Der Seiteneingang - Lieferanten, Boten und Bettler haben sich hier zu melden.

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    Na, wenn sein Gegenüber keine Ahnung hatte, woher sollte Levi dann eine Ahnung haben? Manchmal war das Leben als Sklave furchtbar kompliziert, denn scheinbar machte sich niemand Gedanken um die Durchführbarkeit von Wünschen.
    Gut, da sein Auftrag aber darin bestand, zwar zu fragen, aber nicht zu nerven, konnte er wohl nichts mehr machen. Wahrscheinlich war sein Gegenüber sowieso schon genervt, und Levi wollte lieber verschwinden, ehe er unangespitzt in den Boden gerammt wurde.
    “Gut, dann einen schönen Tag noch. Vale.“ Levi winkte dem griesgrämigen Kerl nochmal jugendlich zu und machte sich dann auf den Weg.

  • Da es sich um eine höchst vertrauliche Angelegenheit handelte, hatte Gracchus notgedrungen seinen Vilicus für einige Zeit aus seiner Gegenwart entlassen, um ihn mit der Nachricht an Tiberius Durus zum Esquilin zu senden. Er wollte hierfür nicht einmal ein flüchtiges Schreiben auf einer Wachstafel senden, was Sciurus durchaus übertrieben fand, doch sein Herr hatte nun einmal wenig Erfahrung mit klandestinen Machenschaften, für die ein offenes, belangloses Schreiben durchaus unauffälliger gewesen wäre, ließ sich dabei allerdings auch nicht von seinem Sklaven belehren, der wiederum unmöglich seine diesbezüglichen, detaillierten Kenntnisse offenbaren konnte, ohne das Misstrauen des Flaviers zu erregen.


    So stand also der Vilicus höchstselbst an dem Seiteneingang der tiberischen Villa und überbrachte dem Türöffner seine Botschaft.
    "Salve! Ich komme im Auftrag meines Herrn, des Pontifex Flavius Gracchus, der in einer diffizilen Angelegenheit kultischer Natur den Ratschlag des Pontifex pro magistro Tiberius Durus einholen möchte. Er bittet daher um einen Termin für ein vertrauliches Gespräch."
    In der Hoffnung, dass der für die Terminvergabe verantwortliche Sekretär des Tiberiers im Haus weilte, blickte Sciurus den tiberischen Sklaven aus seinen eisblauen, kalten Augen erwartungsvoll an.

  • Seine Sachen geschultert, verließ er die Villa über den Seiteneingang und lief einem Fremden in die Arme. So halb in der Tür stehend, dachte sich Aretas, könnte er nachfragen was er wünschte. Der Fremde sah in kurz an. " Ich habe hier einen kleinen Brief, von einer hübschen jungen Frau aus Germanien. Sie sagte ich solle ihn hier abgeben. Mmmmhhh, ein Aretas oder so ähnlich, soll hier in der Villa sein." Er wedelte mit dem Brief herum. " Ein Liebesbrief verstehst du?" flüsterte er Aretas zu. " Dann gib ihn her. Ich bin es selber." sagte Aretas unwirrsch und ungeduldig.Der Händler zog den Brief weg. " He, woher weiß ich das du es wirklich bist? Sag mir wie die Schreiberin aussieht." Aretas wusste von wem. Er beschrieb Caelyn. " Na gut. Dann glaube ich das mal." sagte der Händler und gab ihm den Brief. "Lebwohl." Aretas bekam die Verabschiedung nicht mehr mit, er sah unentwegt auf den Brief, steckte ihn in seine Tunika und rannte zum Stall.

  • | Lukios

    Zitat

    Original von Sciurus
    So stand also der Vilicus höchstselbst an dem Seiteneingang der tiberischen Villa und überbrachte dem Türöffner seine Botschaft.
    "Salve! Ich komme im Auftrag meines Herrn, des Pontifex Flavius Gracchus, der in einer diffizilen Angelegenheit kultischer Natur den Ratschlag des Pontifex pro magistro Tiberius Durus einholen möchte. Er bittet daher um einen Termin für ein vertrauliches Gespräch."
    In der Hoffnung, dass der für die Terminvergabe verantwortliche Sekretär des Tiberiers im Haus weilte, blickte Sciurus den tiberischen Sklaven aus seinen eisblauen, kalten Augen erwartungsvoll an.


