[Officium XXX] Cursus Publicus| - Postannahme -

  • "Danke schön", gab Corvinus ob der Glückwünsche zurück. Ja ein Conubium wäre schon was tolles. Aber erstens war das sehr selten und zweitens hatte er gerade alles andere als einen guten Stand beim Legaten.


    "Nun gut dann hast du hier 230 Sesterzen und du legst mir die gewünschte Wertkarte an."


    Wenn der Mann keine 10 Sesterzen Bonus haben wollte war das ja nicht Corvinus Problem.
    Er legte einen entsprechenden Geldsack aus dem er noch 20 Sesterzen rausnehmen musste auf den Tisch.


    Sim-Off:

    Wird gleich bezahlt

  • Natürlich war man beim Cursus Publicus seit jeher für das eine oder andere Trinkgeld dankbar und offen. Aber trotzdem musste jeder Postbeamte für sich abschätzen, wie weit er gehen konnte und wann sein Job auf dem Spiel stand. Anders gesagt: Wann war ein Trinkgeld noch ein echtes Trinkgeld? Und wann übertrat man für ein "Trinkgeld" eine Vorschrift? Da musste jeder seine eigene Grenze ziehen - und der heute hier tätige Stationarius zog diese Grenze genau an dieser Stelle. "Gut.", nickte er die Entscheidung des Soldaten ab. Dann nahm er das Geld entgegen, zählte es kurz und legte die gewünschte Wertkarte an. "So, dann kannst du hier bitte noch einmal kurz drüberschauen: Familienwertkarte für die Gens Helvetia.. 250 Sesterzen Guthaben.. mit Sonderberechtigung für Susina Alpina.", zeigte er dem Kunden und hoffte, dass für den alles okay mit der Wertkarte war. "Gibt es sonst noch was, das ich für dich tun kann?"



  • Gut gelaunt ging Curio selbst in die Regia um einen Brief in den Süden zu schicken. Mit freundlicher Stimme grüßte er den Stationarius.


    Salve! Ich möchte gerne diesen Brief nach Rom schicken und dafür die Wertkarte der Helvetier nutzen.


    Dann schob er dem Postbeamten eine Schriftrolle hinüber.


    Iullus Helvetius Curio | Casa Atia | Mogontiacum


    Ad
    Tiberius Helvetius Varus
    Villa Urbana Helvetii Vari
    Roma


    Iullus Curio Tiberio Varo s.d.


    Lang ist es her, lieber Vetter, dass du Nachricht aus dem hohen Norden bekommen hast. Wahrscheinlich weißt du auch nur noch ansatzweise, wer dir hier schreibt, weswegen ich mich an dieser Stelle kurz vorstellen möchte: Mein Name ist Iullus Curio, ich bin Sohn des Primipilaris Lucius Helvetius Curvus und Bruder von Lucius Helvetius Corvinus. Ich wohne seit geraumer Zeit in Mogontiacum und arbeite dort als Aedituus im Tempel des Stadtpatrons Apollo Grannus Mogon. Zudem stehe ich derzeit vor dem Ende meiner ersten Amtszeit als Lokalpolitiker, genauer gesagt als Magister Vici meines Heimatvicus, und habe damit den Eintritt in den lokalen Cursus Honorum von Mogontiacum absolviert. Zudem ist erwähnenswert, dass ich mich unter das Patronat von Decimus Duccius Verus gestellt habe, einem lokalen Pontifex und Vetter des Gensoberhaupts der Duccier, Provinzprocurator Numerius Duccius Marsus.


    Dass ich dir genau jetzt schreibe hat drei Gründe, einen recht pragmatischen, eine schlechte Nachricht oder besser einer Auskunft über familiäre Beziehungen und schließlich eine gute Nachricht, die ich dir in dieser Reihenfolge hier ausführen möchte, damit du diesen Brief zumindest mit einem einigermaßen guten Gefühl beseite legen und beantworten kannst.


    So komme ich nun also zum ersten, pragmatischen Grund: Ich bin der Ansicht, dass der Kontakt innerhalb unseres Zweiges und auch der Kontakt zum anderen, zum senatorischen Zweig unserer Familie aufrecht erhalten bleiben sollte. Dies betrachte ich als umso wichtiger, als dass dadurch nicht nur Neuigkeiten rund um die Familie und die Gens, sondern auch allgemeine Informationen von genereller Bedeutung ausgetauscht werden können. Daher würde ich es mir wünschen, dass wir uns, wenn auch nicht ständig, so doch in gesunder Regelmäßigkeit brieflich austauschen könnten.


    In diesem Zusammenhang steht letztlich auch der zweite Grund dieses Briefes: Vor einiger Zeit kam ein Mann hier in Mogontiacum an, der sich mir bei unserem ersten - und einzigen ehrenhaften - Treffen als Aulus Helvetius Agrippa vorstellte. Er erklärte mir, dass er aus der Linie des Sextus Helvetius Vindex stamme und Sohn des Numerius Helvetianus Novatus sei, er in Rom zwar sein Glück gesucht, aber nicht gefunden habe und nun einen neuen Versuch in Mogontiacum wagen wolle. Zwar sagten mir die genannten Namen nichts, doch hatte ich auch keinen Grund, an seiner Geschichte zu zweifeln. Ich sagte ihm daher alle Hilfe zu, doch verschwand er nach diesem Gespräch quasi spurlos. Einige Wochen später, vor wenigen Tagen, tauchte er dann wie aus dem nichts wieder hier im Haus auf, bedrängte und erpresste die hochschwangere Lebensgefährtin meines Bruders und setzte schließlich dazu an, sie zu vergewaltigen. Den Göttern sei Dank erschien mein Bruder noch früh genug und konnte so das Schlimmste verhindern, doch liegt jetzt natürlich ein gewisser Schatten auf unserem Namen hier. Ich möchte daher in Erfahrung bringen, was du und besonders auch die Mitglieder des anderen Zweigs unserer Gens über die genannten Helvetier weißt und wissen und wäre dir dankbar, wenn du mir entsprechend Rückmeldung geben könntest.


