Officium des Praefectus Urbi P.V.S.

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    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Potitus zwinkerte. Ein paar Sklaven und ein paar Betriebe? Was konnte dieser kleine Aelier schon groß besessen haben? "Hm, hast du eine schriftliche Aufstellung dabei?" Wenn er eine Anweisung an den a rationibus ausstellte, würde die Sache vielleicht ohne Aufsehen über die Bühne gehen!


    Ein wenig unsicher, worauf der Vescularier am Ende hinauswollte, zögerte der Tiberier kurz. Einerseits wirkte er nicht, als wäre er verärgert. Andererseits hatte er auch noch mit keinem Wort gesagt, dass er auf die Forderungen eingehen würde.


    "Nein, leider nicht. Aber ich würde sie Dir postalisch zusenden. Wärst Du demnach bereit, die Dos zu erstatten?"


    fragte er dann noch einmal vorsichtig, aber keineswegs unterwürfig. Er würde nicht vor diesem Fettsack kriechen, wenn es nicht absolut notwendig war...

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    Original von Titus Decimus Verus
    "Es handelt sich um zwei Personalentscheidungen, die in die Zuständigkeit des Kaisers fallen. Soll ich diese Fälle eigenständig entscheiden? Wenn ja, wird dies durch mich dauerhaft erledigt."


    Potitus lachte auf, als er die Briefe sah. Wollte der a memoria ihn verarschen? "Decimus, es gibt circa 2000 Centurionen im Imperium! Ich weiß genauso viel oder wenig über diese Männer wie du, der ab epistulis oder sonstwer! Wenn wir keine triftigen Gründe haben, irgendjemanden nicht zu befördern, also weil er vielleicht ein Verräter oder der Sohn eines Verräters oder sonstwas ist, dann bestätigen wir das! Personalfragen auf Centurionenrang kann die Kanzlei also in Zukunft prinzipiell selbst entscheiden!" Er lehnte sich zurück und schien nachzudenken. Plötzlich hatte er eine Idee! "Damit ich das nicht jedem neu sagen muss, könntest du vielleicht eine Richtlinie anfertigen, was vorgelegt werden sollte und was nicht! Außerdem möchte ich in Zukunft gern im Vorfeld eine Auswertung der vorhandenen Fakten, verbunden mit einem Entscheidungsvorschlag samt Begründung! Ich stelle euch ja nicht an, damit ihr mir die Briefe vorbeitragt! Dafür könnte ich auch einen x-beliebigen Sklaven nehmen!" Vielleicht hatte Iulianus ja andere Standards gehabt, aber Salinator musste sich manchmal wirklich wundern, wofür die Procuratores der Kanzlei so eine Menge Geld kassierten, wenn sie ihm einfach Briefe vor die Nase hielten!

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    Original von Manius Tiberius Durus
    "Nein, leider nicht. Aber ich würde sie Dir postalisch zusenden. Wärst Du demnach bereit, die Dos zu erstatten?"


    fragte er dann noch einmal vorsichtig, aber keineswegs unterwürfig. Er würde nicht vor diesem Fettsack kriechen, wenn es nicht absolut notwendig war...


    Potitus seufzte. Was für ein Anwalt war das denn! Er verschwendete wirklich Salinators Zeit! Scheinbar musste dieser Durus gar nicht mehr auf Vorbereitungen stürzen, sondern gewann seine Prozesse allein durch seine imposante Erscheinung! "Natürlich! Schick mir eine Liste, dann kümmere ich mich darum! Und sag' deiner Klientin, dass sie sich in Zukunft ihre Ehemänner besser aussuchen soll!" Hoffentlich war es zumindest jetzt zu Ende!

