[Centuria] Centuria I, Cohors I

  • Vom Scriba das Wichtigste zeigen lassen – erledigt.
    Mit den Immunes über den Stand der Ausbildung der Tirones unterhalten – erledigt.
    Den Tirones vorgestellt – erledigt.
    Vom Schriba noch mehr zeigen lassen – erledigt.
    Über diversen Dienst-, Wach- und Ausbildungsplänen gebrütet – erledigt.
    Beim Morgenappell der gesamten Centurie vorgestellt – erledigt.
    Vom Scriba noch mehr zeigen lassen – erledigt.
    Das Training der Tirones übernommen – erledigt.
    Über noch mehr Plänen gebrütet – erledigt.
    Vom Scriba alles noch mal zeigen lassen – erledigt.


    Hadamar wusste nicht mehr wirklich ganz genau, wo ihm eigentlich der Kopf stand. Die letzten Tage waren eine pure Aneinanderreihung gewesen von Arbeit, Arbeit, noch mehr Arbeit, großzügig garniert mit Erklärungen, die mal mehr, mal weniger gut gemeint und mal mehr, mal weniger verständlich waren. Um was ein Optio sich alles zu kümmern hatte, war ihm bislang nicht wirklich klar gewesen, und kaum hatte er sich in irgendwas eingearbeitet, kam Verus schon mit der nächsten Sache an – und wollte dann am besten gleich noch eine Entscheidung für irgendwas anderes haben, und lud ihm zusätzlich noch einen Batzen mehr Arbeit mit auf. Und der Primus Pilus war ständig beschäftigt – verständlicherweise, weil er mit seiner Centurie den Personenschutz des Legaten übernommen hatte. Und natürlich gab es einiges zu planen, mit dem Feldzug, über den zwar in der Legio noch niemand wirklich genaueres wusste, der aber scheinbar doch so ziemlich feststand und immer näher rückte – und da war der Primus Pilus freilich auch viel gebraucht, als Stabsmitglied des Legaten.


    Aber immerhin: Hadamar hatte sich mittlerweile wenigstens genug eingearbeitet, um all die verschiedenen Aufgaben und Bereiche und Anforderungen wenigstens halbwegs in seinem Kopf sortiert zu haben. Und das war auch der Grund, warum er nun vor der Tür zum Büro seines Centurio stand und auf eben jenen wartete, dass der eintrudelte. Hadamar hatte sich nicht getraut, vorher zu kommen, solange er noch das Gefühl gehabt hatte völlig verloren auf dem neuen Posten zu sein... zu groß war die Befürchtung, sich zu blamieren, den Eindruck zu wecken, dass er ungeeignet war. Er hatte lieber die Zähne zusammen gebissen und sich irgendwie durchgeackert. Aber jetzt, wo er begann sich ein bisschen sicher zu fühlen – und entsprechend auch sicherer auftreten konnte –, jetzt war wohl der richtige Zeitpunkt, den Artorius mal aufzusuchen und mit ihm zu reden, vorausgesetzt der hatte Zeit, und kurz Bericht zu erstatten über seine Einarbeitung. Was er gemacht hatte. Ob das im Sinne des Centurio gewesen war. Und was seine Pläne waren für die I in der nächsten Zeit.


  • Centurio Marcus Artorius Massa



    Auch für Massa stellte der Wechsel zur ersten Cohorte eine erhebliche Umstellung dar. Nicht nur, dass er nun zum Stab des Legaten gehörte und regelmäßig an Dienstbesprechungen teilnahm, er befehligte nunmehr auch eine doppelt so große Einheit. Als die Einarbeitung hinter ihm lag, er wieder entspannter schlafen und am Tag ausgeglichener wirkte, blieb auch mehr Zeit für die Kommunikation untereinander. Er richtete am Abend eine halbe Stunde für Anliegen ein, die seine Soldaten und Unteroffiziere nicht während des Tages klären konnten, weil sich keinerlei Gelegenheit dafür bot.


    Pünktlich wie immer saß er in seinem Arbeitszimmer - die Tür stand offen zum Zeichen, dass er gesprächsbereit war. Am Klang der Schritte hörte er, dass jemand auf sein Officium zuhielt. Er hob den Kopf, erkannte Ferox und forderte ihn mit einem Wink auf einzutreten.




    Primus Pilus

  • Als der Primus Pilus auf ihn aufmerksam geworden war, trat Hadamar ein und salutierte zackig. „Optio Duccius Ferox meldet sich. Hast du einen Augenblick Zeit, Centurio?“ Er wartete Artorius' Antwort ab – ha, er wurde richtig gut in solchen Dingen – und meinte dann: „Ich wollte Bericht erstatten über meine ersten Tage als Optio.“ Und ganz generell mit seinem Vorgesetzten mal reden, weil sie außer ein paar kurzen Wortwechseln bisher noch keine Gelegenheit gehabt hatten dazu seit seiner Beförderung... aber das sagte Hadamar nicht laut. Das hätte so... so... so weinerlich geklungen. So sehr nach bitte nimm mich an die Hand, wie ein Kleinkind. Neinein, lieber erzählen was er schon alles auf eigene Faust gemacht hatte, dass er sich selbständig eingearbeitet hatte, und dann mal sehen, wie sich das Gespräch entwickelte. Ob der Centurio Anmerkungen hatte oder so – oder ob alles so passte.


