[Officium II] Princeps Praetorii

  • Vom Officium des LAPP kommend trat Lepidus mit dem schweren Metallschlüssel in der Hand an das Officium und schloss es auf.


    Es war keines von denen, die er in seiner langjährigen Zeit in der Verwaltung gekkengelernt hatte. Es war geräumiger und vor allem erstrahlte es in einem viel frischeren Glanz. Das lag vielleicht daran, dass Iulius Lepidus bisher einger der wenigen gewesen war, der dieses Officium benutzen durfte. Vor seiner Mission in Raetia, er hoffte, dass er dafür noch die versprochene Diplomae bekommen würde, hatte bisher nur einer dieses Amt inne gehabt.


    Die wenigen Sachen, die er verstauen musste, hatte er schnell beseitigt, sodass er sich gleich an de Schreibtisch setzen konnte.


    Innerlich ging er nochmals die Aufgaben durch, die ihm Meridius aufgetragen hatte.


    Das waren hauptsächlich Audienzen geben und die Verwaltung der Regia.
    Somit hieß es nun ersteinmal warten, bis jemand vorbeikam, der etwas vom LAPP oder anderen Mitarbeitern wollte.

  • Wie gewöhnlich wollte Lepidus nichts dem Zufall überlassen und schon gar nicht irgendwelche seiner Aufgaben vergessen oder nur halb erledigen.


    Deshalb ging er im Kopf noch einmal alles durch:


    Er war quasi eine Art Hofmeister, der Gästen Zimmer zuweisen musste, Versammlungsräume herrichten lassen musste und Audienzen für den Lapp oder Gespräche mit Angestellten organisieren musste.


    Das waren alles Aufgaben, die er von seinem Officium aus koordinieren musste. Laufburschen hatte er ein paar, sodass er nicht einmal sein Officium verlassen musste. Sicher würde er nicht nur von seinen Laufsklaven gebrauch machen, denn ein kleiner Spaziergang im Innenhof oder ein kurzer Blick vor die Regia konnte die Zeit tot schlagen und etwas Abwechslung bringen.




    Bisher hatte wohl niemand Interesse daran, ein paar Worte mit dem Lapp oder einem anderen Angestellten der Regia zu wechseln, Lepidus saß alleine in seinem Officium und auf dem Gang tat sich nichts. Lediglich ein Sklave huschte hin und wieder zwischen dem Archiv und einem Officium eines Scribas hin und her.

  • In der Zeit, in der Lepidus nichts zu tun hatte, konnte er nicht einfach nach hause gehen. Es konnte jederzeit jemand an seinem Officium anklopfen.
    Er entschied daher einen Teil seiner "privaten" Dinge hier zu erledigen.


    Das war unter anderem die Antwort auf einen Brief seines Bruders, den er hier vor sich liegen hatte.


    Seneca hatte ihm schnell zurückgeschrieben.


    Zunächst wusste der Magister nicht so recht, was er von dem Schreiben halten sollte.
    Es war kein "ja" und kein "nein", das sein Bruder dazu sagte.



    Er persönlich konnte von hier aus nichts tun, lediglich sein Bruder konnte es.
    Vielleicht sollte er noch einmal mit Helena reden....
    Und Lepidus, er musste ihr auf jeden Fall einen Brief schreiben. Seine Tochter hatte ihm ja persönlich nichts von den Plänen mitgeteilt, also wollte sich Lepidus melden. Mal sehen, wie sie ihn überzeugen würde.

  • Am nächsten morgen lag ein weiterer Brief auf dem Schreibtisch des Magister Officiorum, als dieser sein Officium betrat und sich auf dem Stuhl niederließ.


