Epistolae - Die Poststube der Villa Claudia

  • Beschluss
    ANTE DIEM VIII KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (24.4.2006/103 n.Chr.)


    Anzeiger: Marcus Claudius Constantius


    Angezeigter: Quintus Didius Albinus


    Anzeige von ANTE DIEM IX KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (23.4.2006/103 n.Chr.)


    Zitat

    Mit diesem Schreiben möchte ich Anzeige gegen den Scriba Quintus Didius Albinus erheben, er hat die Quaestrix Provincialis Tiberia Honoria am ANTE DIEM IX KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (23.4.2006/103 n.Chr.), auf dem Forum Romanum mehrmals beleidigt. So sagte er unter anderem "anstaat hier dein Ansehen weiter zu schmälern mit dem runheulen ob einer angeblichen so schändlichen Behandlung" und "Handel danach und führe dich nicht wie ein verzogenes Kind auf, welches sein Pfred nciht bekommen hat.". Dies sehe ich als Delikt gegen die Ehre, insbesondere als üble Nachrede, wie sie in Codex Iuridicialis PARS TERTIA SUBPARS SECUNDA § 84 (1) (2) beschrieben ist.


    Als Zeugen hierfür möchte ich Herius Claudius Vesuvianus, Marcus Vinicius Lucianus, Tiberia Honoria, das Opfer, den Täter selbst Quintus Didius Albinus und mich selbst nennen.


    Nach Prüfung des Sachverhalts wird die Anzeige hiermit zurückgewiesen. Die Anzeige bezieht sich auf den Tatbestand der üblen Nachrede. Dieser setzt die Behauptung von unwahren Tatsachen voraus. Dabei kann es sich um die Beschuldigung eines unehrenhaften oder gegen die guten Sitten stoßenden Verhaltens handeln, oder aber die Unterstellung verächtlicher Eigenschaften oder Gesinnungen. Die angegebenen Äußerungen des Angezeigten beinhalten jedoch keine Feststellungen, die sich auf konkrete Sachverhalte beziehen und somit eine Überprüfung ermöglichen.


    Im angegebenen Verhalten des Quintus Didius Albinus kann daher der Tatbestand des COD IUR § 84 nicht erkannt werden. Eine erste Anhörung und Hauptverhandlung wird nicht eröffnet. Die Rückerstattung der 450 Sesterzen laut COD IUR § 24.1 (2) wird veranlasst.





    Beschluss
    ANTE DIEM VIII KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (24.4.2006/103 n.Chr.)


    Anzeiger: Marcus Claudius Constantius


    Angezeigter: Quintus Didius Albinus


    Anzeige von ANTE DIEM IX KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (23.4.2006/103 n.Chr.)


    Zitat

    Mit diesem Schreiben möchte ich Anzeige gegen den Scriba Quintus Didius Albinus erheben, er hat mich am ANTE DIEM IX KAL MAI DCCCLVI A.U.C. (23.4.2006/103 n.Chr.) auf dem Forum Romanum mehrmals beleidigt. So sagte er unter anderem: "Das du weißt wozu Besprechungne war mir klar, wahrscheinlich tust du den ganzen Tag nichts anderes und fühlst dich deshalb auch noch wichtig. Das Imperium erstickt nochmal an Besprechungen und Bürokraten wie dich." indem er Amt mit dem eines Scriba verglich und meinen sozialen Stand nicht ernst nahm. Dies sehe ich als Delikt gegen die Ehre, insbesondere als üble Nachrede, wie sie in Codex Iuridicialis PARS TERTIA SUBPARS SECUNDA § 84 (1) beschrieben ist.


    Als Zeugen hierfür möchte ich Herius Claudius Vesuvianus, Marcus Vinicius Lucianus, Tiberia Honoria, den Täter selbst Quintus Didius Albinus und mich selbst nennen.


