[Cursus Publicus] Mansio Mantuae

  • Als das Gepäck von Titus auf den Tisch knallte schreckte der Stationarius auf:


    "Was...... Wo...... Hä.....!!??"


    Titus musste grinsen als er seinen Gegenüber so sah. Dieser fand die Ganze Angelegenheit allerdings gar nicht witzig. Davon ließ sich Titus aber nicht einschüchtern:


    "Salve, ich bin wie eben schon gesagt Titus Iulius Flavus, ich bin der neue Tabellarius."


    "Salve, du darfst mich Stationarius nennen. Du bist also der Neue? Sehr erfreut. Das da drüben ist dein Platz. Und im Stall kannst du dir die Pferde nehmen. Und jetzt lass mich weiter nachdenken."


    Ttus musste unfreiwillig grinsen und ging erstmal zu seinem Schreibtisch. Dieser war zwar verstaubt, doch dafür hatte er nun zum ersten mal in seinem Leben einen. Das könnte noch interessant werden das ganze mit dem Arbeiten......

  • Der junge Iulier hatte sich mittlerweile eingelebt hier in Mantua. Mittlerweile kam er sogar mit dem etwas knorrigen Stationarius recht gut zurecht. Sie hatten so etwas wie einen kleinen Pakt geschlossen. Titus verhielt sich einfach unauffällig und verrichtete seine Arbeit ohne dem Stationarius auf die Nerven zu gehen, dafür traktierte der Stationarius Titus in keinster Weise. So hatte sich Titus ein recht gemütliches Leben eingerichtet und verdiente dabei auch noch sein erstes Geld für sich selber.


    Nun musster er aber noch nach einer Bleib Ausschau halten. Bisher hatte Titus in der Mansio übernachtet, doch so langsam wurde es doch eher unangenehm hier. Die Zimmer waren zwar nicht so schlecht, doch wollte er einfach einen Platz haben wo er für sich sein konnte. Deshalb beschloss er das nächste mal wenn er in die Stadt kam sich nach einem Zimmer um zu sehen das nicht viel kostete.....

  • Ausser Atem betrat Aculeo den Cursus Publius und blickte sich um. Den erstbesten Angstellten hier im Officium sprach er an und fragte nach dem Stationarius der anscheinend gerade schwer beschäftigt war und sich in Luft aufgelöst hatte. Die Antwort war erschöpfend, der Stationarius wäre im hinteren Büro zu finden und würde nicht gestört werden wollen.


    Wie immer hielt sich Aculeo nicht sonderlich an solche Wünsche und krachte schon wieder völlig bei Atem ins Officium um den Stationarius eine Aufgabe zukommen zu lassen.


    Salve Stationarius. Ich bin Paullus Germanicus Aculeo, Stationarius in Ostia und komme geradewegs aus Rom zu dir. Der Grund ist dass die Mitarbeiter in der grossen Stadt völlig ausgelastet sind und du hier nun einige Briefe bekommst die zugestellt werden müssen. Es geht übrigens nach Germanien. Am besten ist es du schickst einen jüngeren Tabellarius auf den Weg damit hier keine Unfälle passieren.
    Nachdem der Stationarius verdutzt den ungebetenen Besucher anblickte nahm er die Briefe in die Hand und antwortete unbekümmert. Wie wäre es mit einem ganz frischen Mann. Gerade erst reingekommen und ich bin mir sicher er brennt darauf etwas zu tun zu haben. Paullus zuckte nur mit den Schultern und erwiederte. Ich bin mir sicher du wirst den richtigen mit dieser Aufgabe betrauen und wissen was du tust. Und er hoffentlich auch..schmunzelte er und flugs wurde der Neue ins Officium gerufen. Iulius Flavius hieß derjenige und Paullus runzelte kurz die Stirn.

  • Flavus wäre beinahe vom Stuhl gefallen als sein Name gebrüllt worden war. Er war ein wenig weggenickt und musste sich erstmal sammeln. Dann betrat er das Officium und blickte erst kurz Aculeo recht verdutzt an bevor er dann fragte:


    "Ja, worum geht es denn?"

  • Kurz nachdem der hiesige Stationarius nach dem Tabellarius gebrüllt hatte stand dieser auch schon im Officium. Paullus musste grinsen als er Flavus sah und konnte es sich nicht verkneifen ein Kommentar abzugeben.


