Parade zu Ehren des Praefectus Praetorio Marcus Vinicius Hungaricus

  • Zitat

    Original von Helvetia Severina
    "Geht es weiter?" fragte sie leise. Ihre etwas zu geringe Körpergrösse liess nicht zu, sich selbst ein Bild der Lage zu machen.


    Milo nickte erfreut, als sie ihm tatsächlich keine Absage erteilte. Er gab seinem Sklaven Hermes einen beiläufigen Wink, dass dieser mögliche Drängler unauffällig von der jungen Frau abzuhalten hatte. Der Sklave gehorchte und positionierte sich in gebührendem Abstand hinter Helvetia. Er war zwar weder besonders groß, noch besonders kräftig, doch mit scharfem Auge musterte der Sklave die Umstehenden. Wann immer ein Torkelnder seinen Halt zu verlieren drohte, oder sich jemand allzu ungestüm durch die Menge drängelte, kam er dieesem zuvor und lenkte ihn geschickt von Milo und Severina ab. Es war Hermes anzusehen, dass er diese Arbeit nicht zum ersten Mal tat. Dann wurde auch Milos Aufmerksamkeit von dem aufkommenden Lärm angezogen und er blickte neugierig in die entsprechende Richtung, wodurch er ihre genaue Musterung nicht bemerkte. Noch war nichts zu sehen und er sah entschuldigend wieder zu ihr herab.
    "Es hört sich ganz so an, aber zu sehen ist noch nichts."
    Erst jetzt bemerkte Milo ihre Problematik und leichte Bestürzung trat in seine Miene.
    "Oh, entschuldige. Das ist gedankenlos von mir. Warte, wir werden einen besseren Platz finden."
    Er ließ den Blick weiter schweifen, auf der Suche nach einem besseren Beobachtungspunkt und wurde schließlich hinter ihnen fündig. Milo deutete auf eine breite Treppe, deren Stufen noch nicht allzu überfüllt waren.
    "Es tut mir leid, die Ehrentribüne kann ich dir leider nicht bieten. Mein Vater dürfte eine Einladung bekommen haben, aber ich selbst bin die Karriereleiter noch nicht so weit hinaufgestiegen. Aber von dort drüben könnte die Sicht fast ebenso gut sein."
    Er lenkte seinen Blick wieder zu ihren Augen und lächelte leicht.
    "Wenn du noch ein wenig jünger und mit mir verwandt wärst, dann würde ich dich auch auf meine Schultern nehmen, damit du etwas sehen kannst. Aber so wie es ist, sollten wir lieber mit der Treppe vorlieb nehmen."
    Milo fügte seinen Worten ein verschmitztes Augenzwinkern hinzu, um deren mangelnde Ernsthaftigkeit noch zusätzlich zu unterstreichen.

  • Zitat

    Original von Lucius Caecilius Metellus
    "Oh, glaubt mir, dass haben schon viele gesagt. Letztesns erst hatten wir einen Fall, wo ein Freier erst sein Vergnügen hatte und dann das halbe Bordell abchlachtete. Das waren auch allesamt starke Frauen."


    Es klang irgendwie verbittert, obwohl dies gar nicht mein Ziel war.


    "Und jetzt erst, wurde eine Casa ausgeraubt, die Bewohner an die Säulen gefesselt, und die Räuber zündeten das Haus. Alle verbrannten bei lebendigem Leibe. Ich fürchte, Ihr braucht mir nichts zu erzählen. Rom ist anders als alle anderen Städte. Die schönste, die mächtigste, aber auch die schmutzigste und gefährlichste. Trotzdem, das kann ich Euch versichern gibt es keinen schöneren Ort zu Leben. Was sind denn Eure weiteren Pläne?"




    Das waren ja schöne Erzählungen und gute Aussichten bei ihrem Aufenthalt hier. Was bezweckte er nur mit diesen Äusserungen hätte sie ihn gerne gefragt. "Das sind schlimme Dinge die hier passiert sind, aber sie passieren in jeder anderen Stadt auch und wenn ich deswegen Angst bekommen soll, dann dürfte ich ja gar nicht mehr die Casa verlassen und das wäre schade, auch wenn es bei dieser Hitze sicher angenehm wäre." Sie sah ihn etwas fragend an, denn auf seine letzte Frage war doch recht direkt und sie würde doch nicht jedem Fremden erzählen was sie vor hatte auch wenn der ein Hüter des Gesetzes war. "Ich weiß nicht genau was meine weiteren Pläne sind, es kommt drauf an ob ihr das auf heute bezieht oder auf generell."

