Beiträge von Herius Claudius Menecrates

    "Hervorragend", erwiderte Menecrates. "Ich kümmere mich um die Übereignung der Betriebe. Die Sklaven sind vor Ort und müssen vermutlich noch nicht einmal eingewiesen werden, weil sich für sie ja nichts ändert. Sollten die Betriebe im Zuge des Eigentümerwechsels neue Namen erhalten, dann kümmert euch selbst darum. Bliebe noch die Der Obolus." Menecrates wandte sich an Faustus. "Ich sage dir den Empfänger später, wenn wir wieder zu Hause sind und würde dich darum bitten, die Abgabe von den beiden Fahrern regelmäßig zu kassieren. Sie müssen nicht wissen, wohin das Geld fließt." Die Erfahrung der letzten Wochen hat gezeigt, dass sich öffentliches Ausplaudern und zu viele Mitwisser nachteilig auswirken konnte.


    "Ja, dann haben wir ja alles. Faustus, auf uns wartet eine Feierstunde." Menecrates lächelte, weil er das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden konnte.

    Sim-Off:

    Livianus kann leider nicht teilnehmen, weil Varia zu den Ludi hingerichtet wurde und er da noch auf Reisen war.


    Es lag zwar Monate zurück, als Menecrates in dieser Anlage Morrigan befragte, aber seinem Empfinden nach fühlte es sich an wie vorletzte Woche. Es roch genauso unangenehm, er fühlte sich kein bisschen besser und wieder suchte er eine Sklavin auf, die unter Verdacht stand und ein Geständnis abgelegte hatte. Wie Morrigan hockte Varia auf dem Boden, die Arme und Beine in Ketten gelegt. Einzig die Tatsache, dass es sich bei Varia um die Rädelsführerin des Aufstandes handelte, während Morrigan nur als Mitläufer galt und zudem als ehemalige Sklavin der Claudia einst das Vertrauen des Consuls besaß, veränderte die Situation.


    Menecrates folgte dem Trecenarius, denn anders als am üblichen Sitzungsort in der Villa befanden sie sich hier in seinem Revier. Den Wärtern schenkte er keinen Blick, ebenso wenig den Inhaftierten. Die Anlage widerte ihn an.


    Sie erreichten die Zelle und Tiberius machte ohne Worte klar, dass er nicht gedachte, sie zu öffnen. Dem Consul war das recht, solange er sich verständigen konnte. Er warf dem Protokollanten einen prüfenden Blick zu, um sich zu vergewissern, dass der in Startposition stand. Anschließend blickte er zu Tiberius, bevor er Varia in Augenschein nahm. Er wusste nicht einzuschätzen, ob sie verstehen und aussagen konnte oder sich bereits jenseits der normalen Wahrnehmung befand.

    "Ich möchte dir Fragen stellen. Kannst du mich hören?"

    Menecrates ging sogleich auf die letzte Bemerkung ein, bevor er seine eigenen Gedanken äußerte.


    "Wie steht die Kommission dazu, jenen Tolmides vorzuladen?"


    Er ließ die Frage im Raum stehen, weil er den Aussagen der Frauen Gewicht beimaß und sie näher erörtern wollte. Sie ließen Rückschlüsse auf den Auslöser zu, der so viele der einst friedlichen Bewohner Roms dazu veranlasst hatte, sich den Aufständischen anzuschließen.
    "Meine Herren, ich fürchte, wir werden hier niemand befragen können, der Augenzeuge war oder Einzelheiten selbst gehört hat, denn diese Personen sind aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbar in den Aufstand verwickelt, getötet oder verhaftet. Uns bleibt - so glaube ich - nur die Möglichkeit, Personen zu befragen, die bestenfalls mittelbare Einblicke vorweisen können. Varia selbst bildet wohl die Ausnahme.
    Ich möchte daher schauen, ob uns die Aussagen der Frauen weiterhelfen können."


    Er wandte sich an Greta, deren Aussage ihn besonders beschäftigte.


    "Du sagst, dass sich diese Varia als Retterin der Entrechteten gesehen hat. Sind mit Entrechteten generell alle Sklaven gemeint und außerdem Frauen, denen Gewalt entgegengebracht wurde? Von Römern? Von Männern? Oder ist das anders zu verstehen?" Er blickte zur Rothaarigen, denn die letzte Aussage kam von ihr. Er musste an die Morde denken, bei denen Bürgern Ringe in den Hals gesteckt wurden. Dieser persönliche Beweggrund der Varia schien sich - den Aussagen zufolge - aber nicht mit dem anderer Beteiligter am Aufstand zu decken. Daher hakte er nach.