    Ah. Er hat sich schon eingelebt. Voll integriert sozusagen. Der aphatische Blick des jungen Iuliers ließ erahnen welche Tätigkeit zuletzt ausgeübt wurde.


    Salve. Ich bin Germanicus Aculeo, Stationarius in Ostia. Zur Zeit auch des öfteren in Rom wegen des Personalmangels. Ich habe hier einige Schreiben die schnellstens an ihr Ziel gebracht werden müssen und dein Stationarius Titus meinte du wärst der geeignete Mann dafür.


    Bei diesen Worten holte er die Schreiben aus einer Tasche die unter seinem Mantel verstaut war und überreichte sie Flavus



    Ad
    Germancia Calvena
    Casa Quintilia
    Mogontiacum (Germania)


    Liebe Calvena,


    bitte entschuldige, dass ich so lange nichts mehr von mir hören haben lassen, allerdings ist in den Tagen, nachdem mich dein Brief endlich erreicht hatte so einiges hier in Rom passiert. Unter anderem hatte ich den Tod meines Onkels und den meiner Tante zu beklagen und das hat mich - wie du dir sicher denken magst - sehr mitgenommen. Doch genug von meiner Trauer, nun möchte ich dir endlich antworten und dir von Herzen gratulieren! Du wirst also auch Mutter?! Du meine Güte, ich kann es noch immer nicht fassen. Du, Serrana und Septima werdet Mamas! Nur ich nicht. Gib es einfach zu, Calvena, habt ihr euch alle gegen mich verschworen?!


    Nein, Spaß beiseite! Ich freue mich wirklich sehr für dich, für deine Familie und ich wünsche euch alles erdenklich Gute für die Zukunft! Ich kann es kaum erwarten, bis du in Rom zurück sein wirst und ich dein Kind mal sehen werde. Außerdem müssen wir dann unbedingt wieder gemeinsam etwas unternehmen, so wie früher, denn ich vermisse unsere Treffen durchaus sehr.


    Nun könnte ich eigentlich den Brief schon wieder beenden, da ich dich mit den eingangs erwähnten Ereignissen gar nicht weiter behelligen möchte. Aber gut, da du in deinem Brief so neugierig nach meiner Liebe gefragt hast, schreibe ich dir ein bisschen davon. Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben, dass ich tatsächlich DEN Mann fürs Leben gefunden haben soll, aber es scheint wahr zu sein. Es ist ein Flavier und sein Name ist Aulus Flavius Piso. Wir sind uns eher zufällig auf dem Markt begegnet und bei dem folgenden gemeinsamen Einkaufsbummel sind wir uns irgendwie näher gekommen. Ich kann nicht genau sagen was es war, aber er hat mich von der ersten Sekunde an beindruckt. Er ist so aufmerksam, so zuvor kommend und vor allem erwidert er meine Liebe und Zuneigung auf eine so liebreizende Art, dass ich einfach nicht anders kann, als ihn gern zu haben und ihn zu lieben. Oh Calvena, mein ganzes Leben lang habe ich mir gewünscht, dass meine Ehe nicht nur der politischen Bande wegen geschlossen würde und ich einen Mann heiraten darf, der meine Liebe erwidert und dem ich tatsächlich etwas bedeute. Dieser Wunsch scheint nun in Erfüllung zu gehen und darüber bin ich unendlich glücklich.


    Ich hoffe sehr, dass du und dein Mann bis zu meiner Hochzeit zurück in Rom sein werdet und natürlich seid ihr ganz herzlich dazu eingeladen. Nun gäbe es sicher noch vieles zu erzählen, doch kann ein Brief leider keinen Plausch unter Freundinnen ersetzen. Das holen wir aber nach, versprochen!


    Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit in Germanien. Genieße das werdende Mutterglück, auf das die Götter dir, deinem Kind und deiner Familie allzeit Glück und Gesundheit schenken mögen.


