Epistolae – POSTEINGANG


  • Ad
    Praefectus Legionis
    Tiberius Octavius Dragonum
    Nikopolis - Legio XII Deiotariana
    Provincia Alexandria et Aegyptus



    Salve, Tiberius Octavius Dragonum


    bitte sei Dir meines tiefsten Mitgefühls über den Verlust Deiner Verwandten Octavia Varena versichert, auch wenn ich mir darüber bewusst bin, wie wenig Trost ich Dir mit diesen Worten zu spenden vermag.


    Nur ungern breche ich mit solch banalen Dingen in Deine Trauer ein, doch ist es meine Pflicht als decemvir litibus iudicandis, die weltlichen Hinterlassenschaften der Verstorbenen den gesetzlichen Richtlinien entsprechend auf die Erben zu verteilen.
    Gemäß geltendem Recht wurdest du als erbberechtigt festgestellt, und musst nun entscheiden, ob du das Erbe annehmen willst. Solltest du dich gegen eine Annahme des Erbes entscheiden, wird dein Anteil auf die verbliebenen Erbberechtigten aufgeteilt oder der Res Publica zugeführt.


    Ich bitte Dich darum, Dir einen kurzen Moment Zeit zu nehmen, mir mitzuteilen, ob Du gewillt bist, das Erbe anzutreten und mir möglichst bald, spätestens aber bis ANTE DIEM III NON AUG DCCCLXI A.U.C. (3.8.2011/108 n.Chr.),eine entsprechende Nachricht zukommen zu lassen. Sollte ich bis zu diesem Zeitpunkt keine Mitteilung erhalten haben, muss ich dies als Ablehnung des Erbes ansehen und bin verpflichtet, das Vermögen Deines Verwandten auf die verbliebenen Erbberechtigten aufzuteilen oder der Staatskasse zuzuführen.


    Mögen die Götter Deine Verwandte sicher ins Elysium geleiten und Dir ein langes, glückliches Leben bescheren.


    Vale,



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    Basilica Ulpia | Officii Decimv. Lit. Iud. | Roma | Italia

    ANTE DIEM XIII KAL AUG DCCCLXI A.U.C. (20.7.2011/108 n.Chr.)


  • Ad
    Optio
    Appius Decimus Massa
    Nikopolis- Legio XII Deiotariana
    Provincia Alexandria et Aegyptus


    Salve, Appius Decimus Massa,
    bitte sei Dir meines tiefsten Mitgefühls über den Verlust Deines Bruders Gaius Decimus Matho versichert, auch wenn ich mir darüber bewusst bin, wie wenig Trost ich Dir mit diesen Worten zu spenden vermag.


    Nur ungern breche ich mit solch banalen Dingen in Deine Trauer ein, doch ist es meine Pflicht als decemvir litibus iudicandis, die weltlichen Hinterlassenschaften der Verstorbenen den gesetzlichen Richtlinien entsprechend auf die Erben zu verteilen.
    Gemäß geltendem Recht wurdest du als erbberechtigt festgestellt, und musst nun entscheiden, ob du das Erbe annehmen willst. Solltest du dich gegen eine Annahme des Erbes entscheiden, wird dein Anteil auf die verbliebenen Erbberechtigten aufgeteilt oder der Res Publica zugeführt.


    Ich bitte Dich darum, Dir einen kurzen Moment Zeit zu nehmen, mir mitzuteilen, ob Du gewillt bist, das Erbe anzutreten und mir möglichst bald, spätestens aber bis PRIDIE NON AUG DCCCLXI A.U.C. (4.8.2011/108 n.Chr.),eine entsprechende Nachricht zukommen zu lassen. Sollte ich bis zu diesem Zeitpunkt keine Mitteilung erhalten haben, muss ich dies als Ablehnung des Erbes ansehen und bin verpflichtet, das Vermögen Deines Verwandten auf die verbliebenen Erbberechtigten aufzuteilen oder der Staatskasse zuzuführen.


    Mögen die Götter Deinen Bruder sicher ins Elysium geleiten und Dir ein langes, glückliches Leben bescheren.


    Vale,



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    ANTE DIEM XII KAL AUG DCCCLXI A.U.C. (21.7.2011/108 n.Chr.)



  • Ad
    Praefectus Legionis
    Servius Artorius Reatinus
    Legio XII Deiotariana
    Nikopolis
    Alexandria et Aegyptus


    Salve, Servius Artorius Reatinus


    bitte sei Dir meines tiefsten Mitgefühls über den Verlust Deines Sohnes Mamercus Artorius Rusticus versichert, auch wenn ich mir darüber bewusst bin, wie wenig Trost ich Dir mit diesen Worten zu spenden vermag.


    Nur ungern breche ich mit solch banalen Dingen in Deine Trauer ein, doch ist es meine Pflicht als decemvir litibus iudicandis, die weltlichen Hinterlassenschaften der Verstorbenen den gesetzlichen Richtlinien entsprechend auf die Erben zu verteilen.
    Gemäß geltendem Recht wurdest du als erbberechtigt festgestellt, und musst nun entscheiden, ob du das Erbe annehmen willst. Solltest du dich gegen eine Annahme des Erbes entscheiden, wird dein Anteil auf die verbliebenen Erbberechtigten aufgeteilt oder der Res Publica zugeführt.


    Ich bitte Dich darum, Dir einen kurzen Moment Zeit zu nehmen, mir mitzuteilen, ob Du gewillt bist, das Erbe anzutreten und mir möglichst bald, spätestens aber bis ANTE DIEM XI KAL SEP DCCCLXI A.U.C. (22.8.2011/108 n.Chr.), eine entsprechende Nachricht zukommen zu lassen. Sollte ich bis zu diesem Zeitpunkt keine Mitteilung erhalten haben, muss ich dies als Ablehnung des Erbes ansehen und bin verpflichtet, das Vermögen Deines Verwandten auf die verbliebenen Erbberechtigten aufzuteilen oder der Staatskasse zuzuführen.


    Mögen die Götter Deinen Sohn sicher ins Elysium geleiten und Dir ein langes, glückliches Leben bescheren.


