[Cubiculum] Marcus Iulius Proximus

  • Proximus hatte sich nach dem Abendessen in seinem Cubiculum verschiedener Briefe und Informationen was in Rom vor sich ging, als es plötzlich klopfte.


    Salve Dives entgegnete er erfreut auch seinen Neffen zu sehen. Als er fast bei Dives war erblickte er auch Sergia Fausta im Türrahmen samt dem Nachwuchs.


    Hallo Fausta begrüsste er beide. Auf das kleine Bündel in ihrem Arm deutend entgegnete er und das ist dann wohl Marcus Iulius Dives Minor?! von dem Du eben schon erzählt hattest.


    Mit einer einladenden Geste bat er beide ins Cubiculum einzutreten, während er einen Sklaven anwies passende Sitzgelegenheiten bereitzustellen.


    An beide gewandt sprach er dann


    Darf ich Euch beiden nochmals herzlichst zu diesem doppelten Glück gratulieren. Zu Eurer Vermählung, sowie zu diesem prächtigen Nachwuchs.


    Ich hoffe ihr seht meine Absenz bei diesen wichtigen Terminen nach, aber verschiedene Entwicklungen hier in Rom ließen mein Erscheinen nicht zu.


    Das er sowohl ein Geschenk als auch etwas für Minor am besorgen war lies er vorerst mal unerwähnt.

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  • Fausta? Kurzzeitig etwas irritiert drehte Dives seinen Kopf nach hinten und verkniff sich, obgleich es ihm irgendwie auf der Zunge lag, die Bemerkung, dass seine Frau doch seines Wissens nach eher Anfang denn Mitte zwangzig war. Und tatsächlich war hinter ihm auch keinesfalls seine Ehefrau aufgetaucht sondern jemand anderes. Der Iulier drehte seinen Kopf zurück und blickte seinem Onkel schmunzelnd ins Gesicht.
    "Also, Onkel Proximus, wenn du mit meiner Frau schon so per Du bist" Und damit meinte der Neffe keineswegs das in ihrer Zeit generelle Duzen; damit meinte er seine doch recht vertraute Anrede Faustas mit dem bloßen Cognomen. "dann solltest du sie aber eigentlich auch erkennen.", musste er ihn freundschaftlich tadeln. "Nein, das ist Licinia Lupa, die Milchmutter unseres kleinen Marc. Sie kümmert sich um das Stillen am Tag und in der Nacht und sorgt mit ihrem eigenen kleinen Jungen dafür, dass der kleine Marc auch nie allein sein muss, sondern immer einen Freund und Kameraden hat." Und vor allen Dingen natürlich sorgte sie dafür, dass Dives und Fausta keine Schlafprobleme hatten und fünf mal in jeder Nacht von hungrigem Kindergeschrei geweck wurden. Nach dieser Vorstellung nahm Dives die Geste seines Onkels mit einem dankbaren Nicken zur Kenntnis und setzte sich sodann zusammen mit der Licinia zu ihm.


    "Ich danke dir für deine Glückwünsche und... ah..." Er kratzte sich kurz an der rechten Schläfe. "Das hier ist jedenfalls, wie du schon richtig erkannt hast, Marcus Iulius Dives Minor - oder auch einfach nur mein kleiner Marc. Ich wollte euch hiermit einander vorstellen und bekannt machen und... vielleicht willst du ihn ja auch mal kurz halten, deinen jüngsten Großneffen?", bot er seinem Onkel in diesem Zusammenhang an und blickte auffordernd zur Licinia, die sich ihrerseits dazu bereit zeigte, das kleine Bündel weiterzureichen. "Sei aber bitte vorsichtig und vergiss vor allem ja nicht das Köpfchen zu stützen - das ist wichtig!", gab er dann mahnend weiter, was man ihm selbst zuvor bereits von diversen Seiten aus eingetrichtert hatte. Anschließend seufzte er ganz leise, kaum hörbar.