    Abschließend, wie angekündigt, einige erfreulich Neuigkeiten aus dem Norden: Wie bereits oben erwähnt lebt mein Bruder mit einer sehr netten und ehrbaren Peregrina zusammen und erwartet ein Kind mit ihr. Beide möchte er nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst legitimieren und dafür sorgen, dass sie die Bürgerschaft erhalten. So sorgt nun auch ein Mitglied meiner Generation unserer Familie dafür, dass der Name Helvetius weitergetragen werden wird. Weiterhin wird wohl spätestens zu den Kalenden des Iulius der neue Stammsitz unserer Familie in Mogontiacum fertiggestellt und bezogen werden. Für den Fall, dass du absehen kannst, dass dein Brief erst nach den Kalenden des Iulius hier in Mogontiacum ankommt, bitte ich dich, deinen Brief an die Casa Helvetia zu adressieren. Und für den Fall, dass sich jemand von euch mal in den hohen Norden verirren sollte, seit ihr alle herzlich Willkommen in der neuen Casa Helvetia in Mogontiacum!


    Damit möchte ich meinen Brief nun abschließen. Bitte bestell dem Oberhaupt des anderen Zweigs unserer Gens die herzlichsten Grüße meiner Familie und auch dir und den deinen lasse ich die besten Wünsche zukommen.


    Mögen die Götter unsere Gens, ihre Mitglieder, dich persönlich und die deinen beschützen!



    Iullus Helvetius Curio
    _____________


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  • Witjon ging morgens auf dem Weg zum eigenen Büro bei der Poststelle vorbei. "Salve", grüßte er den Mann vom Cursus Publicus. "Diese beiden Breife bitte an Titus Duccius Vala nach Rom schicken. Beide an die selbe Adresse, ja?" Er sah den Mann eindringlich an. "Wertkarte der Gens Duccia, bitte."


    Consular
    Titus Duccius Vala
    Casa Accia Ducciaque
    Collis Esquilinus | Roma



    Heilsa Alrik,


    sommerliche Grüße aus dem sonnigen Mogontiacum! Der Sippe geht es prächtig. Runa ist nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung nun Aeditua des Iuppiter, was wir natürlich groß gefeiert haben. Meine Tochter wächst prächtig und ist bereits so reizend wie ihre Mutter. Du wirst sie lieben, solltest du sie zukünftig einmal kennen lernen, was ich schwer hoffe. Phelan hat einen helvetischen Klienten gewonnen, der sich in der städtischen Ämterlaufbahn sehr gut macht. Einer meiner eigenen Klienten, Titus Petronius Marcellus, ist mittlerweile bereit für die Erhebung in den Ritterstand. Ich habe dir ein Schreiben für den Procurator a libellis beigelegt mit der Bitte, dich in der Kanzlei für seine Erhebung einzusetzen.


    Wie geht es dir und deiner Frau? Wie geht es meinem Sohn? Habe noch nicht allzu viel seit seiner Ankunft von ihm gehört. Hoffe er macht sich gut als dein Tiro. Habt ihr den Kaiserwechsel gut überstanden? Dein Consulat muss bedeutend anstrengender sein als das jedes anderen Senators. Lass mich wissen, wann die Zeit gekommen ist für deine Rückkehr.


    Achja, deinem Patron Vinicius geht es nicht sonderlich gut. Er hat sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Die Provinz wird momentan vom Legatus Iuridicus und mir geleitet. Möglicherweise steht mittelfristig wieder ein Wechsel an der Provinzspitze ins Haus...



    Til ars ok frisar,



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    Villa Duccia| Mogontiacum | Germania Sup.


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    Procurator a libellis
    Lucius Iunius Silanus
    Kaiserliche Kanzlei
    Mons Palatinus | Roma


    N. Duccius Marsus Proc. L. Iunio Silano s. d.


    Procurator Iunius, ich möchte dir meinen Klienten, Titus Petronius Marcellus, zwecks einer Erhebung in den Ritterstand anempfehlen.


    Titus Petronius Marcellus ist ein fleißiger, pflicht- und traditionsbewusster römischer Bürger, der eine angemessene Ausbildung genossen hat. Er leistet seit einigen Jahren gute Dienste in den Ämtern der Verwaltung des Municipium Mogontiacum, wo er als Magister Vici und als Aedil tätig war. Vor diesem Hintergrund wurde er auch zum Decurio Mogontiaci ernannt.


    Als Sohn des Soldaten Tiberius Sulpicius Torquatus wuchs er nach dessen Tod im Dienst des Exercitus unter den Fittichen seines Onkels, dem ehemaligen Primus Pilus Legionis Secundae Germanicae Marcus Petronius Crispus, auf. Er erwarb militärisches Wissen und entwickelte eine Leidenschaft für das Soldatentum.
    Deshalb eignet er sich besonders für einen Posten des Cursus Honorum Equestris Militum.


