Hortus | Felix und die Claudier

  • Mit einem scharfen, gartenarbeitstauglichen Messerchen stand ich grübelnd vor einem Rosenstrauch. Mit schiefgelegtem Kopf bearbeitete ich ihn in Gedanken. Was würde wohl am Besten aussehen? Nach mehreren gedanklichen Versuchen setzte ich mein Messer an, und ein paar gezielte, genau geführte Schnitte später entsprach das Aussehen des Busches durchaus meinen Vorstellungen. Zufrieden reichte ich das Messer einem Sklaven, damit er es reinigte und wegräumte, als ich Stimmen hörte.

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  • Schon beinahe bedrohlich stand Flavius Felix an einem Rosenstrauch und schnitt an ihm herum. Öfters schien dabei auch ein irres Flackern in seinen Augen zu sehen zu sein. Vitulus entschied sich, wie immer höflich zu sein und sich mit diesem Flavier niemals anzulegen. Freundlich blickte er in dessen Richtung, während die alte Frau sie beide näher zu ihm führte. Vitulus achtete darauf nicht zu weit vor Arbiter zu gehen, der ihm in einigen Schritten Abstand folgte.


    "Salve Secundus Flavius Felix! :)


    Ich bin nun, wie versprochen, deiner Einladung gefolgt. Wir müssen nun einiges besprechen. Dies hier..."


    Er wies dabei auf Arbiter.


    "... ist mein Onkel Marcus Claudius Arbiter und Vater von Claudia Antonia."


    Gerade stand Vitulus in der Sonne und wartete auf die Antwort des Flaviers.

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  • Ich warf den Rosen noch einen letzten Blick und Gedanken zu.


    'Ihr seid wie der Adel, stolz, schön, mit euren Dornen aber dennoch wehrhaft; kurzum, die Krönung des Gartens. Und dennoch muss man hin und wieder ein paar Äste entfernen, andere stützen oder verbiegen, damit der Strauch stark wird und gedeiht.'


    Dann wandte ich mich den anderen Rosen zu. ;)


    "Sei gegrüßt, Vitulus. Sei gegrüßt, Arbiter! Ich freue mich euch in meinem trauten Heim begrüßen zu dürfen."


    Während ich sie zur nächsten Sitzgruppe unter einer Laube führte und auch schon die ersten Sklaven mit Häppchen und verdünntem Wein dort eintrudelten, leitete ich das Gespräch auch schon zum Wesentlichen.


    "Soso, Claudia Antonia. Ich gratuliere, Arbiter, zu deiner wunderschönen Tochter. Doch sagt, werdet ihr auf das Angebot eingehen?"

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  • Ihr Gastgeber murmelte noch einen Satz als sie bereits vor ihm standen. Nur schwer verstand er ihn, aber es genügte ihm das was er hörte dass es unwohler wurde. Daher tat Vitulus das was in solchen Situationen am Besten zu tun war, er setzte ein breites Lächeln auf. :D


    Währenddessen wurden sie in eine kleine Laube geführt, wo auch Wein und Trank auf sie wartete, leider keine Trauben. Vitulus setzte sich zusammen mit Arbiter gleich gegenüber von Felix. Bevor Arbiter zur Antwort ansetzte, wollte Vitulus noch etwas sagen und setzte an.


    "Nun, wir sind dem Anliegen wie den Flaviern sehr gewogen. Wir müssen aber natürlich noch den Bräutigam selbst kennenlernen und Rahmenbedingungen sehen, die unsere beiden Familien stützen."


    Dann schaute er in Arbiters Richtung.

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  • Vitulus blickt mich an.


    "Mein Neffe spricht Wahres. Wir wollen einen Eindrück über die näheren Umstände gewinnen . Es ist wahr: Auch wenn es eine rein politische Hochzeit ist, so habe ich den Fehler begangen meine Tochter wahrhaft zu lieben. Ihr weiteres Schicksal ist mir also nebst jenem der gesamten Gens Claudia doch auch wichtig."