  • Zitat

    Original von Titus Flavius Milo
    Er lenkte seinen Blick wieder zu ihren Augen und lächelte leicht.
    "Wenn du noch ein wenig jünger und mit mir verwandt wärst, dann würde ich dich auch auf meine Schultern nehmen, damit du etwas sehen kannst. Aber so wie es ist, sollten wir lieber mit der Treppe vorlieb nehmen."
    Milo fügte seinen Worten ein verschmitztes Augenzwinkern hinzu, um deren mangelnde Ernsthaftigkeit noch zusätzlich zu unterstreichen.


    Severina bemerkte mit einem Lächeln, wie sich der Sklave des Patriziers als Leibwächter betätigte. Es hatte dem Anschein nach doch etwas praktisches an sich, solch einen Aufpasser sein eigen zu nennen und sie nahm sich für die Zukunft vor, nicht mehr ganz so abweisend zu sein, wenn man ihr befahl, dass sie einen solchen mitnehmen möge. Sie folgte Milos Hinweis auf die Treppe und bewunderte in diesem Moment seine Aufmerksamkeit und Übersicht und bejahte seinen Vorschlag freudig.


    "Oh." Sie räusperte sich, als sie seinen Scherz vernahm. Vor ihrem inneren Auge spielte sich eine solche Szene ab, sie auf den Schultern eines, diesen Mannes, und befand diese für unzüchtig, wenn auch nicht reizlos, wofür sie sich aber gleich in Gedanken selbst schalt. Schamhaft schlug Severina die Augen nieder. Seine Worte hatten nicht dazu geführt, ihre Selbstsicherheit, die ohnehin nicht vorhanden war, wiederzufinden. Aber sie fühlte sich durchaus beschützt und nicht ängstlich, weswegen sie ihre Augen wieder zu ihm hob und auch ein leises Lächeln ihren Mund umspielte. "Die Treppe klingt sehr gut, ja."

  • Fasziniert beobachtete Milo, wie sie züchtig die Augen niederschlug. Er war sich voll und ganz dessen bewusst, dass eine solche Unschuld bei den Frauen der heutigen Zeit äußerst selten geworden war und er bewunderte sie für ihre Art. Sie war keine, mit der man ein kleines, unbedeutendes Intermezzo begann. Dies war die Art von Frau, die man heiratete und auf den Händen trug. Wenn nicht... Milo seufzte unmerklich, schob die melancholischen Gedanken beiseite und sah zu Hermes. Mit einem Nicken bedeutete er dem Sklaven, was sie vorhatten, und wandte sich dann wieder Severina zu.
    "Wird dein Aufpasser uns von alleine folgen?"
    Er hob den linken Mundwinkel zu einem verschmitzten Lächeln und setzte sich dann in Richtung der angestrebten Treppe in Bewegung. Hermes ging ihnen voraus und sorgte, soweit möglich, für etwas Platz. Da das Gedränge jedoch immer weiter zunahm, hielt sich sein Erfolg in Grenzen. Doch glücklicherweise war der Weg nicht weit und sie kamen gut voran.

  • Zitat

    Original von Lucius Caecilius Metellus
    "Das könnt ganz Ihr entscheiden." antwortete ich grinsend.



    Sie zog eine Braue ein kleines Stückchen nach oben und sah ihn prüfend an. "Als erstes hoffe ich spätestens morgen mal wieder meinen Bruder zu sehen und alles andere wird sich mit der Zeit zeigen, je nachdem wie lange ich hier bleiben kann." Er schien recht neugierig zu sein und sie war bei solchen Dingen immer recht vorsichtig.

  • Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Titus
    --------------------------------


    Titus guckte etwas skeptisch, beugt sich dann zu dem Mädchen herunter und sreckt sein Arme nach ihr aus. Die guckt nicht weniger skeptisch, fast verängstigt, doch dann lässt sie sich doch hoch heben.