    Vale,



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    ANTE DIEM VI ID AUG DCCCLXI A.U.C. (8.8.2011/108 n.Chr.)



  • Optio Appius Decimus Massa – Legio XXII – Nikopolis – Ägypten



    Mein lieber Freund!


    Ich bin wohlbehalten in Rom angekommen, und schreibe Dir auf gut Glück. Wie geht es Dir, was gibt es Neues? Wenn Du diesen Brief erhalten solltest, bist Du wohl noch in Nikopolis.
    Unsere Überfahrt war ruhig, hat sich aber endlos hingezogen, da wir, kaum dass wir Sizilien hinter uns hatten, in eine tagelange Flaute gerieten. Das war ganz nahe bei den "Inseln der Sirenen", irgendwo südöstlich von Capri. Die Seeleute haben schaurige Geschichten erzählt, angeblich lebten dort noch bis vor kurzer Zeit menschenfressende Vogelfrauen. Sie haben aber nicht versucht, uns auf ihre Riffe zu locken. Ich frage mich, wo all diese Wesen hingegangen sind... ich meine, früher gab es Löwen in Thessalien, heute muß man schon tief ins Landesinnere Ägyptens reisen, um welche zu finden. Vielleicht ist es mit den Wesen aus den Sagen genauso, und sie sind einfach an die Ränder der zivilisierten Welt geflohen... Was glaubst Du? Aber wir haben ja nicht mal im Zwölfmeilenland Acephali gefunden, obwohl ich in der Museionsbibliothek viele Berichte über sie gelesen hatte.


    Es ist schön wieder in Rom zu sein, ich liebe diese Stadt mit all ihren Facetten – nein, das war jetzt voreilig, sagen wir, ich schätze viele ihrer Facetten. Auch wenn sie im Vergleich zu Alexandria chaotisch und verwinkelt ist – wie Ravdushara nicht müde wird zu betonen. Es ist ein belebendes Wirrwarr, bunt und dynamisch! Rom ist nun mal die aufregendste Stadt der Welt. Ich hoffe ja so sehr, dass ihr, auf dem Weg zum neuen Stationierungsort, einen Abstecher hierher machen werdet! Schließlich wollen wir doch noch gemeinsam die Stadt unsicher machen.
    Was die Dinge angeht, die unsere Gens betreffen, habe ich mir noch keinen Durchblick verschaffen können, bin ja auch eben erst angekommen. Ich berichte Dir, sobald ich etwas klarer sehe.
    Was macht die XXII, ist Octavius' Ablösung schon eingetroffen? Halt mich auf dem Laufenden.


    Vale bene!


  • Ein Bote aus dem Kapeleion Archaon brachte einen Brief für den Praefectus Legionis ...



    ~Einladung~



    Ehrenwerter Praefectus,
    hiermit möchte dich der Gymniasarchos der Polis Alexandreia recht herzlich zu einer Cena im Kapeleion Archaon einladen.


    Anlass sind die Neubesetzung des Statthalteramtes sowie die Neubesetzung des Kommandantenpostens der XXII. Legion. Zweck der Feier soll das Schließen erster Bekanntschaften unter den Obereren der Provinz Aegyptus et Alexandria sein, deshalb werden neben dem neuen Statthalter und dem neuen Legionskommandanten auch die Pyrtanen und einige wichtige Vertreter aus Handel und Wissenschaft zugegen sein.
    Der Gymniasarchos würde sich natürlich über deine Anwesenheit und die beliebiger Begleiter sehr freuen und hofft dem entsprechend auf eine Zusage.
    Datum der Feierlichkeiten soll der ANTE DIEM XVII KAL OCT DCCCLXI A.U.C. (15.9.2011/108 n.Chr.) sein, der Ort wie bereits erwähnt das Kapeleion Archaon.

  • Ad Servius Artorius Reatinus
    Praefectus Legionis
    Legio XXII Daiotariana
    Nikopolis
    Aegyptus



    Freundliche und ergebene Grüße Dir, werter Onkel,


    ich freue mich von Dir in diesen Stunden zu hören und noch mehr darüber, dass Du augenscheinlich gesund an Deinem Bestimmungsort angekommen bist. Ich bedauere sehr, dass wir nicht mehr die adäquate Gelegenheit hatten und ausgiebig zu verabschieden, hoffe aber in naher Zukunft die Möglichkeit zu erlangen Dich für eine Weile zu besuchen. Aktuell aber ist die Arbeit hier noch immer sehr reichhaltig und wir sind auch weiterhin in der Curia unterbesetzt. Dennoch freut es mich um so mehr, Dir mitteilen zu können, dass ich gerade vor wenigen Tagen zum Magistratus der Curia Mantua gewählt wurde und somit ein weiterer Schritt in meiner zuvilen Karriere getan ist.


    Ich weiß, Du wünscht Dir noch immer, dass ich den militärischen Weg einschlage und vielleicht werde ich dies tatsächlich eines Tages noch tun, doch aktuell bin ich es hier so und mit den weiteren Dingen zufrieden. Nur die Arbeit dürfte langsam etwas weniger werden, denn es bleibt doch kaum einmal Zeit sich um private Dinge zu kümmern, wie Du ja sicher noch aus der Vergangenheit weißt. Allerdings hat dies auch den Vorteil, dass ich mich hier in meinem neuen Heim - für das ich Dir noch immer zutiefst dankbar bin - nicht zu einsam vorkomme. Jedoch muss ich wohl oder übel erwähnen, dass es auch den Nachteil hat, dass dieses derzeit aussieht wie ein Schlachtfeld. Ich sollte mir wohl mindestens einen Sklaven zulegen, auch wegen der Standesmäßigkeit, doch werde ich hier momentan wohl nicht sonderlich fündig und hinzu kommt, dass ich mir einen vom Markt aktuell nicht leisten kann. Vielleicht reise ich aber demnächst mal nach Rom, es gibt dort einige Dinge zu klären bezüglich der Stadt und ich habe neue Aufgaben zugeteilt bekommen, weshalb ich da einmal schauen werde, wie die Preise so auf dem Markt sind. Am Liebsten wäre mir natürlich jemand, der Lesen und Schreiben kann, einfach um mir auch ein wenig so zur Hand zu gehen, aber man sollte bekanntlich nicht zu viel verlangen.


