Praefectus Alexandriae et Aegypti

  • “Gut, ich bin einverstanden. Der Lohn eines Schreibers beträgt 30 Sesterzen in der Woche, dass weißt du, ja? Wenn du also gewillt bist, dann ernenne ich dich zum Scriba Provincialis Alexandriae et Aegyptus.“


    Der Präfekt blickte dem alten Griechen forschend ins bärtige Gesicht.

  • Sim-Off:

    Der Senator von ROME hat einen Brief hinterlassen :P


    Mit dem für den Praefecten sicher wichtigen Brief kam ich vor das officium. Selbstverständlich war das Siegel nicht gebrochen und ich kannte die Adressatin nur vom kleinen Schildchen, das am Pergamentstock baumelte. Nach dem Herein trat ich ein.


    "Chaire Praefectus, soeben ist ein Brief für Deine Frau angekommen."


    Lächelnd übergab ich die verschlossene Pergamentrolle und verließ das officium dann wieder ruhig.

  • “Ich danke dir, Theodorus.“, sagte der Präfekt.


    Erfreut stellte er fest, dass sich der neue Scriba scheinbar bereits gut eingearbeitet hatte.


    Weniger erfreulich war hingegen, dass die Boten des Cursus Publicus nach wie vor die Briefe an falscher Stelle abgaben. Schreiben an die Legion kamen in der Regia an, dienstliche Briefe in der Domus Praefecti und nun auch noch private Post an seine Frau in der offiziellen Postannahme der Regia. Seufzend stand er auf, denn er hatte sich notgedrungen dazu entschlossen, selbst Postbote zu spielen und das Schreiben seiner Frau zu bringen.

  • Nachdem ich die letzten Gesprächsprotokolle der vergangenen Wochen archiviert hatte, fiel mir dabei auch das Gespräch mit dem Strategos ins Auge. Fünfzig weitere gut bewaffnete und von der Legion ausgebildete Stadtwachen forderte dieser Mann. Grund genug, meine Bedenken dem Praefectus mitzuteilen. Freundlich trat ich nach Klopfen ein und grüßte meinen Vorgesetzten.


    "Chaire Praefectus. Ich wollte vermelden, dass die Arbeit in den Schreibstuben gut vorangeht und alle Dokumente ordnungsgemäß archiviert worden sind. Ich hoffe, sonst ist alles zu Deiner Zufriedenheit", sprach ich lächelnd.


    "In dem Zusammenhang ist mir aber ein Dokument aufgefallen. Nämlich das Gesprächsprotokoll zur Audienz für den neuen Strategos."


    Ich gab ihm eine Kopie des Protokolls.


    "Auch wenn dies nicht in meinen Aufgabenbereich fällt, so muss ich doch meine Bedenken äußern. Nicht nur persönlich, sondern auch aus Angst um Dich. Ich stelle dabei keinesfalls Deine Kompetenz in Frage, die besteht zweifellos. Aber zweihundertfünzig gut ausgerüstete Stadtwachen provinzialischer Herkunft, während die Legion nur mit einer kleinen Garnison vertreten ist?


    Nunja, dieser Entschluss ist gefallen und Dein Entschluss bewies Weisheit. Ich würde aber gern etwas vorschlagen, wenn dies erlaubt ist. Auch wenn damit vielleicht Verhältnisse gestört werden, so würde ich doch gern zumindest sicherstellen, dass der Strategos unter regelmäßiger Überwachung steht, sodass Du jederzeit auf dem neuesten Stand bist und im Notfall bereits präventiv eingreifen kannst. Ich glaube kaum, dass diese Stadtwache auch nur ansatzweise die Loyalität der Legion besitzt.


    Aber entschuldige, sollte dies respektlos sein. Ich wollte nur meine Bedenken äußern."


    Demütig entfernte ich mich vom Schreibtisch und wartete mit gesenktem Haupt ab.

  • “Scriba, glaube mir, wenn er 1000 neue Männer hätte aufstellen wollen, dann hätte ich ihm das ganz schnell ausgeredet. Aber ob die Stadtwache 200 oder 250 Mann stark ist, dass spielt militärisch keine Rolle. Die neuen Männer werden von einem römischen Offizier ausgebildet werden. Er wird ihnen die Flausen schon austreiben.
    Aber wenn dir etwas wissenswertes zu Ohren kommt, dann erwarte ich natürlich, dass du mich davon in Kenntnis setzt. Das gilt auch, wenn diese Neuigkeit einen der gewählten Magistrate der Stadt betrifft. Wir verstehen uns?“

  • Germanicus Corvus las das Schreiben. Er blickte auf und rief dem bereits wieder geschäftig hinaus eilenden Scriba zu: “Theodorus, einen Moment bitte. Das ist eine Einladung des tylusischem Händlers Ioshua Hraluch zu einem Wagenrennen das er veranstalten will. Bitte teile ihm mit das ich mich sehr freue und kommen werde.“

  • Auf Aufforderung des Präfekten hin betrat Curio sein Officium. Der erste Eindruck war rein optischer Natur – er hatte mit ihm ja noch kein Wort gewechselt – und dementsprechend noch nicht viel wert. Eine Urteil sollte man nie zu schnell fällen, so begrüßte er Corvus erst einmal.


    “Salve, Praefectus. Wie Dir sicher schon berichtet wurde, bin ich Caius Sergius Curio...“


    Er sprach nicht weiter, sondern wartete auf die Antwort des Präfekten. Wenn er sich nicht erinnerte, konnte der Sergier den Satz weiterführen und erklären, wer genau er war, oder besser weshalb er hier war.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!