    Durus ließ seine Sänfte in Richtung Forum lenken. Vor der Sänfte drängten zwei Sklaven den Weg durch den Pöbel frei, so dass sie relativ schnell ankamen. In dem Gedränge, das hier herrschte, entdeckte Durus plötzlich einen wohlbekannten Kopf nahe der Ehrentribüne: Das war doch dieser Titus! Und dieser Titus war der Schatten von Vitamalacus! Also wies er den Sänftenführer an:
    "Nach links in Richtung Tribüne!"
    Der Führer nickte und drängte einen in Lumpen gehüllten Bettler weg, sodass die Sänfte sich bewegen konnte.
    Schließlich erreichten sie Titus.
    "Salve, Titus! Wo ist denn Vitamalacus?"

  • Senator Avarus kommt leicht außer Atem an der Tribüne an und grüßt kurz die bekannten Senatoren und Gesichter. Dann läßt er sich am zugewiesenen Platz mit einem Sklaven zum Schatten spenden, einen Weiterem zum Wedeln und einem Dritten zum Vinum einschänken nieder. :]

  • Zitat

    Original von Lucius Caecilius Metellus
    "Ihr wollt nicht in Rom bleiben? Das finde ich schade."



    Fand er das? Sie grübelte ein wenig nach und blickte sich wieder um, als würde sie nach jemanden bestimmten Ausschau halten. Ich sagte nicht, dass ich nicht in Rom bleiben möchte, ich weiß es halt noch nicht. Es kommt drauf an was meine Familie dazu sagen wird, dass ich hier bin und auch was sich für mich ergeben wird."

  • Es verwunderte mich, dass sie ihren weiteren Aufenthalt in Rom davon abhängen machen wollte, wie ihre Familie ihren Aufenthalt findet. War wohl eine etwas obskure Familie, die Gens Matinia.


    "Nun denn, ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, Matinia Sabina. Vale."


    Und mit diesen Worten war ich auch schon verschwunden.

  • Zitat

    Original von Lucius Caecilius Metellus
    Es verwunderte mich, dass sie ihren weiteren Aufenthalt in Rom davon abhängen machen wollte, wie ihre Familie ihren Aufenthalt findet. War wohl eine etwas obskure Familie, die Gens Matinia.


    "Nun denn, ich wünsche Euch noch einen schönen Tag, Matinia Sabina. Vale."


    Und mit diesen Worten war ich auch schon verschwunden.



    Sabina sah ihn wirklich verdutzt an. "Vale" sagte sie und sah ihm eine Weile hinterher. Wirklich seltsam die Leute hier in Rom ging es ihr durch den Kopf und sie wusste nicht was sie dazu sagen sollte. Da stand sie nun wieder alleine und wirkte nun doch etwas verloren zwischen den Menschen die hier standen und der Parade zusehen wollten. Sie wandte sich wieder dem Geschehen zu auch wenn ihr Platz den sie zuvor mal hatte nicht mehr vorhanden war. Wer wusste schon was dieser Tag noch für die bereithalten würde.

  • Zitat

    Original von Titus Flavius Milo
    "Wird dein Aufpasser uns von alleine folgen?"
    Er hob den linken Mundwinkel zu einem verschmitzten Lächeln und setzte sich dann in Richtung der angestrebten Treppe in Bewegung. Hermes ging ihnen voraus und sorgte, soweit möglich, für etwas Platz. Da das Gedränge jedoch immer weiter zunahm, hielt sich sein Erfolg in Grenzen. Doch glücklicherweise war der Weg nicht weit und sie kamen gut voran.


    Severina nickte auf seine Frage hin und schritt mit Milo dessen Sklaven nach. Der Platz füllte sich mit immer mehr Menschen und Severina hatte mit ihrer geringen Körpergrösse manches Mal das Gefühl, als würde sie vor lauter Leute gar den Platz nicht mehr sehen. Was hatte sie sich nur dabei gedacht, einfach den Sklaven weg zu schicken, alleine hierher zu kommen und zu glauben, sie würde alles sehen können, einfach so? Eine Dummheit, die sie nie wieder begehen würde. Andererseits hätte sie so sicher nicht die Bekanntschaft von Milo gemacht, der sich wirklich reizend um sie kümmerte. Obwohl, ob er einer der Sorte Mann ist, der viele Frauenherzen sein Eigen nennt? Aber selbst wenn, dann würde der Sklave ihres Vaters immer noch genug in der Nähe sein, um schnell zu Hilfe zu eilen. Und hier auf dem Platz unter all den Menschen kann ja nichts passieren. Diese zwei Gedanken liessen Severina sich schon sehr selbstsicher fühlen und freudig stieg sie die Stufen hinauf, bis zu der Stelle, die der Bedienstete des Flaviers für sie beide bereit hielt. Ihr schwindelte zwar ein wenig ob der Höhe, aber befreit auflächelnd sah Severina wieder ihren Begleiter an, glücklich wegen der schönen Aussicht. Er hatte ihr nicht zuviel versprochen.