    Die nötigen Standesvoraussetzungen bringt Titus Petronius Marcellus bereits mit. Anbei findest du noch eine Abschrift seines Werdegangs.



    Vale bene


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    Villa Duccia| Mogontiacum | Germania Sup.


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  • Zitat

    Original von Numerius Duccius Marsus
    Witjon ging morgens auf dem Weg zum eigenen Büro bei der Poststelle vorbei. "Salve", grüßte er den Mann vom Cursus Publicus. "Diese beiden Breife bitte an Titus Duccius Vala nach Rom schicken. Beide an die selbe Adresse, ja?" Er sah den Mann eindringlich an. "Wertkarte der Gens Duccia, bitte."


    Ein gut gelaunter Stationarius vertrieb sich gerade die Zeit, indem er mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht ein Buch las. Nebenbei hüpften die Finger seiner rechten Hand in einem fröhlichen Takt auf der hölzernen Tischplatte auf und ab. Offensichtlich hatte der Postbeamte heute einen sehr guten Tag. "Salve.", grüßte er auch gleich freundlich zurück, als der Duccier die Postannahme betrat. Das Buch wurde beiseite gelegt.


    Zwei Briefe nach Rom. "Ja, kein Problem." Der Stationarius guckte zwar etwas komisch, als auf den Briefen trotzdem zwei unterschiedliche Adressen standen, obwohl beide an die gleiche zugestellt werden sollten. Aber wer war er, das zu hinterfragen? Der zweite Brief bekam eine kleine Notiz für den Postboten, dann wanderten beide Schriftstücke in die Versandbox nach Rom. "Verbleiben noch genau 180 Sesterzen auf der Wertkarte.", ließ er den Ritter nach der Abrechnung wissen. "Wenn ich sonst noch irgendwas für dich tun kann, Procurator Duccius?" Die Frage wurde von einem unverbindlichen Lächeln begleitet.



  • Zitat

    Original von Lucius Celeripes
    Zwei Briefe nach Rom. "Ja, kein Problem." Der Stationarius guckte zwar etwas komisch, als auf den Briefen trotzdem zwei unterschiedliche Adressen standen, obwohl beide an die gleiche zugestellt werden sollten. Aber wer war er, das zu hinterfragen? Der zweite Brief bekam eine kleine Notiz für den Postboten, dann wanderten beide Schriftstücke in die Versandbox nach Rom. "Verbleiben noch genau 180 Sesterzen auf der Wertkarte.", ließ er den Ritter nach der Abrechnung wissen. "Wenn ich sonst noch irgendwas für dich tun kann, Procurator Duccius?" Die Frage wurde von einem unverbindlichen Lächeln begleitet.


    Der Stationarius war offenbar bester Laune. Witjon erwiderte das Lächeln und merkte gleich, wie die gute Laune des Beamten auf ihn abstrahlte.


    "Danke", sagte er hinsichtlich der Information über den Stand der Wertkarte. "Das war's erstmal für heute. Aber ich komme morgen nochmal wieder. Ich habe da noch ein paar weitere Schreiben in der Mache." Er zwinkerte dem Postmann zu. "Also bis morgen. Vale."

  • "Moin", grüßte Witjon am folgenden Tag. Es war früh am Morgen und Witjon war noch etwas brummelig. Außerdem war es viel zu warm für lange Sätze. "Der hier geht auf die duccische Wertkarte."


    Consular
    Titus Duccius Vala
    Casa Accia Ducciaque
    Collis Esquilinus | Roma



    Heilsa Alrik,


    ich schreibe dir erneut in kurzem Abstand, weil ich noch eine drängende Bitte an dich habe. Unser gemeinsamer Vetter Phelan, Decimus Duccius Verus, ist wie du weißt seit einiger Zeit wieder nach Mogontiacum zurückgekehrt und hier sowohl im Cultus Deorum als Pontifex als auch im Ordo Decurionum aktiv. Es wird Zeit, dass er ebenfalls endlich den Ordo Equester verliehen bekommt. Er wäre zudem ein geeigneter Kandidat zur Besetzung des Posten des Flamen Divi Augusti. Sei so gut und mache dich für ihn in der Kanzlei stark. Folgende Argumente kannst du dabei zu seinen Gunsten vorbringen.



      [*]Es ist wichtig, den interreligiösen und somit auch interkturellen Austausch in der Provinz zu fördern im Hinblick auf den Zusammenhalt in einer der wichtigsten Grenzprovinzen und ihrer Kräftigung und Stärkung.
      [*]Der amtierende Flamen (Sulpicius Segimundus) ist stockkonservativ und daher ungeeignet zur Bewältigung dieser Aufgabe. Außerdem ist er nicht mehr der Jüngste und sollte 'aus gesundheitlichen Gründen' abgelöst werden.
      [*]Wer würde sich besser eignen als ein duccischer Pontifex (zudem noch mit germanischen Wurzeln), der stets bestrebt ist diesen Austausch zu fördern und in der Ausbildung der neuen Aeditui zu verankern. Er ist Pontifex in der Provinzhauptstadt, welche sich als fortschrittliches Vorbild in der Sache des interreligiösen und interkturellen Austauschs ausgezeichnet hat.
      [*]Schließlich hat Phelan langjährige Erfahrung im Alltagsgeschäft des Cultus Deorum und wäre damit ein bestens geeigneter Kandidat zur Kontrolle des öffentlichen Kults Germania Superiors.


