[Vor dem Tempel des Divus Claudius] Fest zu ehren des Divus Claudius

  • Paullus hatte bislang nur der Erlärungen gelauscht und nachdem dieser nun nach der Identität der beiden, Varenas und seiner fragte, antowrtete er nun.


    Das ist Octavia Varena und mein Name ist Paullus Germanicus Aculeo.


    Dabei lächelte er nun freundlich, wie immer wenn er jemand neuem kennenlernte.


    Wie ich sehe wird Tradition hochgehalten. Dass nun Menschen daran teilhaben dürfen die völlig unbekannt sind finde ich äusserst großzügig.

  • Varenas Gesicht erhellte sich, als Iulius Centho ihr erklärte wem dieses Fest zu Ehren gegeben wurde. Sie lächelte ein wenig verlegen und meinte "Habt Dank für diese Erklärung. Aber ja, das ist ein wichtiges Fest. Man sollte die Kaiser ehren als römischer Bürger. Und die Societas Claudiana et Iuliana hat diese Volksspeisung gestiftet anlässlich des Festes? Das nenne ich auch äußerst großzügig, dass vor allem das einfach Volk daran teilhaben kann."


    Nachdem Aculeo sie gleich mit vorgestellt hatte, musste sie es ja nicht noch einmal erwähnen. Sie lächelte Iulius Centho nur charmant an, ehe sie wieder beherzt zum Wasserkrug griff und sich etwas in einen Becher einschenkte.

  • Oh ein Germaica und eine Octavia. Aculeo hatte in vorbildlicher Manier auch gleich die Dame an seiner Seite vor gestellt.


    „Ich freue Mich natürlich euch kennen zu lernen. Sag Aculeo bist die verwandt mit Germanicus Sedulus ?“


    Dann richte er sich an Varena die verlegen gelächelt hatte. Sich aber zufreuen schien jetzt zu wissen wem das Fest galt.


    „Oh ja grade wenn man den Kaiser nach seinem tot zum Gott erhoben hat, ist es doch verständlich das man an seinem Geburtstag vor seinem Tempel denen die zum Einfachen Volk gehören, die ja genauso zu den Kindern eines Kaiser sind etwas Kaiserliche Liebe zu kommen lässt. Auch wenn die Societas Claudiana et Iuliana speziel die Kaiser der julischen-claudisch Dynastie ehrt. Deshalb danken wir besonderst auch unserem jetzigen Kaiser dem Sohn des vergöttlichtem Divus Iulianus und seinem Sohn Publius Ulpius Maioranus die es sich nicht nehmen lassen sich mit reichen Gaben zu beteiligen. Wir hoffen darauf das unser Kaiser mit seiner Familie bald wieder in Rom weilen wird.“


    Auch wenn es nicht stimmte hatte er es schon ein paar mal erzählt und immer wieder erhellte Gesichter gesehen wen die Leute hörten das sich ihr Kaiser und sein Sohn an diesem Geschenkt beteiligt hatten.

  • Varena war neugierig und fand nun heraus warum der Trubel hier stattfand. Centho erklärte es mit Wohlwollen und Stolz da es doch um seine Gens handelte.
    Aculeo grinste innerlich. Seinem Gefühl nach, der Art wie er Varena und ihn begrüsste, dachte Centho wohl dass sie zusammengehörten.


    Dass Varena nun doch anders entschieden hatte und wieder etwas näher zu dem jungen Germanicer rutschte verstärkte wohl den Verdacht über die beiden.



  • Ja, Iulius Centho. Wir sind verwandt. Das Verhältnis lässt sich aber nun nicht so schnell klären dass es eher eine entfernte Verwandtschaft ist. antwortete er nun auf Centhos Frage und hörte dann Centhos Ausführungen zu

  • Varena war auch schon aufgefallen, dass Iulius Centho sie für ein Paar hielt. Sie musste innerlich ein wenig darüber schmunzeln, aber sie beschloss das nicht weiter aufzuklären. Sollten die beiden Männer ruhig Artigkeiten austauschen. Sie blieb lieber bei ihrem Krug Wasser und zog es vor sich nicht weiter in das Gespräch einzumischen. Nur bei dem Satz, dass sie die Kaiser an diesem Geschenk beteiligten, musste Varena nachdenken. Waren die Kaiser wirklich so volksnah?

  • Dru war schon längst fertig damit, einem Sklaven beim Aufsammeln der heruntergefallenen Speisen zu helfen. Nun saß sie wieder auf ihrem Platz, auf dem sie zuvor auch saß und nippte hin und wieder an ihrem Wein.


