Beiträge von Quintus Decimus Mercator

    Mercator schaute entsetzt.


    „Liebe Messalina! Ich muss euch dringend davon abraten! Numantia ist eingeschneit und ihr kommt nicht so ohne weiteres dorthin. Nicht einmal die Meldereiter schaffen dies. Es sind erst ein paar durchgekommen. Außerdem haben wir hier in Hispania einen Aufstand wie ihr wisst! Wir haben ehrlich gesagt keine Ahnung wo sich der Feind derzeit aufhält! Ich möchte gar nicht daran denken was wäre wenn er euch gefangen ......“


    Mercator wagte es nicht weiter zu sprechen.

    „Bitte überdenkt diese Idee noch einmal.“

    Mercator schaute etwas verdutzt.


    „Ihr müsst heute noch weiterreisen? Ich hatte mit einem längerem Aufenthalt hier in Hispania gerechnet?“


    Dann besann er sich wieder der gestellten Frage.


    „Natürlich könnt ihr eure Kinder hier lassen. Es wird gut für sie gesorgt! Wir haben erstklassiges Hauspersonal! Da braucht ihr euch keine Sorgen machen.“

    Zitat

    Original von Gaius Prudentius Commodus
    "Ich fühle mich sehr geehrt, dass man bei dieser Aufgabe an mich gedacht hat, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich dieser Aufgabe wirklich gewachsen bin. Es wäre schliesslich eine recht große Verantwortung dafür zu sorgen, dass alles korrekt festgehalten wird, mal abgesehen von der Arbeit die diese Aufgabe mit sich bringen würde."


    Zurückkommend auf das Gespräch fuhr Mercator fort.


    „Du musst es natürlich nicht alleine machen. Du hast den Stadtschreiber der dich dabei unterstützen kann.“

    Mercator führte die kleine Familie in das Gästezimmer.


    „Ah, wie ich sehe hat Gallus sogar zwei Kinderbetten auftreiben können. Das ist sehr gut!“


    Er wandte sich zu Messalina.


    „Ich hoffe ihr fühlt euch hier wohl und es gefällt euch! Wenn ihr irgend etwas braucht, dann sagt nur unserem Haussklaven Gallus bescheid. Er wird sich um alles kümmern. Das ganze Haus steht selbstverständlich zu eurer Verfügung.“

    Zitat

    Original von Flavia Messalina Oryxa
    Meridius hatte einen Sohn. Ich starrte ihn erstaunt an. Er sah ihm ähnlich. Schöne Überraschung, doch wie gross wäre erst die Überraschung anderer wenn sie uns denn wieder lebend errichten?
    "Salve Maximian, Dein Vater hat Dich bisher von Rom ferngehalten. Ich frage mich warum..."


    Mercator entschloss sich für Maximian zu antworten.


    „Das ist eine etwas komplizierte Geschichte! Er ist erst vor kurzem zu uns gekommen. Meridius hat ihm noch nicht gesehen – er ist kurz zuvor auf diesen Feldzug gegangen.“


    Dann ging Mercator vor in das Haus und führte Messalina und ihre Kinder in das vorbereitetes Gästezimmer.

    „Commodus hat schon recht. Die ganze IX Legion unter Legat Meridius ist ausgerückt und hat vor geraumer Zeit Numantia erreicht. Allerdings sind sie dort komplett eingeschneit und es gibt kein weiterkommen. Sie haben damit begonnen ein Lager zu errichten und angeblich wurde eine zweite Legion zur Verstärkung angefordert. Aber wenn ihr genaueres wissen wollt, dann solltet ihr euch mit dem wehrten Lucidus unterhalten. Er erhält wahrscheinlich laufend Berichte aus Numantia.“

    „Oh! Danke, danke! Nicht zu viele Lorbeeren, sonst werde ich noch übermütig!“


    Mercator sah zu Maximian und lächelte.


    „Und dies hier ist der Sohn von Meridius, Maximian!“


    Dann wandte er sich in Richtung Casa.


    „Aber bitte! Lasst uns nicht hier heraußen stehen bleiben. Euch ist sicher kalt. Kommt doch weiter in die Casa. Unser Diener Gallus hat sicher schon ein Gästezimmer für euch und eure Familie vorbereitet.“

    „Also geht es dir nicht anders als mir, lieber Commodus! Auch ich mache mir sorgen um meine Söhne! Ich hoffe unseren braven Soldaten in Numantia geht es gut.“


    Es war ganz kurz still im Officium. Dann riss sich Mercator wieder aus seinen Gedanken und wechselte das Thema.


    „Aber nun dazu warum ich hier bin. In der Provinzkurie wurde entschieden in Tarraco eine Bibliothek zu bauen. In dieser soll unter anderem auch eine Chronik der Provinz aufliegen. Also eine Art Chronik wie die Chronicusa Romana. Sie soll die wichtigsten Begebenheiten in unserer Provinz beinhalten. Die Provinzkurie hat bei der Betreuung dieser Chronik an dich gedacht. Der Legatus Augusti selbst hat dich vorgeschlagen. Könntest du dir vorstellen diese Aufgabe zu übernehmen?“

    Mercator wurde aus der angenehmen Unterhaltung mit Viola rüde heraus gerissen als plötzlich die Türe aufging und ein Mann in sein Officium kam und sofort zu reden begann. Erbost stand Mercator von seinem Stuhl auf. Er ignorierte zuerst den neuen Besucher und beendete in aller Ruhe das Gespräch mit Viola.


    „Verzeiht mir wehrte Viola, aber wie ihr seht ruft wieder einmal die Pflicht! Manche Leute können es einfach nicht erwarten bis sie vorgelassen werden.“


    Mit einem bösen blick sah Mercator kurz zu seinem neuen Besucher. Dann blickte er wieder hinunter zu Viola die ebenfalls aufgestanden war.


    “Wenn es sonst nichts gibt sehen wir uns später in der Casa Decima. Dort können wir unsere Unterhaltung in aller Ruhe fortführen.“


    Mercator sah Viola nach wie sie das Officium verlies und ignorierte vorerst den Sklaven. Als sie aus der Türe war, wandte er sich dann doch zu ihm.


    „Normalerweise klopft man an, bevor man ein Büro betritt und danach stellt man sich vor, bevor man zu reden beginnt! Aber wie auch immer. Also noch einmal! Wer bist du? Wer ist deine Herrin? Und was wollt ihr?“

    Mercator dachte einen Moment lang nach.


    „…. Mhhmm… Es gibt da schon etwas wobei ihr mir helfen könntet. Ich habe seit kurzem einen jungen Mann in unserem Haus zu Gast. Er ist der Sohn meines Neffen und ist erst vor kurzem zu uns gekommen. Nun ja, ich bin leider sehr beschäftigt und viel unterwegs und mein Neffe ist wie gesagt im Feldzug gegen die Iberer. Vielleicht könntet ihr ihm während eurer Anwesenheit bei uns Gesellschaft leisten und mit ihm gemeinsam etwas Unternehmen. Dabei wäre mir sehr geholfen. Er ist 16 und sein Name ist Maximiam. Ich hoffe ich verlange nicht zuviel von euch?“