Intermezzo III - Das Praetorium der Prima in einem Marschlager kurz hinter Circesium

  • Imperiosus hörte sich die Rede an und stand, wie es sich gehört stramm da. Helden... Tiberius fühlte sich nicht als Held. Er tat, was er tun musste, damit Rom Siegreich war. Das einzigste, was stimme war, dass man sehr viel Mut haben musste... und noch besser keinen Würgereiz, denn in der Kanalisation sich durchzurobben, war nun wir kein spaziergang gewesen. Selbst der Gestand, der anscheinend immer noch da war, konnte man kaum aushalten.


    Als nun ihre Namen ausgerufen wurden, schaute der Artorier in das Gesicht des Legaten. Wie immer kam es kaum eine Regung, doch Imperiosus glaubte, dass sein Gesichtsausdruck sich ein wenig verändert hatte.
    Als alle vortraten, ging auch Imperiosus einige Schritte vor und wartete auf die Dinge, die nun auf ihn zukam...

  • Aufmerksam folgte Andronicus der Rede. Helden sollten sie sein... Ein Held, ja war der Tiberier das? Einerseist hatten er und die anderen immerhin maßgeblich dazu beigetragen dass Circesium eingenommen wurde und das ohne wirkliche Verluste, andereseits hatte jenes Vorauskommando auch nur getan was man ihnen befohlenen hatte, so wie sonst auch. Wie auch immer jedenfalls hatte sich des Andronicus Bruder, der Legatus dafür entschieden sie alle auszuzeichnen und selbstverständlich freute das den Duplicarius auch.


    Stolz trat auch Andronicus vor um seine Auszeíchnung entgegen zu nehmen...

  • Sparsus stand bequem in der hintersten Reihe der zweiten Centurie und lauschte den Worten ihres neuen Legaten. Dabei sah er ab und an zu Serapio, denn ihm fiel ein, das der patrizier ja nur Legat geworden war, weil der ehemalige verschollen war. So richtig gekümmert schien sich jedoch keiner darum zu habne. Zumindest hatte man nie wieder was gehört. Doch zumindest schien Serapio den Verlust seines Verwandtens einigermaßen gut überstanden zu haben.


    Nicht minder Stolz als seine Kameraden trat Sparsus nach vorn und nahm den Silberarmreif entgegen. War auf alle Fälle eine hübsche Stange Geld wert, das gute Stück. Als er wieder in der letzten Reihe stand ritzte er kurz mit dem Pugio hinein. Massives Silber, da freute sich der Geldbeutel...

  • Die Soldaten der ersten Kohorte, die die Verleihung der Auszeichnungen an das Vorauskommando schweigend verfollgt hatten, klopften nun applaudierend und rhytmisch auf ihre Schilde, um ihren Kameraden zu gratulieren.

  • Einen digitus sank Marcus Schulter dann doch herunter, die Haltung, als ob man einen langen Stock verschluckt hätte, lockerte sich jedoch nur marginal, als schließlich doch der Tiberier heraus trat und das Wort an sie richtete. Marcus Mundwinkel hoben sich marginal und seine Augen, wenn auch nicht sein Kopf, wanderte ein wenig nach links, um zu den Männern zu sehen, die ausgezeichnet wurden. Mit den Augen folgte Marcus den Bewegungen, als Licinus nach vorne trat und den Armreif entgegen nahm. Eben erst noch war er als Rekrut in Mantua vor Marcus gestanden und genauso wie Sparsus hatte sich der Iulier in kurzer Zeit, während des Feldzuges, gemacht. Pflichtbewußt, mutig und aufmerksam, so hatte Marcus ihn in dem Einsatz jener Nacht erlebt. Ein guter Soldat eben. Auch bei Imperiosus hegte Marcus ähnliche Gedanken und bei Sparsus empfand Marcus etwas wie Stolz. Somit stimmte Marcus auch in die Gratulationsbekundungen der ersten cohors ein, wenn auch ohne Schild.

