Beiträge von Decima Valeria

    Valerias atem ging etwas schneller und sie grinste Maximian strahlend an. Mit einem Male sah er gar nicht mehr so standhaft aus wie noch eben auf der Kline. Sie grinste noch breite, bekam dann aber große Augen, als er sich einem Stier gleich auf sie stürzte und sie kitzelte.
    Sie hatte keine Chance.


    "Aaaah, aaah, auuuufhören!" lachte sie atemlos und mit puterrotem Gesicht, während sie versuchte, sich aus 'dem Griff des Maximian" zu lösen. Endlisch gelang es ihr auch: mit einer Viertelumdrehung entwand sie sich seiner quälenden Umarmung und ging hinter einem der Korbsessel in Sicherheit. Sie täuschte ihr Weglaufen nach links an, lief dann jedoch rechts vorbei durch die Casa.


    "Fang mich doch!" rief sie immer mal wieder.
    Oder: "Du bekommst mich eh nie!"


    Und in der Tat, Valeria schaffte es sogar bis ins Atrium, ehe Maximian sie überhaupt einholen konnte.
    (TBC ~)

    Die junge Decima blinzelte. Sie hatte eigentlich etwas gänzlich anderes erwartet, doch nun, da Maximian so offensichtlich von der Rückreise nach Tarraco sprach, machte sich eine kribbelnde Vorfreude in ihr breit. Deswegen war Severa also hier gewesen! Valeria lächelte vor sich hin, ehe ihr einfiel, dass sie dann mit ihm und Romanus zusammenreisen würde. Sie strahlte nun förmlich.


    "Das wäre klasse!" rief sie und stand auf, um Maximian an den Händen hoch zu ziehen. Als sie diese überaus schwere (:D) Aufgabe hinter sich gebracht hatte, tanzte sie mit Maximian an dan Händen im Triclinum herm. Manchmal kam sie sich selbst vor, als sei sie noch mehr Kind als erwachsene Frau. Aber sie fand das nicht schlimm, schließlich ließ es sie frisch wirken und nicht schon alteingesessen wie einige ihrer Freundinnen. Dann blieb sie plötzlich stehen und griente Maximian an.


    "Dann wirst du wieder das Schwanken eines Schiffes aushalten müssen", sagte sie ernst und grinste dabei breit.

    Valeria blieb seufzend vor Alessas Cubiculum stehen, dann klopfte sie und wartete auf Antwort. Vielleicht war sie Zwischenzeitlich ja schon wieder zurück. Sie musste dringend mit ihr über den Cultus Deorum reden, wenn sie Meridius' Anerkennung erhalten wollte.

    Wenig.. Valeria schüttelte grinsend den Kopf.


    "Wir werden sehen", setzte sie dieser Diskussion ein Ende, ehe sich rasch abwehrend die Hände hob, als das Kissen zurück geselgelt kam. Noch immer grinsend glättete sie ihre Tunika und zog die dünne Kordel etwas fester zu, die ihr Gewand zusammenhielt. Ihre Oberweite kam nun ein bisschen besser zur Geltung. Nebenbei registrierte sie Maximians Frage und hob den Blick.


    "Nein, eigentlich nicht. Nur mit Livianus möchte ich gern noch reden. Und vielleicht laufe ich Alessa über den Weg. Aber... Sonst wüsste ich gerade nichts. Waruuuuuum?"

    Valeria sah auf, als Maximians Ton sich auch veränderte und er sie ansah. Scheinbar in Gedanken, zeigte sich recht bald ein Lächeln auf seinem Gesicht. Er sagte es nicht, aber seine Körperhaltung und vor allem sein Blick sprachen Bände. Sie errötete leicht - warum wusste sie selbst nicht - und erwiderte das, was in seinem Blick lag: Dass sie ihn über alles liebte und dass sie alles tun würde, um mit ihm zusammen zu sein.


    Doch dann änderte sich sein Gesichtsausdruck und ein deutliches Grinsen zeichnete sich auf seinen Zügen ab. Und einen Moment später wusste sie auch, warum.