    "Und habe ich es richtig verstanden, dass sich den Aufständischen weitere Schichten erst im Nachhinein angeschlossen haben? Mittellose, Vergessene, aber auch Mörder und Diebe aus den Armenvierteln?"


    Er blickte zum Protokollant und überzeugte sich, dass der mitschrieb. Er wollte nicht in Anwesenheit der Zeuginnen die Schlagworte Hunger und Unsicherheit wiederholen. Sie könnten die Frauen beeinflussen und Menecrates hielt nicht viel von beeinflussten Zeugenaussagen.

    In Begleitung seiner Liktoren näherte sich der Consul der Wache. Mittlerweile kannte ihn wohl auch der letzte Wachsoldat, trotzdem ließ er sich akkurat von einem der Liktoren anmelden. Dieser zeigte die Einladung vor, nachdem er brav seinen Text aufgesagt hatte.
    Der Consul ließ seine Gedanken laufen. Er konnte sich nicht so ganz ausmalen, was der Kaiser mit ihm besprechen wollte, außer vielleicht den aktuellen Stand der Ermittlungen. Über die Amtszeit zu sprechen, fand Menecrates eigentlich zu früh, aber er konnte nicht beurteilen, was den Kaiser zu diesem gefühlt vorzeitigem Resümee veranlasste.

    Zitat

    Original von Marcus Decimus Livianus
    "Menecrates! Wenn du noch ein wenig Zeit erübrigen kannst, würden dein Sohn und ich dich und deine Leute als Dankeschön gerne zu einem kleinen Umtrunk einladen. Ganz in der Nähe gibt es eine hervorragende Taberna, in der ein wunderbarer Falerner ausgeschenkt wird."


    Menecrates schaute zu Faustus, der seinen Terminplan sicherlich im Kopf hatte. Auf der anderen Seite wollte er auch nicht Sklave seiner eigenen Vorgaben sein, sondern wenigstens einmal innerhalb seiner Amtszeit Privatperson sein dürfen. Er beschloss, ganz gleich, was anlag, einfach einmal etwas Zerstreuung zuzulassen. Es gab noch genügend Termine und Verpflichtungen, die er wahrnehmen musste und auch wollte.
    "Ich lasse mich liebend gerne einladen", entschied er kurzerhand ohne Rücksprache mit seinem Sekretär. "Ich müsste nur zuvor eine dringliche Angelegenheit mit meinem Sekretär und zwei Fahrern klären, die keinen Aufschub duldet. Ich habe Betriebe entgegengenommen, die ich umgehend wieder abgeben muss und hier habe ich alle drei und muss nicht mit jedem einzeln sprechen. Gibst du mir ein paar Minuten, es wird schnell gehen."

    Es lief hervorragend an, allerdings traute sich niemand, einen zweiten Betrieb zu nennen. Dass die Zurückhaltung am Betrieb als solches lag, zweifelte Menecrates an. Ein Fernhandel brachte gute Erträge, denn innerhalb seines Wirtschaftsimperiums gab es selbstverständlich auch einen solchen Handel und er kannte die Bücher.


    "Tja, da wäre noch der Fernhandel." Er blickte von einem zum anderen. "Wenn keiner von euch Interesse zeigt, dann müsste ich ihn entweder schließen lassen oder anderweitig verschenken." Sollte sich nach dieser Aussage tatsächlich keiner melden, musste Menecrates davon ausgehen, dass die Zurückhaltung doch am Gewerbe lag. Er wartete gespannt, ob sich jetzt doch jemand trauen würde.

    Da sich keinerlei Gegenstimmen regten, obwohl der Consul genügend Raum und Zeit dafür eingeräumt hatte, wandte er sich an den Trecenarius.
    "Tiberius, ich möchte dich bitten, uns zeitnah - heute oder in einer der nächsten Sitzungen - einen Termin zu benennen, an dem wir die Varia befragen können."