    Nach Prüfung des Sachverhalts wird die Anzeige hiermit zurückgewiesen. Die Anzeige bezieht sich auf den Tatbestand der üblen Nachrede. Dieser setzt die Behauptung von unwahren Tatsachen voraus. Dabei kann es sich um die Beschuldigung eines unehrenhaften oder gegen die guten Sitten stoßenden Verhaltens handeln, oder aber die Unterstellung verächtlicher Eigenschaften oder Gesinnungen. Die angegebenen Äußerungen des Angezeigten beinhalten jedoch keine Feststellungen, die sich auf konkrete Sachverhalte beziehen und somit eine Überprüfung ermöglichen.


    Im angegebenen Verhalten des Quintus Didius Albinus kann daher der Tatbestand des COD IUR § 84 nicht erkannt werden. Eine erste Anhörung und Hauptverhandlung wird nicht eröffnet. Die Rückerstattung der 450 Sesterzen laut COD IUR § 24.1 (2) wird veranlasst.




  • ~ Amici orationis liberae ~


    Salve Eques ,
    Salve Gaius Claudius Vitulus ,


    die Gens Octavia zeigt sich sehr besorgt über die Müdigkeit der öffentlichen Diskussion und politischen Interessen, gleich ob man den Pöbel oder die herrschende Elite betrachtet, die Interessen richten sich auf Pferderennen und ausschweifende Feste.


    Die Gens Octavia, eine treu ergebene Gens unseres Imperators lädt daher die Senatoren und Würdenträger Roms, zum ersten Treffen der Amici orationis liberae auf den Landsitz der Gens vor den Toren Roms.


    Diskutiert werden soll zunächst die Tagespolitik, so ist die meinige Gens doch sehr verwundert über die Aufhebung des vom Volke beschlossenen Lexes, aber auch andere Themen, wie die Gerüchte über den Rückzug des Praefectus Praetorio erachten meiner Seits der Diskussion.


    Ich wäre aufs höchste Erfreut, schon bald von dir zu hören, in den kommenden Tagen, werde ich mich noch auf dem Landsitz aufhalten, so dass du Briefe bitte hier her sendest.



    Vale


    Titus Octavius Dio


  • Normalbrief


    An
    Gens Claudia
    Villa Claudia
    Roma


    Von
    Lucius Artorius Avitus
    CCAA
    Germania Inferior
    Legio IX Hispana


    ~~~

    Salve, werte Angehörige der Gens Claudia


    ~

    Mein Name ist Lucius Artorius Avitus und sicherlich bin ich nur den wenigsten von euch - wenn überhaupt - bekannt. Der Grund dieses Briefes allerdings ist Nero Claudius Abdico. Einst ein Artorier, mein Cousin, wurde er von einem Vertreter eures Geschlechts adoptiert.


    ~

    Mir ist bekannt, dass mein Cousin im Elysium weilt. Allerdings ist mir sonst so gut wie nichts über ihn bekannt. Wie lebte er? Wie starb er? Ich wäre sehr verbunden, wenn ihr mir eine kurze Antwort, zumindest über die Umstände seines Ablebens, geben würdet.
    Im Voraus bedanke ich mich.


    Vale

    ~~~

    Lucius Artorius Avitus
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  • Claudia Antonia, Roma


    Werte Claudia,
    lange Zeit des Wartens mussten wir ausharren. Dem soll nun ein Ende bereitet sein, zumindest insofern, als dass die Stille zwischen uns ihr Ende nimmt. Die Zukunft muss angesprochen und geplant werden, denn es ist viel zu tun bis zu jenem Tag, da wir vermählt werden.
    Es wäre mir daher eine Ehre, Dich in der Villa Flavia zu empfangen.


    Dein Verlobter,
    M.F.G.

  • Ein Sklave aus der Villa Aurelia brachte die Einladung vorbei, denn der Postdienst und ein normaler Briefkopf erschien den Gastgebern zu unpersönlich.






    + ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤ + ¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø +


    Einladung


    Seid gegrüßt, Angehörige der Gens Claudia!
    Hiermit möchten wir euch recht herzlich einladen zur liberalia des M' Aurelius Corvinus.
    Die Feier wird am ANTE DIEM XVI KAL APR DCCCLVI A.U.C. (17.3.2006/103 n.Chr.) in der villa Aurelia zu Rom stattfinden. Für Speis und Trank ist ausreichend gesorgt.


