[Ante Castellum] Übungen der Legionsreiterei im Gelände

  • Tag für Tag, Woche für Wohe ging das Training nun schon so her.


    Es war die pure Routine, aber zum Glück begannen die EUqites noch nicht zu Meckern.


    Seneca hatte schon öfters den Waldabschnitt wechseln müssen, da die Soldaten schon jeden Baum kannten.


    Immer wieder ritten sie durch den Wald.




    Nun wurden zwei Gruppen gebildet.


    Die eine Gruppe spielte die Römer, die andere den Feind.
    Die Equites, die die Feinde darstellten sollten einen Hinterhalt im Wald legen und die anderen überraschen.
    Die sollte natürlich so gut wie möglich durch die Anderen verhindert werden.

  • Die Reiter erreichten eine große Lichtung, genug Platz für ausgiebige Übungen...


    "Equites, Zeit eure Pferde mal an die Grenzen zu bringen, ich will eure Tiere gallopieren sehen, ich will sehen wie ihr euch verhaltet, ich will das ihr lernt, Ihr werden erst einmal ein paar Runden im Kreis gallopieren, dann werden zwei von euch immer nebeneinander geradeaus reiten, dann werdet ihr euch umdrehen, und im zick zack zurückreiten, ihr müsst lernen eure Pferde perfekt zu beherrschen!"


    sagte ich und wartete auf die Ausführung...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • "Ja, Decurio!" erklang es aus vielen Kehlen.
    Mela und die anderen gaben ihren Pferden die Sporen. Wieder hängten die anderen Valor recht schnell ab, doch letztendlich schloss der schwarze Hengst wieder zu ihnen auf und sauste im Vorderen Drittel der Herde dahin. Zwei Runden, drei, vier. Mela hatte kaum Schwierigkeiten, denn er war schon als kleiner Junge zwischen Pferden aufgewachsen und seitdem immer besser geworden. Einige Equites begannen nun, Paare zu bilden und die Befehle des Decurio auszuführen. Quer über die Lichtung ging es im Galopp, dann im Zickzack zurück zur Ausgangsposition. Der Waldboden stellte sich als leicht hügelig heraus und die Pferde traten des öfteren fehl, doch alle Reiter hielten sich auf den Pferden. Die Übung wiederholten sie, bis der Decurio ihnen Einhalt gebot.

  • Ich hielt die Hand hoch um zu signalisieren dass sie nun anhalten konnten...


    "Gut Equites, gut, man merkt dass ihr nicht umsonst zur Reiterei versetzt wurdet. da ihr euch ja anscheinend alle auf den Pferden halten könnt, werden wir alles ein wenig verschärfen, nun wird sich zeigen wer von euch sein Pferd beherrscht und wer nicht."


    sagte ich leicht grinsend... Ich schwang mich auf Herakles und sagte...


    "Equites, wir werden nun in den Wald reiten, ich will ehrlich sein, normalerweise reitet man mit Auszubildenen noch nicht in den Wald, es ist zu gefährlich, allerdings scheint in dieser Turma recht viel Talent zu liegen, wieviel werde ich jetzt sehen, keine Sorge, Casparius Crassus ist ja auch dabei, falls jemand gegen einen Baum reiten sollte, wird er Hilfe leisten können, seht ihr euch instande dazu in den Wald zu reiten Equites?"


    eine rhetorische Frage...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Die Reiter hielten an und wandten ihre Pferde dem Decurio zu. Die meisten waren guten Mutes und so riefen alle "Ja, Decurio". Auch Mela.
    Es würde also in den Wald hineingehen. Bisher waren sie auf einem Weg geritten. Mela war gespannt, was werden würde. Und so folgten sie dem Decurio zwischen die Bäume des Waldes. Hier hingen die Äste tief und die Stämme standen dicht beieinander. EInige Equites riefen oder stöhnten auf, als ihnen Zweige und Äste das Gesicht und die Arme zerkratzten. Auch Mela bekam einen Ast ins Gesicht. Die Augen tränten ihm, doch wie die anderen hielt er durch und folgte dem Decurio durch Unterholz und Geäst.

  • So sie folgten mir also, hinter mir hörte ich das ächtzen mancher Reiter, wie ich dieses Geräusch kannte, ich selber hatte mir die Arme zerkratzt als ich damals die ersten Male im Wald ritt... Da die Equites aber anscheinend alle in der Lage waren zu folgen, entschloss ich mich, die Schwierigkeit noch einmal anzuzügeln...


    Ich hob kurz die Hand zum anhalten, und wartete bis sich alle Equites um mich versammelt hatten...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • "Equites, was soll ich sagen, ich bin wirklich ein wenig beeindruckt, mit euch kann ich bei den anderen Decuriones ein wenig angeben."


    sagte ich grinsend... Dann verschwand das Grinsen wieder..


    "Nun zurück zum Ernst, ihr reitet schon sehr gut, wir werden nun diesen Abhang runter reiten."


    ich sagte auf den besagten Abhang...