  • Verus nickte. Es war ein deutlicher Machtgewinn für seine Position. Diese Vollmachten, die er nun von Salinator erhalten hatte, waren fast einzigartig im Imperium. Verus konnte nun selbst über die Männer, Soldaten und kleineren Personalfragen des Reiches entscheiden. Natürlich nur in einem begrenzten Rahmen. Ein leichtes Schmunzeln machte sich in seinem Gesicht breit. Macht fühlte sich gut an. "Wie du wünscht, Präfekt. Dann haben sich die weiteren Briefe ebenso erübrigt." Salinator war ein großer Mann, der die Administratio mit mehr Macht versorgte, was sicherlich nicht schaden konnte.

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    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Potitus seufzte. Was für ein Anwalt war das denn! Er verschwendete wirklich Salinators Zeit! Scheinbar musste dieser Durus gar nicht mehr auf Vorbereitungen stürzen, sondern gewann seine Prozesse allein durch seine imposante Erscheinung! "Natürlich! Schick mir eine Liste, dann kümmere ich mich darum! Und sag' deiner Klientin, dass sie sich in Zukunft ihre Ehemänner besser aussuchen soll!" Hoffentlich war es zumindest jetzt zu Ende!


    "Natürlich."


    kommentierte Durus mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck. Damit hatte er diese demütigende Sache endlich hinter sich gebracht und er konnte dieses Officium mit seinem widerlichen Besitzer verlassen.


    "Dann danke ich dir für deine Hilfe und wünsche dir noch einen schönen Tag. Man sieht sich zweifelsohne wieder einmal im Senat!"


    Damit erhob er sich - selbstverständlich gestützt durch seinen Sekretär - und humpelte aus dem Officium und der Castra Praetoria, die noch immer ein unangenehmes Gefühl in ihm hervorrief.

  • Zitat

    Original von Titus Decimus Verus
    Verus nickte. Es war ein deutlicher Machtgewinn für seine Position. Diese Vollmachten, die er nun von Salinator erhalten hatte, waren fast einzigartig im Imperium. Verus konnte nun selbst über die Männer, Soldaten und kleineren Personalfragen des Reiches entscheiden. Natürlich nur in einem begrenzten Rahmen. Ein leichtes Schmunzeln machte sich in seinem Gesicht breit. Macht fühlte sich gut an. "Wie du wünscht, Präfekt. Dann haben sich die weiteren Briefe ebenso erübrigt." Salinator war ein großer Mann, der die Administratio mit mehr Macht versorgte, was sicherlich nicht schaden konnte.


    Potitus sah Verus überrascht an. Keine Neuigkeiten? Andererseits waren das natürlich gute Neuigkeiten! Und vielleicht konnte er noch den einen oder anderen Auftrag erteilen! "Dann habe ich noche eine Aufgabe: Quintus Flavius Flaccus bekommt den Latus Clavus verliehen! Die anderen Erhebungen wurden doch hoffentlich schon durchgeführt?" In den letzten Tagen und Wochen hatte Salinator ja eine ganze Menge an Standeserhebungen in die Wege geleitet!

  • Verus wirkte skeptisch. Ein junger Patrazier, der so schnell aufstieg?
    "Also er wird in den Ordo Senatorius erhoben aber ohne den namensgebenden Status, den eines Senators, innezuhaben?" - vergewisserte sich Verus, da er nicht unbedingt einen jungen Burschen zum Senator machen wollte. Ebenso drückte sich der Stadtpräfekt recht schwammig aus. Ein Symbol war keine klare Aussage. "Die anderen Erhebungen wurden durch mich persönlich durchgeführt," antwortete der Procurator, davon überzeugt, alles richtig gemacht zu haben.

  • Potitus schien sich unklar ausgedrückt zu haben. "Er wird in den Ordo Senatorius aufgenommen, nicht in den Senat. Das wäre ja noch schöner!" Nein, bis dieser Flavier in den Senat kam, würde noch viel Wasser den Tiber hinabfließen! Dass alles andere erledigt war, quittierte Salinator hingegen mit einem Nicken.

  • Dann war diese Sache mental notiert und Verus würde diese Ernennung die Tage bekanntgeben.