    Ich mache eine kurze Pause und besehe mir mein Gegenüber. Ein älterer Mann, der manch Gefahr bestanden hat und der die Welt zu kennen schien.


    "Doch zu Eurer Frage. Ob Euer Angebot aufgenommen wird, hängt am Ende ganz von Vitulus ab. Er ist der Pater Familias und er lenkt die Geschicke unserer Gens. Auch hängt es noch von kleineren vertraglichen Vereinbarungen ab, von denen Vitulus sicher bald erzählen will."

  • Als Arbiter sprach, war ein Sklave gerade damit beschäftigt unsere Becher aufzufüllen und jedem einen hinzustellen. Ich trank den ersten Schluck, um die Qualität zu überprüfen, und man gab mir keine Grund den Sklaven zu bestrafen.


    Arbiters Äußerungen aber ließen mich ihm einen durchaus beabsichtigten, verwunderten Blick zuwerfen.


    "Das wichtigste an einer Hochzeit ist erstmal die Wahl der Familie, mit der man seine eigene verbinden möchte. Der nächstwichtigste Punkt ist üblicherweise das Festlegen der Bedingungen, unter denen die Ehe geschlossen werden soll. Erst am Ende kommen persönliche Interessen der zu Verheiratenden... aber ich habe vollstes Verständnis dafür, Arbiter, dass du eine so reizende junge Dame wie deine Tochter an jemanden weitergeben möchtest der sie glücklich macht."


    Wenn das Brautpaar glücklich miteinander wurde war das schön; aber zur Erfüllung der Ehe war es nicht vonnöten. Dennoch wurde eine gewisse Höflichkeit von mir erwartet. :)
    Also adressierte ich den Diener mit der Amphore.


    "Sklave; bring meinen Cousin Gracchus her, sag ihm es ist dringend. Und beeil dich."


    Nachdem der Sklave unverzüglich und überstürzt davongeeilt war wandte ich mich wieder meinen Gästen zu.


    "Es wird ein Weilchen dauern bis der Junge herkommt. Was würden die Herren Claudier davon halten wenn wir inzwischen zum Negotium übergehen?"

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  • Der Sklave hatte Gracchus gesagt, dass es dringend sei, und dass hoher Besuch anwesend war. Er versuchte noch, aus dem Sklaven herauszubekommen, wer denn nun genau seine Aufwartung machte, doch dieser konnte keine näheren Angaben machen. Gracchus hasste unfähiges Personal, folgte jedoch dem Bediensteten bis in den Garten.
    Dort grüßte er die anwesenden Personen.
    "Salvete zusammen.
    Er drehte sich den ihm Unbekannten zu und ließ einen unauffälligen Blick über sie gleiten.
    "Ich bin Manius Flavius Gracchus."
    Dann drehte er sich zu seinem Vetter.
    "Du verlangtest nach meiner Anwesenheit, Vetter?"

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  • Sim-Off:

    Ich werde dich erst noch ignorieren Gracchus, tut mir leid ;)


    Vitulus nahm einen Schluck des ihm eingegossenen Weines und blickte anerkennend darauf. Dieser Wein wurde aus besten Trauben gepresst, vielleicht sogar aus Claudischen. Vitulus hörte aufmerksam den Ausführungen des Paters der Flavia Felix und nickte immer wieder, wenn er seinen Ausführungen zustimmte. Aber seinem lieben Onkel wollte er den Gefallen tun und sich sogleich ebenfalls um die Korrektheit ihres eventuellen Bräutigams vergewissern.


    "Nun, solange wir warten können wir dazu übergehen, ja. Was wir damit sagen wollten ist, dass mit solch einer Hochzeit natürlich eine enge Bindung unserer beiden Familien stattfinden würde. Eine solche Verbindung sollten wir natürlich nicht nur zu unserem Vorteil, sondern auch zum Vorteil des Reiches nutzen.


    Wir wissen, dass ihr Mitglied des Senates seid. Aus unserer Gens streben ebenfalls Familienmitglieder in diese Richtung. Unsere Gentes sollten sich aktiv bei solchen Vorhaben unterstützen. Dies wäre die erste Bedingung die wir daran knüpfen.