    "Dort unten ist der Boden sehr sumpfig, das heißt es gibt viele kleine Bäche und ähnliches, ihr müsst dort unten also schnell reiten, aufpassen wo ihr hinreitet, springen, und gleichzeitig versuchen euch nicht zu weit von euren Kameraden zu entfernen. Bereit? Ausführen."


    ich ritt vorran...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Mela runzelte die Stirn. ein Sumpf also. Das versprach interessant zu werden. Die Reiter vor Mela trieben ihre Pferde an und auch Mela spornte Valor an. Den Abhang herunter erwies es sich als sinnvoll, sich im Sattel nach hinten zu lehnen und das Pferd nicht anzutreiben, damit es nicht fehl trat und auf dem Geröll ausrutschte und den Halt verhielt. Ein Eques machte den Fehler und wollte Mela überholen, weil es ihm nicht schnell genug ging. Sein Pferd rutschte aus, fiel und begrub den Reiter unter sich, als es den Hang herunter schlitterte und dabei zwei weitere Tiere mit sich riss.
    "Capsarius!" brüllte Mela, ritt aber weiter, da er von Vitamalacus gelernt hatte, dass Disziplin die wichtigste Waffe der Römer war. Als die Reiter den Grund erreichten, trieb Mela Valor weiter an, überholte zwei Kameraden und fiel schließlich vom Pferd, als Valor steig, weil direkt vor ihm eine Ente aufflog und sich schnatternd davon machte. Mela fluchte, fing Valor wieder ein, steig erneut auf und reihte sich wieder in die Gruppe ein. Nun war er schlammig und stank nach auligem Wasser. Blödes Mistvieh.

  • Ich hörte Mela rufen, hielt Herakles an und gab das Zeichen zum anhalten.


    "Casparius, kümmer dich um die Reiter."


    der Casparius nickte, dann sah ich Mela, völlig verdreckt...


    "Nun Eques, für den Anfang nicht schlecht, woran hat's gelegen dass du abgewurfen wurdest?"


    fragte ich ihn im vorbeigehen...


    dann schaute ich von Herakles herunter auf den am Boden liegenden Reiter.. Welcher zwei seiner Kameraden mitgerissen hatte...


    "WAS HAST DU DIR DABEI GEDACHT EQUES? GLAUBST DU DAS IST HIER EIN WETTRENNEN? GLAUBST DU ETWA DADURCH DASS DU DEINE KAMERADEN ÜBERHOLST WIRST DU ANGESEHENER? DU KANNST FROH SEIN DASS ICH MICH ÜBERHAUPT UM DICH SCHERE! NUN STELL DICH NICHT SO AN UND SITZ WIEDER AUF!"


    fuhr ich den jungen Reiter an, welcher mich benommen und ängstlich anblickte... Dann blickte ich wieder zu Mela...


    "Nun Eques woran lag's dass du abgeworfen wurdest? Dein Fehler oder hatte es mit äußeren Einflüssen zutun?"


    fragte ich erneut...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Mela runzelte die Stirn und wollte gerade Auskunft geben, als der Decurio den Eques zurecht wies, der nach diesem Rüffel zitternd wieder aufsaß und dabei das linke Bein so wenig wie möglich belastete. Dann wandte sich Numerianuns wieder Mela zu, der sogleich entgegnete:
    "Eine Ente, Decurio. Aber es war auch mein Fehler, ich war unachtsam und habe nicht auf den Boden direkt vor mir geachtet, sondern voraus geschaut."

  • Ich musste kurz lachen... Eine Ente.. Na sowas...


    dann antwortete ich dem jungen Eques...


    "Nun das ist die Kunst bei der Reiterei Mela, alles im Blick zu haben, auch wenn mir sowas wie eine Ente noch nie untergekommen ist, die Pferde müssen noch geschult werden, sie sind definitiv zu schreckhaft."


    dann drehte ich mich wieder zu dem Unfallverursacher um...


    "AUFSITZEN, ZÜGIG!"


    unter schmerzverzerrten Gesicht stieg der Reiter wieder auf...


    Dann wandte ich mich an die gesamte Turma...


    "Das reicht für heute, wir reiten langsam zurück, die welche sich beim Sturz was getan haben melden sich im Lazarett, der Rest geht erst in die Thermen, ihr stinkt erbärmlich, kein Wunder bei diesem Schlamm, dann werden wir uns noch ein wenig im Umgang mit dem Spatha üben, ihr müsst von euer Stichtechnik des Gladius wegkommen."


    rief ich und ritt langsam wieder gen Castellum...

  • Mela verzog das Gesicht zu einem Grinsen. Der Decurio war schon ein netter Kerl. Nicht so streng wie Vitamalacus, fand er. Da machte das Lernen gleich mehr Spaß, auch wenn Mela vermutete, dass die frischen Rekruten erst einmal hart ran genommen wurden damit sie Disziplin lernten. Die Reiter wendeten ihre Pferde und folgten dem Decurio nun um die Sumpflöcher herum und durch den Wald zurück zum Castellum.