    Ich bin mir sicher, dass dies genügend Gründe sind, mit denen du die Kanzleibeamten für Phelan einnehmen kannst. Anbei findest du noch eine Abschrift seines Werdegangs.



    Til ars ok frisar,



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    Villa Duccia| Mogontiacum | Germania Sup.


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  • Vom Officium des Princeps Praetorii kommend betrat Witjon die Postannahmestelle. "Salve. Zwei Briefe an die Kanzlei. So schnell wie möglich, bitte", sagte Witjon und ergänzte: "Ist Verwaltungpost, geht also beides über die Wertkarte der Provinzverwaltung."


    Procurator ab epistulis
    Potitus Maenius Firminus
    Kaiserliche Kanzlei
    Mons Palatinus | Roma


    N. Duccius Marsus Proc. P. Maenio Firmino s. d.


    Ich schreibe dir im Namen des Legatus Augusti Pro Praetore der Provinz Germania Superior Marcus Vinicius Hungaricus. Der Statthalter befindet sich derzeit in einem Gesundheitszustand, der ihm die Führung der Provinzverwaltung unmöglich macht. Der Legatus Iuridicus, Senator Kaeso Veturius Gratus, der Princeps Praetorii Volusus Palfurius Bolanus und ich führen die Amtsgeschäfte vorübergehend an seiner Stelle. Sollte sich der Zustand des Statthalters mittelfristig nicht zum besseren wenden, bitten wir um Benennung eines Nachfolgers. Ich werde in Kürze erneut Bericht erstatten.


    Ein Bericht über die Lage der Provinz liegt diesem Schreiben bei.



    Vale bene


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    Procurator Rationis Privatae
    Regia L.A.p.P.| Mogontiacum | Germania Sup.


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    Procurator ab epistulis
    Potitus Maenius Firminus
    Kaiserliche Kanzlei
    Mons Palatinus | Roma


    LAGEBERICHT
    PROVINCIA GERMANIA SUPERIOR


    V. Palfurius Bolanus Proc. P. Maenio Firmino s. d.


    Die Provincia Germania Superior ist stabil, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch.


    Legatus Augusti Pro Praetore Vinicius hat dafür gesorgt, dass keinerlei Unruhen im Zuge der beiden schnellen Kaiserwechsel auftraten. Die Stimmung in der Bevölkerung ist von Erleichterung über die anstehende Friedenszeit geprägt. Getreideengpässe wegen des zweimaligen Durchzugs der siegreichen Legionen konnten unter Beteiligung der Provinzen Aquitania, Belgica und Gallia Lugdunensis vermieden werden.
    Kurzzeitige Blockaden der Handelswege nach Italia und in den Osten des Reiches erwiesen sich als nur geringer Dämpfer für die Großhändler der Provinz. Das Steuer- und Zollaufkommen konnte zügig nach Beendigung des Krieges auf den status quo zurückgehoben werden.


    Die hiesigen Einheiten des Exercitus Romanus waren in der Lage, die Verluste des Bürgerkrieges weitestgehend auszugleichen. Umfangreiche Rekrutierungsprogramme sorgten für einen steten Strom an Tirones. Der Schutz der Grenze ist dementsprechend wieder sichergestellt.


    Was die Grenzsicherung angeht, so weise ich hiermit auf verstärkte Kampfhandlungen zwischen einzelnen Stämmen der Germania Magna jenseits des Limes hin. Es mehren sich Berichte darüber, dass der Stamm der Chatti in unmittelbarer Nähe zum Limes Machtansprüche gegenüber kleineren Gemeinschaften geltend macht und mit Waffengewalt durchsetzt. Entlang des Abschnittes zwischen Confluentes und dem Moenus kam es zu Beobachtungen von Kampfhandlungen zwischen Kriegerverbänden, die die Größe einer Cohors in der Regel - noch - nicht überschritten. Die Kommandeure sind angehalten die Entwicklungen in Germania Magna aufmerksam zu beobachten. Sollten sich gravierende Probleme auftun, wird das Officium des Legatus Augusti Pro Praetore erneut Bericht erstatten.


    Soweit ein überblickartiger Bericht über die Lage der Provinz. Für detailliertere Rückfragen stehe ich der kaiserlichen Kanzlei immer zur Verfügung.


    Vale bene


    Volusus Palfurius Bolanus

    Regia L.A.p.P.| Mogontiacum | Germania Sup.

  • Am nächsten Tag machte sich der duccische Pontifex auf zur Regia, um dort die Briefe für den Cultus Deorum in Rom abzugeben.
    Er betrat die Postannahmestelle und erklärte "Alle drei Schreiben zusammen nach Rom ans Collegium Pontificium. Verbuchen auf der Wertkarte des Cultus*, bitte."



    Ad Collegium Pontificium
    Regia Cultus Deorum
    Forum Romanum
    Provincia Italia | Roma



    Salve Pontifices,


    anbei der längst überfällige Bericht der letzten Monate aus Mogontiacum.
    Wie immer befinden sich diverse Schriftdokumente (Ernennungen, Urkunden, aktuelles album sacerdotum, sonstige Berichte etc.) in der Anlage.