    Bitte gebt bekannt, wer alles an diesem Fest teilnehmen möchte.


    + ø¤º°`°º¤ø,¸¸,ø¤ + ¤ø,¸¸,ø¤º°`°º¤ø +




    Sim-Off:

    Die Feier wird ANTE DIEM V KAL AUG DCCCLVI A.U.C. (28.7.2006/103 n.Chr.) ausgespielt.


  • An: Claudia Antonia
    Villa Claudia
    Roma, Italia



    Salve!


    Mit Freude habe ich deinen Brief empfangen und möchte dir zuerst schoneinmal alles Gute für deine baldige Hochzeit wünschen. Gerne werde ich zu diesem festlichen Ereignis erscheinen.
    Ich verbleibe mit den besten Grüßen an dich und deinem Zukünftigen.


    Vale,


    [Blockierte Grafik: http://img113.imageshack.us/img113/7056/grafik1kv3.gif][URL]http://www.imperium-romanum.info/images/gens/tiberia.png[/IMG]


  • Zufrieden erreichten Pictor und Iustus ihr letztes Ziel.


    Sie lieferten den Brief des Consuls auftragsgemäß ab und hatten nun den Rest des Tages frei.


    Salve Honoratores!


    Am
    ANTE DIEM III KAL DEC DCCCLVI A.U.C. (29.11.2006/103 n.Chr.)
    wird in der
    CASA VINICIA ein
    Convetus der Magistrate Roms
    abgehalten.


    Die Themen des Conventus sollen
    die Probleme Roms, Anliegen,
    aber auch Anregungen umfassen.


    Ich erwarte, dass alle gewählten Magistrate Roms anwesend sind
    und würde mich freuen, wenn der
    Praefectus Urbi,
    der Praefectus Annonae,
    der Curator Aquarum und
    der Architectus Urbi
    ebenfalls dieser Einladung folgen würden!


    Vale Bene
    Marcus Vinicius Lucianus


    http://www.imperiumromanum.net/images/sigs/ch-consul.png


  • Persönliche Einladung des Quaestor Principis Manius Matinius Fuscus:


    !!!EINLADUNG!!!


    ANTE DIEM VIII ID DEC DCCCLVI A.U.C. (6.12.2006/103 n.Chr.)
    Wird anlässlich der Amtseinweihung unseres geschätzten
    MANIUS MATINIUS FUSCUS zum Quästor Principis sowie aus vielen anderen guten Gründen in der
    CASA MATINIA in
    ROMA
    Ein feuchtfröhliches und überaus erquickliches
    CONVIVIUM
    Abgehalten!


    Für SPEISE und TRANK, UNTERHALTUNG und allerlei KURZWEILIGKEITEN wird reichlich gesorgt sein!


    Wir würden uns überaus freuen, wenn Ihr an diesem einzigartigen Vergnügen der Superlative teilhaben würdet!


    Die Mitnahme der wehrten Gemahlinnen ist gegebenenfalls natürlich erwünscht!


    Sollte ein Erscheinen nicht möglich sein, wird um Absage gebeten!


    I.A.


    Theodorus Iosephus
    Scriba des Quästor Principis Manius Matinius Fuscus


  • An
    Lucius Claudius Marcellus
    Villa Claudia, Roma


    Salve Lucius Claudius Marcellus, verehrtes Mitglied der ruhmreichen Factio Veneta!


    Bereits ein Jahr ist seit der letzten Vollversammlung der Factio Veneta vergangen. Anlass für mich, erneut zu einem Zusammentreffen aller eingeschriebenen Mitglieder zu rufen.


    Sei deshalb herzlich eingeladen zur:



    Als wichtigste Tagesordnungspunkte stehen eine Nachbetrachtung des vergangenen Jahres an, eine Aussicht auf das vor uns liegende, sowie die Wahl eines neuen Princeps Factionis.


