Casa Prudentia ~Mogontiacum~

  • Zuerst war der Optio etwas überrascht, einen solchen Hühnen zu sehen. Aber dann fiel ihm ein, dass er mit 8 vollbewaffneten Legionären hier war und trat dem Ianitor entgegen.
    "Wir haben Auftrag, sämtliche Häuser der Stadt zu durchsuchen!"
    Das aggressive Entgegenkommen ließ seine Stimme auch nicht mehr ganz so freundlich wirken, obwohl er das vor einem Augenblick nicht geplant hatte...

  • Crispus nickte.


    "Ja, das Haus des Senators Prudentius. Aber eigentlich sollen wir alle Häuser durchsuchen..."


    Er überlegte einen Moment. Im Grunde genommen war es völlig unmöglich, dass der Senator Verbrecher beherbergte! Also...


    "...aber wenn du uns versichern kannst, dass der Senator heute Nacht keine germanischen Gäste aufgenommen, können wir dir Vertrauen schenken, nehme ich an!"


    Das würde zumindest nicht den Zorn des Senators entflammen und ihm somit Ärger ersparen...

  • "In diesem Haus pflegt man des Nachts zu schlafen. Und bis auf dein Klopfen an dieser Tür hat sch in dieser Nacht niemand diesem Haus auch nur genähert. Abgesehen davon pflegt mein Herr eher selten Germanen in sein Haus einzuladen." sagte er und man merkte, dass er keine wirkliche Lust mehr hatte mit diesen Römern zu sprechen.

  • Nach der Hochzeit im Statthalterpalast, begaben sich Balbus, Vespa und die sie begleitenden Equites zu jenem kleinen Häuschen in Mogontiacum, das Balbus' Schwester einst kaufte. Er selbst war nur selten hier, da er es bevorzugte nach Curiensitzungen den Weg nach Confluentes auf sich zu nehmen. Schliesslich wollte er Vespa nicht zu lange allein lassen.


    Doch heute, an einem Tag an dem er nicht nur mit einigen Reitern unterwegs war, war es schon zu spät um den stundenlangen Rückweg anzugehen. So hatten sie entschieden die Nacht und vielleicht auch noch den kommenden Tag hier zu verbringen.


    Die kleine Gruppe erreichte das Haus und Balbus öffnete die Tür. Das Haus war bereits auf ihre Ankunft vorbereitet worden und so strömte ihnen eine wohlige Wärme entgegen. Auch der Duft eines erwärmten Weines kam aus dem Inneren des Hauses.


    "Da wären wir." sagte er, an Vespa gerichtet. "Ich hoffe es gefällt dir hier."

  • Die Feierlichkeiten waren lang gewesen, aber auch schön und es tat gut sich mal wieder etwas unter Menschen bewegt zu haben und sich mit ihnen zu unterhalten. Natürlich erfuhr man dabei den meisten Tratsch und Klatsch. Es war nicht immer schlecht auch diesen sich anzuhören und über manche Dinge so informiert zu werden..


    Sie hatten ein Stück Weg und es war kalt geworden hier oben, gerade in der Nacht und so war Vespa sehr froh als sie wieder ein warmes Haus betreten konnten. Schnell war sie in der Tpür verschwunden."


    "Bisher sah es schon schön aus. Zumindest was ich von außer so sehen konnte und der Eingangsbereich ist auch sher ansprechend. Doch ich denke es wird mir hier gefallen und davon mal abgesehen. Hier ist es warm. Ganz anders als draußen."


    Mit einem breiten Grinsen sah Vespa Balbus an und wartete woihin er sie nun führen würde.

  • Balbus grinste. "Ja, warm ist es hier. Das bedeutet, dass die Sklaven hier doch noch ein paar Tage länger hier bleiben können." Er lachte und führte sie aus dem Eingangsbereich, durch das Atrium in den Wohnraum.
    Die Equites liessen sich derweil von einem Sklaven in die Küche führen.


    Der Wohnraum war recht gemütlich eingerichtet. Mehrere Korbsessel und zwei Klinen standen in lockerer Anordnung im Raum. Alle waren mit grossen, weichen Kissen versehen. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch, auf dem in zwei Bechern sehr dünner, dampfender Wein bereitstand. Zwei Kohlebecken am Rand des Raumes sorgten für eine angenehme Wärme.