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  • Nachdem Dives ihn darauf aufmerksam machte erkannte Proximus seine Verwechselung, hatte er doch das kleine Bündel im Arm gesehen und vorschnell einen Rückschluss auf dessen Begleitung geschlossen.


    Sim-Off:

    Anfang Zwanzig ...Mitte Zwanzig ...das darf man ja verwechseln....naja gibts halt 2/3 extra Sätze

    :D


    Licinia Lupa Proximus nickte förmlich der Milchmutter zu.


    Dann wandte er sich wieder Dives zu und schmunzelte. Naja die viele Salzluft in Misenum hat wohl meine Augen getrübt das war zwar ein ganz und gar unsinniger Spruch aber unkommentiert wollte Proximus seinen Fauxpas nicht lassen.


    Sicher entgegnete er dann freundlich lächeln seinem Neffen und ging zu Licinia Lupa. Diese übergab ihm das kleine Menschlein. Proximus hielt nachdem der kleine sicher im Arm lag sofort das zarte Köpfchen stützend mit der Handinnenfläche der noch freien Hand. Hier konnte Dives beruhigt sein. Hatte er noch keine eigenen Kinder, so hatte er schon viele getragen und wusste wie man sie hielt. Dann schaute er sich den kleinen Marc an und konstatierte dann Na du iulischer Stammhalter. Dann reckte er den Daumen unter dem Menschlein nach oben und symbolisierte Dives, dass er da was prachtvolles Zustande gebracht hatte.

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  • Der kleine Marc, erst kurz vor dem Abendessen der Licinia selbst gefüttert, schlief auch im Arm seines Großonkels Proximus seelenruhig weiter, bevor er seine Milchmutter sehr wahrscheinlich in der heutigen Nacht wieder einige Mal wecken würde. Dives indes lächelte als Reaktion auf die positive Daumen-Geste seines Verwandten erfreut.
    "Ja, er ist prächtig, nicht wahr? Ich hoffe, dass er eines Tages einmal in meine Fußstapfen treten wird." Selbstredend meinte der Vater damit gewiss nicht, dass sein Sohn eine Kopie seiner selbst werden sollte. Diese Schwäche für das eigene Geschlecht beispielsweise wünschte er seinen Sohn gewiss nicht an den Hals, bereitete einem diese doch vor allem eines: zusätzlichen, unnötigen Ärger. Jedoch in rhetorischen Dingen beispielsweise würde er den kleinen Marc eines Tages wohl mindestenes genauso schleifen lassen, wie er selbst dereinst geschliffen worden war! "Aber wo wir gerade von der Karriere sprechen, welches sind eigentlich deinen nächsten Pläne hier in Roma, Proximus? Ich meine... du bist doch hoffentlich nicht nur für einen kurzen Besuch hier, sondern um auch hier zu bleiben, oder?", erkundigte sich Dives interessiert, während die Licinia ihrerseits jederzeit bereit wäre, den kleinen Marc wieder an sich zu nehmen - sofern der Großonkel seinen kleinen Großneffen denn überhaupt so schnell wieder abzugeben gewillt wäre.

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  • Proximus behielt den Familienzuwachs noch auf dem Arm.


    Nun antwortete er Dives. Ich habe vor in Rom zu bleiben. Ob ich wieder ein politisches Amt begleiten werde, wissen nur die Götter Dives. Wie Du weißt, hat mein Verweilen in Rom und das Tribunat unter dem Vescularier, viele dazu veranlasst, mich als Günstling dessen abzustempeln.


    Dies berührt mich zwar persönlich weniger, macht jedoch die ein politisches Amt schwerer sinnierte Proximus dann.


    Richten doch die Sieger die vermeindlichen Verlierer. zu denen Proximus sich nicht zählte, hatte er doch zum Wohle Roms und nicht zum Wohle des Vesculariers gehandelt. Wie das Lager des Palma das sah, zeigte jedoch auf erschreckende Weise die Reaktion von Dives Frau.