    Die Zweite ist sehr einfach auszudrücken wie zu erfüllen. Für die tugendhafteste Claudierin, neben meiner Schwester, welche eine der leider wenigen weiblichen Familienmitgliedern ist, erwarten wir auch eine Mitgift.


    Dies sind unsere Punkte und nun..."


    Vitulus machte eine kurze Sprechpause, nippte erneut an seinem Wein und schaute sich kurz ein wenig um und abschließend auf das Gesicht von Felix. Es interessierte ihn, wie er seine bisheringen Worte aufgenommen hat. Wenigstens sah er nicht mehr wie ein Verrückter sondern wieder wie das aus was er war. Ein etwas untersetzter Pater Familias mit Gesichtszügen, die implizierten dass er in seinem Leben viel gelacht hat, was Vitulus sehr beruhigte.


    "... würde ich natürlich sehr gerne hören, wie ihr dies seht und natürlich ob ihr diesen Punkten noch etwas von eurer Seite hinzuzufügen habt."


    Vitulus lehnte sich nun zurück und erwartete die Antwort des Felix.

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  • 'Dies wäre die erste Bedingung die wir daran knüpfen.'


    Mir fiel beinahe der Becher aus der Hand.


    "Sag mir, Vitulus, bist du gekommen um eine Gefangenenfreigabe zu verhandeln, oder um unsere Verwandten zu verheiraten?"


    Doch unbeirrt fuhr er fort. Höchst verwundert folgte ich seinen weiteren Ausführungen.


    Er war entweder verrückt oder betrunken. Eine MITGIFT für den Bräutigam? Fassungslos schüttelte ich den Kopf.


    Vielleicht hatte er auch ein paar verdorbene Traubenkerne genossen. :)


    "Oh ja, ich habe einige Punkte von meiner Seite hinzuzufügen. Zum einen den Hinweis, dass ich bisher unter 'Rahmenbedingungen einer Heirat' die Festlegung verstand, ob die Ehe manus oder sine manus vollzogen wird. Und weiters einigt man sich üblicherweise auf den Betrag, den der Pater Familias der Braut, also du..."


    Ich zeigte sicherheitshalber auf den Angesprochenen.


    "... dem Pater Familias des Bräutigams, das wäre ich ..."


    Um ganz sicherzugehen ließ ich den Daumen meiner freien Hand auf mich deuten.


    "... als Mitgift in die Ehe gibst. Nicht umgekehrt."


    Sim-Off:

    http://pages.imperiumromanum.net/wiki/index.php/Ehe
    Bitte mal durchlesen, das ist Gesetz sowie Usus.


    "Ich würde deine Antonia, Arbiter, manus mit meinem Vetter Gracchus verheiraten. Damit wäre sie laut meinem Testament nach meinem Tod Mater Familias der Flavia Felix. Falls ihr es nicht schafft sie dem Kaiser oder Caesar anzudrehen - die Chance sehe ich als nicht gegeben an, tut mir leid - ist diese Position die Beste im gesamten Imperium."


    Ich setzte kurz ab. Ich musste das selbst erst verdauen.


    "UND IHR WOLLT DASS ICH DAFÜR AUCH NOCH BEZAHLE!?"

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  • Vitulus blickte ernst in Felix Gesicht. Lies seine Worte Revue passieren, fixierte seine Augen und sah wie sich die kleinen Äderchen an seinem Hals langsam aufpumpten und mehr und mehr von Regen aufgequollenen Sturzbächen ähnelten. Darauf wurde es ruhig, sehr ruhig in ihrer Laube und nur noch der fragende Blick Arbiters hätte Vitulus ablenken können. Jedoch blickte er unbeeindruckt weiter in Felix Richtung, schluckte noch einmal und begann seinen Mund zu öffnen, als wollte er etwas sagen. Doch es kam, womit Felix sicher nicht gerechnet haben wird, lediglich ein lautes Lachen aus seinem Munde.


