Curator Rei Publicae

  • Der Curator nahm wohlwollend zur Kenntnis, dass der junge Mann die Tabula geschlossen hielt und nicht sogleich der Neugierde nachgab zu lesen, was drin stand.


    Andererseits bemerkte er aber auch, dass nachgefragt wurde, was aufgeschrieben werden solle. Hatte er das nicht deutlich genug gesagt?

    Notiere das Gespräch, welches du soeben gehört hast. wiederholte er daher leicht irritiert seine Worte in deutlicherer Formulierung.


    Gespannt wartete er ab, was nun geschehen würde. Die Tabula war ja bereits beschrieben mit etwas, das Senator Florus offensichtlich als Information an den Curator weitergegeben hatte.

  • "Meine Frage hätte ich vielleicht deutlicher formulieren sollen Curator, entschuldige bitte. Meine Frage bezog sich darauf, was ich gehört haben soll und was ich davon für Dich schriftlich festhalten darf. Ich notiere umgehend", antwortete Iunius und schlug die Tabula auf.


    Er las kurz was darin stand, falls sie eine anders lautende Weisung enthielt. Ansonsten war er sofort bereit, das Gespräch festzuhalten.



    Sim-Off:

    Was liest Caepio? :)

  • Vor der Tür stand Terpander, den man mitgenommen, aber nicht mit hineingenommen hatte. Entsprechend finster war sein Blick.

  • Die Tabula war leer, dass Geschriebene überflog Caepio nur, ehe er sich daran machte die alte Aufzeichnung auszuradieren und ihr jetziges Gespräch aufzuschreiben.



    Gesprächsvermerk


    Mit heutigem Datum suchte Senator Lucius Annaeus Florus Minor als Patron für seinen Klienten Caius Iunius Caepio den Curator Rei Publicae auf. Zweck dieses Besuches des ehrenwerten Sentors war es, um eine Anstellung seines Klienten zu ersuchen. Der Curator Rei Publicae wies darauf hin, dass seine Tätigkeit sich auf die ausschließlich auf die Wahlen der Städte beschränken würde.


    Senator Lucius Annaeus Florus Minor trug der Information Rechnung, wies aber darauf hin, dass er selbst, wie auch ein Amtskollege dringend eines Schreibers bedurften und appelierte im Wege der Amtshilfe an die Hilfsbereitschaft des Curator Rei Publicae. Dieser erkannte umgehend die Notwendigkeit seiner Unterstützung und unterzog Caius Iunius Caepio umgehend der notwendigen Einstellungsprüfung.



    KAL MAR DCCCLXXII A.U.C. (1.3.2022/119 n.Chr.)

    Caius Iunius Caepio




    Iunius schaute auf seine Handschrift, fein, säuberlich, klar und lesbar. So sollte es sein. Er klappte die Tabula zu und reichte sie gemeinsam mit dem Stilus dem Curator Rei Publicae zurück.


    "Dein gewünschter Gesprächsvermerk", sagte er freundlich.

  • Der Curator Rei Publicae nahm ohne äusserliche Regung, doch innerlich äusserst zufrieden, zur Kenntnis, dass der junge Mann zwar die Tabula und ihren Inhalt überflog, diesen jedoch ohne zu zögern ausradierte und mit seiner Mitschrift begann. Dies zudem ohne jegliche äussere Regung oder Bemerkung zum früheren Inhalt der Tabula. Dies waren gute Zeichen.


    Ein kurzer Blick auf den neuen Inhalt zeigte, dass der Mann eine schöne aber nicht zu grosse Handschrift hatte. Gut geeignet für einen Stadtschreiber. Auch die Zeit, welche er für das Schreiben benötigt hatte, war absolut in Ordnung.


    Gut, ich willige ein, dich als neuen Stadtschreiber für Roma einzustellen. Caius Iunius Caepio sagtest du? Ich freue mich auf unser nächstes Zusammentreffen, Senator. Nicht vergessen!