    Dann schaute er zu Dives.
    Wussten doch wirklich nur die wenigsten, die ganze Wahrheit.

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  • "In der Tat, in der Tat.", nickte Dives. "Es sind stets die Sieger, die nicht nur selbst Geschichte schreiben, sondern auch... Geschichte bestimmen.", spielte er anschließend kurz mit den Worten, da er durchaus gern mit Worten spielte, so sich die Gelegenheit dazu ergab. "Dennoch behaupte ich, dass es auch als vermeintliches Mitglied der Verliererseite keineswegs gänzlich unmöglich ist, sich nach einiger Zeit von der Vergangenheit zu lösen und einer wenigstens etwas besseren Zukunft entgegenzustreben." Auch Dives seinerseits war schließlich neben seinem Cousin Lucius Centho und seinem Onkel Proximus durch seinen Onkel Octavius Victor und seinen Cousin Octavius Macer alles andere als fern des vescularischen Scheusals gewesen - unabhängig davon, dass er allerdings keinerlei Festivitäten des Fettwansts, weder auf dem Palatin noch auf den Straßen oder in den Theatern Romas, besucht hatte. Doch all seinen familiären Verbindungen zum Trotz ging seine Karriere mittlerweile doch ganz gut voran...
    "Doch lass mich an dieser Stelle erst noch einmal sagen, dass ich überaus froh bin, dass du in Roma zu bleiben beabsichtigst - allen Hürden zum Trotz.", wollte Dives seine Freude darüber keineswegs unausgesprochen lassen. "So du nichts dagegen hast und dich von deinem jüngsten Großneffen zu trennen vermagst - ich verspreche dir, dass du ihn sehen kannst, wann immer sich die Gelegenheit dazu findet -, wäre es vielleicht keine schlechte Idee, wenn wir uns im Anschluss ein wenig genauer über deine nächsten Schritte hier in Roma unterhalten. Was meinst du?", schlug der Neffe seinem Onkel anschließend ein Vier-Augen-Gespräch vor. Die licinische Milchmutter schließlich gingen insbesondere die iulischen Karriereplanungen nicht das geringste an, wie der Tribun fand. "Mich würde zum Beispiel interessieren, was auch dein Patron Aelius zu deiner aktuellen Lage zu sagen weiß.", schnitt er hernach bereits an, während die Licinia ihre Arme nach dem kleinen Marc ausstreckte.




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  • Proximus war erfreut, dass Dives es begrüßte, wenn er in Rom bleiben würde.


    Nun ich danke Dir für das Angebot. bezog er seine Antwort auf die Aussage, dass er ihn jederzeit treffen konnte.


    Lass uns gleich sprechen ging er dann weiter auf die Worte seines Großneffen ein und nickte dabei in Richtung der Milchamme.


    Dann begann er ein allgemeines Gespräch über Tratsch in Rom, bis die Licinerin fertig würde und sie ungestört sprechen könnten.

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  • So also nahm die Licinia den kleinen Marc also wieder behutsam an sich, bevor sie sich mit dem Kleinen im Arm durch ein simples Kopfnicken von den beiden Iuliern verabschiedete und hernach das Zimmer verließ.
    "Also? Was sind deine nächsten Schritte hier in Roma? Was willst du tun? Und was meint dein Patron Aelius zu deiner aktuellen Lage?", erkundigte sich der Neffe kaum, dass die Zimmertür hinter der Amme zufiel, bei seinem Onkel. Eine gewisse Neugier stand ihm dabei unweigerlich ins Gesicht geschrieben. Denn in der Tat war er gespannt zu erfahren, was Proximus auf diese gleich drei Fragen nun antworten würde...




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  • Nachdem man unter sich war und Dives gefragt hatte, begann Proximus.


    Nun Dives ich will verschiedenes angehen , hier in Rom.