    Heftig schüttelte es Vitulus Brust, während er sich auf die Schenkel klopfte und er in das sicherlich verdutzte Gesicht Felix blickte. Nachdem er sich eine Träne aus dem Gesicht gewischt und noch einen Schluck genommen hat, setzte er zum Reden an.


    "Eine Gens wie die meine hält die alten Traditionen oben, eine manus Ehe ist es, die ich bevorzuge und meine dos profecticia wird 20.000 Sesterzen sein, möge es möglichst nicht gebraucht werden und Glück bringen."


    Einen erneuten Schluck des guten Weines aus, wie er nun sicher war, claudischen Trauben und fuhr fort.


    "Möge diese Verbindung unsere beiden Familien zusammenführen und nicht nur dies, sondern uns auch gemeinsam Seite an Seite halten in den Stürmen der Zeit."


    Vitulus nahm seinen Becher hoch und hielt ihn in Richtung des Flavius Felix.

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    Einmal editiert, zuletzt von Gaius Claudius Vitulus ()

  • Unverzüglich musste ich grinsen.
    Vitulus, der alte Scherzkeks. Unsere Becher klirrten aneinander.


    "Eine gute Wahl, Herr Claudier. Diese Bedingungen kann ich durchaus akzeptieren. Ich richte die Verlobung und Hochzeit aus, und das Paar kann hier wohnen, so es keine anderweitigen Wünsche hegt."


    Ich schüttelte noch einmal meinen Kopf ob des Claudischen Humors, und trank zur Beruhigung den Becher in einem Zug leer.


    "Mögen die Stürme der Zeit woanders wehen, jedenfalls nicht beim Brautpaar..."


    Sim-Off:

    So, jetzt passt unser Gracchus rein. :)


    In dem Moment erreichte uns mein Vetter. Die beiden Claudier drehten sich neugierig um. :)


    "Oh, sei gegrüßt, Gracchus! Darf ich vorstellen: Das ist Vitulus, der Pater Familias der Gens Claudia; und dieser Herr hier ist Arbiter, Vater der wunderschönen jungen Dame die bald deine Kinder gebären wird."

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  • Nachdem er den letzten Halbsatz vernommen hatte, schluckte Vitulus lieber erst noch schnell den Rest seines Weines aus. Dann wandte er sich zusammen mit Arbiter dem Neuankömmling zu.


    "Salve Gracchus! Setze dich zu uns, wir wollen mit dir sprechen."

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  • Ich bin wie gebannt und erstarrt. Ich fürchte ernstlich um mein Gehör, das mir die Götter am Entziehen sein musste. Die Situation war sehr schwierig gewesen und mir ist bewu ßt, daß wir vielleicht andere "Konditionen" aushandeln mussten. Es ist klar, dass die Frau die Mitgift mitzubringen hat, so schreiben es die ungeschriebenen Gesetze vor. Doch hatte nicht auch einst ein sehr vermögender Plebejer eine Iulia geheiratet und dann die ganze verarmte, aber unglaubliche edle Gens Iulia finanziell gefördert? Es war zwar nicht den Gebräuchen der Vorväter entsprechend, aber wäre für die Gens Claudia recht förderlich. Jetzo, der Pater Familias hatte entschieden. Hatte über meine Tochter entschieden. Sie geht und mit ihr 20'000 Claudischer Sesterzen. Und ich lächle dazu.


    Schnell habe ich mich aber gefasst, auch wenn mein Herz noch zusammengekrampft ist. Ich suche nach einer Sitzgelegenheit und setze mich eleganter Manier.


    "Möge dir der heutige Tag viel Freude bringen!"


    Begrüße ich den Neuankömmling mit undurchdringlichem Gesicht.