    Der Sklave, der die Tür öffnete, ließ Sciurius nach der Anfrage einige Zeit warten, ehe er wieder öffnete und den Sekretär des Tiberiers mitgebracht hatte. Lukios war ein wenig überrascht, dass er diese Angelegenheit am Seitenportal bereden musste, allerdings war es wahrscheinlich etwas unauffälliger als am Haupteingang.


    "Have! Ein vertrauliches Gespräch, habe ich gehört? Mein Dominus hätte morgen Nachmittag einen Termin in den Thermen, aber davor - also so etwa eine Stunde nach der Senatssitzung - hätte er Zeit für dich...äh, deinen Herrn. Wäre das in Ordnung?"


    kam er gleich auf den Punkt und machte ein Angebot.





    SCRIBA PERSONALIS - MANIUS TIBERIUS DURUS

  • Bezüglich der Vertraulichkeit des Gespräches verlor Sciurus kein weiteres Wort, ohnehin war die Komplexität der Angelegenheiten schon dadurch ersichtlich, dass Gracchus eben nicht das Gespräch mit Durus bei einer der zahllosen Gelegenheiten suchte, bei der sie sich ohnehin begegneten - vor oder nach den Sitzungen des Senates oder des Collegium Pontificium etwa. Ebenso brauchte er nicht lange den Terminplan seines Herrn zu bedenken, da er nicht nur auf eben diese Terminfindung vorbereitet war, sondern ebenso Weisung hatte, diese Angelegenheit allem anderen vorzuziehen.
    "Das geht in Ordnung."
    Damit war diese Angelegenheit für den Vilicus erledigt.
    "Bis morgen. Vale!"
    verabschiedete er sich knapp im Wissen, dass er ebenso an diesem Gespräch teilnehmen würde wie vermutlich der Sekretär des Tiberius.

  • Auf dem Weg von den Stallungen hierher suchte sie schon alle anliegenden Gassen ab, aber nichts. Wirklich Hoffnung, hier in der Villa Hinweise zu bekommen, hatte sie auch nicht. Und wenn ihn niemand gesehen hatte, wie sollte sie dann sein Verschwinden erklären, ohne, dass er Ärger bekam. Ausweglos. Gut, wenn Aretas sie besuchen hätte wollen, dann wäre er bestimmt beim Seiteneingang gewesen. Zumindest dachte sie das, beim Haupteingang hätte man ihn sicher nicht hereingelassen. Neugierig sah sie sich um, ob sich irgendwo einer der Sklaven herumtrieb. Irgendjemand musste schließlich hier sein, sonst könnte ja jeder ungehindert die Villa betreten.

  • Niemand wußte etwas, niemand wollte etwas gesehen haben und am Ende blieb Chio frustriert und enttäuscht auf der Stufe vor der Villa sitzen. Ihre letze und eigentlich einzige Chance war damit dahin. Also war er doch wieder davongelaufen? Obwohl, so wirklich konnte und wollte sie nicht daran glauben. Seufzend saß sie da, als ein Mädchen aus der Küche an ihr vorbeiwollte. Möglicherweise sah Chio so unglücklich aus, dass sie deshalb stehenblieb und nachfragte. Nachdem sie ihr alles erklärt hatte, dachte das Mädchen nach. "Vor Kurzem war einer von der Stadtwache da, hatte einen Sklaven bei sich. Aber ob das dein Aretas war? Keine Ahnung. Er hat ihn wieder mitgenommen." Sie zuckte kurz mit den Schultern, dann ging sie hinein. Chio schöpfte wieder Hoffnung, eine seltsame Hoffnung. Wurde er verhaftet? Weswegen? Zuzutrauen war es ihm, so eigensinnig, wie er manchmal war. Zögernd stand sie auf und machte sich auf den Weg, unschlüssig, was sie tun sollte.

  • Es war eine lange und entbehrungsreiche Reise gewesen, die ich von Syria aus angetreten hatte. Mein alter Dominus Publius Veturius Cicurinus hatte mich, einen einfachen Sklaven, als Geschenk zu Manius Tiberius Durus geschickt. Sklaven waren im Allgemeinen unauffällig, sodass es wohl kaum auffallen würde, dass der syrische Legat nun einen weniger und der römische Consular und Pontifex einen mehr haben würden. Ausgerüstet nur mit einem Brief und ein paar Sesterzen, die mir das Überleben bis Rom sichern sollten, trat ich die Reise an und begab mich auf die gut zweiwöchige Seereise nach Ostia. Bereits kurz nach Kreta zog ein Sturm auf, dem der Kapitän nur knapp ausweichen konnte. Die weitere Seereise verlief glücklicher, sodass ich mich als Ware unter Deck schon beinahe langweilte.