    Zum einen werde ich mich darum kümmern, dass unsere Biblitheca wieder aufgebaut wird. Sie hat unter dem Bürgerkrieg schon ein wenig gelitten. aber das wusste Dives höchstwahrscheinlich besser als Proximus, war er doch die ganze Zeit in Rom gewesen.


    Zum anderen habe vor nochmals für die Quästur zu kandidieren. Die Umstände der ersten Kandidatur waren nicht ganz so glücklich und es war wohl auch damals nicht die richtige Zeit.


    Aelius Proximus unterbrach seine Antwort. Aelius Quarto habe ich schon lange nicht mehr gesehen. antwortete er dann Dives. Deshalb kann ich Dir wenig zu ihm sagen. Tatsächlich hatte er ihn schon lange nicht mehr gesehen. Ich hörte vor kurzem, dass er wieder in Rom weilen soll, nichtsdestotrotz konnte ich ihn bisher nicht treffen.


    Kann ich denn auf Dich und Deine Erfahrung als Quästor, zählen ? wenn ich kandidiere schloß Proximus seine Ausführungen

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  • "Noch muss ich ja selbst erstmal meine Wahl zur Quaestur überstehen, bevor ich sowas wie eine 'Erfahrung als Quaestor' habe.", lächelte Dives einerseits amüsiert und andererseits natürlich auch durchaus erfreut. Denn diese implizite Aussage seines Onkels legte doch irgendwie nahe, dass der kaum Zweifel daran hatte, dass sein Neffe auch die Stimmen der Senatoren erhalten würde. "Sollte mir dies jedoch gelingen, so kannst du dir sicher sein, dass du - wie in allen Bereichen - auch bei deiner Kandidatur auf meine Unterstützung bauen kannst." Zwar wäre es wohl etwas zweifelhaft, ob der Iulier seinen Verwandten dann schon als Senator des Senats richtig unterstützen könnte. Doch wenn Proximus an seiner Kandidaturrede feilte, öffentliche Werbung zu seiner Person bräuchte oder einfach nur ein offenes Ohr zusammen mit vielleicht dem einen oder anderen Ratschlag benötigte, immer dann könnte er sich eben stets auch an seinen divitischen Neffen wenden.
    "Was deinen Patron betrifft, ist es natürlich eher weniger hilfreich, wenn du Aelius nicht von deinen Plänen erzählen und dir seine Unterstützung zu selbigen einholen kannst.", stellte Dives anschließend fest. "Wenn du erlaubst, dann würde ich dir sagen, was ich in einer solchen Situation vermutlich tun würde. Ich würde wohl den hochrangigsten seiner Klienten aufsuchen, um ein Gespräch mit ihm bitten, ihm meine Lage schildern und dann hoffen, dass er zwar nicht mein neuer Patron wird, dass er dafür aber bei meiner Kandidaturrede im Senat die Stelle meines Patrons einnimmt und mir so aus der Absenz meines Patrons letztlich kein allzu großer Nachteil erwächst.", erklärte er und ließ eine kurze Kunstpause folgen. "Ferner, denn auch diese Aufgabe kann dir Aelius ohne Kenntnis von deinen Plänen nicht abnehmen, solltest du wohl alle seine Klienten womöglich sogar recht frühzeitig und schon in diesen Tagen aufsuchen. So nämlich kannst du dich nicht nur auch ihrer Unterstützung zu deiner Kandidatur versichern - notfalls durch einen Verweis auf euren gemeinsamen Patron -, sondern könntest mit ihnen auch gleich besprechen, was du in der Zeit von heute bis zu deiner letztendlichen Kandidatur machst." Und hier kam der Iulier nun auf die Bibliotheca zu sprechen.