  • Jeder der Miles erhielt seine Auszeichnung aus der Hand des Legatus, bei jedem der fünf Männer wiederholte sich das gleiche Prozedere :


    Tiberius Vitamalacus trat, flankiert von demn Scriba mit der Kiste der Auszeichnungen, auf den Miles zu, grüsste streng militärisch, nahm die Armillae und legte sie dem Mann an. Dann reichte er seinem Gegenüber die Hand, bevor er erneut militärisch grüsste und dann zum nächsten Miles trat.


    Als er die fünf Männer abschritten war, blieb er vor Flavius Aristides stehen.


    "Flavius Aristides ! Auch dich soll man in Zukunft als `Held von Circesium`kennen. Und so verleihe ich dir die silberne Torques !"


    Und wieder die gleiche Verleihungszeromie : Vorteten, Gruss, Verleihung, Handschlag und Gruss.

  • Nachdem sie ihre Auszeichnungen erhalten hatten, trat Licinus mit den anderen milites zurück auf ihre Plätze.
    Der Titel "Held von Circesium" klang gut in seinen Ohren, auch wenn er nur das getan hatte, was er für seine Pflicht gehalten hatte (und das nichtmal ganz freiwillig) würde es sich vielleicht mal viele Jahre später gut machen, wenn wieder mal Beförderungen ausstanden.


    Als nächstes war also der princeps an der Reihe, eine silberne torques bekam er, nun, da würden die Offiziere und Unteroffiziere der zweiten centuria sich wohl auf den ein oder anderen Schluck Wein einstellen. Zumindest ging Licinus davon aus, das der centurio das feiern würde.


    Licinus fragte sich, ob noch mehr Auszeichnungen verliehen werden würden. Was würden wohl der primus... nein, der praefectus castrorum, wie er ja nun heiß, und der tribunus erhalten? Gerüchten zufolge sollte der tribunus eine corona bekommen, ob das stimmte? :D

  • Keine Wolke trübte den Himmel, manchmal hatte Marcus das Gefühl, die weißen Tupfen am Himmel schienen dieses Land zu meiden, selbst wenn die Sonne etwas weniger heiß auf die Männer herunter strahlte im Vergleich zu jener Zeit als sie im Orient gelandet waren und die ersten Etappen des Marsches hinter sich gebracht hatten. Dennoch war es deutlich wärmer als in Italia und Marcus trug eindeutig noch zu viele Stoffschichten an sich, insbesondere unter seiner Rüstung wurde es immer ungemütlicher. Doch immer noch rührte sich Marcus nicht, wußte er doch alle Blicke der vielen Soldaten hinter sich und da mußte ein centurio schließlich mit gutem Beispiel voran gehen; Disziplin, Disziplin und noch mehr Disziplin. Marcus richtete seine Augen auf Vitamalacus als dieser vor ihm trat, Marcus' Gesicht war verschloßen, ein harter Zug lag um seinen Mund herum, verriet wenig von der sonst mehr jovialen bis gutmütigen Art, die in ihm inne wohnte, aber die er in jenem Augenblick nicht in sich verspürte. Held von Circesium? Eine Augenbraue zuckte einen Herzschlag lang unwillkürlich, es war mehr eine marginale Bewegung. Als ein Held fühlte sich Marcus gewiß nicht, er hatte seine Pflicht getan, nicht mehr und nicht minder. Nicht tapferer oder weniger als an dem Tag am Chaboras, an dem so viele Männer ihrer verbrüderten Legion nur wenige Schritt von ihnen entfernt starben, während sie das Feuer zu löschen versuchten. Nicht heldenhafter als in der Nacht, in der die Parther sie das erste Mal mit einem größeren Trupp angegriffen und die Römer sich hinter Plautius in den Kampf stürzten.