    Ich würde mich sehr über Dein Erscheinen freuen und verbleibe bis dahin mit einem herzlichen VENETA VICTRIX!


    gez. Lucius Aelius Quarto
    PRINCEPS FACTIONIS - FACTIO VENETA



    ROMA - ANTE DIEM IV KAL FEB DCCCLVII A.U.C.
    (29.1.857/104 n.Chr.)

  • Liebste Freundin!


    Deinen Brief habe ich zwar mit einer enormen Verspätung, doch trotzdem bekommen. Deine Zeilen zeigten mir, dass du anscheinend meinen letzten Brief nicht gelesen hast. Es ist auch bei mir viel passiert. Gutes und schlechtes. Meine Mutter und ist tot und ich wohne nicht mehr in unserem schönen kleinen Haus in Tarraco, sondern... und jetzt die freudige Nachricht!!! bei meinem Vater! Ja, du hast dich nciht verlesen, liebste Dolabella, bei meinem Vater in Casa Helvetia in Corduba! Mein Vater lebt und meine Mutter nahm mir das Versprechen, zu ihm zu fahren. Also habe ich es getan. Ich dachte, es sei ein Monster, der meine Mutter allein gelassen hat, ein Ungeheuer wie aus den Mythen, die wir von der alten Sklavin im Garten Eures Hauses gehört haben. Doch den Mann, den ich hier in dieser Casa fand, ist gütig und warmherzig. Meine Mutter hat ihr Geheimnis mit sich ins Grab genommen. Ich will nun dieses Glück genießen und nicht mehr nachfragen, warum und weshalb. So kurz über mein bisheriges Leben. Und nun zu deinem Brief. Du hast was? deinem Vater gefolgt? oh je... und war er sehr zornig? Ich wäre vor Angst bestimmt ohnmächtig geworden! Aber ich denke, ein zärtlicher Blick deiner wunderschönen Augen haben ihn wieder weich gemacht. Du hast geschrieben, dass du den Knöchel gebrochen hast? Wie ist es passiert? geht es dir gut? Oh, Dolabella, warum mußt du immer so ungestüm sein! Reingefallen! Diese Worte hast du bestimmt von mir erwartet, aber du bekommst diese nicht, nur sorgenvolle Gedanken deiner Laevina.


    Rom... Kannst du noch an unsere kindlichen Träume erinnen? Wo ist bloß diese Zeit, Dolabella, gebliueben? Ich hätte mich jetzt gern wie ein kleines Mädchen gefühlt, von allen geliebt und geschützt.


    Ich werde meinen Vater fragen, ob ich es darf. Die Reise ist nicht gerade um die Ecke und muß sorgfältig geplant werden.


    Ich freue mich auf deinen nächsten Brief.


    Deine Laevina


  • QUAESTORI L. CLAUDIO MARCELLO

    Der Imperator Caesar Augustus wird ANTE DIEM IV KAL MAR DCCCLVII A.U.C. (26.2.2007/104 n.Chr.) das consilium principis einberufen, zu welchem er deine Anwesenheit, Claudius Marcellus, als zusätzlichen Vertreter des Patrizierstandes erwünscht. Lass dem officium imperatoris umgehend mitteilen, solltest du durch wichtige Umstände verhindert sein.


    ----MAGISTER OFFICIORUM----
    ADMINISTRATIO IMPERATORIS



  • Wie ihm Befohlen wurde hatte der Sklave den Brief seiner Herrin zur Poststube der Villa Claudia gebracht.