    "Denn der Wiederaufbau unserer Bibliotheca ist natürlich ein nobles Projekt. In der Tat nämlich sind im Zuge der Verwüstung unserer Casa in der Bibliotheca einige Werke abhanden gekommen oder wurden beschädigt oder schlichtweg zerstört." Die sorgenvolle Miene des Tribuns zeugte davon, dass er sich noch gut daran erinnern konnte, was hier alles gemacht werden musste und gemacht wurde, seit der Bürgerkrieg vorbei war. So hatte die Casa Iulia ja mittlerweile gar ihr eigenes kleines Sacellum im Garten stehen, geweiht dem großen und schönen Apoll. "Jedoch wage ich ein wenig zu bezweifeln, dass diese Antwort vor dem Senat auf die Frage danach, was du seit deiner Rückkehr nach Roma so getrieben hast, die Senatoren nicht ganz befriedigen wird." Unterm Strich schließlich war es ja schon gewissermaßen eine reine Privatsache, wenn man sich um sein Heim und seine Betriebe sorgte. "Könntest du stattdessen sagen, du wärst Mitglied in einem der Quattuor Amplissima Collegia geworden oder hättest Roma aus irgendeinem Anlass heraus Spiele geboten oder hättest zumindest einem Senator als Scriba personalis oder vielleicht selbst ganz bescheiden als Tiro fori zur Seite gestanden, ich persönlich denke, diese Antwort würde dem Senat schon eher gefallen." Dives nickte bekräftigend, bevor ihm noch eine weitere Idee kam:
    "Du könntest die Zeit auch dazu zu nutzen versuchen, wieder eine geeignete Partie für dich zu finden. Damit könntest du dich dem Senat dann nicht nur als besonders traditionsbewusst verkaufen." Denn, soweit er wusste, hatte Proximus schließlich noch keine Kinder. Und nicht zuletzt auch auf einen größeren Kinderreichtum zielten ja die augusteischen Ehegesetze. "Nein, du hättest auch gleich noch - ob Hochzeit oder zunächst erstmal Verlobung, spielt dabei keine Rolle - einen ordentlichen Grund zum Feiern! Und wer einen ordentlichen Grund zum Feiern hat, der hat einen ordentlichen Grund, um viele Gäste dazu einzuladen - vor allem wichtige Gäste und Gäste mit Einfluss..." Und letztlich dann könnte man sich mit einer solchen Feier natürlich auch irgendwelche Spiele fürs ganze Volk sparen, wobei 'sparen' hier durchaus wörtlich zu nehmen war. Denn eine teure Privatfeier mit vielen Gästen, kostete einen bestimmt nicht halb so viel wie irgendwelche Gladiatorenkämpfe im Kolosseum...




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  • Proximus lauschte den Worten seines Großneffen.
    In großen Teilen hatte er recht.
    Er musste jetzt mal schauen. Aufgrund der Ereignisse vor und nach dem Bürgerkrieg hatte er immer noch keine geeignete Partie gefunden.


    Auch die Vorschläge hinsichtlich der Zeit bis zu einer möglichen Quästur waren gut.


    Ich danke Dir Dives für die vielen guten Ratschläge. Ich werde sie bei meinen künftigen Unternehmungen mit Sicherheit beherzigen!


    Dann prostete er seinem Großneffen zu.

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  • "Ich freue mich, wenn ich dir damit weiterhelfen kann.", antwortete Dives seinem Onkel und zuckte zunächst bescheiden mit seinen Schultern. "Dafür sind wir schließlich beide Iulier aus dem Stamm der Iulii Caepiones, nicht wahr?! Denn schon in unserem Jahrhunderte alten Orakelspruch heißt es schließlich:


    Vom Auge der Welt fast ungesehen,
    ein neues und mächtiges Reich entsteht,
    geboren aus einer einzigen Stadt.
    Wenn _IHR_ nun werdet dorthin bald gehen,
    es ist ein langer und steiniger Weg,
    der großen Wohlstand zu versprechen hat.