    „Scriba Balventius Verus hat mir größtenteils bei der allgemeinen Einarbeitung geholfen, und mir alles gezeigt was die Verwaltung der Centuria I Cohors I angeht. Immunes Gavius Gutta hat mich auf den aktuellen Stand gebracht, was die Ausbildung der Tirones angeht.“ Gutta war der Immunes, der dem alten Optio zur Seite gestanden hatte bei Ausbildung und Drill, und er hatte zwischenzeitlich die Ausbildung ganz weiter geführt, um die Lücke zwischen Weggang des alten und Ankunft und Einarbeitung des neuen Optio zu schließen. Er räusperte sich. „Meine Einarbeitung ist damit so gut wie abgeschlossen, jedenfalls was das Übliche angeht laut Scriba Balventius und Immunes Gavius. Die Erstellung der neuesten Dienst-, Ausbildungs- und Wachplänen habe ich schon übernommen, ich hab sie dabei, wenn du sie sehen und freigeben möchtest.“ Hadamar legte dem Primus Pilus ein paar Unterlagen hin. Und beschloss, jetzt erst mal zu schweigen und abzuwarten, was Artorius dazu sagen würde. Ob er noch weitere Anweisungen hatte. Oder so.


  • Centurio Marcus Artorius Massa



    Massa erwiderte den Gruß mit einem Kopfnicken und lauschte dem Anliegen seines Optios. Als er wusste, worum es ging, lehnte er sich zurück. Er verspürte den Wunsch, sich zu streckte, unterließ es aber, obwohl sich in letzter Zeit ab und zu der Rücken meldete. Stattdessen hörte er aufmerksam zu und vermerkte bei sich die Hinweise auf Scriba Balventius Verus und Immunes Gavius Gutta. Er selbst hatte sich seit seinem Wechsel in die erste Cohorte nicht um die Ausbildung kümmern können, daher interessierten ihn vor allem dazu weitere Ausführungen. Zunächst sah er sich aber die vorgelegten Pläne an. Die Dienstpläne wiesen wenig Spektakuläres auf. Wie in den letzten Wochen üblich, beherrschten vor allem Drill, Waffentraining und andere Vorbereitungen auf den Ernstfall die Dienst- und Einsatzpläne. Die Wachpläne fielen nicht in seinen Arbeitsbereich, aber er warf trotzdem einen Blick darauf, bevor er sie zur Seite legte. Er griff zu den Ausbildungsplänen und studierte sie länger, dann blickte er auf.


    "Es ist wichtig, dass ich mich auf den Fortlauf der Tirii-Ausbildung und das Training der gesamten Centurie verlassen kann, ohne nachkontrollieren zu müssen", begann er. Ihm stand vor Augen, dass er einen jungen Optio vor sich hatte, der selbst noch der Anleitung bedurfte, aber im Augenblick forderte ihn der Stabsdienst beträchtlich, sodass er Entlastung benötigte. "Ich plane in der kommenden Woche in die Geschützausbildung einzusteigen, bis dahin stütze ich mich auf deinen Einsatz und den Guttas.
    Wie viele Tirones haben wir aktuell?"

    Massa wartete nicht erst die Antwort ab, weil er ahnte, es waren weniger als der Stab als Vorgabe vereinbart hatte.


    "Wir müssen aktiv um Nachwuchs werben, UND es ist zur Sprache gekommen, dass manche Abwicklungen bei den Rekrutierungen viel zu lange dauern. Ist dir bekannt, ob solche Verzögerungen auch bei denjenigen vorkamen, die unserer Centurie zugeteilt wurden?" Er blickte fragend, dann fügte er an:
    "Falls ja, müssen wir dafür Sorge tragen, dass jemand den Neulingen zur Seite gestellt wird, während sie die ersten Wege gehen, also Valetudinarium, Magazin, Fahnenheiligtum und natürlich das Rekrutierungsbüro."




    Primus Pilus

  • Irgendwie hatte Hadamar gehofft, dass der Centurio in den nächsten Wochen ein bisschen mehr Zeit haben würde... aber danach klang er ganz und gar nicht. Nicht nur die Ausbildung, sondern das Training der ganzen Centurie würde weiter in seinen Händen liegen? Hadamar war sich nicht so sicher, ob er das alleine wirklich gebacken bekam. Andererseits: sonst war es vielleicht üblich, dass der Centurio da war, aber Artorius war ja kein normaler Centurio mehr, weswegen in der I möglicherweise generell einiges anders lief... und Corvinus hatte eine ganze Zeitlang völlig ohne Centurio den Laden schmeißen müssen. Da war der zwar nicht mehr ganz neu als Optio gewesen, aber trotzdem. Was zählte war doch, dass es hinzukriegen war.