    Mittel- bis langfristig möchte ich auch das Thema Familienplanung gerne angehen, doch auch hier bleibt das Zeitproblem wohl bestehen. Wie sieht es da mit Dir aus? Als Praefectus darfst Du das doch meines Wissens schon lange. Keine Pläne für Nachwuchs und Erhalt der Gens? So ein kleiner Großcousin oder eine kleine Großcousine fände ich persönlich durchaus nett. Andererseits fände ich den Großneffen oder die Großnichte für Dich auch sehr gut.


    Wenn sich hier alles so entwickelt, wie ich es mir wünsche, werde ich vielleicht auch bei den nächsten Möglichkeiten für ein weiteres Amt kandidieren. Ausserdem möchte ich gerne den Ordo wieder mit Leben befüllen, hier ist seit der Seuche keine wirkliche Aktion mehr geschehen. Ich will einmal sehen, ob mein Patron demnächst wieder Zeit für mich hat und vielleicht kann die Legio bei der ein oder anderen Wiederbelebung von
    Mantua etwas beisteuern, alles weitere wird aber Aufgabe der Curia bleiben.


    Es ist spät und ich werde den Brief hiermit beschließen. Ich hoffe, dass Du wohlauf bist und die Götter so gnädig sind und ein schützendes Auge auf Dich werfen.


    Grüß mir den Verwandten und schelt ihn von mir, denn bis heute habe ich keine Antwort auf mein Schreiben bekommen. ;)


    Vale bene
    Marcus Artorius Celer

  • Ad Servius Artorius Reatinus
    Praefectus Legionis
    Legio XXII Daiotariana
    Nikopolis
    Aegyptus



    Freundliche und ergebene Grüße Dir, werter Onkel,


    ich hoffe, mein letzter Brief hat Dich ereilt. Auch wenn von Dir noch keine Antwort da ist, vermutlich noch nicht mal da sein kann, möchte ich Dir bereits jetzt wieder schreiben um Dich über einige Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten. Immerhin hast Du Mantua lange Zeit als Deine Heimat angesehen und deshalb denke ich, bist Du nicht abgeneigt mehr über die Geschicke der Stadt zu hören.


    Die Bauarbeiten gehen gut voran und viele Ruinen wurden bereits abgetragen. Die Brücken werden bald auch wieder alle befahrbar sein. An den kahlen Stellen der Stadt wird es allerdings wohl noch nicht so schnell wieder neue Häuser geben, denn derzeit sieht es mit dem Zuzug noch eher schwach aus. Dennoch sind wir einigermaßen zufrieden, auch wenn noch immer viel zu viele Stellen offen sind. Dennoch, gerade um dies zu ändern, Mantua wieder positiv publiker zu machen, den Menschen zu zeigen, dass es bergauf geht und selbstverständlich auch um die Götter zu ehren und ihnen, wie denen, die geholfen haben zu danken, wird die Stadt Mitte des kommenden Monats eine dreitägige Feier abhalten. Opferungen, Schauspiel, Wettkämpfe und Marktgeschehen werden die Stadt in dieser Zeit beherrschen und wir hoffen auf viel Rücklauf und positive Rückmeldungen.


    Meine Arbeit als Magistratus füllt mich aus und macht mich auf der beruflichen Ebene sehr zufrieden. Allerdings gestehe ich, dass ich mit dem Gedanken spiele, das dies nicht meine letzte Etappe ist. Ich habe das Gefühl, dass ich einiges bewegen könnte und ich denke, ich habe mich in der Zeit in Mantua durchaus schon sehr gewandelt und bin bereit eben doch Ehrgeiz zu entwickeln. Sobald es mir von den Amts-und Wahlzeiten her möglich ist, würde ich deshalb gerne als Duumvir kandidieren. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dazu die nötigen Voraussetzungen erfülle. Nicht unbedingt was die Kenntnisse der städtischen Geschäfte und das Arbeiten betrifft, sondern vielmehr, was die Verbindungen und Beziehungen betreffen. Trotz Dir als nahen Verwandten und meinem Patron habe ich das Gefühl, dass es nicht reicht beid er Konkurrenz, die da ansteht. Was empfiehlst Du mir?


    Ich bedauere Dir damit auch mitteilen zu müssen, dass ich wohl in nächster Zeit noch nicht die Gelegenheit finden werde Dich in Ägypten zu besuchen. Andererseits, wenn ich nicht gleich zur nächsten Amtsperiode kandidiere, vielleicht ja doch.


    Ach ja, ehe ich es vergesse. Als ich in Rom war, habe ich ein kleines Schnäppchen geschossen. Einen Sklaven für wenig Sesterzen. Da war sicherlich eine ganze Menge faul an dem aber für das Geld habe ich das Risiko gerne auf mich genommen und tatsächlich bisher noch nicht wirklich bereut. Er ist zwar stur und grimmig aber ich denke, ich bekomme das schon hin. Er hat auch eine Vielzahl an Qualitäten und momentan überlege ich, wie ich ihn dauerhaft am Besten einsetzen werde. Dummerweise habe ich damit aber noch keinen vernünftigen Sklaven für den Haushalt und Lesen und Schreiben - nun davon reden wir bei ihm lieber nicht. Hier werde ich wohl dauerhaft doch noch auf die Suche gehen müssen. Vielleicht hast Du ja die ein oder andere Empfehlung?


    Hatte ich Dir eigentlich erzählt, dass ich nun im Besitz eines Farbmischers bin? Ich hoffe, jetzt wo er wieder auf Vordermann ist, bald in Produktion gehen zu können. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn mir eigentlich wirklich leisten kann, was wohl von der Abnahmemenge und diese von der Qualität abhängig ist, hoffe aber das Beste und werde einfach erst einmal eine Weile das Geschäft laufen lassen und beobachten.