    Allerdings schien sie nicht so fröhlich zu sein, wie sie sich gab, sie lächelte zwar, unterhielt sich hin und wieder mit jemandem, doch der Schein konnte trügen. Einen letzten kleinen Schluck nahm sie noch von dem Wein, ehe sie sich dann einfach erhob und durch die langen Reihen dieses Festes schritt.


    Es war ihr zu laut, zu viele Menschen waren hier und doch ein Mensch fehlte.
    Während sie geht schweift ihr Blick in den Himmel.
    ~Siehst du, wie sehr ich mich bemühe? ... Und das nur für dich? Doch vergib mir, ich kann nicht mehr...~ sprach sie gedanklich in den Himmel, direkt zu ihrem Liebsten, der nun dort oben verweilt und auf sie herabblickt.


    Ob sie jemand aufhalten und am Gehen hindern würde, war ihr nicht bewusst, vielleicht würde sie sich nicht aufhalten lassen, vielleicht würde sie es ja doch. Das würde sich erst dann zeigen, wenn es soweit ist.

  • Varena beachtete das Gespräch der Männer kaum noch, denn etwas ganz anderes hatte ihre Aufmerksamkeit gefesselt. Vorher war es ihr kaum aufgefallen, doch eine elegante Römerin in mittlerem Alter war von ihrem Platz aufgestanden und sah zum Himmel. Sie wirkte nach außen hin fröhlich und sie lächelte, doch die Ausstrahlung der Frau erinnerte sie an ihre Mutter. Diese hatte auch immer so gelächelt, für andere Menschen gelächelt, auch wenn sie in ihrem Inneren tief aufgewühlt war.


    Die junge Octavia biss sich auf die Lippe, denn es reizte sie auf die Frau zu zugehen. Aber sie hatte Scheu eine Fremde einfach so anzusprechen, von der sie vermutete, dass sie nicht ganz so glücklich war wie sie aussah. Sie wollte sich ja nun wirklich nicht aufdrängen und am Ende bildete sie sich ihre Beobachtung über den vermeintlichen Gemütszustand von Sergia Drusilla nur ein. Sie rutschte ein wenig unruhig auf der Bank herum und merkte erst jetzt, dass sie Drusilla wie eine Bäuerin angestarrt haben musste. Schnell griff sie zu ihrem Becher und wendete den Blick ab.

  • Merwürdig dachte Aculeo..warum wachelt nur die Bank so.


    Dann blickte er zur Seite, Varena hatte ihren Bick in die Menge gerichtet und rutschte unruhig herum. Amüsiert betrachtete er sie einen Augenblick bis er sie nach dem Grund fragte warum sie so aufgeregt sei..


    Schliesslich öffnete sie sich ihm und machte Paullus auf Drusilla aufmerksam.


    Ich glaube sie würde sich sicher freuen wenn du zu ihr hinüber gehst und sie ansprichst. Sie wirkt mir recht einsam..auch wenn sie ein freundliches Lächeln aufgesetzt hat..Also keine Angst. Oder soll ich es machen? Er grinste.
    Dann werd ich ihr aber auch sagen dass du zu feige dafür warst und ich nur dein Lakaie bin.

  • Tratorius irrte immer weiter zwischen den Gästen hin und her, stets darauf bedacht jeden mit Speis und Trank zu versorgen. Nur seinen Herrn suchte er vergeblich...

  • Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo
    Ja, Iulius Centho. Wir sind verwandt. Das Verhältnis lässt sich aber nun nicht so schnell klären dass es eher eine entfernte Verwandtschaft ist. antwortete er nun auf Centhos Frage und hörte dann Centhos Ausführungen zu


    Ja auch die Germanica hatte wohl eine Große Verwandtschaft so wie er selbst.



    „Na das macht ja nichts. Ich bin auch mit manchen nur über zwanzig Ecken verwandt aber verwandt ist verwandt. Eine Ehren hafte Verwandtschaft hast du. Ich selbst kenne mehrer deiner Verwandten. Unter anderen schon erwähnten Sedulus und Calvena und seine Onkel Avarus.“


    Das Varena gerade eine Andere Frau an sah bemerkte er selbst nicht. Erst als der junge Germainca Varena darauf ansprach, sah er rüber.