    Der Curator unterzeichnete die entsprechende Urkunde, setzte sein Siegel darunter und zwinkerte Senator Annaeus Florus Minor zu, als er den letzten Satz sagte.


    IN NOMINE IMPERII ROMANI ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ERNENNE ICH

    der Curator Rei Publicae


    CAIUS IUNIUS CAEPIO



    MIT WIRKUNG VOM

    ANTE DIEM V ID MAR DCCCLXXII A.U.C. (11.3.2022/119 n.Chr.)


    ZUM

    Stadtschreiber

    der Stadt Rom


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    Melde dich morgen beim Vigintivir Galeo Seius Ravilla. Er benötigt dringend einen offiziellen Scriba, da er bis jetzt seinen Sklaven für diese Zwecke nutzt, was nicht wirklich im Sinne des Staates ist.

  • "Richtig, Caius Iunius Caepio ist mein Name. Ich freue mich ebenfalls Curator und vielen Dank", antwortete Caepio sofort, als er hörte dass der Curator ihn wirklich eingestellt hatte als Stadtschreiber.


    Mehr noch, er bekam es sogar schriftlich in die Hand. Caepio hätte den Mann am liebsten vor Freude umarmt, aber er wusste sich zu zügeln. Dafür lächelte er glücklich und nahm die Urkunde voller Stolz an sich.


    "Sehr gerne, ich melde mich morgen früh umgehend bei Vigintivir Galeo Seius Ravilla. Er wird nicht von mir enttäuscht sein", versicherte Iunius. Was er dem Curator nicht verriet war, dass er Galeo Seius Ravilla aus seiner Kindheit kannte. Die Götter waren ihm gewogen. Zuerst hatte er einen Patron gefunden, dann eine Anstellung und nun auch noch ein Amt bei Raviella. Endlich war er einmal auf der Gewinnerseite.


    "Dann verabschiede ich mich dankbar von Dir und werde Vigintivir Galeo Seius Ravilla die besten Grüße von Dir ausrichten Curator", erklärte Caepio und schaute seinen Patron an, ob dieser noch etwas anfügen wollte.

  • Ich freue mich auf unser nächstes Zusammentreffen, Senator. Nicht vergessen!

    Die Worte des Curator Rei Publicae hallten in meinem Kopf nach während dieser die Urkunde für meinen neuen Klienten ausstellte.


    Natürlich Curator! Ich werde es nicht vergessen. erwiderte ich wahrheitsgetreu. Ich wusste schon genau, was da auf mich zukommen würde.


    Dann verabschiedeten wir uns und traten wieder hinaus, wo wir auch wieder auf Terpander trafen.

  • Caepio atmete draußen erleichtert auf und drehte sich zu seinem Patron um.

    "Hab Dank für Deine Unterstützung. Das dort drinnen beim Curator ist wunderbar verlaufen. Ich würde mich gerne erkenntlich zeigen und Dich auf einen kleinen Imbiss in die Taberna zum lallenden Löwen einladen Senator Annaeus. Wenigstens auf einen kleinen Umtrunk", freute sich Caepio und winkte Terpander zu sich heran.


    "Terpander, ich habe die Anstellung als Stadtschreiber bekommen und darf mich morgen früh direkt bei Vigintivir Galeo Seius Ravilla melden. Du musst mich entsprechend früh wecken und ausgehfertig machen. Vigintivir Seius darf nichts an meiner Erscheinung auszusetzen haben. Ebenso wenig an meinem Geruch oder an überhaupt etwas. Möchtest Du die Urkunde einmal sehen? Schau sie Dir nur an. Das ist das Werk von Dir mein werter Patron und von Dir Terpander. Ohne Euch wäre ich sicher nicht soweit gekommen. Danke", sagte Caepio herzlich und zeigte stolz die Urkunde vor.