    Valeria schmunzelte und griff nach einem Kisse, um es Maximian lachend entgegenzupfeffern.
    "Whohoo, willst du etwa eine Gebärmaschine aus mir machen?" griente sie, als das Kissen sein Zeil getroffen hatte.

    "Das habe ich. Bevor ich dich kennengelernt haben, wollte mich meine Mutter immer anlernen. Aber dann..wurde sie plötzlich krank und hat mich zu Praetorianus geschickt. Und seitdem ich dich kenne und Mutter immer kränker geworden ist....ich weiß nicht, es ist alles so vage und so unsicher plötzlich. Das, was ich eigentlich hatte machen wollen, werde ich wohl nicht mehr schaffen. Und jetzt denke ich ganz anders über die Zukunft."


    Sie lächelte Maximian verlegen an und sah dann beschämt auf ihre im Schoß zusammengefalteten Hände.


    "Zwei Kinder, ein Mann, ein Haus....vielleicht Pferde zum Ausreiten... Und das alles mit dir, Maximian."

    Sacerdos...Postbotin... Valeria verzog den Mund und runzelte die Stirn. Dann seufzte sie. Wenn sie mit Maximian zusammen sein wollte, musste sie wohl oder übel ein Opfer bringen. Selbst, wenn es der öde Dienst im Postwesen oder in einem Tempel war. Sie sah Maximian mit gemischten Gefühlen an.


    "Nun gut. Aber ehe ich mich für überhaupt etwas entscheide, werde ich mich informieren. Ich glaube, Alesse dient im Cultus Deorum. Vielleicht werde ich sie mal fragen. Und wenn wir dann zurück in Tarraco sind, werde ich mich mit Lucilla unterhalten."


    Valeria kaute nachdenklich auf ihrer Unterlippe. Was wollte sie lieber tun?

    Sie schmunzelte, als er sie absolut missverstand. Doch sie sagte nichts und erklärte ihre Worte nicht weiter, sondern sah ihn nur liebevoll an. Die wenigen Augenblicke, die der Sklave zum Abräumen brauchte, sagten weder Maximian noch Valeria etwas, doch dann machte sich der kleine Moment des Wartens bezahlt und Maximian kam von selbst darauf.


    "Ja....es wird schwierig werden, ich weiß. Aber....wenn es etwas gibt, für das ich kämpfen werde, dann dafür, mit dir zusammen zu sein, Maximian"; sagte sie ernst.
    Valeria sann eine Weile über die Zukunft nach und seufzte dann leise, ehe Maximian ihr einen Vorschlag unterbreitete. Meridius' Anerkennung gewinnen... Natürlich, nur womit? Und würde er ihre Mühe nicht gleich durchschauen?
    "Das würde ich gern. Aber ich weiß nicht, womit. Dafür kenne ich ihn viel zu schlecht, fürchte ich."

    Valeria musste sich schon wieder ein Grinsen verkneifen. Wenn das so weiterging, hatte sie am Abend Muskelkater in den Wangen. Sie ließ sich mit den beiden Herrschaften zur Seite ziehen und atmete erleichtert auf. Valeria mochte Rom nicht besonders, was sicherlich nicht zuletzt an den wahrhaftigen Menschenmassen lag, die sich Tag für Tag durch die Straßen quälte. Als sie nach Tarraco gekommen war, war ihr das erst richtig bewusst geworden. Sie sehnte sich nach Tarracos Ruhe zurück und wäre es möglich gewesen, wäre sie sofort mit Maximian dahin zurückgekehrt. Aber das musste noch etwas warten.


    Als das Gespräch auf eine Taverne fiel, lächelte sie erfreut und deutete in eine Seitengasse.
    "Da hinten liegt der 'Steinerne Eber', aber wenn ihr andere Vorschläge habt, lasse ich mich gern darauf ein", sagte sie über das Getöse auf der Straße hinweg.