    Er wollte zwischendurch schon auf die Fragen antworten, aber der Centurio sprach weiter, und so wartete Hadamar erst mal ab und versuchte, seine Gedanken zu sortieren, bevor er schließlich wieder was sagte: „Was die Ausbildung und das Training angeht, kannst du dich auf uns verlassen. Gavius hat ja auch schon meinen Vorgänger unterstützt... das kriegen wir hin.“ Sagte er jetzt einfach mal so. Und er würde sich halt reinhängen, damit es auch wirklich so klappte. Das hieß: klappen würde das ganz sicher, Gavius war ja nun wirklich nicht unerfahren, aber Hadamar wollte ja dass alles so lief wie gewünscht, weil er schnell lernte und seine Sache gut machte, und nicht weil Gavius ihm die Arbeit abnahm. Dass der ihm half war völlig okay, fand er, aber er musste aufpassen, dass er da so schnell wie möglich selbst reinfand. „Uhm. Wir haben im Augenblick 17* Tirones“, fuhr er dann fort. „Neun davon sind fast fertig mit der Ausbildung, bei sieben von denen gibt es schon Empfehlungen für den weiteren Einsatz, größtenteils in anderen Centurien der I. Cohorte, weil unsere annähernd vollständig ist, ein paar auch in andere Cohorten, einer zu den Turmae... Einer wird die Ausbildung wohl nicht schaffen, da ist-“ Hadamar unterbrach sich. Er war vielleicht erst seit kurzem Optio, aber das hieß nicht, dass er sich aus der Verantwortung stehlen würde. Er war Optio, also musste er auch dafür grade stehen und konnte nicht einfach den Immunes vorschieben. „Da sind Gavius und ich uns noch nicht sicher, ob sie verlängert werden oder ob der Tiro besser entlassen werden sollte.“


    Er wartete kurz, was der Centurio dazu sagen würde, bevor er fortfuhr: „Wie viele Tirones die anderen Centurien der Cohors I haben, weiß ich nicht, werd mir die Zahlen aber besorgen. Und von Verzögerungen bei der Rekrutierung selbst ist mir nichts bekannt... aber ich werd mal mit unseren Tirones und den Zuständigen in den Büros sprechen und nachforschen. Und mir was überlegen, wenn’s da tatsächlich zu langsam zugeht.“ Er wusste zwar noch nicht was oder wie, aber was nicht war, konnte ja noch werden... und das war immerhin was Handfesteres als das Durchgehen irgendwelcher Akten. Er hob eine Hand und rieb sich den Nacken. „Ich hab mich damals aufm Marktplatz anwerben lassen. Soll ich ein paar Milites losschicken, die mal wieder ein bisschen die Werbetrommel rühren in der Stadt?“



    Sim-Off:

    *Ich hab keine Ahnung, ob die Zahl realistisch ist – wenn nicht, editier ich gern

  • Der genaue Bericht über den Stand der Ausbildung bei den Tirones interessierte Massa besonders. Er machte sich Notizen über die vorgeschlagene Verwendung, um in den bevorstehenden Gesprächen mit jedem Tiro vororientiert zu sein. Seine Beurteilung würde dann den Ausschlag geben. Bei dem Wackelkandidaten vertrat er eine eigene Position. Normalerweise würde er ohne Erbarmen jeden für gescheitert erklären, der nicht auf Anhieb die Anforderungen der Grundausbildung erfüllte, doch im Hinblick auf den drohenden Feldzug musste er überlegt entscheiden.


    "Zwei Wochen, länger bekommt er nicht", entschied er dennoch hart. "Er bekommt jemand zu Seite, der ihn fördert. Du entscheidest, wer. Und falls er dann noch immer Defizite aufweist, wird er als Helfer dem Lazarett zugeteilt." Massa betrachtete den Punkt als abgeschlossen und wandte sich dem nächsten zu.


    "Ich möchte unbedingt das Geschütztraining so effektiv wie möglich gestalten. Dabei erwarte ich deine besondere Mitarbeit. Die in der Fabrica gelagerten Einzelteile der schweren Geschütze müssen rechtzeitig zum Campus gebracht werden, die Geschosse müssen in reichlicher Anzahl bereitstehen, Steine und Pfeile in verschiedenen Größen, und wir brauchen ausreichend Hilfsknechte, die uns die Ziele wieder aufrichten oder bei Bedarf ersetzen sowie die Geschosse einsammeln und zurückbringen."
    Auch diesen Punkt glaubte Massa abschließen zu können. Massa strich sich über das Kinn. Vielleicht lag auch eine Fehlmeldung in Bezug auf die schleppende Abwicklung bei den Rekruten vor. Diese Sache wollte er im Auge behalten, eine weitere entschied er sofort.