  • Nachdem er den Gästen nochmals zugenickt hatte, ließ sich Gracchus auf einer Kline nieder. Es freute ihn, dass sich sein Vetter Felix als solch ein kluger Taktiker herausstellte. Er nickte ihm kurz zu und bedachte dann den jungen Claudier mit einem kurzen Lächeln.
    "Es freut mich außerordendlich, dass unsere Familien bald in einer noch engeren Beziehnung stehen werden."
    Eine Braut aus den Reihen der Claudia war wahrlich keine schlechte Partie. Nachkommen aus dieser Kombination würden charakterlich starke Persönlichkeiten werden. Natürliche Stärke und Intelligenz gepaart mit einer ausgezeichneten Bildung und Förderung - aus einem solchen Zusammenschluss konnten wahrlich große Persönlichkeiten des Imperiums wachsen.
    Gracchus konnte Felix nur beglückwünschen, dass er diese Verbindung der beiden Familien zustande gebracht hatte. Er drehte den Kopf zu seinem zukünftigen Schwiegervater.
    "Ich bin sicher, der Tag wird allen beteiligten Freude bringen, wird eine solch vorteilhafte Verbindung doch nicht allertage beschlossen."
    Schließlich blickte er zu seinem Vetter zurück.
    "Ihr habt die Details bereits ausgehandelt?"

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  • Vitulus beschaute sich den Flavier genau, er wirkte vom Äußeren so, dass ihn seine Mutter sicherlich gemocht hätte. Es war auch für Frauen sicher durchaus ansprechend, auf seine Tugenden jedoch lies es, wie Vitlus wusste keine Rückschlüsse ziehen.


    "Ja, das haben wir junger Flavier. Wir, besonders mein Onkel Marcus Claudius Arbiter..."


    Er wies dabei mit einer Hand auf Arbiter.


    "... hat es nur noch danach verlangt auch unseren zukünftigen Schwiegersohn noch kennenzulernen. Dein Cousin wie deine Gens geniesen einen guten Ruf. Hast du dich entschlossen einen Beruf oder einer Profession zu folgen?"

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  • Im Grunde war es Gracchus gleich, was für Menschen seine zukünftigen Anverwandten sein würden. Der Name ihrer Gens war gut und selbst wenn nicht, Felix hatte eine Braut für ihn gewählt und Gracchus hegte nicht im geringsten Zweifel daran, dass diese Verbindung für die Flavier Vorteile brachte, wenn auch die der Gens Claudia größer sein mochten. Und dennoch verspürte auch Gracchus eine gewisse Neugier in Bezug auf die kleine Abordnung der Claudia. Obwohl er lieber die Frau gesehen hätte, mit der er seine Erben zeugen würde. Er hoffte darauf, dass er ihr erster Gatte sein würde, denn er war sich nicht sicher, ob er eine alte Frau berühren wollte, geschweige denn beim Anblick ihres runzeligen Körpers zu einem Zeugungsakt fähig wäre. Da der Augenblick jedoch ohnehin früher kommen würde, als es ihm lieb ist, schiebt er seine Gedanken beiseite und antwortet dem Claudier.
    "Mein Weg hat mich in den Cultus Deorum geführt. Die Götter scheinen Freude daran zu finden, mich ebenso wie meine Geschwister in die Religion zu führen. Der Kult, den ich wählte, ist natürlich der des Göttervaters Iuppiter. Die Fügung der Parzen hat mich jedoch vorerst zur Ausbildung in den Tempel des Mars verschlagen."
    Ein nach Gracchus Meinung unhaltbarer Zustand. Doch mit seinem Ziel vor Augen würde er jede Schwierigkeit meistern.

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  • Nun gut, seine Berufung beruhigte Vitulus. Selbst wenn er eventuell nicht ganz nach seiner Familie kam, so würde ihn dieses auf den rechten Pfad führen. Nun, sie würden sicher hübsche Kinder bekommen. Vitulus dachte sich, dass er sicherlich viele männliche Nachkommen bekommen wird... Es fand sich ein Lächeln in sein Gesicht.


    "Das freut mich, dass du dich derart sinnvoll einbringst. Ich achte und respektiere deinen Stand und es lässt auch ein gutes Licht auf deine Gens fallen."


    Kurz blickte Vitulus zu Arbiter, ob vielleicht auch er noch etwas dazu zu sagen hatte.

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