    Valeria nickte nachdrücklich und griff nun nach einigen Weintrauben. Sie liebte diese Früchte einfach, wohingegen sie Datteln und Feigen überhaupt nicht mochte. Kauend betrachtete sie Maximian. Der Gedanke an eine Hochzeit ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Es war, als hätte Maximian ihr da einen Floh ins Ohr gesetzt, der leise Worte säuselte.


    Sie beendeten das Frühstück still und ihn vertrauter Zweisamkeit. Als ein Sklave kam, um die Reste abzutragen, seufzte Valeria und lehnte sich gesättigt zurück.
    "Puuh, ich glaube, ich kann hundert Jahre nichts mehr essen", seufzte sie glücklich und fuhr sich über den Bauch. Dann hob sie den Blick und betrachtete Maximian.
    "Duu, Maximiaaan?" fragte sie leise.
    "Sag mal.....hast du das wirklich ganz ernst gemeint?"

    Valeria grinste.
    "Ich sagte dir doch, dass es eigentlich schon zu spät ist für das Frühstück", erwiderte sie grinsend und ließ sich auf einer Kline nieder. Sie streckte sich und schüttelte das blondgelockte Haar nach hinten.
    "Wir haben wohl beide nach Wochen das erste Mal wieder richtig gut geschlafen", griente sie dann und grinste breit. Auf seine Frage nach dem Wasser hin nickte sie nur. Der zweite Teil seiner Frage erübrigte sich, da genau in diesem Moment das Frühstück kam, um das sie gebeten hatte: frisches Brot, Eier, frische Früchte, Honig, eingelegte Datteln und Feigen, Oliven und einiges mehr. Valeria griff sich etwas Brot und nahm auf von dem Käse.
    "Nüscho guug wie ger von Aueeeljus un Mummja", sagte sie grinsend und mit vollen Mund. Dann, als sie heruntergeschluckt hatte, meinte sie:
    "Ach, ich vermisse die zwei."

    Valeria langte im Triclinum an. Der Geruch frischen Brotes und der von Honig und Früchten hatte sie sehr hungrig werden lassen, also sah sie sich nach einem Sklaven um, der ihr und Maximian etwas bringen konnte. Kurz darauf erschien auch schon jemand, der auch sogleich wieder verschwand, um ein kräftiges Frühstück aufzutragen. Indes wartete Valeria auf Maximian.

    Valeria sah ihn liebevoll an und kicherte dann, wie sie es in letzter Zeit häufiger tat. Eigentlich jedoch erst, seitdem Maximian wieder zurück war und sie herumblödeln konnten.
    "Ja....vielleicht bekomm ich dann rechtzeitig ein Hochzeitsgewand... Ich liebe rot... Was meinst du?"
    Sie ließ seine Augen liebevoll auf ihm ruhen und strich über seine Brust. Ja, sie würde ihn heiraten, wenn er sie dereinst wirklich fragen würde. Leise seufzte sie. Natürlich hörte man immer wieder von Geschichten, in denen Verwandte sich untereinander heirateten. Jedoch hörte man im gleichen Atemzug, dass die Nachkommen teilweise grausam entstellt waren und das die Rache der Götter sei. Valeria wirkte nachdenklich, schüttelte dann jedoch den Kopf um die schlechten Gedanken zu vertreiben und sagte:
    "Ja....wenn du endlich aufstehst, heißt das!"
    Und damit streckte sie ihm die Zunge raus und zwinkerte. Dann erhob sie sich und ging zur Tür.
    "Ich seh dich gleich", sagte sie.

    Valeria hatte erst einmal alle Hände voll damit zu tun, Romanus so geschickt wie möglich hinterher zu laufen. Er zog sie förmlich mit sich; und das klammerte das Ausweichen der Fuhrwerke oder das Aneinanderprallen an andere Leute nicht aus. Sie warf Maximian ein Grinsen zu und verschwand dann mit Romanus hinter einem wahrhaft großen Ochsenkarren. Durst....ja, durstig war Valeria inzwischen auch geworden. Sie nickte nur amüsiert und zwinkerte ihrem Bruder zurück.

    Valeria keuchte erschrocken, als er sie plötzlich nach unten zog und sie küsste. Dennoch verwehrte sie ihm den Kuss nicht, sondern gab ihn ihm liebevoll zurück - und das, obwohl er kratzte wie...