    Mit anderen Worten sagte also schon damals der glänzende Apoll in seiner unendlichen Weisheit, dass wir _zusammenstehen_ und einen _gemeinsamen_ Weg einschlagen sollen, wenn wir alle einer guten Zukunft entgegen streben wollen."
    , rezitierte und interpretierte der Iulier sodann, um an dieser Stelle mehr als nur einen Satz sagen zu können. Dann nickte er seinem Onkel Proximus mit einem aufmunternden Lächeln auf den Lippen bekräftigend zu.




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  • Nachdem Proximus angekommen war, begann er ersteinmal das Haus zu inspizieren.
    Lange war er nicht mehr hier gewesen.


    In aller Eile hatte man sein Cubiculum her gerichtet.


    Der Wein war mittlerweile in den Weinkeller verfrachtet worden.


    Proximus hatte sich nach dem ersten Rundgang ersteinmal in sein Zimmer zurück gezogen.


    Die Bücherei würde er wohl als nächstes inspizieren und nachdem er sich ein wenig erholt haben würde an einem der Folgetage auf einen Rundgang durch Rom begeben. Gespannt darauf was sich alles verändert hatte.

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  • Die Villa Iulia war nicht zu vergleichen mit der Villa Spinthers, ging es Eireann durch den Kopf, als sie durch die Gänge ging. Ihren Kopf hielt sie dabei aufmerksam erhoben und linste in jedes Eck. Nur nicht zu neugierig wirken. Denn dies könnte unliebsame Fragen nach sich ziehen.


    Als sie sich nähernde Schritte vernahm, presste sie sich gegen eine der Wände und hielt sogar für einen kurzen Augenblick die Luft an. Zum Glück verklangen die Schritte alsbald. So dass sich die junge Silurerin aus ihrer anfänglichen Starre löste.


    Wohin sollte sie sich jetzt wenden? Da.. diese Türe dort.. Wieso stand sie einen Spalt offen? Für einen kurzen Augenblick war Eireann hin- und hergerissen. Doch dann obsiegte die Neugierde und sie drückte sich durch den engen Spalt.


    "Wem gehört dieser Raum?" Murmelte die Dunkelhaarige und blickte sich mit großen Augen um.

  • Im Zimmer angekommen, hatte Proximus sich ersteinmal der staubigen Sachen entledigt und sich frischer Sachen bedient. Misenum war jetzt keine Weltreise von Rom entfernt, langte aber trotzdem jedesmal um staubig und so in Rom anzkommen, dass man das Bedürfnis hatte sich zu erfrischen.


    Nachdem die Toga gewechselt war, schöpfte er frisches Wasser aus einem Behälter und erfrischte sich damit das Gesicht, als er plötzlich eine Stimme vernahm.


    Sein Gesicht fuhr von über der Schale nach rechts in Richtung Türe. Während das Wasser noch etas den klaren Blick trübte sah er dort eine junge Frau stehen.


    Augenscheinlich eine Sklavin, genau sehen konnte er das ja noch nicht. Diese hatte auch etwas gesagt, was er jedoch nicht endgültig verstanden hatte, da sie sehr leise gesprochen hatte.
    "Salve sei gegrüßt" entgegnete er ersteinmal in der Hoffnung zu erfahren wer die Person war.


    Was führt Dich in das Cubiculum von Marcus Iulius Proximus? hängte er dann an den ersten Satz noch an um zu erfahren wer da im Raum stand.

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  • Einige Augenblicke hatte Eireann tatsächlich noch im Gang und somit vor der Türe verharrt. Doch dann obsiegte die Neugierde und sie drückte sich durch den entstandenen Spalt. Im Inneren des Zimmers drückte die junge Silurerin die Türe vorsichtig ins Schloß und hob langsam ihren Kopf an. Was wenn sie dabei erwischt wurde wie sie in fremden Zimmern stöberte?