    Magister Officiorum Marcus Iulius Lepidus
    Regia Legatu Augusti Pro Praetore
    Mogotiacum
    Provincia Germania


    Salve, geliebter Vater,


    ich hoffe, Du verzeihst, dass ich Dir so lange nicht schrieb, doch waren meine letzten Wochen voller Geschäftigkeit und ich habe kaum die Zeit gefunden, in den Stunden, die mir vor dem Einschlafen blieben, einen klaren Gedanken für mich selbst zu fassen, geschweige denn für alles andere. Du wirst sicher erfahren haben, dass nun auch Onkel Seneca in der Casa Iulia hier in Roma wohnt, und auch wenn er nicht sehr oft zugegen ist, so ist mir seine Anwesenheit doch ein steter Quell der Ruhe, hat er doch die Position des Hausherrn übernommen, in welche sich Constantius nur langsam und nicht sehr leicht eingefunden hat.


    Constantius selbst hat nun endlich die rechte Würdigung seiner Arbeit für die Cohortes Urbanae erfahren und wurde zum Tesserarius ernannt, was, wie ich hoffe, eine Vorstufe zu einem richtigen Offiziersposten darstellt, denn Du kennst ihn, er hat sich immer bemüht, seine Arbeit gut zu verrichten und wird es sicherlich auch weiterhin tun. Leider scheint er sich noch nicht für eine Frau zu interessieren, sodass meine stille Hoffnung, er könnte sich langsam aber sicher doch, wie es von jedem Mann seines Alters erwartet wird, für eine Ehe bereit machen, noch immer enttäuscht wird.
    Ich denke, es würde ihm guttun zu heiraten, ein jeder Mann sucht doch ab einem gewissen Punkt seines Lebens nach der Nähe einer Frau, doch hält sich mein Lieblingsbruder darin leider sehr bedeckt. Ansonsten geht es ihm jedenfalls gut, ich versuche, ihn regelmäßig auf gesellschaftliche Anlässe mitzunehmen, damit er ein wenig unter die Leute kommt und sein Gesicht bekannt wird.


    Livilla lebt ebenso noch in de Casa, ich bin jedoch sehr froh, dass Onkel Numerianuns mit der Legio nach Mantua gekommen ist, denn dann können sich die beiden regelmäßig sehen, sie scheint sehr an ihm zu hängen und so ist es natürlich auch für Livilla eine Erleichterung, ihren Vater nahe zu haben. Sie war einige Tage lang krank, aber inzwischen ist sie wieder wohlauf und hat auch die Hochzeit von Annaeus Florus und Andreia besuchen können. Es ist so schade, dass Du nicht zur Feier anwesend sein konntest, denn Florus und Andreia haben wahrlich ein schönes Paar abgegeben und scheinen auch sehr glücklich miteinander zu sein, sodass der Götter Segen sicherlich auf den beiden liegt. An diesem Tag musste ich oft an meine eigene Hochzeit zurückdenken und mich an alles erinnern, was damals war - am liebsten hätte ich Dich und Mutter gar nicht verlassen, als der Brautzug losging, aber letztendlich hat sich Deine Entscheidung als sehr glücklich für mich erwiesen.


    Nun, wenn ich schon Hochzeiten anspreche, so bin ich mir sicher, dass Du auch von Onkel Seneca bereits gehört hast, dass es einen Mann gibt, der um mich werben möchte, Tiberius Vitamalacus, der derzeit als Aedilis Curulis in Rom tätig ist. Vielleicht hilft es Dir, eine Entscheidung zu fällen, wenn Du auch meine Gedanken zu dieser Verbindung kennst, der ich sehr positiv gegenüber stehe, doch am liebsten würde ich Dich gemeinsam mit Vitamalacus aufsuchen, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst. Vielleicht wird es, sobald der anhängige Tempelbau in Ostia endlich so weit begonnen ist, wie ich es mir vorstelle, mir auch möglich sein zu reisen, alle anderen Widrigkeiten hier scheinen vorerst beigelegt.