    Mögen die Götter auch euch in Rom vor allem Übel schützen.



    Öffentliche Opfer:
    (Zeitraum vom ANTE DIEM XI KAL IUL DCCCLXV A.U.C. (21.6.2015/112 n.Chr.) bis ANTE DIEM XVIII KAL OCT DCCCLXV A.U.C. (14.9.2015/112 n.Chr.))


    Ernennungen:


    Anlage:


      [*]Abschrift des aktuellen album sacerdotum
      [*]Abschrift Ernennungsurkunde Duccia Silvana


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    Pontifex Decurioque Mogontiaci
    Villa Duccia | Mogontiacum | Germania Sup.


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    ALBVM SACERDOTUM


    FLAMEN DIVI AVGVSTI
    L SVLPICIVS SEGIMVNDVS [NSC][/URL]


    ~ ~ ~


    COLLEGIVM PONTIFICIVM
    D DVCCIVS VERVS[/URL]


    M PETRONIVS CRISPVS [IN ABSENTIA]


    M RANIVS FVLLO [NSC]


    [...]


    ~ ~ ~


    AEDITVI
    I HELVETIVS CVRIO
    (APOLLO GRANNVS MOGOVNVS)


    DVCCIA SILVANA
    (IVPPITER OPTIMVS MAXIMVS CAPITOLINVS)


    LIVIANVS PYTHERMON [NSC]
    (APOLLO GRANNVS MOGOVNVS)


    C IVLIANVS ACCO [NSC]
    (IVNO CAPITOLINA)


    P FABRICIVS TVLLVS [NSC]
    (MARS LEVCETIVS NEMETONAQUE)


    [...]


    ~ ~ ~


    HARVSPICES PVBLICI
    M' TVRIVS CAMERINVS [NSC]


    P SALTIVS MELINVS [NSC]


    [...]


    ~ ~ ~


    DISCIPVLI


    -



    http://www.imperiumromanum.net…gnet/CD_Papyrus_klein.png
    Abschrift beglaubigt durch das Collegium Pontificium, in Vertretung:
    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/unterschriften/unterschriftverusroemtinte.png]



    IN NOMINE DECURIONUM POPULIQUE MOGONTIACI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ERNENNE ICH
    Duccia Silvana


    MIT WIRKUNG VOM
    KAL IUN DCCCLXV A.U.C. (1.6.2015/112 n.Chr.)


    ZUR
    Aeditua - Mogontiacum
    - Cultus Iovis Optimi Maximi Capitolini -



    Decimus Duccius Verus - Pontifex Mogontiaci


    http://www.imperiumromanum.net…gnet/CD_Papyrus_klein.png
    Abschrift beglaubigt durch das Collegium Pontificium, in Vertretung:
    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/unterschriften/unterschriftverusroemtinte.png]




    Sim-Off:

    *Falls es keine Wertkarte des Cultus gibt, bitte PN, dann legen wir eine an!

  • Mit federndem Schritt und deutlich guter Laune betrat Curio die Postannahmestelle in der Regia und grüßte den Postbeamten freundlich.


    Salve. Ich möchte gerne diesen Brief nach Rom schicken. Die Abrechnung erfolgt über die Wertkarte der Gens Helvetia.


    Mit einer schnellen Bewegung zog er eine Tabula aus seiner Tunika und schob sie dem Beamten über die Theke entgegen. Und da er grade hier war, konnte er auch gleich noch eine andere Angelegenheit klären.


    Zudem möchte ich meiner Ehefrau...


    - es hörte einfach nicht auf, sich gut anzuhören und anzufühlen -


    Duccia Silvana die Nutzung ebendieser Wertkarte einräumen.




    Iullus Helvetius Curio | Casa Helvetia | Mogontiacum


    Ad
    Eheregistratur
    Regia des Cultus Deorum
    Roma


    Iullus Curio s.d.


    Hiermit zeige ich meine Hochzeit mit Duccia Silvana an und bitte, diese mit den folgenden Daten einzutragen:


    Sponsalia:
    ANTE DIEM V KAL AUG DCCCLXV A.U.C. (28.7.2015/112 n.Chr.)


    Nuptiae (per usum, sine manu):
    ANTE DIEM V KAL SEP DCCCLXV A.U.C. (28.8.2015/112 n.Chr.)


    Iullus Helvetius Curio
    _____________


    [Blockierte Grafik: http://img716.imageshack.us/img716/9771/85964148.gif]

  • Der diensthabende Stationarius grüßte mit einem freundlichen "Hallo." zurück. Dann machte er sich erst an die Abwicklung des Briefversands, bevor er sich um die Anpassung der helvetischen Wertkarte kümmerte. "So, dann kannst du hier jetzt einmal kurz drüberschau'n." Er zeigte dem Kunden den neuen Eintrag und gab ihm einen Augenblick Zeit zum Prüfen. "Kann ich sonst noch irgendetwas für dich tun?", fragte er am Ende.



  • Ein Bote des Praefectus Alae kam in die Postannahme und hatte ein Schreiben sowie auch ein wenig Geld dabei, um eine iunische Wertkarte in Germanien einzurichten..


    Zunächst grüßte der junge Mann den anwesenden Stationarius und kam dann zu seinem Anliegen..
    "Der Praefectus Alae möchte eine Wertkarte für seine Familie, die Iunii, einrichten. Der Wert soll 800 Sesterzen betragen. Darüber hinaus möchte er ein Schreiben nach Roma schicken. Ach ja, seine Frau, Decima Seiana soll ebenfalls als mögliche Nutzerin der Karte eingetragen werden." erklärte der Mann und überreichte das Dokument sowie das Geld.