    Nein. Es war doch niemand da. Und so atmete Eireann einige male tief durch. Bis sie dann erschrocken zusammen zuckte und hastig herumwirbelte. Verdammt! Doch nicht alleine. Mit großen Augen starrte Eireann dem unbekannten Römer entgegen. Ein jeder andere hätte sich wahrscheinlich abgewandt und eine Entschuldigung gemurmelt. Die Dunkelhaarige jedoch beäugte den ihr fremden Römer mit einem neugierigen funkeln in ihren blauen Seelenspiegeln.


    "S...Salve." Stotterte Eireann und biss sich unbewusst auf ihre Unterlippe. Bevor sie mit blitzenden Augen dem Römer entgegen funkelte. "Ich wusste nicht das dieser Raum bewohnt ist. Ich bin noch nicht sehr lange hier." Vielleicht hatte ihr Gegenüber ein mildes Herz und würde ihre Entschuldigung annehmen?

  • Proximus rieb sich den Rest des Wassers aus den Augen. Etwas lauter grüßte das augenscheinlich junge Geschöpf Proximus zurück.


    Nachdem das er sich mit einem Tuch den Rest des Wassers aus dem Gesicht getrocknet hatte stellte er sich hin und beeugte seinen "Gast" etwas genauer. Die Person die vor ihm stand, war offenbar Sklavin, zumindest schien es dem ersten Eindruck nach so zu sein.
    Der Raum ist bewohnt antwortete er um nach einer kurzen Unterbrechung fortzufahren wenn er auch länger leer stand, da ich erst vor kurzem wieder nach Rom zurückkehrte (wenn man es genau nahm, war er gerade erst wieder wenige Augenblicke in Rom).


    Ohne Sie nach ihrem Namen zu fragen (vielleicht würde sie diesen ja noch sagen) fuhr Proximus in der Konversation fort.


    Seit wann bist Du denn nach Rom und was führt Dich in die Casa der Iulier?


    Er sprach den Satz recht freundlich, da aufgrund der letzten Worte seines Gegenübers den Eindruck hatte, dass die junge Frau nicht wusste wie sie sich verhalten sollte, nachdem sie sozusagen in sein Zimmer hereingeplatzt war.


    Proximus konnte sich an keine Cousine oder Verwandschaft erinnern, auch nicht von Erzählungen, die vom Aussehen her auf sein Gegenüber mit den braunen Haaren und den interessanten funkelnden blauen Augen passte.

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  • Offensichtlich hatte Eireann den ihr fremden Römer bei seiner Waschung gestört. Denn er wischte sich mit einem sauberen Tuch über das Gesicht. Während ihn die Dunkelhaarige schweigend beobachtete. Ihre neugierige Musterung wurde nicht minder neugierig reflektiert. Und so neigte sich Eireanns Kopf kaum merklich auf die Seite. Als Sklavin war sie es gewohnt das man sie musterte und sie schließlich mit Befehlen davon jagte. Doch dieser Herr schien nicht diese Gedanken zu hegen. Denn sonst hätte er schon längst seine Stimme erhoben und sie mit einer wedelnden Handbewegung aus seinen Räumlichkeiten gescheucht.


    “Ich habe dich hier noch nie gesehen...“ Ließ Eireann erneut ihre Stimme erklingen und neigte ihren Kopf von einer Seite auf die andere. Dann war es der ihr fremde Römer der seine Stimme erhob und ließ Eireann innerlich zusammen zucken. Was wollte er jetzt von ihr wissen? “Ich... ich bin Sklavin eines... eines Iuliers. Marcus Iulius Casca ist mein Dominus. Doch er ist ...verschwunden.“ Bei diesem letzten Satz schluckte die junge Silurerin und ließ ihren Blick durch den Raum gleiten. Bloß nicht ihr Gegenüber anblicken; denn dann könnte er ihre Trauer erkennen, die man in ihrem Gesicht deutlich erkennen konnte.


    “Ich wollte hier nach einem Verbleib meines Dominus suchen. Aber ... der Hausherr meinte, dass er sich nicht an einen Marcus Iulius Casca erinnern kann.“ Vielleicht wusste ihr gegenüber mehr?