    Als ich Tiberius Vitamalacus durch einen Zufall kennenlernte, entwickelte sich eine Freundschaft zwischen uns, die durch gegenseitigen Respekt und Interesse an der Meinung des anderen getragen war, und jenes haben wir uns glücklicherweise bisher bewahrt. Ich glaube, dass diese Verbindung auf einer soliden Grundlage ähnlicher Interessen und Gedanken ruhen kann, auch er war bereits einmal verheiratet und ist Vater geworden, sein Sohn dient derzeit auch bei der Legio, wie es sein Vater tat. Ich habe Vitamalacus als einen sehr klugen und überlegten Mann kennenlernen dürfen, dessen Entscheidungen reflektiert und den Umständen angemessen sind, er genießt den Respekt seiner Umgebung und auch den meinen durch seine gefaßte und würdige Art - ein wirklicher Patrizier eben, dessen Ahnen sicherlich mit ihm zufrieden sind.


    Wahrscheinlich klinge ich nicht besonders verliebt, wie man es wohl erwarten könnte, wenn eine Frau einwilligt, einen Mann zu heiraten - denn dies hat uns Seneca sehr wohl gefragt. Aber ich habe auch in der Ehe mit Titus erkannt, dass Liebe nicht alles ist, dass Sympathie und Respekt ebenso wichtig sind, um eine eheliche Gemeinschaft zum Erfolg zu führen, und ich möchte nicht irgendwann feststellen müssen, dass ich einem flüchtigen Gefühl gefolgt bin und neben einem Mann aufwache, den ich nicht für das achten kann, was er ist. Mehr jedoch möchte ich Dir gern persönlich sagen, es ist schwer, das alles nachzuvollziehen, wenn man den Menschen, über den geschrieben wird, nicht kennt.


    Vielleicht hast Du es schon in der Acta erfahren, ich plane, als Comes Italia zu kandidieren und danach den Weg in den Cursus Honorum zu nehmen, wie es einer Familie wie der unseren zukommt. Ist es Dir Recht, dass ich als Deine Tochter diesen Weg versuche zu gehen, wo Dein Sohn als Soldat dient, und die meisten anderen Männer unserer Familie sich dem Militär zugewandt haben? Manches Mal wünschte ich, ich wäre als Mann auf die Welt gekommen, doch bin ich Deine Tochter, nicht Dein Sohn, und so muss ich meinen Weg als Frau nehmen. Es wäre mein größter Wunsch, Deine Billigung für dieses Vorhaben zu erhalten, welches den Namen unserer Familie endlich wieder dorthin zurück bringen könnte, wohin er gehört - an die Aufmerksamkeit der Menschen, vielleicht eines Tages auch bis in den Senat.


    Es wird sicher kein leichter Weg sein, doch der erste Schritt - die Erhebung in den Ordo Decurionum, welchen ich aus eigener Kraft getan habe - ist bereits genommen und ich hoffe, dass ich mir in absehbarer Zeit auch die Würde eines Ritters durch meine Arbeit verdient haben werde. Bitte lass mich wissen, was Du über diesen Plan denkst, und bitte schreibe mich auch, wie es Dir und Mutter ergangen ist, ich hörte, dass Du befördert wurdest, vielleicht möchtest Du mir ein bisschen mehr darüber berichten? Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir ein wenig Deine Zeit widmen könntest. Bitte grüße Mutter auf das Herzlichste von mir, Deine Tochter


    Iulia Helena




    Zitat

    ich hoffe, Du verzeihst, dass ich Dir so lange nicht schrieb, doch waren meine letzten Wochen voller Geschäftigkeit und ich habe kaum die Zeit gefunden, in den Stunden, die mir vor dem Einschlafen blieben, einen klaren Gedanken für mich selbst zu fassen, geschweige denn für alles andere. Du wirst sicher erfahren haben, dass nun auch Onkel Seneca in der Casa Iulia hier in Roma wohnt, und auch wenn er nicht sehr oft zugegen ist, so ist mir seine Anwesenheit doch ein steter Quell der Ruhe, hat er doch die Position des Hausherrn übernommen, in welche sich Constantius nur langsam und nicht sehr leicht eingefunden hat.


    Constantius, von ihm hatte er auch schon länger nichts mehr gehört. Es war schön zu hören, dass es ihm gut ging...