    In dem silbernen Reif spiegelte sich das Licht des Tages wieder, Marcus streifte den Ring mit seinem Blick. Ein Herzschlag lang verspürte er den innigen Wunsch dieses Ding, diese seltsame Auszeichnung abzulehnen, sich umzudrehen und weg zu gehen. Seine Nasenflügel erbebten, der Ruck wollte durch seinen Körper gehen. Disziplin, Disziplin...Marcus spürte die Augen der Soldaten in seinem Rücken. Womöglich stand genau in jenem Augenblick der verhalten arrogante Ausdruck in sein Gesicht geschrieben, was manche Menschen, die seine Persönlichkeit nicht gut kannten, an ihm zu sehen glaubten, wie sogar Epicharis zu Anfangs. Ein Wispern erschien an sein Ohr und das war der Moment, in dem das kaum merkliche Zögern unterbrochen wurde, denn ein weiteren Zank dieser ominösen Stimmen stand an, die das erste Mal in Edessa aufgetaucht waren und ihn in den seltsamsten Stunden ereilten – gut, er hatte tatsächlich vor einigen Tagen ein wenig von dem letzten Rest Haoma zu sich genommen, aber einen kausalen Zusammenhang entdeckte Marcus in dem Umstand nicht.


    Vorbild sein, Vorbild sein, so oder anders? Marcus' Wangenknochen mahlten aufeinander, was sich in einem schnellen Zucken an seinen Wangen äußerte, dann trat Marcus nach vorne. Sie waren schließlich immer noch im Krieg, als centurio folgte er dem Willen des Imperators und das gehörte dazu, egal ob es ihm gefiel oder nicht. Schweigend grüßte Marcus, schweigend nahm er die Auszeichnung entgegen, erneut grüßte er wortlos und zögerte dieses Mal nicht beim Handschlag; wenn er auch den flüchtigen Augenblick nutzte, um den Tiberier zu mustern; zu erkennen, was es mit diesem Mann auf sich hatte, wie Vitamalacus tickte, das hatte er immer noch nicht ergründen können, bei vielen Menschen, denen Marcus begegnet war, erschien ihm das sehr viel einfacher; Marcus grüßte, er trat in die Reihe zurück. Alles in einer fließenden Bewegung, die nichts verriet von dem, was er dachte oder zweifelte. Stumm sah er auf den Reif hinunter, schwer wog er in seinen Händen, nachdenklich drehte er ihn hin und her.

  • Mit wenigen knappen Schritten trat der Legatus wieder zurück, blickte noch einmal die Reihe der Männer durch, welchen er so eben ihre Auszeichnungen verleihen hatte. Jeder von ihnen hatte diese Auszeichnung verdient und noch waren sie nicht am Ende der Verleihungen. Einer allerdings würde nichts bekommen, Titus hatte seinen Legaten nur angesehen und den Kopf geschüttelt. Der Hüne hatte einen gut gefüllten Beutel Sesterzen vorgezogen, ein Beutel, dessen Inhalt schnell in die nächsten Lupanare wandern würden.


    Der Blick des Legaten blieb auf Artorius Avitus stehen, sein neuer Praefectus hatte die erste Kohorte vorbildlich in dieser Nacht geführt und seine Offiziere und Unteroffiziere hatten gute Arbeit geleistet, einige hatten sich sogar besonders hervorgetan.


    "Es war die I. Kohorte, welche in der dunkelheit verwartete, welche das geöffnete Tor sicherte und welche die ersten Schritte unternahm, die Stadt für das Imperium zu sichern."


    Der Blick wanderte die Reihe der Männer der I. Kohorte entlang und immer wieder hielt er kurz inne, so auch bei Optio Priscus.


    "Gaius Tallius Priscus ! Für deine Verdienste bei der Eroberung von Circesium zeichne ich dich mit einer silbernen Armillae aus."


    Auch hier vollzog sich das gleiche Ritual : Vorteten, Gruss, Verleihung, Handschlag und Gruss. Und nochn einigemale geschah das Gleiche, bis der Legatus wieder Artorius Avitus erreicht.


    "Lucius Artorius Avitus ! Für deine Verdienste bei der Eroberung von Circesium zeichne ich dich mit einer silbernen Torquees aus."


