Beiträge von Marcus Vinicius Hungaricus

    Der Claudier mußte nicht lange warten, denn Hungi hatte gerade vorher einen anderen Besucher empfangen und war daher noch standesgemäß angekleidet. Dennoch kam er nicht sofort ins Atrium, das wäre für einen Senator wirklich nicht schicklich gewesen. Er nutzte die Zeit um einen kleinen Happen zu essen und einen Becher stark verdünnten Weines zu trinken und schließlich ließ er noch den Sitz seiner synthesis durch eine seiner Sklavinnen überprüfen, bevor er seine Schritte ins Atrium lenkte.


    Salve Claudius. Du möchtest mich sprechen?

    Zitat

    Original von Publius Decimus Lucidus
    Nochmal kurz zum SimOff Ändern einer Lex: Ich für meinen Teil hätte das schon öfters gemacht, aber der drohende Zorn des Hungi war jedesmal zu abschreckend. ;)


    Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz täuscht, wolltest du weitaus gravierendere Änderungen anstellen. ;)


    Gegen eine bloße Änderung von lateinischen Wörtern, so wie der Grund dieses Threads, habe ich nichts. Auch Rechtschreibfehler korrigieren ist in Ordnung. Anders ist es aber, wenn Grammatik- oder Zeichenfehler wie Punkt und Komma geändert werden sollen, denn dann kann ein Gesetzestext eine ganz andere Bedeutung bekommen. Und schlicht genau da sperre ich mich gegen eine simoff-Änderung.

    An sich war Hungi alles recht. Welches Amt jetzt genau diese speziellen Quaestoren innehaben sollen oder nicht, war ihm reichlich egal. Ein Satz von Meridius aber störte ihn.


    Soll das heißen, keiner der 20 gewählten Quaestoren soll dem Kaiser als Quaestor Principis zur Verfügung gestellt werden? Oder ist gemeint, daß der persönliche Sekretär des Kaisers in Rom bleiben soll, während der Kaiser selber in Parthia unterwegs ist? Ziemlich unorthodox, finde ich.

    Anscheinend hatte keiner der Anwesenden noch eine Frage und Hungi hatte auch keine Lust, ewig zu warten.


    Gut, dann hat also dein Bericht, Claudius, keine sonstigen Fragen aufgeworfen. Ich danke dir hiermit im Namen des Senates.


    Hungi verabschiedete noch den Claudier und wandte sich dann den anderen Tagesordnungspunkten zu.

    Hungi war nur mehr am Kopfschütteln.


    Gut, ich unterstütze den Vorschlag der Senatoren Tiberius und Aelius und werde meinerseits bei den Fetialen anwesend sein. Und bevor das hier in einer unnötigen Streiterei ausartet, schließe ich hier die Sitzung und gebe uns allen die Gelegenheit, unsere erhitzten Gemüter ein wenig abzukühlen.

    Es war - den Göttern sei Dank - wieder einmal soweit, es hatte sich ein Consul gefunden, der auch den Vorsitz im Senat innehaben wollte. Hungi hatte ein Lächeln auf dem Gesicht, als er aufstand und seine Stimme erhob.


    Senatoren! Ich übergebe hiermit den Vorsitz im Senat an den Consul Gaius Prudentius Commodus.


    Nur einen Augenblick später verließ Hungi den Stuhl des Senatsvorsitzenden und nahm Platz in der Riege der Consulare.

    So, jetzt reichte es ihm wieder. Dem "lustigen" Hickhack zwischen den einzelnen Parteien hatte Hungi lange genug zugesehen.


    Gibt es Stimmen, die gegen eine Beauftragung des derzeitigen Prätors Gaius Prudentius Commodus als Stellvertreter des Senates in der Causa Ulpianum sprechen möchten?


    Seine Stimme hatte genervt geklungen, und genauso genervt war sein Blick.

    Auch Hungi war selbstverständlich bei den Besuchern. Und obwohl er - wieder einmal - ein wenig zu spät kam, hatte er Glück, denn mit der Masse an Besuchern kam er nicht wirklich in Berührung. Auch wurde er schnell zu seinem Platz geleitet.


    Senatoren. begrüßte er diejenigen, die bereits vor ihm angekommen waren und setzte sich danach auf seinen Platz. Tierhetzen standen auf dem Programm, wie oft ein hübscher Aufwärmer. Das einzige, was ihm nur noch fehlte, waren ein Becher gekühlten Weines und ein paar Knabbereien, die ihm auch gleich dargeboten wurden. Von ihm aus konnten also die Spiele ruhig beginnen.

    Hungi hatte von seinen Informanten erfahren, daß der Quaestor Classis wieder zurück war aus Germanien und dieser zudem seinen Bericht vortragen möchte. Also ließ er dies flugs auf die Tagesordnungsliste setzen.


    Senatoren! Der Quaestor Classis hat mich um das Wort gebeten, welches ich ihm hiermit erteile.

    Jetzt hatte er den Beweis. Meridius hatte es nicht verstanden. Woran das liegen mochte? Hungi zuckte innerlich die Schultern.


    Ein Centurio hat in der hohen Politik Roms noch immer weniger zu suchen als ein Princeps Prior, dessen Vater immerhin einer deiner Vorgänger war. Mal sehen, ob er es jetzt kapierte.


    Allerdings mißfiel ihm auch der Ton des Kandidaten. Zügle deine Zunge, Germanicus. Du sprichst hier immerhin vor dem Senat. Mehr Respekt ist hier durchaus angebracht.


    Dann wandte er sich an den Senat. Hat noch jemand eine Frage an Germanicus? Eine, die nach Möglichkeit nichts mit seiner derzeitigen Tätigkeit zu tun hat?

    Hungi schmunzelte, doch dieses Mal aus anderen Gründen.


    Ich fürchte, Senator Decimus geht wohl von seiner eigenen Karriere aus, wenn er von den anderen Kandidaten ähnliche vitae anfordert, bevor sie ihren Weg im Cursus Honorum beschreiten sollen. Dann frage ich mich, wie ein Centurio der Legio II deine Erlaubnis zur Kandidatur bekam. Wahnsinnig beeindruckend war dessen Lebenslauf auch nicht.


    Es schien ihm, als hätte der Decimer noch nichts von den Veränderungen erfahren, die den Cursus Honorum betrafen.

    Hungi schmunzelte, überlegte kurz, ob er was sagen sollte und konnte es dann doch nicht lassen.


    Senator Decimus. Soll ein Mann aus dem senatorischen Ordo tatsächlich wieder Princeps Prior sein? Sollte ein solcher Mann nicht eher den Weg gehen, der ihm von Geburt an bestimmt ist?


    Es spricht ja immerhin für ihn, daß er seine Zeit nicht nutzlos vergeudete. Das einzige, was man ihm vorwerfen kann, ist, daß er etwas ausgesucht hat, was nicht zu seinem Stand passt. Ich nehme an, diesen Fehler wird Germanicus sicher nicht mehr begehen? Die letzte Frage war an den Kandidaten gerichtet.