    Ich gestehe im Übrigen, dass die Gespräche mit Dir mir fehlen. Manches Mal ist mein Haus doch sehr still und einsam und ich bin ernsthaft am überlegen, wie ich dies ändern kann. Doch hier in Mantua hat mich dahingehend noch nichts genügend angesprochen und wie Du Dir sicher denken kannst, kommt dahingehend auch noch eine gewisse Schüchternheit meinerseits dazu um bei jemandem vielleicht doch einmal den ersten Schritt zu wagen. Auch möchte ich nichts übers Knie brechen aber es wäre schön, wenn ich hier eher kurz- denn langfristig eine Änderung vollziehen könnte.


    Nun werde ich mich aber verabschieden, denn die Arbeit ruft. Lass mich Deine Neuigkeiten wissen und grüße meinen Verwandten. Ich würde mich freuen, wenn ich auch von ihm einmal was hören würde.


    Vale bene
    Dein Neffe Marcus


  • Ad Servius Artorius Reatinus
    Praefectus Legionis
    Legio XXII Daiotariana
    Nikopolis
    Aegyptus


    Die Curia der Stadt Mantua grüßt Dich ehrenwerter Praefectus Legionis,


    es freut uns Dich mit diesem Schreiben zu den anstehenden Festlichkeiten der Stadt Mantua einladen zu dürfen, welche am ID OCT DCCCLXI A.U.C. (15.10.2011/108 n.Chr.) zu Ehren der Götter und der Freude des Lebens für drei volle Tage zu Mantua stattfinden werden.


    Neben dem üblichen Marktgeschehen wird es auch Wettkämpfe und Schauspielkunst zu betrachten geben. Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Anfangsritual und einem Dankesopfer in den Morgenstunden des ersten Festtages.


    Die Curia würde sich sehr freuen Dich zu diesen Feierlichkeiten Willkommen heißen zu dürfen und erbittet um eine kurze Rückmeldung, ob mit Deinem Erscheinen zu rechnen ist.


    Vale bene
    im Auftrag der Curia


    Marcus Artorius Celer


    Ad Servius Artorius Reatinus
    Praefectus Legionis
    Legio XXII Daiotariana
    Nikopolis
    Aegyptus


    Werter Praefectus Legionis,


    es ist mir eine Ehre im Namen der Curia zu Mantua Dir dieses Schreiben übermitteln zu dürfen. Da Du derzeit leider in Nikopolis weilst, wird die separat gesandte Einladung wahrscheinlich nur bedingt für Dich von Interesse sein, da wir davon ausgehen, dass es Dir nicht möglich sein wird, zu den Feierlichkeiten nach Mantua zu reisen, dennoch möchten wir Dir, auf Grund Deiner voraussichtlichen Abwesenheit zu den Feierlichkeiten mit diesem Schreiben den Dank der Stadt Mantua übermitteln für Deinen Einsatz während der Pestis.


    Die Legio I wird während der Feierlichkeiten entsprechend separat geehrt werden, da Du nicht mehr hier dienst, sollst Du jedoch nicht dahingehend benachteiligt werden.


    Ergebene Grüße im Auftrag der Curia
    Cnaeus Herennius Hammonius



  • Ad:
    Praefectus Legionis
    Servius Artorius Reatinus

    Castellum - Legio XXII Deiatoriana
    Nikopolis - Aegyptus



    Salve Praefectus Legionis,


    mein Name ist Iullus Quintilius Sermo und ich bin dein neuer Tribunus Angusticlavius. Ich halte in diesem Moment den Marschbefehl der Kanzlei in meinen Händen und lasse dich hiermit wissen, dass ich mich unverzüglich auf die Reise mache, um den Dienst unter deinem Kommando anzutreten. Aufgrund der Herbstürme im Mare Internum muss ich jedoch mit diversen Reiseverzögerungen rechnen und bitte, mir dies nachzusehen.


    In der Hoffnung auf den Segen der Götter für meine Reise verbleibe ich mit einem optimistischen "Auf bald"!



    I. QVINTILIVS SERMO
    CASA QUINTILIA - MOGONTIACUM - GERMANIA SUPERIOR


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    ANTE DIEM XIII KAL NOV DCCCLXI A.U.C.
    (20.10.2011/108 n.Chr.)



  • Q' FLAVIUS FLACCUS XVIR STL. IUD.



    Epistula ad Iullum Quintilium Sermonem tribunum angusticlavium mittenda
    Castellum legionis vicesimae secundae Deiotarianae
    Nikopolis - Provincia Alexandria et Aegyptus



    Q' Flavius Flaccus Quintilio Sermoni tribuno s.


    Ein betrüblicher Umstand veranlasst mich, dieses Schreiben ins ferne Aegypten zu senden, und dir auf diese Weise den Tod deines Verwandten Quintilius Cavarinus ins Gedächtnis zu rufen. Als vom Senat berufener Decemvir litibus iudidcandis ist es jedoch meine Aufgabe, die Hinterlassenschaften des ehrbaren Quintilius Cavarinus nach römischem Recht und Gesetz zu verwalten.


    Dir fällt ex iure Quiritium ein Anteil des Erbes im Umfang von CXV HS (115 Sz.) zu, welchen abzulehnen dir selbstverständlich gestattet ist.


    Ich bitte dich, mir alsbald möglich, spätestens jedoch bis zum siebenten Tag vor den Dezemberkalenden (25.11.) mitzuteilen, ob du gewillt bist, dieses Erbe anzutreten, welches gleichsam keinerlei weitere Verpflichtungen nach sich zieht. Solltest du diesen Termin versäumen, so wird dein Anteil dem zu verteilenden Erbe hinzugefügt werden, ebenso wie sich der deinige Anteil durch den Verzicht eines der anderen Erben erhöhen kann.


    Möge dein Verwandter Quintilius Cavarinus, von den Unsterblichen ins Elysium geleitet, nun in immerwährender Freude wandeln. Dir selbst aber mögen die Götter ein langes, glückliches Leben schenken. Vale.