    Und auch hier, bei der vorletzten Auszeichnung das gleiche Ritual. Der Kasten mit den Auszeichnungen war mittlerweile fast leer, doch immer noch war eine Auszeichnung darin, eine Auszeichung, welche man nicht jeden Tag zu sehen bekam.

  • Aufmerksam verfolgte Avitus die Zeremonie. Es wurden mehr Leute ausgezeichnet, als er vorgeschlagen hatte - das war nur der Voraustrupp gewesen - abr das war auch gut so. Optio Tallius zum Beispiel hatte sich die Armillae verdient, war ein guter Soldat und hatte in der Nacht, als sie Circesium nahmen, seinen Centurio hervorragend vertreten. Dass Avitus selber ausgezeichnet wurde, überraschte ihn dann doch. Damit hatte er nicht gerechnet. Avitus war eigentlich davon ausgegangen, dass er selbst nicht viel gemacht hatte, ausser eine Kohorte in eine Stadt hineinzuführen, deren Tor sabotiert worden war, und diese an den Tribunus vor Ort zu übergeben. Aber die Auszeichnung war dennoch erfreulich und Avitus nahm sie stolz in Empfang, salutierte und trat anschließend wieder zurück.

  • Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Der Blick wanderte die Reihe der Männer der I. Kohorte entlang und immer wieder hielt er kurz inne, so auch bei Optio Priscus.


    "Gaius Tallius Priscus ! Für deine Verdienste bei der Eroberung von Circesium zeichne ich dich mit einer silbernen Armillae aus."


    Jetzt war Priscus aber ziemlich verblüfft. Sowas passierte selten, konnte aber vorkommen. Mit einer Auszeichnung hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Er hatte nicht mehr getan, als mit seinen Männern auszurücken, wie es befohlen worden war. Sie hatten im Vorfeld nicht kämpfen müssen, hatten die Kameraden am Tor nicht aus einer Bedrängnis befreien müssen und selbst in der Stadt war später nicht viel spektakuläres passiert.


    Mit erhobenem Kopf und starrem Blick geradeuas empfing er trotzdem die Auszeichnung. Auch wenn er sich selber keine Auszeichnung verliehen hätte, so war dies doch ein Moment der Freude und des Stolzes.

  • "Helden von Circesium" - wie pompös! Ich verbiss mir ein Grinsen bei diesem drolligen Titel; ob wir Helden waren, das lag zweifellos im Auge des Betrachters. Die Armillae nahm ich natürlich trotzdem gerne. Bloss dass sie aus der Hand des Mannes kamen, der mich bei Edessa auf so befremdliche Weise wegen der letzten Auszeichnung angegangen hatte, der meinem Onkel nachgerückt war und ihm in meinen Augen doch niemals das Wasser reichen würde - das gefiel mir nicht. Aber tja, ich sagte mir dass ich, ebenso wie meine Kameraden die in jener Nacht zur Eroberung der Stadt beigetragen hatten, die Armillae schon verdient hatte, Legat hin oder her, und so brachte ich die Zeremonie der Übergabe schneidig und ohne mir was anmerken zu lassen hinter mich. Als ich dann wieder neben Sparsus in der Reihe stand, drehte ich die Armreifen an meinem Handgelenk ein wenig hin und her, sah wie sie silbern in der Sonne glänzten, und freute mich dass sie - ausser ruhmreich natürlich - auch so ausgesprochen schmuck waren!
    Ja, wie war es schön sich lobpreisen zu lassen und sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Hätte ja auch schief gehen können, das Manöver. Ich spürte kaum mehr die Verletzung an meiner Seite, so erfüllt war ich von der Freude und dem Stolz über unseren Erfolg. Die Vergabe der Auszeichnungen nahm ihren Lauf, die Spannung stieg und gewisperte Mutmaßungen huschten durch die Reihen - was für eine Belohnung würde wohl unser Anführer, der Tribun Terentius, erhalten?