    "Ich halte es für angebracht, wenn wir eine Werbeaktion in Mogontiacum starten. Das Ganze sollte umgehend in Angriff genommen werden, uns bleibt nur begrenzt Zeit für die Ausbildung eines neuen Tiro-Durchgangs. Ich möchte dir auch dafür die Verantwortung übertragen." Massa war sich sehr wohl bewusst, dass er seinen jungen Optio ohne große Übergangszeit über die Maßen einspannte, aber jedem Soldaten war eines klar: Die Zuteilung zur ersten Cohorte stellte nicht nur Auszeichnung, sondern auch Mehrbelastung dar. Sie bot aber auch die Chance auf Bewährung und ebenso gute Aufstiegschancen.



    Primus Pilus


    edit: Signum ausgetauscht

  • Als Hadamar merkte, wie aufmerksam der Primus Pilus zuhörte als es um die Ausbildung ging, nahm er sich vor sich in den nächsten Tagen damit noch mehr zu beschäftigen. Was er dem Centurio jetzt erzählte, war halt das Übliche, aber wenn ihn das schon so interessierte, dann würde er wohl sicher bald noch mehr Einzelheiten zu allen wissen wollen. „Zwei Wochen mit Betreuung, sonst Lazarett“, wiederholte er dann mit einem Nicken, als es um den ging, der nicht ganz so mitkam wie der Rest.


    Beim nächsten Thema nickte Hadamar wieder, und wünschte sich jetzt fast, er hätte was zum Schreiben oder so – obwohl er da immer noch nicht so gut war, nicht so gut, wie er wahrscheinlich sein müsste, wie es auf jeden Fall hilfreich war, und das war auch etwas, was ihn in den letzten Tagen zusätzlich gefordert hatte: das Üben, Üben Üben. Nicht auf dem Platz, sondern in der Schreibstube. Hadamar verbrachte da im Moment ohnehin jeden Abend, um sich einzuarbeiten, und sowohl währenddessen als auch danach nutzte er die Gelegenheit um zu üben. Als Miles war das noch völlig in Ordnung gewesen, es gab viele unter den Kameraden, die auch gar nicht lesen und schreiben konnten. Aber als Optio brauchte er das einfach, das hatte er schon am ersten Tag mitgekriegt.
    Zu schreiben hatte er aber gerade ohnehin nichts, also wiederholte Hadamar die Punkte in Gedanken: Einzelteile rechtzeitig zum Campus, genügend Geschosse, Hilfsknechte organisieren. Hilfsknechte? Wo sollte er die herkriegen?
    Wenigstens kam nichts mehr wegen der Verzögerungssache... Hadamar hatte in seinen ersten Tagen als Optio seinen Kopf völlig woanders gehabt, aber ganz sicher nicht dabei, den Tirones bei irgendwelchen Beschwerden zuzuhören. Er hatte sich erst mal eingearbeitet und die Ausbildung noch größtenteils Gutta überlassen, hatte sich nur von dem Immunes erzählen lassen, wie der grobe Stand war. Gut dass der Centurio nicht noch mehr nachhakte, dann musste er nicht zugeben dass er dazu einfach nicht mehr sagen konnte.


    Und dann kam gleich das nächste auf seiner gedanklichen Liste: anwerben. Und er sollte die Verantwortung tragen. Götter das wurde ja immer mehr... für Augenblicke bekam er mal wieder ziemliche Zweifel, ob er hier wirklich an der richtigen Stelle war, weil er das Gefühl hatte dass es ihm gerade wieder über den Kopf wuchs – und das, wo er sich doch gerade so weit durchgewurschtel hatte, dass er endlich glaubte halbwegs einen Überblick bekommen zu haben! –, aber er riss sich zusammen. Verus, er brauchte Verus. Unbedingt. Er musste ja nicht alles komplett allein machen, dafür gab es ja eben Leute wie den Scriba. Und mit dem würde er das schon hinkriegen. „Geschützausbildung vorbereiten. Werbetrommel in Mogontiacum rühren. In Ordnung, ich kümmer mich drum.“ Er überlegte kurz, versuchte seine Gedanken zu sortieren und den Berg an Arbeit wegzuschieben, der sich vor ihm gerade immer höher zu türmen schien, bis er ihn unter sich begrub – und stattdessen auf die neueste Aufgabe zu konzentrieren. „Ist vielleicht sinnvoll, nicht nur auf dem Marktplatz eine Aktion zu machen... sondern auch in den Tabernae der Stadt, gerade in den billigeren. Und ich kenn nen paar andere Plätze, wo junge Kerle rumhängen.“ Er dachte gar nicht darüber nach, ob der Centurio seine Gedanken dazu überhaupt hören wollte, oder ob das einfach nur ein weiterer Auftrag gewesen war, der keiner Diskussion mehr bedurfte in den Augen seines Vorgesetzten.