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    XVIR STL. IUD.
    ante diem tertium Idus Novembres


  • Ad Servius Artorius Reatinus
    Praefectus Legionis
    Legio XXII Daiotariana
    Nikopolis
    Aegyptus


    Vorwinterliche Grüße Dir mein Onkel,


    ich hoffe, Du bist wohlauf und es ergeht Dir in der Hitze des Südens gut. Hier merkt man langsam, dass es dem Winter entgegen geht und die starken Regenfälle der letzten Tage tun ihr übriges dazu.


    Die Feierlichkeiten der Stadt sind nun schon ein wenig zu Ende und es war ein gutes Gefühl wieder so viele Menschen hier zu erleben, auch wenn sich die Curia noch mehr erhofft hatte - ich für meinen Fall auch. Dennoch waren die Tage erfolgreich und ich denke, ein jeder kam auf seine Kosten. Dein ehemaliger Legatus wurde zudem zum Patron der Stadt ernannt. Ich bin stolz darauf sagen zu können, dass er zudem auch mein Patron ist.


    Viel ist allerdings in letzter Zeit sonst nicht geschehen. Ich war noch einmal kurz in Rom, in Begleitung der Prätorianer sogar, aber der Besuch in der kaiserlichen Kanzlei hat nicht viel gebracht. Zumindest bisher nicht. Sehen wir einmal, ob sich da in der Zukunft noch etwas ändern mag.


    Das Leben in Mantua geht wieder seinen gewohnten Weg und wir haben auch wieder einige vermisste Schafe gefunden, sprich einige Bewohner von vor der Pest haben den Heimweg angetreten. Doch leider sind wir in der Curia auch weiterhin unterbesetzt. Das ist sehr bedauerlich doch auch hier hoffe ich auf Besserung in nächster Zeit.


    Vor den Saturnalien wird es noch einmal eine Sitzung des Stadtrates geben, mal schauen, was da noch so bei raus kommen wird. Aktuell läuft alles einigermaßen, doch wir werden abwarten müssen, wie sich die Zukunft entwickeln wird.


    Für Deinen Zuspruch bedanke ich mich recht herzlich. Ich werde mich, so habe ich nun beschlossen, für die nächsten Duumvirwahlen aufstellen lassen. Sollte es diesmal noch nicht klappen, bin ich ja noch jung genug um mich in der darauffolgenden Wahlperiode erneut aufstellen zu lassen.


    Mit meinem Sklaven läuft aktuell auch alles soweit gut. Ich habe meinen Patron letztens gefragt, ob er eventuell eine Empfehlung für mich hätte, was das Thema Heirat betrifft. Diese Frage möchte ich auch Dir als meinen nächsten Anverwandten und persönlich wichtigen Menschen in meinem Leben stellen. Ich möchte eine Familie haben, hatte bisher noch nicht das Glück -oder Pech, wie man es nimmt - der Richtigen zu begegnen und erhoffe mir hier ein wenig Meinungen Eurerseits, vielleicht sogar Empfehlungen. Eine Hochzeit soll den Artoriern angemessen vonstatten gehen.


    Nun muss ich leider Schluss machen, denn ich bin heute Abend noch zu einem Essen geladen.


    Ich entsende Dir die besten Grüße und freue mich schon jetzt auf Deinen nächsten Brief.


    Dein Dir ergebener Neffe
    Marcus


    PS: Grüße den Rest der Verwandtschaft. Leider lese ich nie etwas von ihnen. Ich nehme an, sie sind ein wenig schreibfaul, wie?


  • Duccia Venusia, Casa Decima, Roma, Italia


    Ad
    Titus Duccius Vala
    Castellum Legio XXII
    NikopolisAlexandra et Aegyptus


    Daag Alrik,de glövst net wie ik mia freid det zu lesen. Wa de Reis soa arg? Dat tua ma leed. De rekte Lumb jebroche? Bi de Götter. Ik hop de wirst schnell wieda jesund.
    Een neue Wessel, ik werd ma schaue wat ik so schaffe. Ick schriev di dann.


    Aleksandrie is a groote et smucke Stadt. Look se dia richtig a. Ik war jerne da.


    Mi geit et goot. De Kinners wachsen et jedeien. Se möjen Roma. Nen behten allenig föhl ik mia. Wejen de nue Hirat hebben ik lang übalegt. Et iet an da Zeit wieder wat Neeis zu finden. Na de römische Jesetz kan ik det allenig suchen. Aba na de unsrige mutt det de Sippenüpperste mache. Dit ist wohl de Witjon. Doomaals hat de Sarolf zujesacht. Nach welche Jesetz solls wohl sein?


    Werd wieda g'sund mien Jung. De Jötter mojen bia da seen.


    Til ars
    Dagmar



  • Q' FLAVIUS FLACCUS XVIR STL. IUD.



    Epistula ad Iullum Quintilium Sermonem tribunum angusticlavium mittenda
    Castellum legionis vicesimae secundae Deiotarianae
    Nikopolis - Provincia Alexandria et Aegyptus



    Q' Flavius Flaccus Quintilio Sermoni tribuno s.


    Ein überaus betrüblicher Umstand veranlasst mich, abermals ein Schreiben ins ferne Aegypten zu senden, und dir auf diese Weise vom Tod des Quintilius Bassus Kunde zu geben, oder dir den gewiss schmerzlichen Verlust erneut ins Gedächtnis zu rufen, so du von dem traurigen Umstand bereits Kenntnis besitzt. Als vom Senat berufener Decemvir litibus iudidcandis ist es jedoch meine Aufgabe, die Hinterlassenschaften des ehrbaren Quintilius Bassus nach römischem Recht und Gesetz zu verwalten.


    Dir fällt ex iure Quiritium ein Anteil des Erbes zu, das in seiner Gesamtheit neben DCCXXVI HS (726 Sz.) einige Waren sowie die Schneiderei vestimentum formosus enthält, welchen abzulehnen dir selbstverständlich gestattet ist.


    Ich bitte dich, mir alsbald möglich, spätestens jedoch bis zum dreizehnten Tag vor den Kalenden des Ianuar (20.12.) mitzuteilen, ob du gewillt bist, dieses Erbe anzutreten, welches gleichsam keinerlei weitere Verpflichtungen nach sich zieht. Solltest du diesen Termin versäumen, so wird dein Anteil dem zu verteilenden Erbe hinzugefügt werden, ebenso wie sich der deinige Anteil durch den Verzicht eines der anderen Erben erhöhen kann.