    "Wird sich der Kaiser auch zeigen? Ich habe ihn noch nie gesehen." Aufmerksam überblickte sie den Platz in der auch für sie unwahrscheinlichen Hoffnung, der Kaiser würde schon jetzt sein Antlitz dem Volk zeigen.

  • Zitat

    Original von Manius Tiberius Durus
    Schließlich erreichten sie Titus.
    "Salve, Titus! Wo ist denn Vitamalacus?"


    Titus
    --------------------------------


    Titus, immer noch mit dem fremden Kind auf den Schultern, deutet in Richtung der Ehrentribüne.
    "Der Tribun is`da hinten, is` auf die Ehrentribüne eingeladen worden."
    Kurz deutete er auf Calvina.
    "Ich soll auf die aufpassen..."

  • Was sie geritten hatte, dass sie auch hier auftauchte wusste sie nicht. Sie hatte Angst vor den Prätorianern, was in Anbetracht ihres Wissens auch veständlich war und doch zog es sie in die Nähe der Parade und sie konnte die schwarzgekleideten Prätorianer sehen wie sie ihren Weg gingen, alle in Reih und Glied und keiner tanzte aus der Reihe.
    Warum sie das hier alles machten wusste sie nicht wirklich, aber interessieren tat es sie auch nicht. Sie versuchte ziemich abseits zu stehen und sah sich die Menschen an, die hier standen. Einige von ihnen hatte sie sogar schon mal auf dem Markt gesehen, aber nie mit einem persönlich gesprochen, aber dazu gab es ja auch nie einen Grund.

  • Dieses Gedränge, wie er es hasste. Nun musste er die Sänftenträger dirigieren, frisch aus Hispania zurückgekehrt und nun das. Zum Glück hatte er einen kleinen Stock, welchen er auch zu benutzen wusste.
    "Aus dem Weg!"
    Schrie er eine Frau an, die sich wohl extra taub stellte, um ihren Platz nicht einbüßen zu müssen. Doch Cassander war flink mit dem Stock, welcher ganz schnell und sicher zum Hinterteil dieser Frau wanderte und dort kurz aufschlug. Nachdem sie sich voller Schrecken umgedreht hatte, stieß er sie gekonnt zur Steite. Schließlich brauchte die Sänfte Platz, der Herr musste durch und die Klienten hinterher.
    Eine leidvolle Aufgabe...ah, da kam ein Junge vorbei, welchen er des Spasses halber auch erwischen konnte. Ja, er liebte Rom, da konnte man machen was man wollte, wurde doch trotzdem im Getümmel nicht erwischt. :D

  • Zitat

    Original von Helvetia Severina
    "Wird sich der Kaiser auch zeigen? Ich habe ihn noch nie gesehen." Aufmerksam überblickte sie den Platz in der auch für sie unwahrscheinlichen Hoffnung, der Kaiser würde schon jetzt sein Antlitz dem Volk zeigen.