    Zitat

    Constantius selbst hat nun endlich die rechte Würdigung seiner Arbeit für die Cohortes Urbanae erfahren und wurde zum Tesserarius ernannt, was, wie ich hoffe, eine Vorstufe zu einem richtigen Offiziersposten darstellt, denn Du kennst ihn, er hat sich immer bemüht, seine Arbeit gut zu verrichten und wird es sicherlich auch weiterhin tun.


    .....noch viel schöner, dass er nun endlich befördert wurde. Irgendwie kam in ihm das Gefühl hoch, dass sein Sohn bisher die gleichen Schwierigkeiten im Job hatte, wie er sie hatte. Naja, Seneca würde sich da sicher drum kümmern.


    Zitat

    Leider scheint er sich noch nicht für eine Frau zu interessieren, sodass meine stille Hoffnung, er könnte sich langsam aber sicher doch, wie es von jedem Mann seines Alters erwartet wird, für eine Ehe bereit machen, noch immer enttäuscht wird.
    Ich denke, es würde ihm guttun zu heiraten, ein jeder Mann sucht doch ab einem gewissen Punkt seines Lebens nach der Nähe einer Frau, doch hält sich mein Lieblingsbruder darin leider sehr bedeckt. Ansonsten geht es ihm jedenfalls gut, ich versuche, ihn regelmäßig auf gesellschaftliche Anlässe mitzunehmen, damit er ein wenig unter die Leute kommt und sein Gesicht bekannt wird.


    Sicher würde er noch Kontakt zu Frauen bekommen. Soldaten waren immer angesehen und bewundert von den Frauen, sicher mehr als die fetten Senatoren und Politiker im Senat.


    Zitat

    Livilla lebt ebenso noch in de Casa, ich bin jedoch sehr froh, dass Onkel Numerianuns mit der Legio nach Mantua gekommen ist, denn dann können sich die beiden regelmäßig sehen, sie scheint sehr an ihm zu hängen und so ist es natürlich auch für Livilla eine Erleichterung, ihren Vater nahe zu haben. Sie war einige Tage lang krank, aber inzwischen ist sie wieder wohlauf und hat auch die Hochzeit von Annaeus Florus und Andreia besuchen können. Es ist so schade, dass Du nicht zur Feier anwesend sein konntest, denn Florus und Andreia haben wahrlich ein schönes Paar abgegeben und scheinen auch sehr glücklich miteinander zu sein, sodass der Götter Segen sicherlich auf den beiden liegt. An diesem Tag musste ich oft an meine eigene Hochzeit zurückdenken und mich an alles erinnern, was damals war - am liebsten hätte ich Dich und Mutter gar nicht verlassen, als der Brautzug losging, aber letztendlich hat sich Deine Entscheidung als sehr glücklich für mich erwiesen.


    In ihm kam immer mehr das Gefühl hoch, dass er hier in Germania einsam war, zu einsam. Alles traf sich in Rom, nur er war nicht dort. Er war im rauen Germanien, wo er nur wenig Leute kannte und wo auch nur wenig Leute vorbeischauten.
    Mit einem Säufzer schloss Lepidus seine Augen und hoffte innigst, dass er einmal nach Rom reisen könnte.


    Zitat

    Nun, wenn ich schon Hochzeiten anspreche, so bin ich mir sicher, dass Du auch von Onkel Seneca bereits gehört hast, dass es einen Mann gibt, der um mich werben möchte, Tiberius Vitamalacus, der derzeit als Aedilis Curulis in Rom tätig ist. Vielleicht hilft es Dir, eine Entscheidung zu fällen, wenn Du auch meine Gedanken zu dieser Verbindung kennst, der ich sehr positiv gegenüber stehe, doch am liebsten würde ich Dich gemeinsam mit Vitamalacus aufsuchen, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst. Vielleicht wird es, sobald der anhängige Tempelbau in Ostia endlich so weit begonnen ist, wie ich es mir vorstelle, mir auch möglich sein zu reisen, alle anderen Widrigkeiten hier scheinen vorerst beigelegt.



