieder da! :D)
Der Zahn der Zeit mag an mir nagen, doch Beißspuren hat er offensichtlich noch keine an mir hinterlassen, nachdem ich prinzipiell 4 bis 5 Jahre jünger geschätzt werde (und ich mich auch so fühle).
Kann ruhig so weitergehen, ich hätt nichts dagegen.
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Zitat
Original von Rediviva Minervina
Ist fast so als ob du widerlegen willst, dass Erdbeeren keine Beeren sindIch kanns mir nicht verkneifen.
Du hast ein schlechtes Beispiel gewählt. Kurzer Ausflug in die Botanik: Erdbeeren sind nämlich keine Beeren, sondern Sammelnußfrüchte.
Wenns jemanden interessiert: Hier steht was darüber. -
Nur sehr schwer konnte Hungi sich ein lautes Grummeln verkneifen.
Du hast mir nicht genau zugehört. Ich sagte, daß ich es so handhabte, daß Senatoren, die nicht anwesend waren, kein Stimmrecht hatten, nicht daß sie es nicht hätten. Ich hatte wahrlich keine Lust, bei jedem Senator vorbeizuschauen und zu gewährleisten, daß dieser gnädigsterweise sein erlauchtes Votum abzugeben möge. Und sollte ich in hoffentlich ferner Zukunft wieder das Amt des Princeps Senatus ausüben, so würde ich es wieder so machen.
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Hungi hatte heute keine Lust, groß etwas zu sagen. Also beschränkte er sich auf ein Die Auszeichnung des Flaviers hat meine Unterstützung.
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Wenn ich kurz meine Erfahrungen einbringen dürfte... meldete sich Hungi einmal zu Wort, ich habe es bisher immer so gehandhabt: Wenn ein Senator nicht in Rom war, also abwesend, so hatte er auch kein Stimmrecht. Es war seines Erachtens schwer genug, die Anwesenden zu einer Stellungnahme zu motivieren, von den Senatoren außerhalb Roms wollte er sich das wirklich nicht antun.
Aber er erinnerte sich auch an die Geschäftsordnung, an der er mit Senator Macer arbeitete bzw. diese eifrig vor sich her schob. Die Möglichkeit, die Senator Decimus Livianus anspricht, ist ohne Frage kreativ. Dennoch stehe ich diesem - gelinde gesagt - reserviert gegenüber. Ein Senator, der auf sein Stimmrecht aus Altersgründen verzichtet, kommt mir reichlich merkwürdig vor. Der Gedanke an Decimus Lucidus huschte ihm kurz durch den Sinn. Die Würde eines Senators ist nicht eine, die man bei Erreichen eines bestimmten Alters ablegt wie eine alte Toga, sie ist eine Ehre, der man zugegeben bis an sein Lebensende verpflichtet ist. Man möge mir jetzt ein gewisses Schwarz-Weiß-Denken vorwerfen, aber entweder ist man Senator oder man ist keiner. Was allerdings jene angeht, die durch Pflichten von Rom ferngehalten werden, sei es als Proconsul, Legatus Augusti pro Praetore, Legatus Legionis oder sonstige senatorische Ämter: ja, die sind abwesend. Ich bin mir jedoch sicher, daß die Herren Senatoren sich gut über Neuigkeiten aus Rom und dem Senat informieren können, bei Diskussionen, die längerfristig laufen, sind diese Herrschaften sicher in der Lage, ihre Stimme abgeben oder deren Fragen, Einwände und dergleichen durch einen von ihnen gewählten Stellvertreter erheben zu können. Doch über letzteres können jene Senatoren sicher besser berichten, die ein Amt außerhalb Italias innehatten.
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Ich werde dir Nachricht geben, sowie ich eine Antwort bekommen habe. versicherte Hungi dem Magistraten vor sich. Die wahrscheinliche Revanche kommentierte er nicht weiter, denn auch im politischen Leben war das Prinzip des "do ut des" nicht nur maßgeblich, nein, darauf basierte das politische System. Und Hungi würde sich sicherlich nicht dagegen sperren.
Und da auch seinerseits nichts mehr hinzuzufügen war... Wenn du mich jetzt entschuldigst, Claudius...
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Quaestor pro Praetore für Germania.
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Diese Antwort verwunderte Hungi doch. Ein patrizischer Quästor ohne Patron, das hatte durchaus Seltenheitswert. Natürlich unter der Voraussetzung, daß ihn der Claudier auch nicht anlog.
Na gut, ich werde den Kaiser von deinem Anliegen unterrichten. Versprechen kann ich dir natürlich nichts.
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Das ist wohl wahr. antwortete Hungi und ließ dabei offen, was genau er jetzt meinte.
Eine Frage lag ihm aber auf der Zunge und wollte ausgesprochen werden. Warum fragst du aber nicht deinen Patron, ob er - wie du so schön sagtest - beim Kaiser ein gutes Wort für dich einlegt?
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'Gleich zur Sache kommen...' er liebte diese Worte, mußte Hungi doch schon oft genug viel Blabla anhören mit Leuten die zwar viel redeten, aber nichts sagten. Wenn er allerdings fair zu sich war, mußte er sich selber eingestehen, daß er genauso war. Brachte wohl sein Status mit sich.
Deine zeitliche Feinabstimmung ist nicht die beste, aber dafür kannst du nichts. Du weißt, daß der Kaiser mitten in den Vorbereitungen für einen Feldzug gegen die Parther steht und ein Conventus vor seiner Abreise sicher nicht mehr zustande kommen wird. Es dürfte also sehr schwer sein, dein Anliegen zu unterstützen.
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Zitat
Original von Decima Lucilla
Vielen, vielen Dank euch allen!@Aelia: meine Haare sind zur Zeit gar nicht braun.
FELIX: Nein! Ich habe nur Digitaluhren.
@Hungi: Alte Schachtel war ich doch schon, die Zeit hab ich eh hinter mir.Sie wechselt ihre Haarfarben? Merkwürdig, ich hab bisher nur eine kennengelernt.
Alte Schachtel: ich weiß, ich wurde schon mehrmals über diesen weiteren Unterschied unterrichtet. Bei uns im frauenfreundlicheren Österreich (zumindest in meinem Eck) muß man halt das Vierteljahrhundert weit hinter sich haben, um mit solchen wenig schmeichelhaften Bezeichnungen betitelt zu werden.
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Wenn es einen entsprechenden Link gibt mit einem entsprechenden Text darin kann ich das gerne machen.
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Hungi war nicht wirklich überrascht über die viele Resonanz, die im Senat herrschte. Aber wenigstens wurde so seine Arbeit um einiges erleichtert.
Schön. Hiermit beauftrage ich im Namen des Senates den Senator Prudentius Commodus zum Stellvertreter in der Causa Ulpianum. Ich denke, ich spreche im Namen des Senates, wenn ich dir für dein Vorhaben viel Erfolg wünsche.
Und damit war auch dieser Tagesordnungspunkt erledigt.