    Ad Centurio Cohortes Urbanae
    Aulus Iunius Avianus
    Castra Praetoriae
    Roma


    Hallo lieber Freund,


    Wie du vielleicht schon an meiner Fähigkeit diese Zeilen zu schreiben bemerkst sind meine Finger noch nicht der Kälte zum Opfer gefallen.
    Doch der Herbst bringt durchaus Kälte und eine alles durchdringende Nässe, weshalb ich, du wirst es kaum glauben, froh bin ab und an den Tag in meinem warmen und trockenen Officium verbringen zu können.


    Wir leben noch immer im Praetorium, es ist sehr komfortabel und standesgemäß, jedoch kein Ort in welchem man ein Kind großzieht, zumindest nicht wenn man es zu einer römischen Dame heranwachsen sehen will, weshalb wir bereits nach geeigneten Häusern schauen, und dabei unsere Suche auf drei Immobilien eingegrenzt haben. Bald schon können Silana und Seiana also wieder das zivile Leben genießen.


    Seiana lebt sich glaube ich ebenfalls gut ein. Ich bewundere ihre Anpassungsfähigkeit und glaube dass ihr ihre Aufgabe in Germanien, der Legatus plant mit ihr im Bildungsbereich, sehr gut tun wird. Das Eheleben tut uns jedenfalls beiden sehr gut, ich kann mich nicht entsinnen wann sie und ich das letzte mal so gelöst und entspannt waren, erst neulich schlenderten wir durch die Stadt als ob wir schon immer so offen zusammen sein konnten.


    Die Truppe ist interessant. Die Sitten und Bräuche der Auxilliaren aus aller Herren Länder sind neu und ungewohnt, aber die Disziplin ist intakt, und ich habe einige, sehr fähige, Offiziere. Es gibt einige Unruhen jenseits des Limes, aber bisher ist die Faktenlage dünn also wage ich kein Urteil.


    Soweit zu mir und meinem Leben in der Provinz, wie steht es um den Nabel der Welt? Wie steht es um deinen Nabel der Welt? Gibt es etwas Neues? Und was macht der Rest der Familie?


    Ohne Siegel und Rang verbleibe ich einfach als dein Cousin und Freund! Seiana lässt dich ebenfalls Grüßen. Auf ein baldiges Wiedersehen.


    Seneca


    Sim-Off:

    Geld wird überwiesen

  • Der diensthabende Stationarius grüßte erstmal mit einem freundlichen "Hallo." zurück, bevor er sich anhörte, was der junge Mann von ihm wollte. "Uff.", schnaufte er anschließend kurz. "Da muss ich erstmal eben ein bisschen was rechnen." Der Mitarbeiter des Cursus Publicus zückte eine Wachstafel und kritzelte ein bisschen darauf herum. Erst. Nach. Einer. Weile..


    Blickte. Er. Wieder. Auf. "Aaalso.", begann er dann langgezogen. "Der Cursus Publicus verkauft nur Familienwertkarten im Wert von 25, 50, 100 und 250 Sesterzen. Die ersteren beiden sind so teuer wie ihr Nennwert, die 100er Marke kostet 95 Sesterzen, die 250er sogar nur 230 Sesterzen." Soweit die Fakten. "Ich kann dir also ein 800 Sesterzen hohes Wertkartenguthaben für eine iunische Familienwertkarte zusammenbasteln aus 16 Karten a 50 Sesterzen. Das würde dich dann 800 Sesterzen kosten." Er schielte kurz auf den Geldbeutel, weil er ahnte, dass der Präfekt seinem Boten bestimmt einfach 800 Sesterzen mitgegeben hatte. "Ich könnte dir das Guthaben aber auch aus acht Karten a 100 Sesterzen zusammenschustern. Das würde dich.. nur noch 760 Sesterzen kosten." Achtmal fünf Sesterzen gespart. "Oooder ich könnte dir auch drei 250er Wertkarten und eine 50er Karte verkaufen. Dafür müsstest du nur 740 Sesterzen zahlen - das wäre die günstigste Variante...."


    Oder er hätte auch einfach seine Klappe halten können. Dann hätte er 800 Sesterzen abkassiert, davon 740 Sesterzen ordnungsgemäß beim Cursus Publicus verrechnet und die restlichen 60 Sesterzen als "Trinkgeld" in seine eigene Tasche gesteckt. Aber so hinterrücks andere über den Tisch ziehen, das konnte er nicht - auch wenn einem stattlichen Praefectus Alae die 60 Sesterzen bestimmt nicht wehtun würden. "Ein zusätzliches kleines Trinkgeld darfst du mir natürlich gerne dalassen, wenn du magst.", gab er deshalb auch ganz unbekümmert an. "Du hast auch mein Wort, dass der Präfekt von mir bestimmt nicht erfährt, wie viel das hier alles gekostet hat.." Er lächelte unverbindlich. Vielleicht ließ sich der Bote ja darauf ein: 60 Sesterzen aufgeteilt zwischen dem Boten und dem Stationarius, anstatt dass das gesamte Restgeld wieder komplett beim Präfekten landete. (Netter Nebeneffekt: In diesem Fall hätte nur der Bote den Präfekten beschissen, während der Stationarius ihn jetzt maximal vielleicht auf die Idee gebracht hatte.)