    Und dies war der Punkt, auf den Lepidus schon den ganzen Brief gewartet hatte. Dies war der Hauptpunkt, weshalb ihm seine Tochter überhaupt geschrieben hatte. Ihre Erläuterungen waren überzeugend, das konnte er nicht leugnen.
    Es war schön zu hören, dass sich der Tiberier doch persönlich beim Vater vorstellen wollte. Was Helena so über ihn berichtet hatte, konnte man meinen, er wäre ein respektierter Patrizier. Wenn dem so ist, dann kann man von ihm erwarten, dass er sich persönlich vorstellt.








    Zitat

    Vielleicht hast Du es schon in der Acta erfahren, ich plane, als Comes Italia zu kandidieren und danach den Weg in den Cursus Honorum zu nehmen, wie es einer Familie wie der unseren zukommt. Ist es Dir Recht, dass ich als Deine Tochter diesen Weg versuche zu gehen, wo Dein Sohn als Soldat dient, und die meisten anderen Männer unserer Familie sich dem Militär zugewandt haben? Manches Mal wünschte ich, ich wäre als Mann auf die Welt gekommen, doch bin ich Deine Tochter, nicht Dein Sohn, und so muss ich meinen Weg als Frau nehmen. Es wäre mein größter Wunsch, Deine Billigung für dieses Vorhaben zu erhalten, welches den Namen unserer Familie endlich wieder dorthin zurück bringen könnte, wohin er gehört - an die Aufmerksamkeit der Menschen, vielleicht eines Tages auch bis in den Senat.


    Die Pläne seiner jungen Tochter waren gut, zwar ziemlich weit nach vorne geblickt, aber sie würden sich bestimmt irgendwann erfüllen.



    Zitat

    Es wird sicher kein leichter Weg sein, doch der erste Schritt - die Erhebung in den Ordo Decurionum, welchen ich aus eigener Kraft getan habe - ist bereits genommen und ich hoffe, dass ich mir in absehbarer Zeit auch die Würde eines Ritters durch meine Arbeit verdient haben werde. Bitte lass mich wissen, was Du über diesen Plan denkst, und bitte schreibe mich auch, wie es Dir und Mutter ergangen ist, ich hörte, dass Du befördert wurdest, vielleicht möchtest Du mir ein bisschen mehr darüber berichten? Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir ein wenig Deine Zeit widmen könntest. Bitte grüße Mutter auf das Herzlichste von mir, Deine Tochter


    Iulia Helena


    Dann wollen wir mal, sagte er sich und säufzte. Es war sowieso nichts zu tun, da wollte er nicht blöd rumsitzen.


    Ein leeres Stück Papyrus, eine Feder und etwas Tinte waren schnell zusammengesucht.


  • An Iulia Helena
    Casa Iulia
    Roma
    Provincia Italia


    Salve, meine Tochter!


    Ich nehme es dir nicht übel, dass es dir nicht möglich war zu schreiben. Wir alle gehen unseren Weg, leider fern ab voneinander. Es ist immer wieder schön von dir zu hören und die Seltenheit der Briefe macht das Voneinader Hören noch interessanter.


    Richte allen anderen bitte meine besten Grüße aus, besonders Constantius. Ich bin froh, dass er es nun geschafft hat. Wenn er einmal Probleme haben sollte, kann er sich sicher an Seneca wenden, derbestimmt bei den Militärs in Rom ein Wort einlegen kann.


    Sein Kontakt zu Frauen wird sicher noch kommen, auch wenn es etwas länger dauert. Aber irgendwann findet jeder seine zu ihm passende Frau. Mein Sohn ganz sicher auch. Er ist ein junger sicherlich attraktiver Soldat.


    Meine besten Glückwünsche sollen natürlich auch an Florus und Andreia gehen, die ja vor kurzem geheiratet haben.



    Gerade als dein Brief in der Regia eintraf, wollte ich dir einen Brief schreiben, in dem ich dich nach deiner Meinung zu dem Tiberier fragen wollte. Es ist aber nun besser, dass du von selbst auf mich zugekommen bist, um mir über ihn zu berichten.