    An : Claudia Epicharis
    Villa Claudia
    Roma, Provincia Italia


    Salve Claudia Epicharis,
    ich hoffe du bist bei bester Gesundheit. Nach unserer zufälligen aber erfreulichen Begegnung vor ein paar Tagen schreibe ich dir nun um dir mitzuteilen, dass ich Roma nun doch überraschend schon wieder verlasse. Wie du eventuell erfahren hast wurde mein Vetter Tiberius Vitamalacus zum Tribun der Legio I ernannt. Sodenn werde ich ihn zu seiner Legion und somit nach Mantua begleiten. So wird es uns wahrscheinlich nicht wie geplant vergönnt sein mehr Zeit in Roma gemeinsam zu verbringen. Allerdings erinnere ich mich mit Freude daran, dass auch du recht häufig in Mantua weilst und werde dann natürlich sehr gerne auf dein Angebot zurückkommen, dass du mir zumindest diese Stadt dann zeigen kannst. Ich würde mich freuen, wenn du mir mitteilst, wann du selbst wieder in Mantua einkehrst. Ich selbst werde dies vorraussichtlich schon in wenigen Tagen tun. Bis dahin wünsche ich dir nur das beste, werte Freundin.


    Vale
    Tiberia Albina

  • Ein Sklave gab einen Brief ab.


    An Galeo Claudius Myrtilus,
    Villa Claudia,
    Rom


    Salve, Claudius Myrtilus
    Dein Brief und damit die Kunde über deine bestandenen Probationes erreichten mich jüngst und so steht der Audienz beim Kaiser wohl nichts mehr im Wege.
    In Anbetracht des Wunsches dich zu sehen, wäre es von Vorteil, wenn du an meiner Seite um Audienz erbittest, um im Falle eines solchen Wunsches dort präsent zu sein.
    So erwarte ich dich am PRIDIE NON APR DCCCLVII A.U.C. (4.4.2007/104 n.Chr.) vor der Villa Claudia, um mit dir den Weg zum Palast zu beschreiten.


    Bis dahin den Schutz und das Wohlwollen der Götter, Claudius.


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  • Ad
    Her Claudius Vesuvianus
    Casa Prudentia
    Roma, Italia



    M' Tiberius Durus Her Claudio Vesuviano s.p.d.


    Ich möchte Dich zu einer kleinen, verspäteten Feier anlässlich meiner Erhebung in den Senat einladen. Das Gastmahl wird ante diem VIII kal Mai DCCCLVII A.U.C. (24.4.2007/104 n.Chr.) in der Villa Tiberia stattfinden.


    Vale
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    ANTE DIEM X KAL MAI DCCCLVII A.U.C. (22.4.2007/104 n.Chr.)


  • An
    Claudia Epicharis
    Villa Claudia, Roma
    Italia



    Meine liebe Schwester,


    das war eine Freude, als ich deinen Brief in den Händen hielt. Ich freue mich über jeden Kontakt und jede Nachricht von zu Hause, denn es ist recht einsam in Germanien, obwohl wir in der Provinzhauptstadt leben.


    Mir scheint auch, als wäre seit meiner Abreise eine Ewigkeit vergangen, denn du sprichst von einem Ring und einem Versprechen. Was muss ich alles verpasst haben! Wir hätten uns gewiss viel zu erzählen – du mir und ich dir. Auf jeden Fall wünsche ich dir von Herzen, dass die Liebe in dieser Verbindung Einzug halten wird.
    Durch Amors zutun verändert sich einfach alles.


    Trifft sein Pfeil dich, schmeckt Wasser plötzlich wie Wein, du siehst die Sonne selbst durch dicke Wolkenberge scheinen und Mutlosigkeit wird dich nie wieder erfassen, denn du verspürst dauerhaft Kraft. Sogar der zukünftige Gatte verändert sich, denn er reiht sich in deinen Augen in die Göttertrias ein. Er wird lebensbestimmend und sein Wirken ist erfüllend wie unsere Religion.


    Und wenn es die Götter besonders gut mit dir meinen, dann trifft Amor zusätzlich ihn. Dann, liebe Schwester, wird er in dir eine Göttin sehen und dich wie eine Kostbarkeit behandeln.
    Mögen die Götter mit euch sein!


    Ich hoffe, ich kann bei deiner Vermählung anwesend sein und auch du bei meiner. Lasse mich bitte rechtzeitig wissen, wenn ein Termin feststeht. Deine Grüße werde ich ausrichten, und grüße mir auch Flavius Aristides. Ich bin sehr gespannt, ihn einmal kennenzulernen.