    „Nun ich hab auch nichts dagegen wenn du sie dazu holen würdest.“


    Erklärte sich der Beinahe Gastgeber. Denn er war zwar der Veranstalter aber im Prinzip war die Societas und damit der Vergöttlichte Kaiser Claudius der Schiremherr hier.

  • Varena druckste eine Weile herum und schüttelte den Kopf. "Aber was wenn es ihr nicht recht ist? Ich kenne sie ja nicht einmal und ich will mich auch nicht aufdrängen. Das wäre doch äußerst unhöflich oder?" Die junge Octavia würde wohl kaum den Mut aufbringen einfach so eine Fremde anzusprechen. Trotz allem konnte sie den Blick kaum von ihr wenden, auch wenn Varena nicht sagen könnten, woran das liegen mochte. Vielleicht wirklich nur daran, dass sie sie plötzlich so sehr an ihre Mutter erinnerte.

  • Ich glaube nicht dass sie dir den Kopf abreissen wird. Dafür sind zuviel Leute hier und noch dazu einige aus den angesehenen Familien. Es würde einen ziemlichen Verlust an Ansehen geben für ihre Familie.


    Aber vielleicht verhält sie sich weniger bissig einem Mann gegenüber er grinste und zwinkerte Varena zu.


    Ich würde es dir zuliebe sogar auf mich nehmen mit Wein begossen zu werden nur um deine Seele zu beruhigen.

  • Die junge Frau wirkte nach wie vor unschlüssig, aber Aculeo zauberte ihr trotz allem ein Lächeln aufs Gesicht. "Weißt du...sie erinnert mich irgendwie an meine Mutter" Fast schien es als würde sie noch weiterreden wollen, doch dann ließ sie es und schwieg.

  • Sollte er sie nun umarmen? Er spürte dass etwas nicht stimmte aber er konnte nicht wissen wie sie nun darauf regieren würde.


    Aculeo pfiff nun drauf und legte einen Arm um Varenas Schulter. Leicht drückte er sie an sich ohne wirklich darauf zu bestehen und meinte.


    Du wollstest noch etwas sagen? Ich werde rüber gehen und sie ansprechen. Vielleicht lässt sie sich auf ein Gespräch einladen.

  • Varena ging auf die Umarmung nicht ein, denn das war ihr in der Menschenmenge ohnehin ein wenig peinlich. Sie würde mit Aculeo privat darüber sprechen, aber nicht hier, wenn Iulius Centho direkt neben ihnen saß. Sie löste sich aus der Umarmung und meinte nur leise "Nein, ich wollte nichts mehr sagen. Das musst du dir eingebildet haben, Aculeo"


    Dann stand sie auf und legte die wenigen Schritte zurück, bis sie Sergia Drusilla erreichte. Diese war anscheinend gerade am Gehen und so folgte Varena ihr nur einige Schritte, bis sie soviel Mut aufbrachte um sie anzusprechen. Vielleicht war diese große Stadt doch nichts für ein schüchternes, junges Mädchen. Sie hatte ein wenig Angst vor Drusillas Reaktion.


    Als sie endlich auf gleicher Höhe mit Drusilla war konnte sie sich endlich zu ein paar Worten durchdringen. "Äh..Salve! Ich wollte fragen, ob du dich ...dich zu uns setzen willst?" Mehr brachte die junge Octavia nicht heraus und ein nervöses Lächeln zierte ihr Gesicht, während sie an ihrer blassroten Tunika rumzupfte.

  • Wie in Trance wirkend ging Dru einfach weiter, sie starrte weiter in den Himmel, während das leichte Lächeln von ihren Lippen nicht wegzudenken war. Es schmerzte doch sehr in ihrer Seele, dass ihr Geliebter nicht hier ist... Er fehlt ihr so sehr.


    Beinahe hatte sie den Platz verlassen und vernahm dabei nicht, dass sich ihr jemand näherte, die Schritte hatte sie völlig überhört. Allerdings geht ein Ruck durch den Leib der Witwe, als sie dann auch noch angesprochen wurde. Abrupt stand sie still und wandte sich langsam zu dem Mädchen um, das sie angesprochen hatte.


