• Die beiden Sänften erreichten gegen frühen Abend die Stadt Rom, vor den Toren machten sie halt und warteten darauf weitergelassen zu werden, abends herrschte hier großes Treiben, da die Händler von den Dörfern einkehrten ... "Wahrlich impulsant das Herzen des Reiches."

  • ... nur kurz musterte die Wache die beiden Sänften und deren Wappen, dann winkte er sie durch ... langsam bahnten sie sich den Weg durch die Massen an Menschen, Karren und Kutschen ...

  • Caius hatte einen Handwagen organisiert, in dem das spärliche Gepäck und der jüngste Sohn Platz fanden. Diesen zog der Vater, während seine Gemahlin Pulchra, deren Namen wie blanker Hohn wirkte, den älteren Sohn an der Hand mit sich zog. Noch einmal ging Caius durch, was Quintus gesagt hatte. Quintus hatte Caius' Reise organisiert - mehr oder weniger. Quintus kannte sich aus in Rom. Er hatte ihm gesagt, wo er eine Wohnung findet, an wen er sich wenden solle: Ein gewisser Manius Tiberius Durus. Er war wohl auch der Patron von Quintus - soweit Caius wusste.
    Also jedenfalls sollte er in der Subura in der sogenannten Wassergasse die dritte Insula auf der rechten Seite suchen. Da wohnte dann ein Grieche ganz unten. Und der vermietete noch billige Räume.
    Und die Villa der Tiberier war zu erfragen. Schienen einigermaßen bekannt zu sein. Arbeit wusste er noch nicht. Erstmal in die Frumentationsliste eintragen, hatte Quintus gesagt.
    "Beeil' dich!" trieb Caius Pulchra an. Der junge Caius bockte wohl gerade. Caius ließ den Wagen stehen und ging zu ihm.
    "Verdammt, zick' nich' rum!" fuhr er ihn an und holte aus, um seinem Stammhalter eine Ohrfeige zu geben. Es klatschte, der Bursche schrie auf und begann zu weinen.
    "Heul' nich'! Lauf zu!" herrschte sein Vater ihn an, ging zum Wagen zurück, um weiterzugehen.
    So passierte die Familie mit dem weinenden Jungen, einer etwas bedrückt wirkenden Mutter, einem genervten Vater und einem schlafenden Baby das große Stadttor - sie waren in Rom angekommen!

  • Mit Sack und Pack kam Lucius den Weg zum Tor gelaufen. Vor kurzem hatte er gekündigt und die Cohortes verlassen. Nun wollte er sich aufmachen, ehe er noch jemanden von der Gens traf, der ihn aufgehalten hätte. Aber er konnte so nicht weitermachen. Das war nicht seine Vorstellung gewesen. Oft hatte er das Gefühl gehabt, etwas durch seinen Dienst zu bewegen, aber in letzter Zeit wurde es einfach nur noch schwierig. Aber tief in ihm drin spürte er den Ruf in die Fremde. Den Ruf in ein Land, was doch seine zukünftige Heimat sein könnte. Vielleicht würde er dort eine Frau und eine Familie finden, dort einen weiteren Stammbaum der Artoria begründen. Britannia war sein Ziel. Zwar wußte Lucius noch nichts davon, aber er würde sein Ziel erreichen. Auch eine Familie würde er dort gründen, die noch Jahrhunderte später dort für die Menschen kämpfte und lebte bis zu jenem Tag als sein Nachkomme den Namens Lucius Artorius Castus wieder tragen würde.


    Seufzend wandte Castus seinen Blick um, sah noch ein letztes Mal auf die große Stadt Roma. Seine Familie zu verlassen war schwer für ihn. Doch auch sie waren ihm fremd geworden. Es war Zeit dieses Land zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Lucius wandte sich mit einem Ruck ab und schritt aus dem Tor hinaus. Sein Blick war auf den Weg nach Ostia gerichtet. Ein neues Leben würde ihn erwarten. Und so verließ Lucius Artorius Castus für immer Roma!

  • Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Iustus und Pictor endlich die Stadttore Roms erblickten. Es war ein trockener heißer Tag und die Luft schien nur noch aus Hitze und Staub zu bestehen. Auch ihre Pferde schienen mittlerweile dem recht scharfen Tempo Tribut zu zollen, aber sie wollten diese Reise endlich hinter sich bringen. Immer wieder hatten sie Händler und Bauern mit ihren Karren oder Fußgänger überholt.


    Nun, da das Stadttor endlich in reichbarer Greifweite war, drehte Pictor sich zu seinem Bruder um: Na, was meinst du: Wie wäre es mit einem netten Besuch in den Thermen?