  • Jetzt war sich Proximus sicher eine Sklavin vor sich zu haben. Als die Person vor ihm fast schüchtern zur Seite schaute, wohl in der Erwartung gleich eine Ansage zu bekommen, wieso Sie einfach so in das Cubiculum gestiefelt war.


    Zeitgleich antwortete die Braunhaarige, das sie die Sklavin des Marcus Iulius Casca wäre. Wenn Proximus sich richtig erinnerte, war das jener, der irgendwann Rom verlassen hatte um in Hispania sein Glück zu versuchen. Doch auch davor hatte man ihn eher selten bei Festivitäten der Familia gesehen.


    Ich kümmerte mich längere Zeit um unser Landgut in Misenum antwortete Proximus auf die Aussage, das Sie ihn hier noch nie gesehen habe.


    Dann führte er weiter in Richting der Sklavin aus, Dein Herr ist verschwunden ?


    Wo sahst Du ihn denn das letzte Mal?


    Innerlich fragte er sich, wie eine Sklavin ihren Herrn verlieren konnte und ob das Ganze der Wahrheit entsprach. Oder war es eine der Gestalten, die sich mit einer gute erfundenen Geschichte versuchte im Moloch Rom eine sichere Bleibe zu sichern.


    Den letzten Gedanken maß er aber nicht soviel Gewicht bei, dafür machte die Braunhaarige zumindest auf den ersten Blick einen recht ehrlichen Eindruck, aber man musste ja immer alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen.


    Na dann werden wir mal schauen entgegnete er dann weiter, ob wir Deinen Dominus finden.


    Da Proximus ausser der Bücherei und dem Wein noch keine weiteren Planungen hatte, kam ihm so eine Aufgabe gerade recht.
    Hat man Dir denn schon eine Bleibe in den Sklavenunterkünften zugewiesen? schloss Proximus ab.

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  • Für einen kurzen Augenblick konnte man beinahe der Stille lauschen, die sich zwischen den beiden so ungleichen Personen ausgebreitet hatte. Umso lauter trommelte Eireanns Herz in ihrer Brust. War es ein Fehler das sie das Cubiculum des Iuliers betreten hatte? Aber... woher sollte sie auch wissen das dieser Raum bewohnt war? Vielleicht sollte sie sich auch einfach herumdrehen und den Iulier alleine zurück lassen.


    Ein Gedanke den Eireann im nächsten moment auch schon verdrängte. Denn da sprudelten Worte über ihre Lippen, die sie einfach nicht zurückhalten konnte. Vielleicht konnte ihr dieser Iulier etwas über den Verbleib ihres Dominus sagen. Diese Seifenblase zerstörte er dann jedoch mit seinen Worten. Leise seufzte Eireann auf und biss sich zugleich auf die Unterlippe. "Ja. Er ist .. ist verschwunden. Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben sollte." Erklärte die Silurerin mit leiser Stimme und verkrallte ihre Finger in ihrer einfachen Leinentunika. "Zuletzt habe ich ihn in der Insula von Spinther gesehen. Genauer gesagt in der Caupona auf dem Aventin." Die kleine Spelunke ihres Dominus; die er führte. Wenn auch nur auf dem Papier.


    "Ich durfte nicht bleiben. Spinther hat mich davon gejagt." Obwohl Eireann noch zwei Tage gewartet hatte, war ihr Dominus nicht erschienen. Und schließlich hatte sie sich auf den Weg gemacht die Domus Iulia aufzusuchen. "Du kanntest meinen Dominus?" Platzte es auf einmal aus Eireann hervor. Während sie mit großen Augen zu dem Älteren empor blickte. "Ich.. ähm... der Maiordomus hat mir die Sklavenunterkünfte bereits gezeigt." Mit mehreren Sklaven in einem Raum schlafen war Eireann nicht gewöhnt. Bei Spinther und auch bei Marcus Iulius Casca hatte sie eine eigene kleine Kammer besessen.

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