    Sim-Off:

    Ganz toll wäre ein hier geposteter Link in den Kerker. :)

    Obwohl der Consul auf den Vorschlag, sich alternativ um ein Tribunat zu bewerben, keine Antwort erhalten hatte und somit die Einstellung des jungen Mannes nicht kannte, nahm er diesen Vorstoß in Angriff. Dies stellte die letzte Möglichkeit dar, Vinicius zu helfen, denn eine nachträgliche Zulassung zur Wahl ging unter keinen Umständen und die Direktnominierung hatte der Kaiser erwartungsgemäß soeben abgelehnt.

    "Für den Fall, dass ein Tribunat auch im Sinne Vinicius' ist, wäre denn zufällig in absehbarer Zeit ein Posten dafür frei?"
    Er ging davon aus, dass Vinicius um diese Grundvoraussetzung für eine politische Karriere wusste. Er kam so oder so nicht um die Ableistung eines Tribunats herum.

    "Sehr schön", empfing Menecrates den Neuzugang der Praesina. An ihn wandte er sich zuerst. "Tisander, es entspricht inzwischen den Gepflogenheiten, dass ich meine Angestellten mit Betrieben versorge. Das stellt neben dem laufenden Einkommen eine sichere Grundlage für das Alter dar. Im Falle von dir und Marsyas möchte ich allerdings darum bitten, dass ihr ein Testament verfasst und im Atrium Vestae hinterlegt. Eure Berufung ist nicht ganz ungefährlich und nur für den hoffentlich nie eintretenden Fall, dass ihr tödlich verunglückt, bitte ich darum, mir die Betriebe zurückzuübereignen, damit sie nicht der Staatskasse zufallen, sondern stets einem Wagenlenker oder einem meiner Angestellten zur Freude dienen." Ein wenig makaber fand er die Ansprache selbst, aber ein Wagenlenker lebte nun einmal auf unsicherem Boden.


    "So, ich habe vier Betriebe, die ich an euch verteilen möchte. Ich übergebe sie mit Personal, dass heißt, ihr braucht nicht selbst das Handwerk zu beherrschen, denn ansonsten wäre so ein Betrieb vermutlich kein Geschenk, sondern eher eine Belastung.
    Die eingangs erwähnte Bedingung wäre ein Obolus, den ihr an eine von mir zu benennende Person in regelmäßigen Abständen zu zahlen habt. Dieser Obolus soll keinesfalls mehr als zehn Prozent des Reingewinns betragen, aber mindestens fünf.
    Zur Wahl stehen:
    ein Fernhandel,
    eine Schneiderei,
    eine Weberei und
    eine Schafzucht."


    Menecrates schaute in die Runde. "Gibt es Vorlieben oder Abneigungen?"

    Ausgerechnet zu den Equirria zog der Winter noch einmal in Rom ein. Das bedeutet zwar keinen Schneefall, denn Schnee gab es selten in Rom, aber es bedeutete verhältnismäßig ungewohnte Kälte in Kombination mit Wind. Der blanke Himmel ließ diese kühlen Temperaturen zu. Der Wind blies von Ost und er produzierte Dampffontänen bei den Pferden, die bereits am Rand des Marsfeldes warmgeführt wurden.
    Die Zuschauer trugen am heutigen Tag ihre Kleidung in mehreren Schichten. Nichts stoppte den Wind am Marsfeld. Er rauschte über die freie Fläche, griff alles auf, dessen er habhaft werden konnte und wirbelte es durch die Luft. Wahrscheinlich bedauerte niemand, dass für den Festtag des Mars nur ein einzelnes Rennen angesetzt war. Keiner würde sich dabei unterkühlen. Als heraustragend zu bewerten war die Teilnehmerzusammensetzung. Immerhin huldigte jede der in Rom ansässigen Factiones an diesem Tag, was eine seit Jahren nicht mehr dagewesene Leistung darstellte.


    Als der Consul eintraf, stellte er eine hervorragende Vorbereitung seitens seiner Helfer fest. Er nahm auf einem Podest Platz, das in seiner unmittelbaren Nähe auch Sitzmöglichkeiten für den Quaestor Consulum und Menecrates' Sekretär bereithielt. Die Kaiserfamilie, sollte sie erscheinen, fand ebenso Platz wie hochrangige Senatoren und unweit davon die Liktoren.
    Der Start des Rennens stand unmittelbar bevor, die Gespanne wurden bereits platziert.