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    Ad
    Germanica Calvena
    Casa Quintilia
    Mogontiacum
    Germania



    Liebe Calvena,


    Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich gefreut habe, dass du auch schwanger bist! So wie die Dinge stehen, werden unsere Kinder wohl nur kurz hinter einander zur Welt kommen, und vielleicht wird ihnen ja eine ähnliche Freundschaft zueinander geschenkt werden, wie es bei uns beiden der Fall ist. Ist es nicht seltsam? Vor einem Jahr haben wir noch gemeinsam für unsere Prüfung gelernt, und ich hatte mich gerade in deinen Onkel verliebt und traute mich nicht, es dir zu erzählen. Irgendwie sind die Monate seitdem wie im Fluge vergangen, und plötzlich sind wir beide verheiratet und werden bald Mütter sein. In meinem Fall muss es wirklich bald sein, denn mein Bauch ist inzwischen so dick, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie der noch größer werden soll. Septima sieht trotz ihrer Schwangerschaft immer noch elegant aus, aber ich fühle mich allmählich wie ein kleines dickes Fass. Doch ich will mich nicht beschweren, vom meinem Aussehen abgesehen geht es mir nämlich endlich wieder etwas besser und ich habe nicht mehr ganz so furchtbare Angst, wenn ich an die Geburt denke. Calvena, du glaubst gar nicht, wie dankbar ich dir dafür bin, dass du mich nach deiner Abreise zu Romana geschickt hast! Von allein hätte ich mich niemals zu den Vestalinnen getraut, und Romana hat mittlerweile schon so viel für mich getan. Wenn ich allein an all die Stunden denke, in denen sie mit mir die Heiligtümer all der Götter abgelaufen ist, die sich bei der Leberschau so verärgert gezeigt haben. Das war wirklich anstrengend, aber sie war immer geduldig und hat sich große Mühe bei den Opfern gegeben. Wir sind immer noch nicht ganz durch, aber bislang ist alles gut gegangen, und mit jeder Litatio werde ich ein wenig ruhiger und zuversichtlicher.
    Doch auch, wenn es um mich herum wieder etwas heller wird, so scheint doch immer noch der Zorn der Götter über unserer Stadt zu liegen und ständig neue Opfer zu suchen. Der Selbstmord von Axillas Mann war ja schon schlimm genug, aber vor kurzem haben sich auch der Pontifex Aurelius und seine Frau aus heiterem Himmel das Leben genommen. Natürlich gibt es unendlich viele Gerüchte, es gibt sogar Leute, die behaupten, dass Flavia Celerina irgendwie in den Frevel von Nemi verwickelt war, aber das kann doch unmöglich wahr sein, oder? Jedenfalls fällt es mir unglaublich schwer mir vorzustellen, dass die beiden tot sind, schließlich waren sie doch jung und gesund und gehörten zu den mächtigsten Menschen in ganz Rom. Aurelius Corvinus habe ich das letzte mal gesehen, als er mir den Unterricht für einen Schüler übertragen hat, da wirkte er zwar manchmal etwas seltsam, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass er sich bald das Leben nehmen würde. Und ja, du hast richtig gelesen, ich habe tatsächlich meinen ersten Schüler unterrichtet, unglaublich, nicht wahr? Sein Name ist Flavius Flaccus, und es hat wirklich Spaß gemacht, ihn auf die Prüfung vorzubereiten, die er auch problemlos bestanden hat. Wer weiß, vielleicht bekomme ich ja bald einen neuen Schüler und kann den dann auch praktisch unterweisen, das war mir diesmal wegen meiner Schwangerschaft ja leider noch nicht möglich.
    So, jetzt höre ich aber auf zu schreiben und schicke Adula direkt zur Postannahme, damit du meinen Brief auch so schnell wie möglich bekommst. Schreib mir doch bitte, wie es dir und Valerian in der Zwischenzeit ergangen ist und ob es vielleicht Aussichten gibt, dass ihr endlich wieder nach Rom zurückkehren könnt, damit wir uns endlich wieder sehen.


    mögen die Götter über dich, deinen Mann und euer ungeborenes Kind wachen,


    alles Liebe,
    Serrana



    Ad L. Quintilius Valerian
    Mogontiacum


    Sp. Purgitius Macer s.d.


    Aus den Akten weiß ich, dass bei dir noch eine müdliche Prüfung zum Examen Tertium aussteht. Eine solche Prüfung könnte in Kürze abgehalten werden. Wenn deine Vorgesetzten dir die Reise erlauben, kannst du an dieser Prüfung teilnehmen.


    Ich bitte um Rückmeldung, sowohl im Falle einer Absage als auch einer Zusage.