    Möge dein Verwandter Quintilius Bassus, von den Unsterblichen ins Elysium geleitet, nun in immerwährender Freude wandeln. Dir selbst aber mögen die Götter ein langes, glückliches Leben schenken. Vale.


    [Blockierte Grafik: http://imageshack.us/m/840/4438/siegelflavia2qk0.png]


    XVIR STL. IUD.
    ante diem octavum Idus Decembres




  • Ad:
    Titus Duccius Vala
    Legio XXII. Deiotariana
    Nikopolis - Aegyptus


    Heilsa Alrik,


    bist du gut in Nikopolis angekommen? Ich hoffe, die Reisebedingungen waren nicht allzu widrig in dieser Jahreszeit. Was hast du aus dem Castellum zu berichten?


    Aus Mogontiacum gibt es Neuigkeiten, die dich auch interessieren dürften.


    Erstens: Mogontiacum wurde bestohlen. Irgendwelche Hundesöhne haben die gesamte Stadtkasse mitgehen lassen. Wenn wir diese Kerle zu fassen bekommen, können sie ihr blaues Wunder erleben. Ich selbst spiele bereits mit dem Gedanken, ihnen den Prozess zu machen.


    Zweitens: Wir haben ein weiteres Familienmitglied in die Casa aufgenommen. Dagwin beziehungsweise Faustus Duccius Decula ist sein Name. Er ist Geros Sohn, etwa zehn Jahre alt, und kam hierher, nachdem Ferun verstorben war. Wir werden sehen, wie sich der Junge macht. Seine schulische Ausbildung hat letzte Woche begonnen.


    Die Geschäfte laufen recht gut. Der Grundbesitz der Familie ist größer geworden, als Tiberia Arvinia mir ursprünglich nur verpachtetes Land der Hros verkauft hat. Es war ein guter Handel, von dem wir bereits jetzt finanziell ordentlich profitieren. Wie immer beeinträchtigt der Winter natürlich den Handel, aber ich rechne bereits zwei oder drei Wochen früher als sonst mit dem Beginn der Schneeschmelze, da die kalten Monate bereits besonders frostig waren.


    Beim Ausdruck frostig fällt mir eine weitere Geschichte ein, die mich nicht recht loslässt. Seit dem letzten Thing und der eindeutigen Positionierung der Chatten hat das Exercitus Romanus in der Provinz weitere Vorkehrungen getroffen. Es gab ausführliche Manöver zusammen mit der Ala II Numidia und es wurden verstärkt Rekruten geworben. Hadamar ist bereits eingetreten, Sönke, mein Muntling und Hartwigs Sohn ebenfalls. Hoffen wir, dass das Frühjahr keinen Krieg über den Rhenus trägt.


    Betroffen wäre davon im übrigen auch Landulf, der zu Rodewini gereist ist, um im Kreise der Mattiaker das Kriegshandwerk zu erlernen. Ich bete zu den Göttern, dass sie ihm dabei ebenso wohlgesonnen sein mögen, wie sie es in deinem Fall waren, so dass er an einem Stück nach Mogontiacum zurückfindet.
    Audaod dagegen bleibt hier und intensiviert seine Ausbildung, die ihn zu einem gebildeten Civis Romanum machen wird, damit er womöglich irgendwann meinen Platz in der Gemeinde einnehmen kann.


    Ein letztes noch. Ein Reisender aus Rom berichtete mir von seiner Bekanntschaft mit Sontje. Du erinnerst dich an Feruns Tochter? Angeblich soll sie in der Urbs Aeterna weilen und dort eine Schmiede eröffnet haben! Du weißt, dass ihr Verhalten nicht tolerierbar ist.
    Ich erwarte, dass du dich darum kümmerst, sobald du nach Rom zurückgekehrt bist.


    Achja, wenn das dann der Fall ist, sei so gut und richte meinen Bruder und Dagmar die besten Grüße aus und drücke die Kleinen an dich.



    Til ars ok frisar




    [Blockierte Grafik: http://img192.imageshack.us/img192/7356/sigmarsus.png]
    _________________________________________________________
    Numerius Duccius Marsus
    Casa Duccia - Mogontiacum - Germania Sup.


    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/wappenduccia/siegelgruen.png]

  • Ad
    Titus Duccius Vala
    Castra Legionis XXII
    Nikopolis



    Salve Duccius!



    Ich erinnere mich vage an unser letztes Treffen. Nicht aufgrund deiner Bitte, mehr noch der Zeit, die sich mittlerweile dazwischen angesammelt hat.
    Hatte ich aber damals gleich eine Notiz machen lassen, die mich daran erinnern sollen.
    Die Sache mit den Grundstücken geht in Ordnung.
    Vielleicht ließe es deine vielbeschäftigte Tätigkeit zu mir einen Besuch abzustatten. Dies ist jedoch unabhängig mit dem Verkauf der Grundstücke an dich.



    Gib mir bitte Bescheid.



    Vale!


    [Blockierte Grafik: http://img238.imageshack.us/img238/4061/siegelannaeapapyrusqh7.png]Decimus Annaeus Varus




    ~Alexandria~
    ANTE DIEM IV ID FEB DCCCLXII A.U.C. (10.2.2012/109 n.Chr.)


  • Tribunus I. Quintilius Sermo
    Legio XXII Deiatoriana
    Nikopolis
    Aegyptus



    Salve Iullus,
    es tut gut, von Dir zu hören. Entsetzlich, daß Dein Schiff untergegangen ist und welch ein Glück, daß Du dies unbeschadet überlebt hast. Die Götter müssen Dich lieben, werter Vetter. Dennoch werde ich ihnen zum Dank ein Opfer darbringen. Überhaupt kann es in diesen Zeiten nicht schaden, sich der Götter zu erinnern.