    Bis dahin, liebe Epi, lass es dir gut ergehen und melde dich einmal wieder.

    Deine Schwester Deandra


    Mogontiacum - ANTE DIEM XVI KAL MAI DCCCLVII A.U.C. (16.4.2007/104 n.Chr.)

  • Kein Soldat, sondern ein Bote, der öfters die Post von den Soldaten aus Mantua nach Rom brachte, kam bei der villa vorbei und hinterließ den mit einem flavischen Siegelring verschlossenen Brief für Epicharis.


    An Claudia Epicharis
    Villa Claudia
    Roma


    Liebe Epicharis,


    nun scheint es tatsächlich so gekommen zu sein, wie ich befürchtet habe. Ein Schatten legt sich über das Imperium und die legio prima ist die Erste, die sich der Bedrohung entgegen stellt. Die Legion wird in den nächsten Wochen ausrücken und in den Krieg ziehen. Die Gerüchte, die sich immer mehr unter den Männern aufgetan haben sind somit nicht an den Haaren herbei gezogen. Und mir ist es daher im Moment nicht möglich die Legion zu verlassen und meinen Dienst aufzugeben. Denn in jener Zeit, wo der Kaiser in den Krieg zieht, wie meine Männer, die ich schon seit einer Weile befehlige, kann ich nicht meinen centuriostab an den Nagel hängen und meine Pflichten hier aufgeben. Es wäre meinen Männern und auch meinem legatus gegenüber ein schändlicher Zug, den ich damit täte, und würde mich auch als einen Feigling darstellen, der ich hoffe, nicht zu sein. Doch wer ist schon gewiss, wie viel Mut man im Herzen trägt, wenn man diesen noch nicht in einer wahrhaftigen Schlacht erprobt hat? Aber damit möchte ich Dich nicht langweilen, sind das doch wohl eher die Gedanken eines besorgten Soldaten, der im Angesicht des Krieges steht.


    Aber verschweigen will ich Dir meine Gedanken diesbezüglich auch wiederum nicht, batest Du mich doch im Garten, Dir gegenüber freimütig meine Angelegenheiten in der Legion zu erzählen, was ich auch gerne tun möchte. In den nächsten Tagen werden wir Soldaten das Lager auch nur noch verlassen dürfen, wenn es zu einem Übungsmarsch geht. Wir werden dort wohl für einige Tage durch die Gegend um Mantua marschieren, Marschlager aufstellen und vielleicht auch noch einige Kampfübungen vollziehen. Leider hat unser Legat außerdem eine Ausgangssperre über alle Soldaten und die Offiziere verhängt. Ich weiß noch nicht mal, ob es mir, sollten wir da noch nicht aus dem Land gezogen sein, möglich sein wird, zu den saliifeiertagen nach Rom zu kommen. Der Krieg, der schon seit langem als Damoklesschwert über der Legion ruht, scheint mir alle Fäden, was die Zukunftsplanung betrifft, mit einem Hieb durchgeschnitten zu haben.


    Und mit diesem Hieb haben sich auch alle Klarheiten, was die nähere Zukunft angeht, aber auch die Entfernte wie mir scheint, aufgelöst. Wie lange der Feldzug geht, wann er anfängt und wie er verläuft werden wohl nur die Parzen und die Götter wissen, womöglich noch unser göttlicher Kaiser. Doch ich vermag es nicht abzuschätzen. So könnte es durchaus sein, daß ich für Jahre in der Fremde sein werde, im Kampf gegen die Parther und die Feinde Roms, gebunden und unfähig nach Italia zurück zu kehren. Und mir ist klar, daß das für Dich ein sehr schweres Los ist. Ein Los, was Du vielleicht nicht willends bist, zu ertragen. Denn dies verlangt viel von Dir und ich ahne, dass es womöglich auch zu viel ist. Deswegen möchte ich Dir auch die Freiheit lassen, Dich anders zu entscheiden, einen Weg mit einem Ehemann zu wählen, der an Deiner Seite sein und Dich mit Glück erfüllen kann. Solltest Du Deine jungen Jahre und Deine Schönheit nicht vergeuden wollen, das Lösen unserer Verbindung Dir wünschen, würde ich Dir das nicht übel ankreiden oder schlecht von Dir denken deswegen. Im Gegenteil, ich würde Dich verstehen und Deinen Entschluss unterstützen, Epicharis.