    Gedanklich legte sie sich schon einige Worte zurecht, doch war das einfach nicht angemessen. Schon gar nicht bei dem netten und doch nervös wirkenden Lächeln, das ihr geschenkt wurde von diesem Mädchen.
    "Gewiss würde ich das tun, doch möchte ich Dich und deine Mitgänger" ... das hatte sie nur geraten, denn vorher hatte sie dieses Mädchen ja nicht gesehen ... "nicht mit meiner Trauer belasten. Schwere Zeiten belasten mich und das soll doch auf niemanden abfärben, nicht wahr?"
    So endete das Reden von Drusilla, während sie zeitgleich mit den letzten Worten beinah' engelsgleich ihre Hand hob und fast schon mütterlich über die Wange des Mädchens streichen wollte, doch zog Dru ihre Finger wieder zurück, ehe sie die Haut des Mädchens berühren konnte.
    Nun senkt sich aber der Blick ein bisschen und wurde ein wenig trauriger. "Verzeih, dass ich ablehnen muss. Doch kann mir niemand meine Trauer nehmen, indem man mir Gesellschaft leistet, oder ich jemand anderem. Die Trauer wird stetig in mir sein und es ist das Beste, wenn ich fortan alleine bleibe."
    Zwar ging dies das Mädchen gar nichts an, aber Drusilla war ja kein Unmensch und nannte auch die Gründe ihrer Ablehnung, anstatt eiskalt einfach von Dannen zu ziehen. Bleiben würde sie nur dann, wenn jemand ihren Mann in irgendeiner Weise ersetzen oder 'gar zurückholen könnte.


    Dru sprach lediglich von der Trauer und nicht davon, dass ihr dieses Fest wohl missfiel aufgrund der vielen Menschen hier. Nein, sie dachte im Augenblick nur an das eine und das sah man ihr auch deutlich an. Die ränder unter ihren Augen waren, beim näheren Hinsehen, etwas dunkler gefärbt als ihre restliche Haut im Gesicht. Mit Salben versuchte Dru dies gut zu verstecken, doch konnten diese Salben die leichte Schwellung nicht lindern.

  • Dolabella trat spät und bescheiden ein um sich erstmal umzusehen, war er doch weder ein Claudier noch ein Iulier und somit bei diesem Fest nur Randfigur und Gast was ihn allerdings nicht grämte.

  • [quote]Original von Lucius Iulius Centho

    „Na das macht ja nichts. Ich bin auch mit manchen nur über zwanzig Ecken verwandt aber verwandt ist verwandt. Eine Ehren hafte Verwandtschaft hast du. Ich selbst kenne mehrer deiner Verwandten. Unter anderen schon erwähnten Sedulus und Calvena und seine Onkel Avarus.“


    Paullus musste schmunzeln. Kannte er von der Familie gerade die Personen die Centho genannt hatte.


    Germanicus Avarus ist mehr oder weniger mein Vorgesetzter, Germanicus Sedulus mein Patron. Germanica Calvena war jene die sich besonders um meinen Bruder gekümmert hat.


    Es würde mich freuen wenn wir einige Worte plaudern könnten da es mich interessiert wie es in den Legionen so zugeht.


    Das Varena eher Ablehnung zeigte störte Paullus nicht wirklich. Er versuchte immer freundschaftliche Verhältnisse in den Vordergrund zu stellen und respektierte Reaktionen wie diese eben vollkommen.


    Varena stand nun bei Drusilla und wechselte mit ihr ein paar Worte. Der Gesichtsaudruck der unbekannten Dame ließ darauf schliessen so schnell als möglich das Fest zu verlassen. Wahrscheinlich würde sie dies auch der jungen Octavierin mitteilen.

  • Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo
    Germanicus Avarus ist mehr oder weniger mein Vorgesetzter, Germanicus Sedulus mein Patron. Germanica Calvena war jene die sich besonders um meinen Bruder gekümmert hat.


    Es würde mich freuen wenn wir einige Worte plaudern könnten da es mich interessiert wie es in den Legionen so zugeht.



    Auch dem lieben Centho war das hin und her zwischen dem Paar nicht entgangen sagte aber nichts dazu. Er wusste nicht in welchen Verhältnis sie zu einander standen und würde sich jetzt nicht damit beschäftigen. Nach dem Varena aufgestanden war ließ er sich noch über Aculeo´s Verwandtschaftsverhältnisse aufklären.


    „Da hast du einen guten Patron ich schätze Calvena´s Onkel sehr.“



    Bekräftigte er noch ein mal.


    „Nun ich habe auch nichts gegen ein Plauderei über das Militär. Ich bin noch Tribun der Cohortis Urbanae auch wenn meine Toge ja zeigt das ich ein Amt anstrebe. Was interessiert dich besonderst? Vielleicht kann ich dir ja deine Fragen beantworten.“

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