    Du fragst, was in Rom geschehen ist und es ist kaum möglich, dies alles in Worte zu fassen. Zumal man dem Papier auch nicht alles anvertrauen kann, was an Gerüchten und Mutmaßungen im Umlauf ist. Sicherlich hast Du inzwischen erfahren, daß der Kaiser ermordet wurde. Wie seine Familie auch. Das scheint das einzige zu sein, was sicher ist. Angeblich haben einige Senatoren dies zu verschulden. Sie hätten eine Verschwörung gegen den Kaiser geschmiedet, heißt es. Der alte Tiberius Durus hat Selbstmord begangen, als die Praetorianer in sein Haus kamen. Dies wird wohl als Schuldgeständnis gewertet. Ich weiß aber nicht. Er war alt und von Schmerzen geplagt. Ein Verhör im Carcer der Praetorianer riskieren am Ende des Lebens? Ich mochte ihn nicht, das weißt Du sicher. Man kann sogar sagen, daß ich ihn ziemlich verabscheute, den eingebildeten, hochnäsigen Patrizier. Aber er hat immer Rom gedient, sich sehr stark dem Dienst für die Götter verschrieben, das muß man dem Alten lassen. Es erscheint mir unglaubwürdig, daß er für den Tod des Kaisers verantwortlich sein soll. Wäre der Praefectus Urbi das Opfer des Anschlages, ja, das würde ich dem alten Tiberius schon eher zutrauen.


    Im Carcer sind Männer wie Flavius Furianus, Vinicius Hungaricus und Vinicius Lucianus inhaftiert. Auch das stimmt mich nachdenklich. Gerade die einflußreichsten unter den Senatoren, die zum Teil auch gegeneinander gearbeitet haben, sollen sich gemeinsam gegen den Kaiser verschworen haben? Als Staatsfeinde wurden ausgerufen: Manius Flavius Gracchus, Sextus Aurelius Lupus und Appius Cornelius Palma. Sie sind wohl auf der Flucht. Selbst Consular Aelius Quarto scheint unter Verdacht zu stehen und allerspätestens bei diesem Namen muß man doch wirklich aufhorchen, finde ich. Letzteres ist allerdings auch nicht allgemein bekannt, ich bitte Dich also, es nicht zu verbreiten, sonst bringt es unsere Familie vielleicht in Gefahr.


    Im Moment scheinen wir noch sicher zu sein. Doch Du weißt, daß der Praefectus Urbi keine hohe Meinung von mir hat und so kann das jederzeit umschlagen. Calvena und Lucius halten sich zur Zeit in der Casa Germanica auf. Das schien Calvena die sicherste Möglichkeit zu sein, als die Ausgangssperre über Rom verhängt wurde. Ich schließe mich ihrer Meinung an. Die Germanicer haben sich nie eindeutig positioniert, scheinen also nicht auf der Feindesliste des Vesculariers zu stehen. Meine Familie in ihrem Haus zu wissen, gibt mir zumindest ein sicheres Gefühl.


    Das Leben in Rom scheint oberflächlich in beinahe normalen Bahnen zu verlaufen, es ist fast unheimlich. Denn machen wir uns nichts vor: Die Welt ist aus den Angeln gehoben, solange es keinen neuen Kaiser gibt, der überall anerkannt wird. Es kann jederzeit das Chaos ausbrechen. Ich wünsche Dir für diesen Fall alles Gute. Vielleicht kommt die Welle der Gewalt auch nicht so ungebremst in Aegyptus an, wie sie hier zu befürchten ist. Sei bitte vorsichtig, was immer Du auch tust. Mögen die Götter weiterhin ihre Hände schützend über Dich halten.


    Vale,


    Lucius Quintilius Valerian


    [Blockierte Grafik: http://img24.imageshack.us/img24/8500/quintiliersiegelsmrot.png]
    PRIDIE ID FEB DCCCLXII A.U.C.
    (12.2.2012/109 n.Chr.)


  • Ad Iullus Quintilius Sermo
    Alexandria


    Sp. Purgitius Macer I. Quintilio Sermo s.d.


    Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich dir sage, dass mich dein Brief zugleich überrascht und erfreut hat. Überrascht, weil ich dich in Germania wähnte und nun erfahren wusste, dass du am gänzlich anderen Ende unseres Reiches deinen Dienst bei der Legio XXII versiehst. Erfreut, weil du mir berichten konntest, dass die Götter dir wohlgesonnen waren und du trotz eines Schiffbruchs dein Ziel erreichen konntest. Gestatte mir trotzdem die Bitte, dass ich demnächst etwas zeitiger von dererlei Abenteuern meiner Klienten erfahren möchte. Wenigstens von Sardinia aus, wo der Weg nach Rom am kürzesten war, hättest du mir eine Nachricht über dein Überleben schicken können, wenn du schon nichts von deiner Reise verkündet hast.


    Aber nun möchte ich nicht weiter deine Versäumnisse tadeln, sondern vielmehr deiner Bitte nachkommen und dir aus Rom berichten, was hier passiert ist, denn dies ist wahrlich viel. Ich möchte dies umso mehr und genauer tun, damit du nicht später wirst tadeln können, dass ich dich nicht umfassend und zügig informiert hätte. Wenn du diesen Brief in den Händen hältst, wirst du zwar sicher schon einiges erfahren haben, aber das soll mich nicht daran hindern, von vorne zu beginnen. So lasse mich dir nun als berichten, dass leider der Kaiser einem feigen Mordanschlag zum Opfer gefallen ist und in Misenum verstorben ist. Aber nicht nur er, sondern auch seine Frau und sein Sohn starben bei diesem Anschlag. Der Praefectus Urbi bezichtigte den Senat an diesem Komplott beteiligt zu sein und verhängte eine Ausgangssperre in Rom. Mehrere Senatoren wurden von den Praetorianern aus ihren Häusern abgeholt, darunter Tiberius Durus, Flavius Furianus, Vinicius Lucianus und Vinicius Hungaricus. Bei letzteren lässt es mich nun schaudern, wenn ich von dir höre, dass zwei Söhne dieser Familie in Alexandria eingetroffen sind. Aber lasse mich zunächst weiter berichten, bevor ich zu spekulieren beginne. Denn es haben weitere Senatoren die Stadt verlassen und werden inzwischen als Geächtete gesucht, namentlich Flavius Gracchus, Cornelius Palma und Aurelius Lupus. Die Ausgangssperre ist indes inzwischen wieder aufgehoben, aber es weiß noch niemand, ob die Teilnehmer des Mordkomplotts tatsächlich gestellt sind und einer Bestrafung zugeführt werden.