    Verus kramte in seiner Tasche und fand den Brief von Livianus. Er überlegte, ob er diesen vorlegen sollte, unterließ dies jedoch und gab, wie von Salinator gewünscht, nur einen Entscheidungsvorschlag ab. "Ich habe noch einen Brief vom Legaten Decimus Livianus erhalten." Er hielt die Aussage bewusst neutral, da er um die Fehde zwischen Salinator und Livianus wusste. "Er wünscht um die Abberufung von seinem Posten in Germanien. Er scheint sich zur Ruhe setzen zu wollen." Verus pausierte, um sich selbst eine gewisse Zeit zum Nachdenken zu geben. Sollte er Livianus unterstützen oder dafür sorgen, dass er in Germanien blieb? War Livianus nicht immer Soldat gewesen und würde ihn die Abberufung nicht eher zerstören? Zumal ein depressiver Livianus in der Nähe der "Regierung" ein Problem darstellen konnte. Zum Schutz von Salinator und Livianus wäre es angebracht, dass Livianus dort blieb, wo er war. Beide Hähne mussten getrennt werden, sonst würde Rom eventuell darunter leiden. "Nach meiner Einschätzung wäre es besser, wenn Livianus in Germanien verbleibt und seinen Posten behält. Er ist ein fähiger Kommandant. Zudem wäre er eher deplatziert hier in Rom. Ich schlage vor dieses Gesuch abzulehnen." Verus meinte es nur gut mit Livianus, hoffentlich würde er es verstehen.

  • Potitus sah grimmig drein, als der Decimer auf Livianus zu sprechen kam. Scheinbar hatte er endlich genug! Erstaunlich war auch, dass Verus Livianus nicht unterstützte, sondern für eine Ablehnung seines Gesuches plädierte...ob dies ein einfacher Beweis seiner Ergebenheit sein sollte? "Wir schieben diese Sache auf. Ich werde mich informieren und sehen, ob ich nicht einen geeigneteren Mann für diese Sache finde!" entschied er schließlich mehr aus dem Bauch heraus. "Erinnere mich bei Gelegenheit noch einmal!"

  • "Jawohl, Präfekt." Verus nickte und notierte dies auf einer kleinen Wachstafel, damit auch er es nicht vergaß. Livianus sollte nicht allzu lange auf eine Entscheidung warten. Nun ging der Procurator zum nächsten Tagesordnungspunkt über. "Die Staatskasse lehrt sich beachtlich schnell. Natürlich sind unsere Finanzmittel noch nicht erschöpft. Leider zeichnet sich ab, dass in Zukunft des Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben sich stark in Richtung Ausgaben verschieben wird. Sprich': Unsere Finanzen erschöpfen sich. Ich habe dies anhand einiger Archivberichte nachvollzogen. Wir sollten über neue Abgaben nachdenken, um die Finanzen des Kaisers und des Staates zu sichern. Zumal der Staat immer einen gewissen Puffer braucht. Legionen sind teuer, ebenso Kriege. Man sollte auch darüber nachdenken, ob die Ärzte des Kaisers nicht zu überprüfen sind. Ihre Wundermittel schlagen recht zu Buche," stellte Verus klar.

  • Potitus runzelte die Stirn. Irgendwann hatte es ja soweit kommen müssen! Der Vorschlag, den Verus allerdings machte, ließ ihn noch mehr die Stirn runzeln! Ärzte? Die sollten Geld in die Staatskasse spühlen? "Und wie genau stellst du dir das vor, Decimus?" fragte er daher mit sehr kritischem Unterton.

  • Verus schmunzelte breit. "Ich glaube, dass du mich nicht richtig verstanden hast. Die Ärzte des Kaiser kosten uns sehr viel und wir sollten deren Nutzen prüfen, ob sie zur Gesundung des Kaisers beitragen. Einige von ihnen scheinen echte Betrüger zu sein."

  • Zitat

    Original von Titus Decimus Verus
    Verus schmunzelte breit. "Ich glaube, dass du mich nicht richtig verstanden hast. Die Ärzte des Kaiser kosten uns sehr viel und wir sollten deren Nutzen prüfen, ob sie zur Gesundung des Kaisers beitragen. Einige von ihnen scheinen echte Betrüger zu sein."


