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Gaius Iulius Caesoninus

Wohnort: Roma / Italia

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22.04.2020 03:53

Am besten in Misenum, dann wären wir Nachbarn dort!“ scherzte Caesoninus, als sein Freund laut darüber nachdachte sich ebenfalls ein Stückchen Land im Süden der italischen Halbinsel zu kaufen. Vielleicht wäre das ein Grund vllt mal öfters dann hinunter zu fahren.
Nach seinen eigenen Ausführungen zu seinem Werdegang erwähnte Casca, dass er sich seinerseits ein wenig in der Architektur fortgebildet hatte. Gerade wollte er darauf antworten, als er noch vor dem Satzbeginn wieder abbrach und von neuem begann, da ihm eine Idee gekommen war. „Hm, weißt du was? Ich habe vielleicht eine Idee, die dein öffentliches Repertoire ein wenig stärken könnte. Du weißt ja vllt, dass ich nach dem Ende meiner Amtszeit als Vigintivir für ein Jahr lang von Rom abwesend sein werde, um als Tribun in den römischen Legionen zu dienen, so wie das jeder plebejische Politiker tun muss. Natürlich wird für diese Zeit dann meine Planstelle als rechte Hand des Praefectus Urbi in der Baukommission der neuen Station vakant sein, was hälst du davon, wenn du solange dafür als mein Stellvertreter einspringen würdest? Ich kann das für dich arrangieren, wenn du willst, was sagst du dazu?“ Ein sehr verantwortungsvoller Posten, zweifellos, doch Caesoninus war sich sicher, dass Casca das stemmen konnte, wo er ja jetzt so viel über Architektur wusste. Außerdem hatte er ja schon ein wenig Erfahrung in der Administration, wo er ja als Stellvertreter von Iulius Dives in der iulisch-claudischen Societas fungierte. Da war die Mitarbeit in der Baukommission eines öffentlichen Bauprojekts der Stadt nur der logische nächste Schritt.
Als dann die Sprache kurz auf die decimische Hochzeit kam, wollte es Caesoninus hierbei natürlich auch etwas genauer noch wissen. „Wie läuft es denn so mit den Hochzeitsvorbereitungen und bist du schon aufgeregt? Außerdem glaube ich mich nicht zu erinnern schon einmal von deinem Hochzeitsantrag an deine Liebste gehört zu haben, wie lief der denn so ab?
Konnte ja gut sein, dass Caesoninus selbst bald mal so etwas durchziehen musste, da waren Erfahrungsberichte von anderen bestimmt nützlich.

Der Höhepunkt des bisherigen Treffens jedoch kam, als Casca den iulischen Sklaven Alexander dazu aufforderte sich doch ebenfalls zu ihnen auf eine der Klinen zu legen so wie ein gleichberechtigtes Gesellschaftsmitglied. Bislang hatte Alexander vollkommen zufrieden mit sich und der Welt Möbelstück gespielt und war reglos im Hintergrund herumgestanden, als diese Forderung jedoch plötzlich wie aus dem Nichts kam, hatte er einen gehörigen Schreck bekommen. Er, ein Sklave, sollte mit den beiden Domini zu Tisch liegen? Durfte er das überhaupt, oder würden ihn die Götter sofort an Ort und Stelle mit einem Blitz erschlagen ob dieses Frevels, auch wenn er von seinem Herrn gebilligt werden mochte? Unsicher blickte Alexander zu Caesoninus, der wegen des verdatterten Gesichtsausdrucks seines Cellarius lachen musste. „Alles in Ordnung, leg dich zu uns und trink ein paar Schlucke!
Langsam nur und gaaaanz zögerlich näherte sich Alexander mit misstrauischem Blick der Kline, ganz so, als ob er erwartete im nächsten Moment von ihr angefallen und unter ihr begraben zu werden. Endlich hatte er sie erreicht und sich auf sie gelegt. Seine ganze Körperhaltung war noch sehr verkrampft und steif, auch jetzt noch empfand Alexander es als mehr als falsch was er hier machte. War er auch sonst immer der missgelaunte Miesepeter in diesem Moment war Alexander ein schreckhaftes kleines Mäuschen so weit aus seiner Komfortzone heraußen, wenn nicht sogar ein Mäusejunges.