    Auch die Nachfolge des Imperators ist noch völlig offen. Sein Testament wurde aus dem Atrium Vestae vom Praefectus Urbi abgeholt, aber es wurde noch nicht öffentlich geöffnet und sein Inhalt verkündet. So wird abzuwarten sein, wenn der Kaiser als seinen Erben einsetzt und ob derjenige das Erbe wird ohne Machtkämpfe antreten können. Die Lage ist angespannt und ich fürchte, dass der nächster Kaiser nicht ohne Kampf an die Macht kommen wird, wer auch immer es sein mag. Ich werde dir berichten, sobald sich wichtige Dinge tun.


    Vale!



  • Ad:
    Titus Duccius Vala
    Legio XXII. Deiotariana
    Nikopolis - Aegyptus


    Heilsa Alrik,


    entschuldige, dass ich so spät antworte, aber dein letzter Brief ist hier im Laufe der Ereignisse kurzzeitig verschütt gegangen. Der Tod des Kaisers lässt mich hier vor lauter Arbeit nicht zur Ruhe kommen.


    Was deine Fragen angeht: Natürlich habe ich viel Kapital in diese Grundstücke gesteckt, das uns jetzt als Polster für schlechte Zeiten fehlt. Die Geschäfte habe ich mit einem Darlehen von Freunden gedeckt und ich bin zuversichtlich, dass ich das Defizit mit einer guten Portion kaufmännischer Hartnäckigkeit und unserer guten Postierung in der Provinz und darüber hinaus wieder ausgleichen kann.


    Sorgen machen mir allerdings die unklaren Umstände der Kaisernachfolge. In Germania ist zwar noch nicht viel davon zu spüren, aber die Angst vor Krieg sitzt natürlich tief in den Herzen der Leute. Gerade auch in Raetia, aber auch bei unseren Leuten in Borbetomagus ist die Furcht besonders groß, dass bald wieder mordende und plündernde Soldaten durch die Orte ziehen werden. Sollte es dazu kommen, sehe ich schwarz für eine schnelle Erholung unserer Kasse.


    Zur Lage der Stämme gibt es auch noch keine Neuigkeiten. Die Chatten halten sich bedeckt, die Mattiaker sind wachsam. Alle Augen schauen besorgt auf das Ende des Winters. Hoffen wir, dass die Chatten den Frühling nicht nutzen werden.


    Nun zu Sontje: Entschuldige meine Vergesslichkeit. Der Reisende, ein gewisser Paullus Germanicus Aculeo, ließ mich wissen, dass Sontje in der Casa Quintilia Romae als Kindermagd tätig sein soll. Ich weiß nicht, ob dieser Stand noch gilt, aber dort könntest du als erstes ansetzen.
    Tu was du für richtig hälst in dieser Situation. Wir müssen diesem Weib endlich Einhalt gebieten. Lass mich wissen, wenn nach Rom zurückkehrst und etwas herausfindest.


    Ansonsten genieße deine Zeit in Aegyptus, denn dort scheint es ja noch ruhig zuzugehen. Dein Bericht macht Lust auf mehr, aber ich schätze, dass ich dieses Land nie zu Gesicht bekommen werde. Umso seltsamer, dass die Störche jährlich dorthin verschwinden. Ich will es gar nicht glauben, dass die Vögel eine so lange Reise unternehmen, um in der Wüste zu überwintern.


    Til ars ok frisar




    [Blockierte Grafik: http://img192.imageshack.us/img192/7356/sigmarsus.png]
    _________________________________________________________
    Numerius Duccius Marsus
    Casa Duccia - Mogontiacum - Germania Sup.


    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/wappenduccia/siegelgruen.png]


  • Civis
    Titus Duccius Vala
    Castra, Legio XXII
    Nikopolis
    Provincia Alexandria et Aegyptus



    Salve Vala,
    zuerst einmal will ich dir für deine Geschenke danken, sowohl mir als auch meiner Frau haben sie sehr gut gefallen und Ich fühle mich auch unwohl dabei dir von meinem Misserfolg bei Salinator berichten zu müssen.
    Trotz meiner Bereitschaft eine Bürgschaft für dich abzulegen hat Salinator entschieden das er dir die Senatorenehre frühestens verleihen wird wenn er persöhnlich mit dir gesprochen hat. Aber wenn du mich fragst steckt da mehr dahinter, denn eigentlich war ich fest davon ausgegangen das er mich die Ernnenung noch am selben Tag aushängen lassen würde. An deiner Stelle würde ich noch etwas abwarten denn im Moment scheint er noch leichter reizbar als sonst, vielleicht wäre es besser wenn du erst etwas Gras über die Sache wachsen lässt.
    Aber wie du dich auch immer entscheidest ich werde an unserem Pakt festhalten und sofern du meine Hilfe benötigst schreib mir einfach.



    Im Auftrag der pompeiischen Kanzlei


    Gaius Pompeius Imperiosus
    ~~Procurator a Memoria der Admistratio Imperatoris~~


    [Blockierte Grafik: http://pages.imperiumromanum.net/wiki/images/5/5d/Siegel_Administratio_Impera.gif]


  • Einladung


    Anlässlich der Neptunalia lädt der Gymniasarchos und Archipyrtanes Cleonymus am,


    ANTE DIEM X KAL AUG DCCCLXII A.U.C.
    (23.7.2012/109 n.Chr.)


    zur Cena im Kapeleion Archaon ein.
    Sämtliche Mitglieder des Offiziersstabes sind herzlich willkommen, sowie deren Freunde und Bekannte.
    Zum Abendprogramm zählt sowohl ein bekömmliches Mahl als auch ein angemessenes Opfer an den Herren der Meere.


    Hochachtungsvoll


    Maharba
    Verwalter des Kapeleion Archaon

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