    Sp. Purgitius Macer
    Kommandeur der Academia Militaris



    Du kannst alle drei Schreiben in der Villa Quintilia abgeben. Ersparst dir damit den Weg zum Castellum um dort die Tabula abzuliefern fügte Aculeo noch hinzu.


    Ich hoffe du hast eine gute Reise und kommst wohlbehalten wieder hier an. Falls es sich ergibt so könntest du auch gleich Schreiben nach Italia übernehmen.

  • Sim-Off:

    Bitte von der Wertkarte der Gens Artoria abbuchen!



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    Ad T. Octavius Dragonum

    Provincia Alexandria et Aegyptus
    ~~~~~
    Nikopolis
    ~~~~~
    Verwaltung der Legio XXII Deitoriana


    ____________________________________________


    Salve, werter Octavius,



    Mit Bestürzung über den Verlust meines Verwandten, einem starken und ehrbaren Mann, vernahm ich Dein Schreiben. Ohne jeden Zweifel ist dies für meine Familie und für die Legio XXII ein großer Verlust.


    Bei all der Trauer darf nicht vergessen werden, den Toten zu gedenken. Daher richte eine sehr wichtige Bitte an Dich, mir die Überreste meines Verwandten in Form einer Urne mit seiner Asche in Mantua zukommen zu lassen, damit er wie alle Artorier einen würdigen Platz bei unseren Ahnen einnehmen kann. Ich komme selbstverständlich für die Kosten auf, die der lange Transport aus Ägypten verursacht.


    Möge Mars über Dich wachen.


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    [Blockierte Grafik: http://www3.pic-upload.de/23.11.09/wsvuctcttlnj.png]


    Ad L. Artorius Graeceius

    Provincia Alexandria et Aegyptus
    ~~~~~
    Nikopolis
    ~~~~~
    Castellum der Legio XXII Deitoriana


    ____________________________________________


    Salve, mein lieber Graeceius,



    Gewiss wird Dich der plötzliche Tod von Menas genauso tief getroffen haben, wie mich. Ich hoffe, in Ägypten geht es Dir gut und Deine Karriere macht Fortschritte. So erzähle mir bitte, brauchst Du Unterstützung in irgendeiner Form? Wie machst Du Dich im harten Alltag der Legion?


    Du wirst sicherlich mit dabei gewesen sein, als Menas umgekommen ist. Leider hat man mir seitens der Legio XXII nicht sehr viel mehr gesagt, als in Form eines Standardschreibens überhaupt üblich ist. Doch ich möchte wissen, wie er gestorben ist, damit wir ihm alle gedenken können. Bitte erzähle mir, wie es passieren konnte.


    Möge Mars über Dich wachen.


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  • Licinus stapfte in die Mansio des Cursus publicus. Für diesen Brief musste er wohl den CD bemühen, denn er war nicht wie meist nach Rom adressiert sondern in die Germania.
    Vor ihm breiteten sich die Schalter aus, wo die Post angenommen wurde, da im Moment wenig Publikumsverkehr herrschte, schüttelte er sich, um das Nieselwetter los zu werden und fragte dann in die Runde:
    "Wer ist für Briefe nach Germania zuständig?!"

  • "In Ordnung. ich mache mich sofort auf den Weg nach Germanien."


    erwiderte Flavus und nahm di Briefe welche Aculeo in der Hand hielt. Dann machte er kehrt und verließ das Officium. Als er in den Raum mit der Postannahme trat hörte er wie jemand wegen Post nach Germanien fragte. Er ging auf den Mann zu und sagte:


    "Ich bin auf dem Weg nach Germanien. Wenn du gleich bezahlst kann ich den Brief noch mitnehmen. Sonst geht er erst mit der nächsten Lieferung raus."


    Flavus lächelte freundlich und machte sich bereit zu gehen.

  • "Dann lieber direkt. Abzubuchen ist die Gebühr von der Wertkarte der legio prima - Soldaten." sprach Licinus und händigte dem Mann vor ihm den Brief aus-


    AD
    Iulia Cara
    praetorium LEG II
    Moguntiacum


    Salve Naschkatze Cara,


    entschuldige, ich habe wohl immer noch das kleine Mädchen vor meinem inneren Auge. Nun, den Inhalt der Speisekammern zu kennen ist natürlich immer ein immenser Vorteil. Es tut mir übrigens Leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber ich war lange dienstlich in Italia unterwegs und die Briefe wurden mir nur nachgeschickt, wenn sie dienstlich waren. Wir haben versucht neue Rekruten für die legio anzuwerben und hatten, wie ich vorherzusagen wage, einigen Erfolg.