    Deine Erläuterungen über eure Gefühle sind überzeugend, aber ich würde mich viel lieber an dein Angebot richten und euch zu mir nach Germania einladen. Einerseits würde ich dich endlich wiedersehen, andererseits werde ich Vitamalacus näher kennenlernen. Es ist für ihn sicher auch besser, wenn er sich höchstpersönlich beim Vater vorstellt
    Richte bitte Seneca aus, dass er sich absofort keine Sorgen mehr um euch zwei machen soll und dass ihr es mit mir besprechen werden. Mein Danke geht natürlich trotzdem an ihn.


    Deine steile Karriere spricht für sich, du hast gute Arbeit geleistet und dich sicher in deine Arbeit vertieft. Wenn du denn irgendwann Comes wirst, wird der Schritt in den Senat bestimmt auch keine Ewigkeit mehr entfernt sein. Natürlich darfst du nicht jetzt schon bei anderen vom Einzug in den Senat sprechen, das muss dann kommen, wenn deine Zeit dafür in greifbarer Nähe ist.


    Meine Karriere hier geht gut voran. Nachdem ich hier weitere Monate auf dem mir nun verhassten Posten des Magistratus ohne die versprochene Auszeichnung sitzengeblieben bin, wurde ich nun endlich zum Magister Officiorum ernannt. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der ich mich aber gewachsen fühle. Bisher ließ die Arbeit eher noch auf sich warten.


    Ich hoffe dich bald wieder zu sehen
    deine Vater Lepidus



    Den brachte er nun zum Officium des PV.

  • Und wo er schon mal in der Regia war, machte er auch noch Besuch Nummer 4 in der Hoffnung Nummer 5 anzuschliessen. Er klopfte an die Tür des MOs in der Hoffnung ihn zu erreichen und recht bald noch zu Meridius vordringen zu können.

  • Ich trat ein und sah einen müde wirkenden Mann vor mir.


    Salve! Ist alles in Ordnung mit dir, oder soll ich später noch einmal kommen?
    fragte ich aus reiner Höflichkeit, obwohl ich mich nicht so schnell abwimmeln lassen würde

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Lepidus
    Herein!


    antwortete er auf das Klopfen hin.


    "Salve Lepidus," grüßte er seinen ehemaligen Magistratus freundlich. "Es geht um die Taberna Silva Nigra. Der LAPP wollte sich da an dem Wideraufbau finanziell beteiligen und ich habe eine Nachricht von dem Architekten erhalten bezüglich der Dinge, die benötigt würden, damit noch vor dem Winter mit dem Bau begonnen werden kann. Er ist auch der Einzige, der einen Kostenvoranschlag brachte, welcher allerdings sehr gut ist." Er reichte ihm den Brief zur Kenntnisnahme. "Ich wollte klären, ob wir dann nun endlich starten können. Hatte dem LAPP versprochen diesbezüglich dann noch mal Bescheid zu geben. Dann würde ich dem Architekten nämlich einen dringenden Eilbrief senden, damit er sofort anreist. Der Trümmerhaufen ist bereits beseitigt."

  • Zitat

    Original von Marcus Annaeus Scipio
    Ich trat ein und sah einen müde wirkenden Mann vor mir.


    Salve! Ist alles in Ordnung mit dir, oder soll ich später noch einmal kommen?
    fragte ich aus reiner Höflichkeit, obwohl ich mich nicht so schnell abwimmeln lassen würde



    Salve,
    nein, du störst nicht. Was kann ich für dich tun?

  • Zitat

    Original von Valentin Duccius Germanicus


    "Salve Lepidus," grüßte er seinen ehemaligen Magistratus freundlich. "Es geht um die Taberna Silva Nigra. Der LAPP wollte sich da an dem Wideraufbau finanziell beteiligen und ich habe eine Nachricht von dem Architekten erhalten bezüglich der Dinge, die benötigt würden, damit noch vor dem Winter mit dem Bau begonnen werden kann. Er ist auch der Einzige, der einen Kostenvoranschlag brachte, welcher allerdings sehr gut ist." Er reichte ihm den Brief zur Kenntnisnahme. "Ich wollte klären, ob wir dann nun endlich starten können. Hatte dem LAPP versprochen diesbezüglich dann noch mal Bescheid zu geben. Dann würde ich dem Architekten nämlich einen dringenden Eilbrief senden, damit er sofort anreist. Der Trümmerhaufen ist bereits beseitigt."