  • Draussen platzte mein neuer Klient beinahe vor Stolz, was ich ihm auch gönnte, denn er dankte auch für die Unterstützung.

    Ich würde gerne mit dir einen kleinen Umtrunk nehmen. Ein anderer Klient von mir hat erst vor wenigen Tagen eine Caupona, gleich hier um die Ecke, eröffnet. Es ist die Caupona Luculla. Ich würde sie gerne einmal besuchen. Hast du etwas dagegen, an Stelle des lallenden Löwen diesen Ort zu besuchen?


    Meine Frage war höflich gestellt und ich hätte sehr gut verstanden, wenn Iunius Caepio auf dem lallenden Löwen bestehen würde.

  • Caepio zeigte Terpander stolz seine Urkunde, ehe er sie wieder ordentlich zusammenrollte. Der Vorschlag von seinem Patron und Senator Annaeus war gut und verständlich. Eine neue Taberna benötigte Kunden und nichts sorgte besser dafür, als ein guter Ruf. Zufriedene Kunden empfahlen die Taberna weiter und so würde sich eine eine Stammkundschaft aufbauen. Caepio hatte aus dem schlichten Grund der Ersparnis den lallenden Löwen vorgeschlagen. Er war sich sicher, dass Lurco und Scato ihm die Zeche erlassen hätten. Er war immer darauf aus, so sparsam wie möglich zu handeln. Da hatten Scato und Lurco nochmal Glück gehabt und der Wirt der neuen Taberna ebenso.


    "Dann auf zur Caupona Luculla mein Patron. Wollen wir Deinen Klienten dort an unserem Glück teilhaben lassen", freute sich Caepio.




    >>> RE: Caupona Luculla

  • "Glückwünsche, Dominus." Terpander nickte wohlwollend. Das änderte sich, als Caepio sich selbst und seinen Gönner in der Taberna zum lallenden Löwen einlud. Natürlich auf Lurcos Kosten. "Ich sehe schon, du bist in der Verwaltung bestens aufgehoben." Ob die Zwiebel das als Kompliment oder Ironie auffasste, war ihr überlassen. Terpander begleitete die beiden Männer wie angewiesen in die Caupona Luculla, gespannt darauf, was die neue Taberna zu bieten hatte.

  • Caepio wusste das Sparsamkeit eine Tugend war und oft genug war sie auch eiserne Pflicht, da einem nichts anderes übrig blieb. Erfreut über Terpanders Kompliment lächelte er den alten Sklaven an.


    "So ist es Terpander, ich fühle mich regelrecht berufen und schon morgen werde ich meinen Dienst antreten. Bitte folgt mir", bat er seinen Patron und seinen Sklaven glücklich.



    >>> RE: Caupona Luculla

  • Gleich nach dem Verlassen des Palast eilte Aculeo zur Curia wo man das Officium des Cursor rei publicae fand.

    Dieser wusste natürlich nichts von seinem Glück bald einen neuen Stellvertreter zu haben. Obwohl...wer weiß ob der Curstor überhaupt wusste wer Germanicus Aculeo war. Jedenfalls der Name würde ihm bekannt sei da dieser auf irgendeiner Liste stand mit anderen Namen.


    Kurz klopfte der Germanicer und trat dann sofort ein ohne Rücksicht welches Bild ihm vor Augrn kam. Es war ihm auch egal.

    Grüssend hob er die Hand:" Salve, Curator."

    Germanicus lächelte freundlich.

    " Ich hoffe dir geht es gut. Auch möchte ich dich nicht lange stören sondern dir Neuigkeiten überbringen die recht wichtig für dich sind."

    Aculeo machte eine kurze Pause damit der Curator sich auf die neue Situation in diesem Moment einstellen konnte.

    " Ich komme direkt aus dem Palast. Nach einer kurzen Audienz bei Aquilius Severus Augustus wurde ich zum neuen a cognitionibus ernannt."

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