    Nun, sie mag einen Weg gefunden haben dich zurück zu beordern, aber so wie ich deinen Brief lese, wird sie dich nicht länger als bis Ende des Winters aufhalten können. Aber ich bitte dich, warte die Schneeschmelze ab, denn was einmal gut ging muss es nicht ein zweites mal.
    Ich muss leider zugeben, dass ich aufgrund meiner Pflichten sowohl Hochzeit, als auch Verlobungsfeier verpasst habe. Ich werde jedoch demnächst mal nach Rom reisen um den mündlichen des Examens Tertium abzulegen. Den schriftlichen absolvierte ich während einer Rekrutierungsreise durch Italia.


    Ob mein Rat weise war, das kann ich nicht beurteilen. Aber zumindest gegenüber meinen Soldaten funktioniert er. Als Kindermädchen fühlte ich mich eigentlich nie, eher schon wie eine Art strenger Ersatzvater. Nicht umsonst heißt es, dass die contubernia die Familien der Soldaten sind und der centurio ist wohl der Übervater der centuria.


    In der Tat ist er ein guter Kommandant. Insbesondere, worauf wir centurionen großen Wert legen, benimmt er sich nicht überheblich, sondern bemüht sich redlich und hört auf die Ratschläge der Berufssoldaten. Was nicht heißen soll, dass er eine getroffene Entscheidung leichtfertig umwirft, was genauso schlecht wäre.
    Den Quintilier kenne ich jedoch nicht, tut mir Leid. Auch zu deinem Bruder habe ich keine Informationen. Aufgrund der Reise, die ich oben erwähnt habe, bin ich aber auch noch nicht komplett durch meine Privatpost hindurch.


    Nun, wie du vielleicht bemerkt hast, habe ich ein Thema vollständig ausgespart: Parthia. Es ist nicht leicht darüber zu schreiben, musst du wissen. Zu reden schon eher, daher schlage ich vor, dass wir das darauf verschieben, wenn du nach Rom zurückreist.
    Eine andere Möglichkeit, falls du die acta in Moguntiacum bekommst, wäre diese, da vor einiger Zeit ein Schreiber bei mir war. Man möchte wohl die Geschichten einiger wichtiger Männer des Imperiums veröffentlichen. Keine Ahnung, wie mein Name dahinein gerutscht ist, aber der Punkt ist, ich wurde interviewed, wie man wohl auf griechisch sagt. Lieber würde ich es dir jedoch selbst eines Tages erzählen, damit du mein Bild bekommst und kein hochstilisiertes.


    Ich wünsche dir alles gute nachträglich und deiner Freundin das Beste zur Hochzeit.


    Dein Onkel


    Marcus


    "Der Brief geht an meine Nichte Iulia Cara im Hause des legatus Decimus der zweiten legio." erwähnte er überflüssigerweise, nichtahnend, dass er einen Verwandten vor sich stehen hatte. "Wie lange wird ungefähr es dauern bis sie ihn erhält?"

  • "Iulia Cara? Du bist Iulier?"


    fragte Flavus nun etwas verblüfft und sah seinen Verwandten nachdenklich aber auch freudig an.


    "Salve, mein Name ist Titus Iulius Flavus, Sohn des Iulius Potitus. Es ist schön ab und an einem Verwandten zu begegnen."


    Dann nahm Flavus auch noch den Brief seines Verwandten an sich und gab ihm eine Auskunft:


    "Nun, das hängt ganz von den Witterungsbedingungen ab. Sollte in den Alpen bereits Schnee liegen, dann kann es länger dauern, ansonsten so circa 3 Tage."

  • "Ja, das bin ich!" antwortete Licinus überrascht, bevor er sich vollständig vorstellte.
    "Marcus Iulius Licinus, Sohn des Gaius Iulius Gracchus und primus pilus der ersten legio. Freut mich dich kennenzulernen. Komm mich doch mal in der castra besuchen, wenn du wieder da bist."


    Licinus war beeindruckt, schwer beeindruckt sogar. In nur drei Tagen? Er hatte nicht gedacht, dass es so schnell ginge.
    "Nun, dann wünsche ich dir eine gute Reise!"