    "Bitte, mach es dir gemütlich." sagte Balbus, nachdem sie den Raum betreten hatten.

  • Obwohl es hier so angenehm warm war, dauerte es einen Moment bis sie komplett durchgewärmt war und so durchzogen sie hin und wieder ein paar Schauer. Diese waren bald verflogen und im Wohnraum angekommen, nahm sie natürlich diesen auch erst einmal unter die Lupe. Er war wirklich sehr nett eingerichtet und es war auch hier warm. Ihre Finger verloren mehr und mehr die blaube Farbe, die sie leicht zwischenzeitig angenommen hatten. Dann nahm sie auf dem ihr angebotenen Stuhl Platz und beguckte sich den warmen Wein näher.


    "Ein wirklich schönes Haus habt ihr hier noch. Es ist zwar klein, aber sehr gemütlich eingerichtet."


    Wie gut es tat endlich zu sitzen und etwas Ruhe zu haben.


    "Es ist schon beeindruckend wieviele Leute zu so einer Hochzeit erscheinen. Diese hier war ja fast noch größer als die, die ich in Roma besucht habe."

  • Auch Balbus nahm Platz. "Meine kleine Schwester hat es vor Jahren gekauft, als sie einen Posten bei der Provinzverwaltung angenommen hat. Nachdem sie nach Hispania übersiedelte stand es leer und wurde nur hin und wieder von meinem Vater genutzt." sagte er kurz zu dem Haus.


    "Ich glaube es hängt davon ab, welche Stellung in der Gesellschaft man hat. Eine hochgestellte Persönlichkeit könnte vermutlich sogar in den kalten Nordgegenden Britannias eine Menge Gäste anlocken."

  • "Nun ja, das ist wahr. Doch war es schön mal wieder unter Leuten zu sein und auch einmal die wichtigen Persönlichkeiten der Provinz kennen zu lernen. Diese Frau, Duccia Venusia, ist sie schon lange in der Verwaltung? Als ich hier lebte, war mir der Name kein Begriff. Ist schon etwas ungewöhnlich, oder?"


    Langsam aber sicher beschlich sie immer größer werdender Durst und sah inzwischen schon fast hypnotisiert den Becher an. Sie hatte auf der Feier etwas mehr Wein getrunken als sie es gewöhnlich tat und nun rächte sich der Alkohol mit unerträglichem Durst.

  • "Sie war schon in der Verwaltung tätig, als mein Vater noch hier lebte." sagte er. "Also muss sie schon recht lange eine entsprechende Funktion ausführen."
    Er wusste es natürlich nicht genau, genauso wenig wie er wusste, wie alt Venusia eigentlich war. Doch er wusste, dass sein Vater sie sehr schätzte und dass er immer gut von ihr geredet hatte.

  • "Ich verstehe,"


    meinte sie und nahm sich vor wann anders Gedanken darüber zu machen. Jetzt war sie nicht mehr ganz in der Lage dazu.


    "Was meinst du? Sollten wir den Wein nicht vielleicht so lang trinken wie er noch warm ist? Wenn wir ihn kalt hätten trinken wollen, hätte er ja nicht warm gemacht werden müssen. "


    Der Gedanke etwas zu sich zu nehmen, das von innen wärmte war wirklich sehr verlockend. Denn noch immer war ihr ein wenig kühl.

  • Sie sah schon ein wenig verdutzt drein. Paulina und kühl. Nein, eigentlich war sie alles andere als dies und sie sehr verwundert, dass Balbus so von ihr dachte.


    "Ich denke, dass das mit den Zeremonien zu tun hat. Es ist sehr anstregend zu heiraten. Gerade für eine Frau und da wirds sie sicher einfach schon ziemlich geschafft gewesen sein. "


    Anders konnte sie sich das ganze nicht erklären oder spielte er auf etwas anderes an?

  • "Ja, dass wird es gewesen sein." sagte er und unterstützte das mit einem halbherzigen Nicken. Jetzt galt es schell das Thema zu wechseln, sonst könnte das zu einer unschönen Situation führen, doch leider fiel ihm gerade kein guter Übergang ein.

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