    Versonnen betrachtete Milo seine schöne Begleiterin für wenige Sekunden, während sie sich auf der Treppe wieder zu ihm umwandte. Er blieb eine Stufe unter ihr stehen, um den Größenunterschied ein wenig auszugleichen. Selbstverständlich ließ er seinen Blick dabei bewusst nicht über ihren Körper gleiten und nahm diesen ausschließlich aus den Augenwinkeln heraus war. Das Zentrum seiner Aufmerksamkeit lag hingegen wohlwollend auf ihrem femininen Profil und den so lebhaften braunen Augen. Milo lächelte ihr aufmunternd zu und nickte in Richtung der großen Ehrentribüne.
    "Oh, ich bin mir sogar sehr sicher, dass der Kaiser heute hier erscheinen wird. Schließlich feiern wir heute den Abschied seines obersten Leibwächters. Man wird ihm doch bestimmt noch die eine oder andere Auszeichnung und Ehrung zukommen lassen."
    Er löste seinen Blick etwas zögerlich von ihr und sah gen Tribüne, ob der Kaiser vielleicht sogar schon zu entdecken war.
    "Ich selbst habe den Kaiser auch noch nicht persönlich zu Gesicht bekomen. Natürlich kennt man sein Aussehen ungefähr von den vielen Statuen. Doch ich bin schon sehr gespannt, wie er denn in natura aussehen mag. Mein bisheriges Leben habe ich in Baiae zugebracht, so dass sich eine solche Gelegenheit bislang noch nicht ergab."
    Dann wandte sich Milo wieder seiner Begleiterin zu, diese mit fragendem Blick musternd.
    "Wie kommt es, dass du den Kaiser noch nie zu Gesicht bekommen hast? Bist du nicht hier in Rom aufgewachsen? Oder hat man dich nur nie aus der Casa deiner Eltern herausgelassen?"

  • Zitat

    Original von Gaius Octavius Victor
    "Ich hoffe das es heute vielleicht eine Aufdeckung der Gründe für seinen Rücktritt gibt, denn ich hab nicht mal einen blassen Schimmer einer Ahnung, was Hungaricus zu dieser Entscheidung getreiben hat."


    Nachdem man jetzt allerdings sein eigenes Wort kaum noch verstehen konnte, weil die Masse der Schaulustigen aufschrie, deutete der Praefectus Urbi mit den Arm in Richtung Ehrentribüne und sah dann Macer fragend an.


    Macer deutete die Geste so, wie sie wohl gedacht war und nickte. Gemeinsam bahnten sich die Männer einen Weg durch die Menge und entfernten sich damit zunächst einmal vom größten Lärm, da der Fingerzeig des Praefectus Urbi zum Marsfeld führte.


    "Sollten die Gründe tatsächlich im Privaten liegen, denke ich nicht, dass er sie in der Öffentlichkeit bekannt geben wird. Im dienstlichen Verhalten liegen sie indes zweifellos nicht, würde ich meinen. Zumindest ist nichts derartiges bekannt und die heutige Veranstaltung ist offenbar auch eine beachtliche Würdigung für den Mann. Oder weißt du, ob sie vielleicht auch mit weiteren Beförderungen oder Auszeichnungen bei den Praetorianern verbunden ist?"

  • Zitat

    Original von Titus Flavius Milo
    Dann wandte sich Milo wieder seiner Begleiterin zu, diese mit fragendem Blick musternd.
    "Wie kommt es, dass du den Kaiser noch nie zu Gesicht bekommen hast? Bist du nicht hier in Rom aufgewachsen? Oder hat man dich nur nie aus der Casa deiner Eltern herausgelassen?"


    Der oberste Leibwächter, Auszeichnung, Ehrung, Worte, die die kleine Severina mit ihrer geringen Lebenserfahrung so gar nicht fassen konnte. Dieses Ziehen in ihrem Bauch wegen ihrer Nervösität änderte sich in gespannte Aufregung, was sich unter anderem darin ausdrückte, dass ihre Hände ein wenig zitterten und ihre Augen nun förmlich zu strahlen begannen. "Das ist alles so aufregend." Ihre Schüchternheit schwand ein wenig, wohl wegen der grandiosen Aussicht und der Vorfreude auf die Parade. Sie liess noch einmal ihren Blick über den Platz hinüber zu der Ehrentribüne schweifen, dann drehte sie ihr Gesicht wieder zu Milo.


    Ich war... Ich bin... Ich kam... stotterte Severina und sie kam sich in diesem Moment wieder wie eine dumme Gans vor, wie ein kleines Kind, das erst das Sprechen lernt, was ihre Nervösität wieder einmal steigen liess. Sie atmete einmal tief durch und versuchte, ihre Gedanken zu ordnen, hoffend, in Wirklichkeit nicht ganz so peinlich zu wirken, wie sie befürchtete. "Also, ich meine, ich bin schon in Rom aufgewachsen, war aber zwei Jahre in Achaia und bin erst vor wenigen Tagen wieder zurückgekommen." Den Göttern sei Dank war Drusilla wirklich nicht in ihrer Nähe, sonst müsste sie wieder endlos lange und ebenso langweilige Stunden bei einem Rhetor verbringen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!