    "...wie ein Stachelschweinchen", grinste sie ihn an, als er sie los ließ. Doch einen Moment lang blieb sie noch auf seiner Brust liegen und genoss es, Maximian um sich zu haben. Sie hatte gewonnen, das wusste sie schon bevor er es ihr bestätigte. Maximians letzte Worte allerdings machten Valeria leicht traurig und ließen sie frustriert schnauben.


    "Ach nein..... Können wir nicht doch heiraten? Morgen oder so? Dann kann ich die Cubiculi mit dir zusammen verlassen, Hand in Hand mit dir durch die Welt schlendern und dich küssen, wann ich will."


    Sie zog eine Schnute und musste an Livianus denken.


    "Uhmm....sag mal...hast du Livianus gesehen, nachdem du angekommen bist? Ich hab noch nicht mit ihm geredet, seitdem ich hier bin. Ich komme mir unhöflich vor."

    "...und wenn du nicht gleich aufstehst, werde ich auch noch ungemütlich", prophezeite sie ihm mit einem diabolischen Grinsen und wiederholte das In-die-Seite-pieksen noch einmal, um ihren Worten auch den nötigen Ausdruck zu verleihen. Dann kicherte sie kurz und schwärmte ihm vor...


    "Mmmh....riechst du das herrlich frische Brot? Und siehst du die saftigen Früchte? Honig, Datteln, Feigen...."
    Sie schloss genießerisch die Augen, wohlwissend, dass er sie beobachten würde. Dann grinste sie breit und sagte gespielt bestürzt:
    ".....aber wenn du dir das alles entgehen lassen willst....."

    Valeria ließ sich zu ihm ziehen und blinzelte. Wie, 'jetzt schon'? Es war schon viel zu spät am Morgen! Dann kratzte er sie mit seinen Stoppeln am Hals. Und....was meinte er überhaupt mit vielen Frauen? Sie sinnierte noch eine Weile vor sich hin, dann bemerkte sie, dass Maximian fast schon wieder im Land der Träume war. Sie setzte ein fieses Grinsen auf und piekste ihn in die Seite.


    "Maximian! Los, aufstehen, sofort! Weißt du eigentlich wie spät es ist? Und außerdem...außerdem will ich wissen, wie du das mit den Frauen gemeint hast. Muss ich etwa eifersüchtig werden?"


    Sie hatte sich natürlich wieder aufgerichtet und grinste ihn nun schelmisch an. Geklungen hatte sie wie eine Furie, doch ihr Ausdruck verriet üure Schadenfreude.

    Valeria kicherte nun doch schadenfroh. Sie beugte sich zu ihm herunter und pflanzte ihm einen Kuss auf die Stirn.
    "Wusste ich doch, dass ich dich so wach bekomme", feixte sie und sah liebevoll auf Maximian herunter.
    "Was hast du geträumt?" erkundigte sie sich interessiert und voller Neugierde.
    "Und warum bist du gegangen heute nacht und was machen wir heute und....willst du mit mir frühstücken?"
    Sie grinste ihn an, war er doch gerade erst wach geworden und verstand sicher eh nur die Hälfte von dem, was sie ihn gerade gefragt hatte. Valeria beugte sich herunter und umarmte Maximian so gut es ging von der Bettkante aus.

    Nach dem zaghaften Kuss betrachtete die Decima ihn eine Weile. Warum war er nur so schwer wach zu bekommen? Sie überlegte eine Weile, wie sie ihn noch ärgern konnte, als sie sein breites Grinsen sah. Valeria runzelte die Stirn und legte den Kopf schief. Woran dachte er da gerade? Sie zuckte mit den Schultern; sicher träumte er auch.


    Dann lehnte sich die junge Decima vor und flüsterte Befehle in Maximians Ohr.
    "Lucius Decimus Maximian! Antreten, habe ich gesagt!"


    Sie wartete gespannt auf eine Reaktion und musste das Kichern ziemlich unterdrücken.