    Potitus sah Verus an, als wäre er verrückt geworden. Es war doch eher ungewöhnlich, dass schwere Krankheiten einfach so rückstandslos geheilt wurden! Genaugenommen war es eher erstaunlich, dass Valerianus nach so langer Krankheit noch lebte! "Und was genau veranlasst dich zu dieser Annahme? Bist du ein Arzt und hast den Kaiser untersucht und dabei festgestellt, dass diese hochbezahlten, handverlesenen Männer alle Scharlatane sind?" Natürlich wurde der Praefectus auch deshalb zornig, weil er selbst auch ein gewisses Interesse daran hatte, dass Valerianus seine Regierungsgeschäfte nicht wahrnehmen konnte und möglicherweise auch aktiv darauf hinwirkte!

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    Original von Publius Matinius Agrippa Minor
    "Salve, ich bin Publius Matinius Agrippa, Sohn des Consulars Matinius Agrippa, ich bitte um eine Gespräch mit dem Stadtpräfekten."


    Als der Scriba aufblickte, stand ein junges Bürschchen vor ihm, das er noch nie gesehen hatte. Aber offensichtlich war er das Söhnchen eines ganz besonders wichtigen Mannes - aber der Scriba war der Sekretär des allerwichtigsten Mannes...oder zumindest seines Stellvertreters! Daher beeindruckte ihn das wenig. "Und was willst du von ihm?" fragte er daher schroff.

  • Seneca klopfte ans Vorzimmer des Officium, er wusste zwar dass er sich mit dem nicht gerade sympathischen Scriba des Präfekten würde rumärgern müssen, aber wenn er Ofella's und seine Entdeckung verschweigen würde, und es hinterher rauskäme wäre das Gejaule auch wieder groß, also musste er da wohl durch..

  • Scheinbar war der Präfekt recht ungehalten über Verus Feststellungen, so dass Verus, auch um seinen Kopf zu retten, schnell zurückruderte: "Mir wurde dies von einigen Vögelchen gesungen aber natürlich ist die Gesundheit des Kaisers jeden Sesterz wert. Vergessen wir diesen Punkt." Dem Procurator war bewusst, dass Salinator eher daran gelegen war, den Kaiser krank zu halten, noch gerade am Leben, um seine Macht zu stützen. Der Kaiser war nichts weiter mehr als eine leere Puppe.

  • Zitat

    Original von Aulus Iunius Seneca
    Seneca klopfte ans Vorzimmer des Officium, er wusste zwar dass er sich mit dem nicht gerade sympathischen Scriba des Präfekten würde rumärgern müssen, aber wenn er Ofella's und seine Entdeckung verschweigen würde, und es hinterher rauskäme wäre das Gejaule auch wieder groß, also musste er da wohl durch..


    Als es klopfte, bat der Scriba den Soldaten herein. Erstaunlicherweise stand ein junger Mann davor, der ganz offensichtlich ein einfacher Soldat war. Wahrscheinlich war es ein Bote, der irgendeinen Brief übergeben musste. Also streckte der Scriba die Hand aus und wartete.

  • Zitat

    Original von Titus Decimus Verus
    Scheinbar war der Präfekt recht ungehalten über Verus Feststellungen, so dass Verus, auch um seinen Kopf zu retten, schnell zurückruderte: "Mir wurde dies von einigen Vögelchen gesungen aber natürlich ist die Gesundheit des Kaisers jeden Sesterz wert. Vergessen wir diesen Punkt." Dem Procurator war bewusst, dass Salinator eher daran gelegen war, den Kaiser krank zu halten, noch gerade am Leben, um seine Macht zu stützen. Der Kaiser war nichts weiter mehr als eine leere Puppe.


    Potitus verschränkte die Arme vor dem Bauch. Das war nun wirklich nicht die Kompetenz des a memoria! "Ja, ist vielleicht besser!" Dann wartete er ab, was Verus noch zu vermelden hatte.

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