  • Tage, Wochen hatte Reatinus gewartet. Gewartet auf eine Antwort zu einer höchst wichtigen Angelegenheit. Er wollte die Überreste eines verstorbenen Verwandten aus Ägypten haben, doch nie kam sie, diese Antwort, auf die er wartete. Allmählich wurde es ihm verdächtig. Irgendetwas war hier falsch gelaufen, und darüber war Reatinus nicht erfreut, dass man nicht wenigstens Bescheid gab.


    Mit zweifelndem Blick trat der Artorier in die Mansio Mantuae und sah sich um. Dort war ein Scriba, den er direkt fragte: "Salve. Wer ist hier für die Post nach Nikopolis, Ägypten zuständig?"

  • Mitten in der Nacht kam Aculeo in Mantua an um einige Schreiben abzugeben da Rom immer noch überlastet war. Der neue Tabellarius, Iulius Flavus, dürfte seine Sache recht gut machen daher bestellte er auch heute wieder den jungen Mitarbeiter ins Büro.


    Salve, Flavus. Ich habe hier wieder einige Schreiben. Diesmal nach Ägypten. 2 gehen an die Curia in Alexandria. Einer geht ans Hafenbüro und dieser hier



    Ad
    Germanica Aelia
    Alexandria
    Provincia Alexandria et Aegyptus




    EDICTUM AEDILIS CURULIS



    Bei der Kontrolle der Betriebe fiel ein Verstoß gegen § 3 Codex Universalis - Lex Mercatus, Abs. 5 auf. Gemäß diesem Absatz ist es Mitgliedern des Ordo Senatorius nicht gestattet, andere Betriebe zu führen, als solche, die der Produktion landwirtschaftlicher Güter und deren Weiterverarbeitung dienen.
    Den Unterlagen zufolge bist du Mitglied im Ordo Senatorius und gleichzeitig Eigentümerin des Malerbetriebes 'picturae Hispania Didius', der Taberna 'Stella Mare' und der Töpferei 'terra incendium carthago nova' - alles Betriebe, die oben genannte Voraussetzungen nicht erfüllen. Keiner Betriebe verarbeitet Rohstoffe aus der Landwirtschaft, Ton zählt nicht als landwirtschaftliches Produkt.



    Du wirst hiermit aufgefordert, diese drei Betriebe abzugeben. Alternativ ist es möglich, mir nachzuweisen, dass die Einträge zu deiner Person nicht stimmen. Die Frist hierfür wird auf vierzehn Tage nach Zustellung dieses Schreibens festgesetzt. Erfolgt die Abgabe der Betriebe nicht in der angegebenen Frist, wird dieser Verstoß gegen die Lex Mercatus mit einer Geldstrafe geahndet. Alle Betriebe sind bis zur Abgabe stillzulegen.


    Beschwerde oder Einspruch kann an den amtierenden Consul gerichtet werden.



    Gezeichnet und verfügt:


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    gez. H. Claudius Menecrates



    ANTE DIEM VIII KAL DEC DCCCLX A.U.C. (24.11.2010/107 n.Chr.)


    wäre recht wichtig. Anscheinend gibt es hier einige Ungreimtheiten.


    Das wäre dann alles von meiner Seite her beendete er nun seine Rede und lächelte freundlich.


    Zur gleichen Zeit wurde von einem Herrn erfragt wer für die Post nach Ägypten zuständig sei und ehrlich wie Aculeo eben war nahm er auch gleich dieses Problem in Angriff um den laufenden Betrieb nicht aufzuhalten.


    Salve. Mein Name ist Germanicus Aculeo. Ich nehme an es handelt sich um ein Problem? fragend blickte er Reatinus an


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    Sim-Off:

    edit: namensberichtigung des tabelarius

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  • Titus war die Reiserei mittlerweile gewohnt, ja sie machte ihm sogar Spass. Die letzten Tage hatte er frei gehabt und wartete nun auf neue Aufträge als Aculeo herein kam.


    "Ah, salve. Schöndich zu sehen. Also Aegypten dieses mal. Endlich mal was Neues. Ich werde mich umgehend auf den Weg machen."