    Dennoch sei auch gewiß, ich möchte Dich nicht damit von mir schieben oder eine Verbindung des Krieges wegen lösen. Ist es für mich doch etwas gänzlich anderes, in der Fremde zu sein und eine bezaubernde, bildschöne und kluge Frau in Rom zu wissen, die auf meine Rückkehr wartet. Doch ist es für die, die zurückbleiben viel schwieriger das Warten zu ertragen. Womöglich zu schwierig, um das zu verlangen, wenn die Bande noch frisch und zerbrechlich sind.


    Nun, mir scheint, schwierige Zeiten brechen für uns herauf. Dennoch hoffe ich gerade in Diesen, daß die Götter gut auf Dich achten und Du Rom in vollen Zügen genießen kannst.
    [Blockierte Grafik: http://img394.imageshack.us/img394/8427/marcusunterschrift2xq4.jpg]


  • An
    Claudia Epicharis
    Villa Claudia
    Mantua, Italia


    Liebe Freundin,


    es ist so lange her, dass wir uns gesehen haben. Ich hatte mich darauf gefreut dich zu treffen, aber dazu ist es nicht gekommen. Die Abreise nach Germanien ging auch für mich eigentlich viel zu schnell. Wie du sicher weißt, wurde Marcus zum tribunus laticlavius der legio secunda germanica ernannt und er musste so schnell wie möglich nach Mogontiacum. Da Vater auf Reisen war musste ich ihn wohl oder übel begleiten. Es ist mir nicht leicht gefallen. Die vier Jahre in Spanien haben mir gezeigt, wie sehr ich Mantua vermisse. Zudem ist Germanien in nichts mit unserer schönen Heimat zu vergleichen. Es ist kalt hier, sehr kalt sogar. Wölfe habe ich zwar noch nicht gehört, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es sie hier gibt.
    Aus meinen früheren Briefen weißt du sicher noch, dass ich mich nicht sonderlich gut mit meiner Tante verstanden habe. Sie ist sehr streng und duldet keine Vergehen. Allerdings muss ich zugeben, dass die Lektionen bei ihr mir nun helfen. Trotzdem werde sich sie wohl nicht vermissen.
    Es freut mich zu hören, dass du bald den Bund der Ehe eingehen willst. Ein Flavier ist mit Sicherheit eine gute Wahl. Ich bin mir sicher, dass du glücklich werden wirst. Mir scheint, dass die Zeit einfach viel zu schnell vergeht. Auch ich werde wohl bald heiraten, auch wenn die Verhandlungen dafür noch nicht angefangen haben. Aber da wir gerade davon reden: Ich habe Marcus vier lange Jahre nicht gesehen und ich muss zugeben, er hat sich sehr verändert. Zum Positiven. Er ist charmant und sieht so gut aus. Ich glaube, ich empfinde mehr für ihn als eigentlich gut wäre. Er ist mit Deandra verlobt, die ebenfalls hier ist. Du kannst dir vorstellen, in was für einer Situation ich mich befinde. Jedesmal wenn er in meiner Nähe ist schlägt mein Herz höher. Was soll ich bloß tun? Gib mir einen Rat, Freundin!
    Vielleicht ist es uns irgendwann einmal möglich einander zu besuchen. Ich weiß nicht, wie lange ich hier bleiben muss, aber ich hoffe, dass Marcus es mir ermöglichen wird in absehbarer Zukunft zumindest für einen Besuch nach Mantua zurückzukehren. Wenn dem so ist werde ich dich davon unterrichten. Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und hoffe auf eine baldige Antwort.


    Aurelia Helena

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