Der Tag des Finales begann hektisch. Nicht nur auf den Rängen wurde es mit zunehmendem Besucherandrang lauter, sondern in den Vorbereitungsräumen der Fahrer flitzten Helfer durch die Gegend, liefen Fahrer nervös auf und ab, erklangen Anweisungen für Helfer und letzte Instruktionen für die Starter. Die Nervosität übertrug sich unmittelbar auf die Pferde, als diese angeschnallt und für den Start vorbereitet wurden. Das Einbringen in die Startboxen verlief nicht in jedem Fall reibungslos.
Bereits am Vortag hatte sich unter den Fans herumgesprochen, dass zwei Factiones den Start verweigerten. Dies wirkte sich auf das heutige Starterfeld aus.
Das Fehlen der Factio Aurata hingegen ließ heute manchen Zuschauer wehmütig dreinschauen, aber wenigstens baute sich bei ihnen kein Frust auf, da diese Fahrer ihre Fans nicht vorsätzlich enttäuschen wollten, sondern schlicht verhindert waren.
Nach dem Einlass und Platznehmen der Zuschauer, traten die Herolde hervor.
"Werte Rennfreunde! Willkommen zum Finale der diesjährigen Ludi Palatini!
Angetreten sind:
für die Factio Veneta: Hamiris und Prusias Kynegros,
für die Factio Ruissata: Bagoas und Amasis,
für die Factio Praesina: Rianorix und Braecus.
Applaus den Fahrern!"
Nach dem Abklingen des Jubels verlasen die Herolde auf Anweisung des Ausrichters eine Starterklärung.
"Wegen dem Ausfall der Aurata, dem Rücktritt der Albata und dem Verzicht der Purpurea wurden von den blauen, den roten und den grünen Fahrern die jeweils Zweitplatzierten aus den Vorläufen nachnominiert. Es heißt, sie sind deswegen besonders motiviert. Unterstützen wir ihren Kampf um den Siegtitel mit Applaus und Jubel!"
Der Ablaufplan beinhaltete keine Pause, also erhob sich der Consul und ließ nach kurzen Augenblicken das Tuch fallen. Diejenigen Pferde, die halbwegs im Zaum gehalten wurde, erwischten den besten Start. Es gab jedoch auch steigende Tiere und solche, die ungleich anzogen. Trotz mittelmäßigem Start erschien der Zweitplatzierte der Veneta Prusias Kynegros besonders motiviert. Er kämpfte nach kurzem mit Rianorix, der überraschend gut aus seiner Startbox kam. Der noch junge Fahrer der Grünen konnte dem Ansturm jedoch irgendwann nicht genügend Paroli bieten und musste den Blauen ziehen lassen.
Als Dritte und Vierte reihten sich Bagoas und Braecus ein, während hinter ihnen ein erbitterter Zweikampf zwischen den im Stillen favorisierten Fahrern Amasis und Hamiris entbrandete.
Zum Ende der ersten Runde gestaltete sich das Feld wie folgt:
1) Prusias Kynegros VEN
2) Rianorix PRAE
3) Bagoas RUSS
4) Braecus PRAE
5) Amasis RUSS
6) Hamiris VEN