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    SODALIS FACTIO AURATA - FACTIO AURATA

    Klient - Decima Lucilla

  • Die Kiste mit den Auszeichnungen war fast leer nach dem auch Avitus seine Torques bekommen hatte. Doch eine Auszeichnung fehlte noch, auch wenn der Empfänger schon wusste, das er sie bekommen würde. So war es sicher für Terentius Cyprianus nicht sonderlich überraschend, das einer der Sklaven des Legaten neben ihm erschien, und mit einen leisen räuspern andeutete, das es besser wäre, nun seinen Helm abzunehmen.


    Wahrenddessen sprach der Legat : "Schon unsere Ahnen wussten es, welchen Mut es erfordert, eine feindliche Befestigung zu erstürmen. Und so ist es eine ehrenvolle Tradition, jenen Offizier, welcher seine Einheit als erste auf den feindlichen Wall führte, mit einer ganz besonderen Auszeichnung zu versehen."


    Mit diesen Worten nahm er die goldene Corona Muralis aus der Kiste und hielt sie in die Höhe.


    "Die Corona Muralis ist eine der höchsten Auszeichnungen, welche ein Offizier erringen kann. Ihr Träger wird auf alle Zeiten als ein wahrer Held Roms angesehen werden und er macht seinen Ahnen grosse Ehre."


    Er wandte sich an den Tribun.


    "Appius Terentius Cyprianus ! Es ist mir eine Ehre, dir im Namen unseres Imperators Caesar Augustus Lucius Ulpius Iulianus Divi Traiani Filius, Pontifex Maximus, Tribuniciae Potestatis, Censor, Imperator, Pater Patriae, dir die Corona Muralis zu überreichen."

  • Den Helm abnehmend nahm er diese große Ehrung an, er hatte es zwar schon gewusst aber doch war es ein tolles Gefühl und Stolz war er auch. Nicht viele bekamen diese Auszeichnung und er selber gehörte nun zu diesem erlesenen Kreis :]. So salutierte er und ging Freude strahlend wieder zurück an seine Position.

  • Anscheinend waren die Gerüchte stimmig.
    Nun, das würde dem tribunus auf seinem weiteren Karriereweg sicherlich gut zu Gesichte stehen. Nun, er hatte es nach Licinus Meinung verdient, schließlich hatte er die nächtliche Operation zu einem vollen Erfolg geführt.

  • Schwer und gewichtig lag der Halsreif in Marcus Hand, einige Herzschläge betrachtete er ihn, dann ließ er die Hand sinken und hob seine Augen wieder an, um die weitere Zeremonie zu betrachten. Es erfreute Marcus dennoch, daß auch Männer der ersten Kohorte bedacht wurden, die genauso tapfer und pflichtbewußt ihren Beitrag geleistet hatte und von der jeder Soldat genauso in die Stadt geschlichen wäre. Den Kampf am Tor hatten jene Männer entschieden, die Vorhut hatte die Steine ins Rollen gebracht, aber ohne die Erste wären sie am Tor unterlegen und keiner von ihnen würde heute hier stehen und sich Lobesreden anhören. Dennoch machte Marcus den Stoikern alle Ehre und stand recht ungerührt neben den anderen Männern, verfolgte lediglich mit seinen Augen die weiteren Auszeichnungen. Aus der Starre löste er sich dann doch und er bekundete, wie so viele andere Männer der ersten Kohorte, Beifall für die Auszeichnung.


    Als die Reihe schließlich an Cyprianus ging, der sie in der Nacht sicher in die Stadt geführt hatte, durch die Straßen und bis zum Tor, den Marcus als einen äußerst fähigen Anführer erlebte und dem er jederzeit und wohl überall hin bedenken los wieder folgen würde, nickte Marcus beifällig. Der Kaiser hatte wohl selber die Auszeichnung an den Terentier verliehen und Marcus fand, daß der Tribun es sich mehr als verdient hatte. Erneut schlugen Fäuste gegen Schilde, Hände klatschten gegeneinander und Bekundungen des Beifalls wurden laut. Selbst wenn die Meinung über ritterliche Tribune nicht die Beste war, der Terentier hatte sich gewiß einen Namen unter den Soldaten der Prima gemacht – und das im positiven Sinne.

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