  • Centurio Marcus Artorius Massa



    Der Optio stellte keine Nachfragen, also konnte Massa die ersten Punkte abhaken. Einzig auf die Werbeaktion ging er noch einmal ein.


    "Nichts gegen einfache Lokalitäten. Wir müssen neben Rekruten mit Bürgerrecht auch an die Anwerbung von einfachem Volk für die Hilfsmannschaften, also Trossknechte denken. Wenn mich nicht alles täuscht, dann stammst du von hier oder zumindest Teile deiner Familie. Bekannte Gesichter oder Insider schaffen es schneller, Vertrauen bei den Zögerlichen aufzubauen. Und wir brauchen jeder verfügbaren Mann."


    Massa überlegte, ob er seinerseits alles Notwendige angesprochen hatte. Seine Augen suchten unbewusst verschiedene Blickpunkte im Zimmer auf, während er nachdachte. Als er zu dem Schluss kam, alles angesprochen zu haben, blickte er Duccius an.
    "Welche Einschätzung triffst du, was den Stand deiner Einarbeitung betrifft? Du bist zu einer Zeit aufgestiegen, die weder ideale Anleitungsbedingungen für einen Unteroffizier bietet noch besonders geruhsam im Allgemeinen ist."



    Primus Pilus

  • Hadamar begann schon, im Kopf eine Liste zu machen mit den Orten, die er abklappern könnte – oder abklappern lassen. Die Legionäre, die zum Werben rausgingen, musste er gut aussuchen, die mussten schon welche sein, die auch überzeugend waren... in mehrfacher Hinsicht. Je nachdem was die jungen Kerle halt hören wollten – ob es ihnen nun ums Geld ging, um die Versorgung, Ansehen, Ruhm, Abenteuer... oder anders gesagt: er brauchte welche, die den Leuten was vorspielen konnten. „Ja, meine ganze Familie ist von der Gegend“, bestätigte er. „Ich bin hier aufgewachsen und kenn auch viele Leut...“ Das eine ging mit dem anderen nicht unbedingt immer Hand in Hand, aber Hadamar stammte nicht nur aus einer Familie, die sich im Lauf der Jahre sehr gut etabliert hatte in Mogontiacum und viele Verknüpfungen aufgebaut hatte – Hadamar war auch selbst ein Mensch, der leicht Zugang zu anderen fand und Kontakte knüpfte. Was er jahrelang in und um Mogontiacum bei allen möglichen Leuten gemacht hatte, hatte er in der Legio nahtlos fortgesetzt bei seinen Kameraden. „Da gibt’s einige Ecken, die sich eignen. Ich such mir ein paar Milites raus, die sich hier auch gut auskennen, da werden wir sicher ein paar anwerben können.“ Jetzt zog Hadamar doch eine der Wachstafeln zu sich, die er mitgebracht hatte – die mit den Wachsplänen, um genau zu sein, weil der Tesserarius die sowieso zur Genüge vervielfältigt hatte –, und kratzte sich ein paar Notizen an den Rand.


    Als der Centurio wieder das Wort ergriff, sah Hadamar gleich wieder hoch. „Ehm.“ Er kratzte sich mit der Rechten am linken Oberarm. Es war einfach viel. Und viel mehr, als er davor gedacht hatte. Aber er hatte sich in seinen ersten Tagen bisher verdammt reingekniet, gerade weil er nicht enttäuschen wollte, und es ging schon irgendwie – nur: was war jetzt der Stand seiner Einarbeitung? Da müsste der Centurio eigentlich besser Verus oder Gutta fragen... aber Hadamar ging mal davon aus, dass er das auch noch würde. Und er selbst fand, dass er mittlerweile ganz gut Bescheid wusste wenigstens – er hatte ja extra gewartet, bis er sich nicht mehr ganz so überfordert, sondern halbwegs sicher fühlte, bevor er von selbst zum Centurio gegangen war mit seinem ersten Bericht. Das immerhin war positiv daran, dass Artorius wenig Zeit hatte – er hatte Hadamar nicht schon früher sehen wollen, wo er noch gar nicht gewusst hatte wo ihm der Kopf stand vor lauter neuen Aufgaben. „Ich hab nen ziemlich guten Überblick mittlerweile. Sowohl über die praktischen Sachen als auch den Verwaltungsteil. Ich hab noch nicht alle Aufgaben übernehmen können, weil ich mich durch ein paar Dinge noch mehr durchackern muss... Ist aber nur ne Frage der Zeit.“ Er verzog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen. „Ich weiß nicht, wie's sonst ist, also wie schnell man da reinkommt, in, eh... normalen Zeiten. Aber bei mir läuft's schon auch.“

  • Tiberius stand vor dem Gebäude in dem er Optio Duccius Ferox zu finden hoffte und blickte im ersten Moment etwas ratlos auf die Tür. Vollbeladen mit der Ausrüstung schien es ihm etwas kompliziert anzuklopfen und die Tür zu öffnen.
    Ohne viel zu überlegen schritt er zur Tür und stieß sanft mit dem Scutum gegen die Tür. Irgendwie musste er sich ja bemerkbar machen. Er brauchte schließlich beide Hände um seine Ausrüsung zu tragen. Er glaubte ein "Herein" gehört zu haben und trat dann etwas unbeholfen ein indem er die Klinke mit dem Ellbogen runterdrückte. Er schloss die Tür mithilfe des Ellbogens.