SODALIS FACTIO PRAESINA - FACTIO PRAESINA
22.04.2020 03:53 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
Cnaeus Decimus Casca

Wohnort: Roma / Italia

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03.05.2020 11:07

Gegen ein schönes, ruhiges Plätzchen in Misenum hätte ich natürlich nichts einzuwenden gehabt, doch wurde meine Anwesenheit eben in Rom verlangt. Eben in dieser Casa und zur Vorbereitung meiner Ehefeierlichkeit. Was danach geschehen würde konnte man immer noch sehen. Ich hatte mir ja bereits meine Gedanken bezüglich einer eigenen Familie gemacht und so viele Kinder wären in Rom wohl fehl am Platze und ein Aufwachsen auf dem Land oder an der Küste sollte der allgemeinen Gesundheit doch zurträglicher sein als eine bisweilen völlig überfüllte und enge Stadt. Ungefährlich war diese ja bisweilen auch nicht. In diese Richtung hatte ich zumindest meine Gedanken gewendet, doch noch waren ja überhaupt keine Kinder da und ich war eben noch nicht einmal verheiratet. Dann lauschte ich allerdings wieder meinem Freund, der nun meinte, mein öffentliches Repertoire ein wenig stärken zu können, denn Caesoninus sei für ein Jahr abwesend und seine Stelle dann vakant. Ich staunte nicht schlecht. So wenig schlecht, dass sich wohl für einen kurzen Moment meine Augen nun doch weiteten.
“Eine große Ehre, den Legionen und somit Rom zu dienen!“, sagte ich aber doch als erstes, auch wenn mir dies niemals beschieden sein würde. Dazu mein Bein und meine Konstitution zu schwach, auch wenn ich micht in meiner Jugend so oft bereits als Feldherr gesehen hatte, sodass mein Unvermögen bisweilen recht lästig und frustrierend an meiner Seite gewesen waren. Doch grämen wollte ich mich darüber ja nun nicht länger. Das hatte ich mir vor Jahren schon geschworen. “Als dein Stellvertreter?“, hakte ich dann aber noch einmal nach und nickte dann. “Dann muss ich mich bereits jetzt für dein Vertrauen bedanken!“

Ich grinste ein wenig. “Nun, wenn der Praefectus Urbi dagegen nicht einzuwenden hat, so wäre ich natürlich bereit dich auf diese Weise nach Kräften zu unterstützen!“ Dazu nickte ich und seufzte dann. “Und meine Hochzeitsvorbereitungen? Ja, sie laufen und laufen.“ Ich lächelte sanft, als ich an meine Liebste dachte. Die schöne Verlobung am Strand, die viele Zeit, die wir beide noch teilen würden. “Oh. Der Antrag war ganz im Privaten. Genau so wie unsere Verlobung. Wir sind ein wenig gereist. Nur die Götter und wir!“, stieß ich dan schwärmerisch aus. “Wir wollten die Familie und die Bekanntschaft ein wenig daheim zurück lassen und dafür unsere Hochzeit in großem Kreise begehen!“ So manch‘ einer schien für soetwas kein Verständnis zu haben, doch konnte ich mir nicht vorstellen, dass mein Freund Caesonius auch zu diesen Kreisen zählte.

Dann schaute ich dem Sklaven Alexander entgegen, welche die Ehre, mit bei uns zu Tisch liegen zu dürfen offenbar ein wenig peinlich zu berühren schien. Ich sah ihm also wie mein Freund Caesoninus dabei zu, wie er sich schleppend langsam und zögerlich auf und zu uns herüber machte und dabei recht misstrauisch wirkte. “Nur zu, Freund Alexander!“, forderte ich dazu noch einmal auf. “Verbunden im Geist des Weines ist es doch eine Freude auch einen Sklaven bei sich zu haben, der diesen auch bewerten kann!“, gab ich wohl auch etwas übermütig von mir. “Also! Also!“ Fast schon ungestüm übermütig deutete ich also noch einmal auf die besagte Kline neben mir und Caesonius und sah dann aus dem Augenwinkel einen Schemen an der Tür. Es war der junge Sklave Nicon, welchem ich nun meine Aufmerksamkeit schenkte. “Nicon!“, rief ich dann. “Los! Lauf in die Küche und mach‘ ihnen ein wenig Beine! Nepomuk soll in den Keller und von unseren besten Weinen holen! Und schnell, Nicon! Ah! Und ein kleines Mahl!“, ließ ich dann noch folgen. Der Junge nickte und rannte davon. Irgendwie hatte er ein Gesicht gemacht, als hätte er zuvor schon wieder etwas ausgefressen. Das geschah manchmal, doch sollte mich jetzt nicht grämen. “Ich hoffe, du hast nichts mehr vor, Caesonius!“, erklärte ich dann ein wenig verschwörerisch. “Meines Empfindens nach sind unsere Weine sehr gut und man kann gar nicht aufhören, von ihnen zu kosten!“


03.05.2020 11:07 Cnaeus Decimus Casca ist offline E-Mail an Cnaeus Decimus Casca senden Beiträge von Cnaeus Decimus Casca suchen Nehmen Sie Cnaeus Decimus Casca in Ihre Freundesliste auf
Gaius Iulius Caesoninus