  • Dort wo an diesem Tag auch eine turma übte, führte der Praefectus Castrorum die Legionäre hin.


    Er ließ sie in drei Reihen vor ihm aufstellung beziehen.


    So, wenn ihr genügend Platz zwischen euch und euren Nachbarn gelassen habt, können wir beginnen.



    Zunächst will ich, dass ihr euch ganz ruhig und langsam auf die Pferde setzt.
    Die Tierpfleger werden euch dabei helfen.


    Wenn das geschehen ist, werden sie euch ein wenig herumführen und euch nach und nach die Zügel überlassen.


    Wenn ihr die Zügel anzieht, wird das Pferd langsamer, wenn ihr ihm die Sporen gebt, wird es schneller.
    Zieht ihr die Zügel nach rechts, so läuft es nach rechts, das gleiche auch mit der linken Seite.
    Abite, an die Arbeit!!

  • Während ich mit meiner Turma nur ein klein wenig von den Infanteristen entfernt stand, betrachtete ich kurz die ersten Übungen der Fußtruppen, bevor ich mich an meine Equites wandte...


    "Equites, in eine Reihe aufstellen!"


    ich wartete auf die Ausführung...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • "Nun, nach dem chaotischen Ritt beim letzten mal, habe ich mich entschlossen das heute erst einmal nicht zu wiederholen, sondern den Angriff bergab und bergauf zu üben. Ihr kennt das ja. Ihr stellt die Strohpuppen auf, und reitet von diesem Hügel dort herunter, und attackiert, erst mit der Lanze dann mit dem Spatha, und dann das ganze eben bergauf, vergesst nicht, vom Hügel genug Geschwindigkeit mitzunehmen, und bergauf müsst ihr den Anlauf nutzen, um mit größt möglicher Geschwindigkeit auf den Feind zu treffen."

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

  • Mela war einer der vielen, die nickten. Er saß ab und band die Zügel Valors mit dem eines anderen Pferdes zusammen. Auf diese Weise würden sie nicht weglaufen können. Dann holte er mit einem Partner zusammen eine der Strohpuppen und stellte sie am Fuß des Hügels auf. Als sie wieder hochgelaufen waren, schwitzen die meisten schon ziemlich. Sie entknoteten ihre Pferde und saßen wieder auf, das Spatha und die Lanze in der Hand. Dann machten sie sich klar für den Angriff. Mela und einige anderen bildeten die Vorhut, legten die Lanzen an und krachten schließlich mit voller Wucht in die Strohpuppen. Sie preschten unter Kampfgeschrei vorbei und als sie sich umwandten sahen sie, dass ein guter Teil der Puppen beinahe rettungslos zerstört war. Doch weiter ging es, nun den Hügel hinauf. Sie zogen einen kleinen Kreis zu Pferd, warfen die Lanzen von sich und stürzten sich dann in erbitterte Zweikämpfe mit den lädierten Strohpuppen, wobei sie das einsetzten, was sie bisher gelernt hatten. Schließlich ließen sie von den Übungspuppen ab und kamen den Hang wieder hinauf, um Platz für die zweite Gruppe zu machen, die es ihnen gleich tat.

  • Sachte schwang sich Avitus auf das ihm zugewiesene Pferd. Der danebenstehende Pfleger, wohl einer der Eques, wollte zunächst Hilfe geben, sah jedoch, dass Avitus wohl nicht das erste Mal auf einem Pferd saß und blieb einfach neben dem Pferd stehen, die Zügel in seiner Hand. Dann führte er das Pferd samt Avitus etwass herum, gab ihm schon bald jedoch die Zügel.


    Avitus ritt ein paar Schritt. Wahrlich, es war lange her, dass er geritten ist, doch er fühlte sich fast wohl im Sattel. Die Legionsreiterei hatte es in der Tat nicht übel, auf de Rücken eines Pferdes ins Gelände zu ziehen.


    Er gab dem Pferd sporen und es schritt los. Avitus führte das Pferd mal rechts, mal links herum, hielt immer wieder mit einem 'brrrr' an und machte kehrt, bis er sich im Sattel sicher genug fühlte, um in einen Trab überzugehen. Er drehte so ein paar Runden, die Zügel sicher in der Hand, wechselte mal in den Schritt, mal wieder in den Trab.


    Einen schnellen Galopp wollte er nicht hinlegen. Dazu brauchte es wohl schon etwas mehr, als eine Übungsrunde und vor allem wohl den Befehl bzw. die Erlaubnis des Praefectus.

  • Mit wohlwollen sah ich den Equites bei den Übungen zu, seitdem sie das erste mal in voller Montur ins Gelände zogen...


    Dann blickte ich rüber zur Infantrie, lächelte leicht und blickte wieder zu meiner Turma...


    Die kleinen Mängel hier und da würde ich zur Sprache bringen, wenn alle Reiter unten sind, schließlich war ja die zweite Gruppe noch im Angriff...

    'Hannibal wusste wie man Siege erringt, aber nicht wie man damit umzugehen hat.'

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