    "Salve! Bin ich hier richtig bei Optio Duccius Ferox? Ich heiße Tiberius Quintilius Tacitus und wurde der Centuria I, Cohors I zugeteilt...".


    Der 19-jährige grüßte höflich wie immer. Er tat das eigentlich nur, weil er keinen blassen Schimmer davon hatte, wie er einen Vorgesetzen korrekt zu grüßen hatte. Klar Handschlag oder ähnliches war Tabu, aber um das herauszufinden musste man nicht besonders schlau sein. Tiberius hoffte einfach, dass er mit der höflichen Methode durchkommen konnte bis er sich dann irgendwo abschauen würde wie es richtig gemacht wird.

  • „Der steht hinter dir“, erklang eine Stimme hinter dem Rekruten, und Hadamar, der nach ihm reingekommen war, drängte sich an ihm vorbei, schmutzig und verschwitzt von einem Tag voller Training. Er nickte Varus, dem Scriba, müde zu, sagte aber nichts als Gruß, sondern gab ihm nur einen Wink, den der offenbar auch ohne Worte verstand – in jedem Fall begann der nun in ein paar Unterlagen zu kramen. Hadamar unterdessen wandte sich an den Neuen. „So, äh... wie war dein Name noch mal? Hast du deine Musterungstafel dabei?“ Er ließ sich die Tabula geben und überflog sie, während er gleich noch eine Frage anhängte: „Warst du schon im Sacellum?“

  • "Tiberius Quinitlius Tacitus, Optio" antwortete Tiberius rasch, obwohl er wusste, dass sein Name auf der kleinen Tafel stand. "Nein, ich war noch nicht im Sacellum. Ich bin sofort von der Musterung ins Magazin und dann hierhin gegangen. Ich kann mich aber jetzt gleich auf den Weg machen. Sagen Sie mir nur bitte wo genau sich das Sacellum befindet".


    "Bei Jupiter, ich hoffe ich kann den Kram hier mal niederlegen, wird so langsam doch ein bisschen zu schwer", tönte es im Kopf des jungen Rekruten.

  • „Mhm“, machte Hadamar und guckte auf die Tafel. Himmel, der Kerl war so alt wie er. Aber gut, er war mittlerweile auch zwei Jahre schon bei der Legio. War das echt so lang schon her? Für einen winzigen Moment geriet Hadamar ins Grübeln, zwang sich dann aber ins Hier und Jetzt zurück. „So, Quintilius. Dann sieh zu, dass du erst mal ins Sacellum gehst und dort den Eid ablegst. Da müsst ne Tafel hängen damit, falls du den noch nicht kannst – bietet sich aber an, den irgendwann demnächst auswendig zu lernen.“ Hadamar beschrieb den Weg zum Sacellum und wollte dann schon eine wegscheuchende Handbewegung machte, als ihm plötzlich auffiel, was der Kerl da mit sich rumschleppte. „Uh. Warte. Kriegst erst dein Contubernium zugewiesen.“ Er langte über den Tisch, griff sich ein paar andere Tafeln und sah konzentriert darauf, während er überlegte, wo er den Neuen reinstecken sollte. Ganz sicher nicht in eins von den Contubernia, wo irgendwelche Rädelsführer hockten, die gegen ihn Stimmung machten. Bei den Rekruten schätzte er seine Chancen am höchsten ein, sich wirklich als Optio zu beweisen und akzeptiert zu werden, die wollte er ganz sicher nicht demontieren. „Ich steck dich ins VIIIer. Komm mit.“ Hadamar stieß die Tür auf und führte den Quintilius eine Barracke weiter, wo er hineinging und schließlich eine weitere Tür aufstieß. Zum Vorschein kam ein ziemlich kleiner Raum, in den irgendwie acht Pritschen – je zwei davon übereinander – hineingequetscht worden waren. „Lad dein Zeug erst mal nur ab. Welche Pritsche frei ist, sagen dir heut Abend deine Kameraden. Und jetzt auf zum Sacellum, danach meldest du dich wieder bei mir.“

  • Tiberius nickte und folgte Optio Duccius Ferox dankbar. Er war erleichtert, dass er seine Ausrüstung endlich ablegen konnte. Im Contubernium angekommen ließ er kurz den Blick schweifen. Es war nicht gerade Luxus aber das hatte er auch nicht erwartet und schlussendlich war das Wichtigste ja ein Dach über dem Kopf und Nahrung und das schien er ja zu haben.
    Der 19-jährige legte das Scutum mitsamt der Ausrüstung vorsichtig auf den Boden so dass es auch niemanden behindere.
    Er betrachtete den Optio und schätze ihn auf das gleiche Alter als er selbst. Vielleicht ein Jahr mehr. "19 Jahre und schon Optio! Ob ich auch mal im Rang aufsteige?"