    Ah, salve Germanicus!
    Schön, dich einmal wieder zu sehen.


    Als ihm der Brief vorgelegt wurde, lehnte er sich nach vorne und überflog ihn schnell.
    Gut, soll ich den Lapp davon in Kenntnis setzen und ihm mitteilen, dass er das Geld nun schicken lassen kann, oder möchtest du noch einmal persönlich mit ihm darüber sprechen?

  • Ich nickte und begann auch schon zu sprechen.
    Nun es geht um Germanicus Tacitus! Wie ich gehört habe wart ihr beide die lezte Zeit an einem Projekt in Raetia tätig? um was ging es dabei und ist es dabei zu auffälligen Zwischenfällen gekommen? sagen wir mal einer Drohung oder etwas in der art?


    Ich schaute den Mann an und wartete gespannt darauf was er sagen würde.

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Lepidus
    Ah, salve Germanicus!
    Schön, dich einmal wieder zu sehen.


    Als ihm der Brief vorgelegt wurde, lehnte er sich nach vorne und überflog ihn schnell.
    Gut, soll ich den Lapp davon in Kenntnis setzen und ihm mitteilen, dass er das Geld nun schicken lassen kann, oder möchtest du noch einmal persönlich mit ihm darüber sprechen?


    Er dachte einen Augenblick nach. "Ich denke, es wird reichen, wenn Du ihm das so ausrichtest. Sollte er nach einem Gespräch gelüsten diesbezüglich, dann kannst Du mir ja eine Nachricht zukommen lassen," lächelte er. "ICh werde dem Architectus dann ebenfalls eine Nachricht jetzt zukommen lassen, dass Alles vorbereitet wird und man nur auf seine Ankunft wartet."

  • Drohungen? Nicht das ich wüsste.


    Wir waren damit beschäftigt, die Hilfskonvois für die Bevölkerung zu koordinieren und uns ein Bild der Lage zu machen, dass wir dann dem Legatus Augusti Pro Praetore schildern konnten.
    Des weiteren haben wir zu Spenden für die Bewohner Raetias aufgefordert, aber über Drohungen ist mir nichts bekannt.


    Tacitus war zwar nicht durchgehend an meiner Seite, aber wenn er bei mir war, ist nichts vorgefallen. Stimmt etwa irgend etwas nicht?

  • Zitat

    Original von Valentin Duccius Germanicus
    Er dachte einen Augenblick nach. "Ich denke, es wird reichen, wenn Du ihm das so ausrichtest. Sollte er nach einem Gespräch gelüsten diesbezüglich, dann kannst Du mir ja eine Nachricht zukommen lassen," lächelte er. "ICh werde dem Architectus dann ebenfalls eine Nachricht jetzt zukommen lassen, dass Alles vorbereitet wird und man nur auf seine Ankunft wartet."



    Sehr schön. Ich werde ihm in einem kurzen Schreiben mitteilen, dass die Vorbereitungen bereits getroffen werden und dass er nun das Geld überweisen kann.
    Bis wann soll die Renovierung starten?

  • Ich hörte aufmerksam zu, klang aber nicht nach dem was ich dachte, und andererseits genau nach dem was ich mir dachte.

    Nun Tacitus wurde gestern abend erschlagen!
    sagte ich als antwort auf seine frage.

    Hatte er in diesr Zeit zu irgendjemanden mehr kontakt?

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Lepidus
    Sehr schön. Ich werde ihm in einem kurzen Schreiben mitteilen, dass die Vorbereitungen bereits getroffen werden und dass er nun das Geld überweisen kann.
    Bis wann soll die Renovierung starten?


    "Noch vor dem kommenden Monat, wenn alles glatt geht, denn dann kann man die Baustelle noch Winterfest machen." Er war zufrieden und hoffte, dass das dann alles auch so über die Bühne ging.

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