    Die Finalrunde der diesjährigen Ludi Palatini begann und Amasis machte klar, dass er gewillt war, sich den Sieg zu holen. Seine Pferde hielten das hohe Tempo der Vorrunde weiter durch, aber die von Prusias Kynogros ebenfalls. Der Zweikampf an der Spitze hielt die meisten Zuschauer in Atem, nur die Fans der Praesina schauten auf die hinteren Ränge. Sie erwarteten ein letztes Aufbäumen des roten Fahrers, der um so vieles besser war als die eigenen jungen Lenker. Statt zu jubeln, hielten die meisten ihre Hände verkrampft und die Luft an, während sie der Ziellinie entgegenbibberten.


    Ab der Mitte der langen Bahn vor dem Ziel lagen vorn wie hinten zwei Gespanne jeweils gleichauf. Der interessierte Zuschauer konnte wegen dem auseinandergezogenen Feld kaum beide Zweikämpfe im Auge behalten, also schauten die meisten weiterhin nach vorn. Auf dem letzten Teilstück wurde dann klar, wessen Gespann noch eine Reserve besaß. Mit einem doch deutlichen Vorsprung, herausgearbeitet auf den letzten Doppelschritten, sprengte der Sieger vor dem Zweiten ins Ziel. Hamiris und Rianorix folgten, sie hielten ihre Plätze.


    Der Kampf um den vorletzten Platz blieb jedoch bis zur letzten Sekunde spannend. Die Gespanne lagen weitgehend gleich auf, sodass das menschliche Auge nicht zu erkennen vermochte, wer das Quäntchen an Nase vorn hatte.


    Der Consul blickte zu Faustus und zuckte dabei mit den Schultern. Er verließ die Loge und schritt in Richtung Ziellinie. Zum einen stand die Übergabe des Preises an, zum anderen wollte er einen der Preisrichter fragen, die an der Ziellinie saßen, wer als Sieger der Verlierer verkündet werden sollte.

    Zitat

    Original von Tisander
    Tisander war mehr als zufrieden mit seinem Rennergebnis. Er wusste er musste noch viel lernen was Taktik und der Gleichen anging aber er wusste auch mit seinen 15 Jahren hatte er noch alle Zeit der Welt. Zumindest glaubte er das.
    Sich den Staub aus den Augen wischend trat er auf Claudius Menecrates zu.
    "Habe ich eine Chance bei der Praesina?"


    Menecrates wollte den jungen Burschen nicht auf die lange Folter spannen, trotzdem erlaubte er sich den Rückblick auf die letzten Fahrereinstellungen. Er hatte Charaktere kennengelernt, vor denen wäre er am liebsten davongelaufen, würde er nicht dringend neue Fahrer brauchen. Hier aber stand ein Junge vor ihm, der nichts weiter wollte als Fahrer der Praesina werden und er trat zudem sympathisch und bescheiden auf. Menecrates revidierte seine Meinung und fasste wieder etwas Zutrauen in die Anständigkeit einer Gruppe von Personen. Mochten die Götter jene Gruppe erweitern und die andere dezimieren.

    "Herzlich Willkommen in der Praesina. Du hast dir deine Aufnahme heroisch erkämpft. Das war mehr als nur ein gelungener Einstand!
    " Menecrates legte Tisander die Hand wie ein Vater auf die Schulter. "Über das Gehalt unterhalten wir uns drinnen. Hier ist es mir langsam zu kalt.

    Ein Bote gab bei verschiedenen Factiones jeweils eine Tafel ab.


    Starterfeld zu den Equirria


    Sotion für die Factio Aurata
    Hamiris für die Factio Veneta
    Proteneas für die Factio Russata
    Menekles von Thiria für die Factio Purpurea
    Perikles für die Factio Albata
    Syennesis für die Factio Praesina


    Der Veranstalter
    H. Claudius Menecrates

    Ein Bote gab bei verschiedenen Factiones jeweils eine Tafel ab.


    Starterfeld zu den Equirria


    Sotion für die Factio Aurata
    Hamiris für die Factio Veneta
    Proteneas für die Factio Russata
    Menekles von Thiria für die Factio Purpurea
    Perikles für die Factio Albata
    Syennesis für die Factio Praesina


    Der Veranstalter

    Ein Bote gab bei verschiedenen Factiones jeweils eine Tafel ab.