    "Vielen Dank, Optio. Ich werde mich dann sofort melden, wenn ich den Eid geleistet habe. Bis gleich!", gab Tiberius von sich und verschwand Richtung Sacellum

  • Aufgeregt war Tiberius den Weg zur Zenturie gegangen. Es war ein großartiges Gefühl gewesen den Eid zu schwören. Und er hatte jedes einzelne Wort mit ehrlicher Überzeugung ausgesprochen.
    Tiberius klopfte an und wartete, dass er herein gerufen wurde.
    Er sah nur den Scriba, den er mit einem kurzen "Salve" begrüßte.
    "Ich habe den Eid jetzt abgelegt. Können Sie bitte dem Optio Bescheid sagen? Danke"


  • Centurio Marcus Artorius Massa



    Ein Nicken demonstrierte, dass Massa die ergänzenden Angaben zu Ferox‘ Wissen um Land und Leute zur Kenntnis nahm. Einer Erwiderung bedurfte es nicht, denn das Thema galt vorhin bereits als abgeschlossen. Auf die Antwort zur Einarbeitung wartete Massa allerdings noch, und sie fiel passabel aus. Nicht eben überschwänglich und auch nicht ohne wenn und aber, doch Massa musste seiner eigenen Eingespanntheit Rechnung tragen. Er fehlte häufig, leitete den jungen Optio kaum an, gab wenig und erwartete dennoch viel.


    "Du weißt, bei dem Ergebnis 'es läuft schon auch' gewinnen wir keinen Kampf und schon gar keine Schlacht. Wir alle müssen über uns hinauswachsen, über unsere Grenzen gehen. Klar, ist alles eine Frage der Zeit. Nur Zeit, haben wir die?" Massa blickte nicht nur skeptisch, er kannte die unschöne Antwort auf die gestellte Frage. Ihm selbst saß die Zeit im Nacken, weil er sich in die Führung einer doppelten Centurie und die zusätzliche Arbeit als Primus Pilus einfinden musste. Dennoch, er musste sich eine Lücke im Ablaufplan suchen, um die endgültige Einarbeitung seines Optiios zu gewährleisten. Nicht erst im Feldzug würde er auf ihn bauen müssen - in Zeiten, wo Offiziere Säuberungsaktionen zum Opfer fielen, brauchte Massa den Optio bereits jetzt.


    "An welchen Punkten kann ich dazu beitragen, dass du ein bisschen schneller noch 'reinkommst'?"




    Primus Pilus

  • Zitat

    Original von Tiberius Quintilius Tacitus
    Aufgeregt war Tiberius den Weg zur Zenturie gegangen. Es war ein großartiges Gefühl gewesen den Eid zu schwören. Und er hatte jedes einzelne Wort mit ehrlicher Überzeugung ausgesprochen.
    Tiberius klopfte an und wartete, dass er herein gerufen wurde.
    Er sah nur den Scriba, den er mit einem kurzen "Salve" begrüßte.
    "Ich habe den Eid jetzt abgelegt. Können Sie bitte dem Optio Bescheid sagen? Danke"


    „Na herzlichen Glückwunsch, dann darfst du dich jetzt als Tiro der Legio II betrachten“, erwiderte Varus mit einem Schmunzeln. „Optio Duccius müsste bald wieder kommen. In der Zwischenzeit kann ich dich auch ein bisschen beschäftigen“, er linste kurz auf die Tafel, „Quintilius. Vorab vielleicht mal: hast du irgendwelche Fragen?“



    Sim-Off:

    Auf das „Sie“ kannst du verzichten. Da wir die Sprache ein bisschen ans Lateinische anlehnen und das kein deutsches „Sie“ (oder das mittelalterliche „Ihr“) kennt, reden sich im IR alle mit „Du“ an. Höflichkeitsunterschiede gibt’s dann nur in der direkten Anrede mit Titel und/oder Namen – und natürlich in Tonfall und Wortwahl.