    Wieder warf der Stationarius einen kurzen Blick zum Geldbeutel. Dann sah er zum Boten, nahm dessen Brief und drehte dem Mann vorübergehend demonstrativ den Rücken zu. Wollte er keine 800 Sesterzen beim Cursus Publicus lassen, könnte er sich jetzt unbeobachtet wieder ein paar Münzen aus dem Beutel zurücknehmen.* "Der Brief soll dann gleich auf die neue Wertkarte abgerechnet werden, richtig?", erkundigte sich der Stationarius unterdessen, ohne sich umzudrehen, und bereitete schon mal den Eintrag in die Versandlisten vor....


    Sim-Off:

    *Schreib, wieviel du rausnimmst, und ich überweis dir den Betrag dann zurück. Alles, was dann noch über 740 Sz. bleibt, nehm ich dankend als Trinkgeld. 8)


  • "Wir nehmen die günstigste Variante, den Überhang kannst du behalten. Sozusagen als Begrüßungsgeschenk des Praefectus." entgegnete der Bote und grinste. Er wusste dass es seinem Chef nicht auf ein paar Sesterzen mehr oder weniger ankam und dass er sich einfach nur nicht darum sorgen wollte dass etwas funktionierte..
    "Also drei Wertkarten für 250 Sesterzen, den Brief bereits eingerechnet. Den Rest kannst du behalten und wir gehen nach Dienstende einen trinken." scherzte der Bote und haute die Kohle auf den Tisch.

  • Oh! Der Bote wollte gar nicht an den 60 Sesterzen beteiligt werden? Kurz zuckte der diensthabende Stationarius mit seinen Schultern. "Vielen Dank.", antwortete er dann mit erfreutem Lächeln. "Dann darfst du hier nochmal kurz drüberschau'n, ob so alles okay ist." Er schob dem Boten seine schlaue Tabelle entgegen und zeigte dann: "Hier. Familienwertkarte der Iunier. 800 Sesterzen. Minus den einen Brief, den du mir gegeben hast. Verbleiben jetzt noch genau 790 Sesterzen. Und die Fußnote zeigt.. hier unten die Berechtigung für die Dame Decima Seiana." Wenn der Stationarius hier schon so nett Trinkgeld bekam, dann versuchte er sich natürlich auch besonders zuvorkommend und auskunftsfreudig zu geben. "Darf ich sonst noch irgendetwas für dich oder den hohen Praefectus Alae tun?"



  • Sim-Off:

    Sorry, übersehen.


    Curio warf einen Blick auf den neuen Eintrag, war zufrieden mit dem, was er sah und nickte dem Postbeamten zu


    Sehr gut.


    Danach überlegte er einen Augenblick. Gab es noch irgendwas - außer, dass der junge Helvetier in den letzten Tagen vielleicht u den glücklichsten Männern des Imperiums gehörte, was den Stationarius wohl aber kaum interessieren würde? Also, nein.


    Nein danke. Das wäre es. Ich danke und wünsche noch einen schönen Tag.


    antwortete er, verabschiedete sich von dem Beamten und verschwand schließlich mich ebenjenem federndem Gang, mit dem er die Postannahmestelle betreten hatte.

  • Ein Bote der Iunier brachte erneut einen Brief vorbei.


    Ad Centurio Aulus Iunius Avianus
    Castra Praetoria
    Roma


    Mein lieber Avianus!


    Ich kann dir gar nicht sagen wie sehr ich mich über deinen Brief gefreut habe. Noch mehr gefreut habe ich mich natürlich noch mehr über die Nachrichten welche dieser mir verkündet hat, das Conubium, welch eine großartige Entwicklung!


    Doch ein Auge weint doch ein wenig, schließlich wäre ich gerne an deiner Seite wenn du deine Sibel zur Frau nimmst. Bei dem Tempo das du vorlegst bist du aber sicher schon verheiratet wenn sich der Bote durch den Schnee gekämpft hat, denn du musst verstehen dass der Winter uns schon erreicht hat, und selbst die Einheimischen sind überrascht von der Masse an Schnee und der strengen Kälte, welche bis ins Mark zieht. In diesem Sinne also schon einmal die besten Glückwünsche von mir und natürlich auch von Seiana, wir wünschen euch den Segen der Götter auf eurem gemeinsamen Weg.


    Solltet ihr euch ein wenig Zeit nehmen und eine kleine Reise antreten wollen, zum Beispiel in eine wunderschöne Region voller Schnee, Eis, und drohenden Versorgungsengpässen, dann steht euch unser neues Landgut stets offen.
    Ja wir haben ein Landgut gekauft, es ist nicht riesig, aber mehr als komfortabel, und auf dem eingegrenzten Land stehen noch einige kleine Gebäude und eine Felder welche bisher von den Sklaven des Vorbesitzers beackert wurden. Nach dem Winter müssen wir uns Gedanken machen ob wir daran anknüpfen werden.


    Aber wir haben einige Gästezimmer, und Seiana wird auch glücklicher sein ihre Ruhe zu haben, schließlich kennst du ja selbst das hektische Lagerleben, und für Silana ist das aufwachsen hier ideal, sie kann mit den Pferden spielen, und die Stadt ist auch nicht weit.