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30.05.2020 14:29

Casca schien ähnlich wie Caesoninus selbst beeindruckt von der Aussicht zu sein bald schon in den Legionen für Rom ins Feld ziehen zu dürfen. Er nahm einen träumerischen Gesichtsaudruck an, als er sagte: "Ja, ich bin selbst schon ganz gespannt darauf! Schon als kleines Kind habe ich mir immer vorgestellt wie es wohl sein würde einmal selbst Legionäre ins Feld führen zu können, mit diesem Tribunat wird das wohl meine erste Gelegenheit sein dies einmal selbst fürs erste erproben zu können. Mal sehen wie gut ich mich gegen hartgesottene Soldaten durchsetzen und ob ich mit ihnen mithalten kann!" Das war ja immerhin nicht selbstverständlich. Vielleicht würde er sich im ersten halben Jahr ihr Vertrauen erst mal verdienen müssen, weil die wackeren Krieger in ihm bloß einen gepuderten Schönling sehen würden, der sich zu fein für ein wenig Dreck und nur hier war, um in seiner politischen Karriere weiterzukommen. Doch dem war nicht so! Caesoninus wollte ja kommandieren und Militärluft schnuppern! Dafür war er dort, dafür war wer geboren. "Ich freue mich schon darauf bald im Kommandozelt zusammen mit den anderen Tribuni zu sitzen, mal sehen wen ich so als Kollegen bekommen werde. Aber das kann ich mir ja nicht aussuchen, das weiß ich schon. Ich freue mich jedenfalls. Im schlimmsten Szenario wird nichts passieren und ich werde bloß zwölf Monate am Exerzierplatz verbringen, ehe ich wieder zurück nach Rom kann. Im besten Fall jedoch gibt es einen Konflikt mit Barbaren und ich kann einmal selbst nachfühlen wie sich die großen Feldherren der Vergangenheit so gefühlt haben mochten im Gefecht mit den Wilden! Vorbereitet hätte ich mich ja schon zur Genüge. So hat mir Octavius Maro, Centurio der Urbaner, einige Monate lang militärischen Unterricht erteilt, damit ich für meine Aufgabe gerüstet bin und ich habe mich auch so viel mit militärischer Literatur auseinandergesetzt. Es wäre wohl die größte Blamage überhaupt, sollte ich trotzdem versagen, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das vermeiden lässt." Caesoninus grinste angesichts dieses Scherzes.

Es erfreute Caesoninus, dass Casca wohl ehrlich interessiert an seinem Angebot schien ihn auf der Baustelle vertreten zu wollen. Sehr gut, so würde er durch seine lange Abwesenheit Senator Claudius Menecrates nicht unnötig im Stich lassen, sondern wusste ihn mit Casca als Caesoninus-Ersatz in guten Händen. Denn er vertraute den administrativen Fähigkeiten des Decimers. "Es ist im Grunde ganz einfach, du wirst schon sehen. Zugegeben am Anfang mag es vielleicht alles ein wenig erschlagend sein, weil es auf einmal auf einen gleichzeitig zukommt, aber du wirst dich schnell zurecht finden, da bin ich mir sicher. Wenn man die Milites der Urbaner erst einmal kennt wird man feststellen, dass es eigentlich alles nette Leute sind und ganz alleine wirst du ja nicht sein, wo es ja auch noch andere Leute in der Baukommission gibt. Auch ein Stab von Schreibern wird dir als rechte Hand des Praefectus Urbi unterstellt sein, auch alles fähige Leute mit einer einzigen Ausnahme. Auf einen Schreiber namens Gnaeus wirst du nämlich permanent ein Auge haben müssen, weil er dazu neigt Unfälle und Katastrophen magisch anzuziehen. Bestimmt wird er auch dich einiges an Schweiß kosten, wenn es daran geht seine Fehler auszubügeln, bevor der Praefectus Urbi Wind davon bekommt, glaube mir." Hätte es in Caesoninus' Macht gelegen, er hätte Gnaeus längst gefeuert. So jedoch war er eben seine Nemesis.

Als dann Alexander neben ihnen zu Tische lag, ging die Komödie mit ihm weiter. Der Cellarius hatte ja vorher schon gewusst, dass Decimus Casca ihn mit haben wollte bei diesem kleinen Treffen, damit er die Qualität des decimischen Weinkellers erproben würde aufgrund der Tatsache, dass er ihn beim Hortusfest so von seinen Qualitäten als Weinkenner beeindruckt gehabt hatte. Doch dabei hatte sich Alexander eigentlich vorgestellt, dass er allein im stillen Kämmerlein unten bei den Weinen sein und seine Arbeit verrichten würde, während sich die hohen Herren untereinander bei Wein und Geplauder vergnügen würden. Oh ihr Götter, was hatte er nur getan, dass er jetzt hier liegen musste! Er beäugte den schon vor ihm stehenden Weinkelch. Dann nach einem Moment streckte er die Hand aus und griff nach ihm, ehe Alexander den Kelch an den Mund und die Nase heranführte und daran schnupperte. "Ich werde mein bestes geben, um euch wohlgesonnen zu stimmen, verehrte Domini" sprach's und nippte dann daran.



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30.05.2020 14:29 Gaius Iulius Caesoninus ist offline E-Mail an Gaius Iulius Caesoninus senden Beiträge von Gaius Iulius Caesoninus suchen Nehmen Sie Gaius Iulius Caesoninus in Ihre Freundesliste auf
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