  • Hadamar spürte, wie seine Ohren zu brennen begannen, und er senkte betroffen den Kopf, als der Centurio mit seiner Standpauke begann. Er wusste das ja. Er wusste, dass ein passt schon nicht wirklich angemessen war, nicht einmal in Friedenszeiten, jedenfalls bei der I. Centurie der ganzen Legion. Irgendwo bei den hinteren Cohorten vielleicht, aber nicht hier. Genau das war ja einer der Gründe, warum manche der Milites ihn hier schassten. Weil sie fanden, dass er nichts bei der I zu suchen hatte, schon gar nicht als Optio. „Nein“, antwortete Hadamar auf die Frage, auch wenn er ahnte, dass der Primus Pilus darauf gar keine Antwort erwartete. Und sah dann wieder hoch, seinem Centurio in die Augen. „Und ich weiß, dass das nicht ausreicht. Ich bin dran. Ich geb da alles für, Centurio.“ Tat er. Aber er würde sich noch mehr anstrengen müssen, noch mehr geben müssen. Vielleicht hatte er die ersten Tage zu viel Zeit damit verbracht, sich erst mal in die ganzen Aufgaben, die ganze Verwaltung einzufinden. Vielleicht hätte er sich sofort auf das Training stürzen sollen, um den Milites klar zu machen, dass mit ihm zu rechnen war. Er wusste es nicht. Aber was auch immer er falsch machte, er war fest entschlossen, das zu korrgieren. Er war fest entschlossen, sich hier einzufinden, richtig einzufinden.
    Bei der letzten Frage war Hadamar beinahe überrascht. Überrascht über die Frage an sich, dass der Centurio sie überhaupt stellte, und auch überrascht vom Inhalt. „Eh“, machte er ein wenig unschlüssig. Was konnte er Artorius schon fragen? Um was ihn bitten? Wobei konnte der Mann ihm tatsächlich helfen? Hadamar wusste es nicht. Er wusste ja noch nicht mal, wie die Einarbeitung sonst generell lief, vielleicht hätte ihm das ja einen Aufschluss darauf gegeben, was der Centurio noch so an seinen Optio weiter gab, oder tat um ihn zu unterstützen. Aber Hadamar wusste das nicht, und das einzige, wobei er wirklich, wirklich Hilfe gebrauchen könnte, war zugleich auch das einzige, wo es ziemlich kontraproduktiv gewesen wäre, wenn der Centurio eingegriffen hätte. Jedenfalls war Hadamar davon überzeugt. Wie, bitteschön, wirkte denn ein Optio, der seinen Centurio vorschickte, um den Männern den Respekt abzuverlangen, der ihm zustand? Nee, das musste er schon selbst schaffen. Allerdings brachte ihn das auf einen Gedanken, und nachdem er den ein wenig hin und her gewendet hatte in seinem Kopf, sprach er ihn schließlich zögernd aus: „Also... wie... wie schaff ich es, Respekt zu... zu kriegen? Mir den zu erarbeiten?“

  • Zitat

    Original von Lucius Duccius Ferox
    „Na herzlichen Glückwunsch, dann darfst du dich jetzt als Tiro der Legio II betrachten“, erwiderte Varus mit einem Schmunzeln. „Optio Duccius müsste bald wieder kommen. In der Zwischenzeit kann ich dich auch ein bisschen beschäftigen“, er linste kurz auf die Tafel, „Quintilius. Vorab vielleicht mal: hast du irgendwelche Fragen?“



    Sim-Off:

    Auf das „Sie“ kannst du verzichten. Da wir die Sprache ein bisschen ans Lateinische anlehnen und das kein deutsches „Sie“ (oder das mittelalterliche „Ihr“) kennt, reden sich im IR alle mit „Du“ an. Höflichkeitsunterschiede gibt’s dann nur in der direkten Anrede mit Titel und/oder Namen – und natürlich in Tonfall und Wortwahl.



    "Ehm... so direkt fällt mir nichts ein, das ich Fragen möchte... Wenn ich etwas wissen möchte kann ich mich bestimmt bei dir erkundigen", meinte Tiberius "Was für Aufgaben wären das denn?". Der Tiro bereute diese Worte beinahe schon direkt nachdem sie seinen Mund verlassen hatten. Er war müde und hatte eigentlich überhaupt keine Lust überhaupt noch etwas zu tun. Aber egal, es macht wahrscheinlich einen besseren Eindruck, wenn er sich "freiwillig" meldete.


    Sim-Off:

    Ok, vielen Dank!

  • „Sicher kannst du das. So wie an jeden anderen hier“, bestätigte Varus. Naja, mal mehr, mal weniger – gab freilich auch die Stinkstiefel die nicht mit Fragen genervt werden wollten, aber da würde der Quintilius schon merken, an wen er sich problemlos wenden konnte und an wen besser nicht. Bei den nächsten Worten dann grinste Varus breit. Eigentlich hatte er ja gemeint, dass er den Neuen beschäftigen konnte indem er ihm seine Fragen beantwortete... aber gut, wenn der sich so nach Arbeit sehnte, nahm Varus das freilich gern an. Er deutete auf einen Stapel Wachstafeln. „Da, schab die wieder glatt, damit ich die wieder verwenden kann.“ Das konnten auch die, die nicht lesen und schreiben konnten – was dann doch die Mehrzahl der Rekruten war.

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