    Ich dachte es interessiert mich nicht mehr, aber ich frage dennoch: Wie geht es Axilla und ihrer Familie mittlerweile? Trotz allem hoffe ich, dass sie wohlauf sind, und sie sich nicht mehr allzu sehr grämt. Ich hoffe natürlich dass sie an das Wohl aller Familienmitglieder denkt, aber ich kann es hier in Germanien nicht ändern sollte es nicht so sein. Vielleicht werde ich ihr aber auch mal schreiben.



    Ich verbleibe mit den besten Wünschen und nochmal: Glückwunsch!


    Grüße mir auch deine Verlobte/Gattin


    Seneca


    Sim-Off:

    Iunische Wertkarte :) Hab den letzten Post vergessen, sorry!

  • Zweimal Wertkarte der zweiten legio, brummelte Licinus durch den Stoff, der seinen Kopf umgab hindurch. Geschwind förderte er den ersten Brief zutage, der zweite schien sich in den Falten seiner Gewänder verloren zu haben, jedenfalls fischte er eine ganze Weile danach.

    Sim-Off:

    Zweiter Post kommt gleich


    Mogontiacum, KAL DEC DCCCLXV A.U.C.

    Ad
    Senator
    Marcus Iulius Dives
    Casa Iulia
    Roma



    Licinus Divo s.d.


    mein Bedauern ist mit dir. Ich erspare dir alles hohle Gewäsch, von wegen ich könnte deinen Schmerz nachfühlen, denn ich bin mir sicher, dass ich es nicht kann. Auch wenn ich sie nie kennen gelernt habe, werde ich ein kleines Opfer hier vor meinem Hausaltar für sie vollführen.


    Und auch wenn du dich im Moment nicht so fühlst, vielleicht ist es gut, dass du gerade jetzt wieder Vater wirst, vor allem da du selbst sagst, dass unser kleier Namensvetter dir Kraft gibt. Ich denke, dass zweite Kind wird dir eine ebenso große Freude am Herzen sein. Richte Fausta bitte meine besten Wünsche aus.


    Lass mich dir dennoch zu deiner Ernennung gratulieren. Sie mag dir im Moment nebensächlich entscheiden, aber sie ist Lohn deiner jahrelangen Mühen und daher möchte ich sie nicht unerwähnt und ungeschätzt lassen.


    Zu den hiesigen Verhältnissen lass mich folgendes sagen: Egal, was du bisher über den germanischen Winter gehört haben magst, es ist gelogen. In Wahrheit ist es noch viel schlimmer, vor allem kälter. Wir sind vollständig eingeschneit und ich habe nicht den leisteten Schimmer einer Ahnung, wie lange dieser Brief bis zu dir brauchen wird.


    Die Götter und unsere Laren mögen dir beistehen.[/align]

    /images/signet/Siegel_gens_Iulia_Tabula.png



    MARCUS IULIUS LICINUS
    PRAEFECTUS CASTRORUM LEG II

  • Mogontiacum, KAL DEC DCCCLXV A.U.C.

    Ad
    Tribunus Cohortis Praetoriae
    Faustus Decimus Serapio
    castra praetoria
    Roma



    Licinus Serapio s.d.


    entschuldige, mein alter Freund und Kamerad, dass es so lange gedauert habe, bis ich mich von meinem neuen Dienstort hier im hohen Norden melde. Zumal es noch etwas länger werden wird, bis du den Brief in Händen hältst. Es ist hier tatsächlich noch kälter als es in Parthia heiß war. Ich kann wahrlich nicht sagen, was ich widerlicher finde. Ich habe heute anordnen müssen, die Wachschichten zu reduzieren, weil die Männer sich Erfrierungen an den Zehen geholt haben. Unvorstellbar dachte ich immer. Ich selbst war mit Iunius Seneca auf Inspektionsreise am Limes, als uns der Schnee überraschte, aber davon erzähle ich dir eines Tages lieber persönlich.


    Ansonsten verlief der Wechsel erstaunlich unspektakulär, legio ist legio, wie es sein sollte. Aber Mogontiacum und Mantua sind sich doch sehr ähnlich, mit einem entscheidenden Unterschied. Wo nämlich Mantua behäbig und verschlafen ist, ist diese Stadt hier jung und lebendig, vielleicht sogar übermütig, so kommt es mir vor. Beinahe wie bei Soldaten, wenn man die alten abgeklärten Veteranen mit jenen vergleicht, die gerade ihr tirocinium hinter sich haben.


    Esquilina hat ihren Unterricht gerade wieder aufgenommen, hier am Tempel. Sie ist noch immer der Sonnenschein wie eh und je, aber ich glaube, ich ha be ihre systematische Ausbildung in den letzten Jahren ziemlich schleifen lassen.


    Sonst bin ich immer noch damit beschäftigt, die hießigen Honoratioren kennen zu lernen.


    Aber genug von mir, wie geht es dir, was macht unsere Hauptstadt? Und wie geht es deiner Verlobten, habt ihr schon geheiratet, und deiner Nichte, hast du mittlerweile einen geeigneten Gatten für sie gefunden? Ich freue mich auf deinen Brief.


    Dein Freund Licinus.[/align]



    /images/signet/Siegel_gens_Iulia_Tabula.png



    MARCUS IULIUS LICINUS
    PRAEFECTUS CASTRORUM LEG II


    Sim-Off:

    Halbsatz ist beim copy paste verloren gegangen

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