    Starterfeld zu den Equirria


    Sotion für die Factio Aurata
    Hamiris für die Factio Veneta
    Proteneas für die Factio Russata
    Menekles von Thiria für die Factio Purpurea
    Perikles für die Factio Albata
    Syennesis für die Factio Praesina


    Der Veranstalter

    Ein Bote gab bei verschiedenen Factiones jeweils eine Tafel ab.


    Starterfeld zu den Equirria


    Sotion für die Factio Aurata
    Hamiris für die Factio Veneta
    Proteneas für die Factio Russata
    Menekles von Thiria für die Factio Purpurea
    Perikles für die Factio Albata
    Syennesis für die Factio Praesina


    Der Veranstalter

    Ein Bote gab bei verschiedenen Factiones jeweils eine Tafel ab.


    Starterfeld zu den Equirria


    Sotion für die Factio Aurata
    Hamiris für die Factio Veneta
    Proteneas für die Factio Russata
    Menekles von Thiria für die Factio Purpurea
    Perikles für die Factio Albata
    Syennesis für die Factio Praesina


    Der Veranstalter

    Menecrates kam auf einem seiner Dienstgänge am Meilenstein sechs der Via Laurentina vorbei. Wenige Tage zuvor fand hier eine Feier zu Ehren des Iuppiter Terminus statt, als eine von verschiedenen Feiern an diesem Tag. Während Menecrates auf dem Capitol weilte und dort der Ehrung des Gottes in seinem Tempel am Terminalstein beiwohnte, fand hier eine gut besuchte Veranstaltung an genau dieser Stelle statt. Der Consul machte Halt, seine Liktoren mit ihm. Er suchte mit Blicken die Stelle nach Überresten der Feuerstelle ab, die mittels Holzscheiten errichtet wurde. Die trockene Baumrinde dürfte restlos verbrannt sein. Wahrscheinlich stand unweit ein Junge mit Opferkörben bereit sowie ein kleines Mädchen, das Honigwaben reichte. Menecrates dachte an seine Nichte Sisenna. Sie besaß Bienen und sie passte im Alter. Weiß gekleidete Männer und Frauen umringten die Stätte und erlebten, wie ein Schaf geschlachtet wurde.


    Der Consul suchte nach Blutspritzern, die mit Absicht auf den Stein gesprengt wurden. Durch die Tage voll Regen fand er keines der Zeichen dieser Kulthandlung wieder, aber ihn erfüllte die Gewissheit, dass hier dem Gott der Grenzsteine gehuldigt wurde. Nach Momenten des Innhaltens setzte sich die Gruppe in Bewegung und ging ihrem anvisierten Ziel entgegen.

    In der vorletzten Runde starteten einige Fahrer einen zeitigen Versuch des Spurts. Das Vorhaben barg das Risiko, dass die Kräfte der Pferde nicht bis zum Ziel ausreichten. Es eröffnete aber gleichzeitig die Chance, das Feld auseinanderzureißen und die Verwirrung für sich zu nutzen. Einen solchen Spurtversuch startete Amasis, der rote Fahrer. Er verunsicherte damit Hamiris, der abfiel, aber ein anderer Fahrer hängte sich an ihn ran. Rianorix, der Vorletzte im Feld, zögerte nicht, einen eigenen Spurt zu wagen. Beide Mutigen wurden in dieser Runde für ihren Vorstoß belohnt und verbesserten sich um einen Platz. Leidtragende der Aktionen waren Hamiris, er wurde vom Roten verdrängt, und Braecus, er wurde vom eigenen Factiokollegen überholt.
    Weiterhin vorn lag Prusias Kynegros aus der Veneta und das Schlusslicht bildete wie bisher Bagoas aus der Russata.


    Menecrates freute sich über Rianorix' Mut. Auch wenn unterm Strich die Praesina keinen Platz gutgemacht, sondern nur Plätze getauscht hatte, zeigte der Vorstoß, dass sich die jungen Fahrer im Feld der Großen nicht geschlagen gaben.


    Die Reihenfolge nach der sechsten Runde:
    1) Prusias Kynegros VEN
    2) Amasis RUSS
    3) Hamiris VEN
    4) Rianorix PRAE
    5) Braecus PRAE
    6) Bagoas RUSS