  • Reatinus blickte skeptisch drein. Der Mann sah aus wie jemand, der hier das Sagen hatte. Er war zumindest ein wenig besser gewandet wie die gewöhnlichen Postboten. Umso besser! Also konnte er sich gleich an höchster Stelle beschweren!


    Ob es ein Problem gäbe? Natürlich gab es das! Sonst wäre er ja nicht hier! "Oh ja, es gibt ein Problem", meckerte Reatinus, "Ich habe vor einigen Tagen Briefe nach Ägypten versendet! Sind die verloren gegangen oder die Antworten darauf?"

  • Paullus fiel aus allen Wolken oder eigentlich nur aus einer,,,seiner persönlichen Wolke wo alles in Ordnung war und keinerlei Probleme bestand hatte. Briefe nach Ägypten..verloren? Wie konnte das denn sein? Immerhin war der CP eine der wenigen Institutionen die reibungslos funktionierten...


    Also. Wohin genau gingen die Briefe? Und wann wurden sie abgegeben? Vielleicht kann ich auch nachforschen wenn du mir deinen Namen nennen würdest denn es wird alles protokolliert und akribisch festgehalten....antwortete Paullus nun dem leicht aufgebrachten Soldaten...Zumindest hatte er die Kleidung eines solchen an..

  • Zitat

    Original von Titus Iulius Flavus
    Titus war die Reiserei mittlerweile gewohnt, ja sie machte ihm sogar Spass. Die letzten Tage hatte er frei gehabt und wartete nun auf neue Aufträge als Aculeo herein kam.


    "Ah, salve. Schöndich zu sehen. Also Aegypten dieses mal. Endlich mal was Neues. Ich werde mich umgehend auf den Weg machen."


    Pass aber auf...ich hörte es gibt einige Unruhen in der Wüste....ich habe keine Lust deinen Vater von deinem Ableben zu berichten...meinte Aculeo aufrichtig...

  • Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo
    Paullus fiel aus allen Wolken oder eigentlich nur aus einer,,,seiner persönlichen Wolke wo alles in Ordnung war und keinerlei Probleme bestand hatte. Briefe nach Ägypten..verloren? Wie konnte das denn sein? Immerhin war der CP eine der wenigen Institutionen die reibungslos funktionierten...


    Also. Wohin genau gingen die Briefe? Und wann wurden sie abgegeben? Vielleicht kann ich auch nachforschen wenn du mir deinen Namen nennen würdest denn es wird alles protokolliert und akribisch festgehalten....antwortete Paullus nun dem leicht aufgebrachten Soldaten...Zumindest hatte er die Kleidung eines solchen an..


    Wenn alles akribisch festgehalten wurde, fragte sich Reatinus, wie kam es dann, dass er noch nicht Bescheid wusste? Dass man sich erst wundern musste, wo die Briefe waren? "Die wurden am ANTE DIEM XVI KAL DEC DCCCLX A.U.C. (16.11.2010/107 n.Chr.) abgegeben. Und ich hoffe doch sehr, dass die nur vergessen wurden! Ich schreibe Briefe nur ungern zweimal", sagte Reatinus mit mahnender Stimme. Fehler konnten passieren - er fand es jedoch katastrophal, dass ihn darüber niemand in Kenntnis setzte!

  • Zitat

    Original von Servius Artorius Reatinus


    Knapp bevor er nach Mantua aufgebrochen war hatte er die Listen des Versands aktuallisiert und ergänzt. Dabei war im aufgefallen dass ein Brief aus Mantua nach Ägypten mit einiger verspätung am Ziel ankam.
    Diese Daten im Kopf waren nun von grossem Nutzen und mit einem
    Seufzer und einem Lächeln nahm er die Mahnung des besorgten Schreibers auf. Der CP hatte die Pflicht Nachrichten sorgsam zu behandeln und diese, auch Gefahr zu laufen sein Leben dabei zu lassen, an seinen Bestimmungsort zu bringen.


    Du machst dir unnötig Sorgen..antwortete Aculeo freundlich.


    Die Zustellung wurde durch einige lästige Umstände verzögert. Unser Tabellarius musste quer durch die Wüste da die Truppen im Moment im Einsatz stehen...hier musste Aculeo nun auch mal kurz überlegen was die Nachrichtenübermittlung anging...warum wusste der Soldat nichts davon? 8)


    Dein Schreiben ist angekommen...beendete er seine Erklärung

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