    Von Ostia aus ging meine Reise dann weiter bis nach Rom, wo ich nicht nur einmal nach dem Weg zur Villa des Manius Tiberius Durus fragen musste. Doch dann endlich erreichte ich das Anwesen und war erstmal überwältigt. Mein neues Zuhause sah zumindest von außen wesentlich luxuriöser aus, als das Castellum in Syria, wo ich beinahe mein ganzes Leben lang bei meinem alten Dominus gelebt hatte. Angespannt trat ich an den Seiteneingang. Was mich hier wohl erwartete? Wie mein neuer Herr sein würde? Wie und wo ich untergebracht sein würde? Diese und ähnliche Fragen schwirrten in meinem Kopf umher.


    Ich klopfte an...

  • | Caius


    Von diesem extravaganten Geschenk ahnte Caius nichts, der im Hinterhof seiner trübseligen Arbeit nachging. Zuerst hörte er auch das Klopfen nicht, dann aber öffnete er doch die schwere Tür.


    "Was willst du?"


    blaffte er den Fremden an - er hatte diesen Kerl noch nie gesehen, aber er sah nicht abgerissen genug aus, um ein bloßer Bettler zu sein.





    SKLAVE - GENS TIBERIA

  • Eine recht unfreundlich Begrüßung bekam Saras hier geboten. Der offensichtliche ianitor dieses Eingangs blaffte ihn nur mit einer kurzen Phrase an. Aber was hatte Saras auch anderes erwartet? Niemand hier wusste, dass er als Geschenk geschickte wurde und es wäre eine riesige Überraschung, sollte sich herausstellen, dass Saras hier überhaupt irgendjemanden kennen schon würde. So schluckte er diese Pille und antwortete: "Im Auftrag meines ehemaligen dominus Veturius Cicurinus, des Legatus Augusti Pro Praetore von Syria, bin ich hier, um dem Consular und Pontifex, Tiberius Durus, persönlich eine Nachricht von höchster Wichtigkeit zu überbringen."


    Saras hätte natürlich auch noch dazu gesagt, wie er hieß und dass er wohl bald selbst Sklave dieses Haushaltes sein würde. Aber nach seinem Name war er nicht gefragt worden und er in seinen 21 Lebensjahren auch gelernt, dass der Name eines Sklaven prinzipiell eigentlich unwichtig war. Die Hauptsache war, dass er innerhalb des Haushaltes eindeutig war. Was seinen neuen Herrn anbelangte, so war es zwar nicht sehr wahrscheinlich, dass der Tiberier das Geschenk aus dem Osten ablehnte, doch möglich war alles. Nach zwei Besitzern hatte Saras mittlerweile gelernt, dass die Wege jener Leute manchmal unergründlich waren und man sich lieber nicht auf seinen eigenen Verstand verließ, wenn es um deren Entscheidungen ging.

  • | Caius


    Der Sklave sah Saras von oben bis unten genau an. Der Typ sah aus wie ein Fremder, aber das Auftreten konnte schon zum Sklaven eines Statthalters passen - vielleicht war es das beste, ihn einfach mal hereinzulassen.


    "Dann hoffe ich für dich, dass du die Wahrheit sagst!"


    antwortete er noch immer etwas misstrauisch und ließ den Sklaven ein.





    SKLAVE - GENS TIBERIA

  • Ich hatte beschlossen mein Glück an diesem Seiteneingang zu Versuchen denn an der großen Porta hätte man mich sicher fortgejagt. Ich klopfte an die Tür. Ich fühlte mich wie jedes Mal wenn ich in meiner zerschlissenen und löchrigen Kleidung unwohl. Was würden die feinen Herren und Damen tun, mich verjagen oder mir helfen. Was sie jetzt wohl taten? Bestimmt lagen sie alle bei Tisch und schlugen sich die Bäuche mit edelstem Fleisch voll. Mein durchgängig anhaltendes Hungergefühl verstärkte sich, ich war vollkommen unterernährt. Durch meine, stellenweise durch die Löcher in meiner Kleidung sichtbare, Haut konnte man deutlich meine Kochen erkennen.