  • Zitat

    Original von Marcus Hadrianus Pictor
    Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Iustus und Pictor endlich die Stadttore Roms erblickten. Es war ein trockener heißer Tag und die Luft schien nur noch aus Hitze und Staub zu bestehen. Auch ihre Pferde schienen mittlerweile dem recht scharfen Tempo Tribut zu zollen, aber sie wollten diese Reise endlich hinter sich bringen. Immer wieder hatten sie Händler und Bauern mit ihren Karren oder Fußgänger überholt.


    Nun, da das Stadttor endlich in reichbarer Greifweite war, drehte Pictor sich zu seinem Bruder um: Na, was meinst du: Wie wäre es mit einem netten Besuch in den Thermen?


    Iustus war in Gedanken wie es nun mit ihnen weiter gehen sollte. Vom Vater verstoßen, der Onkel tot. Sie hatten Glück das sie wie durch ein Wunder in der Gens Hadrianii aufgenommen wurden. Da vernahm er die Stimme seines Bruders.
    Mit doch schon müder Stimme meint Iustus.
    Hmm, sicher. Warum eigentlich nicht. Ich hoffe nur wir müssen nicht erst noch Stunden lang nach einer suchen...

  • Pictor horchte auf, sein Bruder war ihn Gedanken wohl schon wieder bei ihrem Vater, ihrem Onkel... es war zum aus der Haut fahren, aber besser wurde es dadurch schließlich nicht. Wir werden schon welche finden, keine Sorge, versuchte er seinen Bruder aufzumuntern, vorher sollten wir uns aber eine Unterkunft besorgen.


    Sie ritten, mittlerweile im Schrittempo, auf die Wachsoldaten zu und schließlich an ihnen vorbei, aber keiner machte irgendwelche Anstalten sie zu kontrollieren.

  • Von weitem sah Sedulus zwei Gestalten daher reiten.
    Als sie schon fast an ihm vorbei waren meinte er in ruhigem Tonfall .


    Halt! Ihr wollt nach Roma? Er wartete erst gar nicht auf die Antwort da es ja klar war.
    Zu welchen Zwecken?


    Irgendwie kamen ihm die Beiden spanisch vor... :D

  • Oh, da hatte er wohl doch noch einen übersehen. Da Iustus mal wieder in Gedanken versunken schien :P, beschloß er dem Miles zu antworten.


    Salve Miles, wir sind Lucius Hadrianus Iustus und Marcus Hadrianus Pictor, wir wollen zu unserem Adoptivvater Herius Hadrianus Subdolus

  • Iustus nickte dem Miles müde zu.
    Nach einigen Metern meinte er zu seinem jüngeren Bruder.


    Komischer Vogel, diese Wache da.... :D


    Um auf Deine Frage zurück zu kommen. Du hast recht, wir sollten uns erst eine Unterkunft suchen. Die Frage ist auch hier wieder, wo finden wir eine und können wir uns auch eine leisten... Er seufzte.

  • Jo, da hast du recht, aber vielleicht liegt es daran, dass er Soldat ist... meinte er schulternzuckend. Ich schlage vor, daß wir hier am Tiber entlangreiten und uns hier irgendwo etwas suchen. Die Gegend sieht nicht gerade umwerfend aus, aber das sollte unserer Kasse entgegen kommen.


    Er bog in eine Straße ein, die dem Tiberverlauf zu folgen schien.

  • Iustus ließ sein Brüderchen mal vorweg reiten. Irgendwie war er wie erschlagen.


    Das wird`s sein - ein Miles halt.


    Man könnt meinen Du wärst hier schon mal gewesen? Ich hoffe doch Du verschweigst mir nichts? :) Ein leichtes Grinsen huschte über Iustus Mundwinkel.

  • Zitat

    Original von Lucius Hadrianus Iustus


    Man könnt meinen Du wärst hier schon mal gewesen? Ich hoffe doch Du verschweigst mir nichts? :)[/I] Ein leichtes Grinsen huschte über Iustus Mundwinkel.



    Ich, nein, du weisst doch ich habe immer den richtigen Riecher, wenn es darum geht die nächste Taberna, die Thermen oder so zu finden. Vertrau mir einfach! vergnügt grinste er seinen Bruder an.

  • Vom Lagerhaus herkommend, war Trucidator das kontrollierte Risiko eingegangen und hatte seine Siebensachen eingesammelt. Schließlich hatte er ein Pferd gemietet und war nun am Stadttor angelangt.


    Ein letztes Mal blickte er sich um und grub seine Hacken in die Flanken seines Pferdes. Es wieherte empört auf und galoppierte los.


    - Auf nach Misenum!

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