  • | Stesichoros


    Nach einer Weile öffnete sich der Seiteneingang und Stesichoros blickte auf dieses verwahrloste Geschöpf. Obwohl er sich dem Äußeren Anschein nach bereits denken konnte, dass es sich hierbei um einen weiteren Schnorrer handeln musste, fragte er natürlich dennoch korrekt und wie es seine Pflicht war: "Wer bist du und was willst du hier?"

  • Erstaunlich höflich begrüßte mich der Torwächter und fragte wer ich sei und was ich wolle.
    Ich lächelte ihn an und erwiederte: "Salve, mein Name ist Rhianus Vagus. Vagabund und freiberuflicher Rattenfänger. Ich bitte um eine Mahlzeit etwas Kleidung und biete meine Dienste an." Lupus erhob sich, der Wolf hatte die ganze Zeit neben mir gewartet und begrüßte nun den Torwächter indem er eine Pfote hob. "Das ist Lupus, mein Hund. Er hilft mir bei der Jagt."

  • | Stesichoros


    Stesichoros blickte etwas komisch, als der Fremde auf seinen "Hund" verwies, der ihm tatsächlich aus irgendeinem Grund auf dem ersten Blick gar nicht aufgefallen ist. "Was ist denn das für eine...Ding?", reagierte er etwas beängstigt, da er schon immer etwas Angst vor Hunden hatte, besonders, wenn sie so aussahen. "Ähm, ich kann dir etwas Brot und Wasser bieten, das ist hier so üblich. Obwohl du ziemlich widerlich aussiehst und Kleidung nötig hast, kann ich dir derzeit leider nichts anbieten. An einem anderen Tag könntest du vielleicht eine saubere Tunika bekommen, heute siehts allerdings schlecht aus."

  • Anscheinend hatte der Torwächter Angst vor Lupus, ich versuchte ihn zu beruhigen: "Keine Angst, Lupus tut niemandem etwas.". Die Herren des Hauses hatten wirklich etwas Essen für mich übrig. "Ich danke euch für die Mahlzeit." Endlich würde ich wieder etwas zu Essen bekommen.

  • | Stesichoros


    Immer noch skeptisch blickte der Ianitor auf das Vieh, bevor er kurz in der Casa verschwand und mit einem Leib Brot zurückkam. "Du hast Glück, wie haben noch einiges übrig, ich kann dir also einen ganzen Leib Brot geben." Er drückte Cagus das Brot schnell in die Hand, um danach gleich wieder genug Abstand zwischen ihm und dem Hund zu bekommen. Fast hätte sich Stesichoros wieder nach drinnen verzogen, weil er dachte damit sei alles erledigt. Dann drehte er sich jedoch noch einmal um, weil ihm ein Gedanke kam und sprach zum Fremdling: "Hast du vorhin gesagt, du würdest deine Dienste anbieten? Was kannst du denn?"

  • Froh nahm ich das Brot entgegen: "Danke." Was ich könne wurde gefragt. "Ich bin Rattenfänger und beseitige alle Arten von Nagern.", antwortete ich."Ich arbeite ohne Gifte und sonstigen Mitteln, wie Citrullus colocynthis, die Menschen, Haustieren oder der Einrichtung schaden könnten.", fügte ich nicht ohne Stolz hinzu. Freudig stellte ich fest dass das Brot noch schön weich war.

  • | Stesichoros


    "Rattenfänger?" der Ianitor überrascht. Das scheint ein Wink des Schicksals zu sein. Hatte nicht vor kurzem ein Sklave des Hauses gemeldet, dass er ein pelziges Tier durch das Atrium hat laufen sehen? Der Verwalter war in höchster Aufruhr über diese Nachricht, da man soetwas in so einem edlen Hause natürlich nicht dulden konnte. "Das heißt, du benutzt nur Fallen oder dergleichen? Wie lange machst du diese arbeit schon, bzw. wie viel Erfahrung hast du?", fragte der Ianitor noch einmal nach. "Eventuell würde ich mich beim Villicus des Hauese erkundigen, ob wir Verwendung für dich haben."

  • Was für ein Glück der Torwächter schien irgendwie erfreut zu reagieren und wollte sich doch tatsächlich erkundigen ob man Verwendung für mich hätte. "Ich gehe seid meinem zehnten Lebensjahr dieser Arbeit nach. Ja ich arbeite mit Fallen, meiner Zwille und Lupus hilft auch. Ich würde sagen ich bin ein guter Rattenfänger wenn nicht wär ich wahrscheinlich schon oft verhungert." Für kurze Zeit weichte mein Lächeln einem traurigem und sehnsüchtigem Gesichtsausdruck.

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