Atrium | L. Iulius Antoninus

  • Der Morgen begann wie jeder andere und trotz seiner Alltäglichkeit hielt er eine Überraschung für Menecrates parat. Der alte Claudier glaubte zunächst, seinen Augen nicht mehr trauen zu können, aber schließlich bewahrheitete sich der näher tretende Römer als wahrhaftige Gestalt und keine Fata Morgana.

    "Ja, das ist mal eine Überraschung, wie ich sie lange nicht erlebt habe!" Menecrates lachte leise. "Sei ebenfalls gegrüßt, Antoninus. Wir haben uns ewig nicht mehr gesehen." Sein Blick wanderte von Iulius zu dessen Begleiter, den er nicht ohne weiteres zuordnen konnte, denn Kinder veränderten sich rasant im Gegensatz zu den Erwachsenen. "Du wirst es nicht glauben. Es ist nur wenige Wochen her, da habe ich an alte Zeiten gedacht, unter anderem die des Feldzuges, als meine Familie zu den Verfolgten zählte. Ich habe nicht vergessen, dass du mir damals eine wichtige Informationsquelle warst, während ich in Germanien weilte."

    Einem so alten Weggefährten, der ihn stets Treue gehalten hatte, konnte ein Patron auch entgegengehen und das tat der Claudier. Er erhob sich, gab einem Sklaven Bescheid, dass die Salutatio für heute ein Ende hatte, aber alle Wartenden mit Geschenken versorgt werden sollten, und trat zu Antoninus.

    "Willkommen in Rom! Wen hast du da mitgebracht?" Sein Blick wanderte zu dem Halbwüchsigen, bevor er Iulius erneut ansah. Sein Arm wies in Richtung einer Sitzecke, die er gern für keine Gesprächsrunden nutzte, da sie auch die Möglichkeit einer Bewirtung bot.

  • Auch Antoninus freute sich seinen Patron wieder zu sehen. Es war in der Tat schon eine Weile her das sie sich gesehen hatten. „Ja aber ich hoffe das es keine üble ist.“ Sagte er hab im Scherz auf die Begrüßung des Claudius, den auch sein Patron hatte gelacht. „Ja es ist schon eine Weile her das ich hier war.“ Dann war er doch überrascht das er wohl augenscheinlich erst Thema hier gewesen sein soll. „Das kann ich in der Tat kaum glauben.“ Ah das lag nun auch schon wieder sehr viele Jahre zurück. „Ah der Krieg des Vescularius. Ich erinnere mich gut. Es war nicht leicht seine Loyalitäten zu behalten. Grade da ich einen Eid hatte den ich unbedingt halten wollte, den deines Klienten und einen den ich halten musste, den als Miles auch wenn ich es nicht wollte. Aber hab ich euch je erzählt wie ich Aelius Quarto damals aus der Stadt geschleust habe?“ Sein Patron kam ihn sogar entgegen was seinen Status gegenüber den anderen Klienten doch etwas aufpolierte. Antoninus strahlte über das ganze Gesicht. Dann zeigte er auf seinen Begleiter. „Das ist mein Sohn, Caius Spurinus er ist etwas gewachsen.“ Dann schickte er sich an seinem Patron in die Richtig der Sitzecke zu folgen.

  • Caius kannte den Claudius nur aus Erzählungen seines Vaters. Denn als er ihn das letzte Mal gesehen hatte so hatte ihm sein Vater erzählt war er noch sehr klein gewesen. Auch dieses ganze Prozedere mit dem Morgenempfang war ihm in diesem Riesigen aufkommen unbekannt. Natürlich hatte auch sein Vater Klienten aber die hatten nie das ganze Atrium in dem Landhaus gefüllt in dem sie die letzten Jahre gelebt hatten. Da kamen Klienten ab und an mal vorbei aber meist einzeln. Der Türhüter hatte sie eingelassen und ihm und seinen Vater einen der vorderen Platze angewiesen. Nach kurzer Zeit waren sie auch schon dran und sein Vater und der Claudius begrüßten sich herzlich. Dann stellte sein Vater ihn vor. „Salve Claudius.“ Sagte er etwas verlegen als der Claudius ihnen entgegen kam.

  • Die unlängst getätigte Reise in die eigene Vergangenheit kam selbst für Menecrates unerwartet, sodass er ohne weiteres Antoninus' Verwunderung darüber Glauben schenkte.

    "In meinem Alter säumen den Wegrand etliche weggebrochene Freunde, Kameraden und Vertraute. Daher treten zuweilen sentimentale Stimmungen auf, die ich früher auch nicht kannte." Er erwähnte es nicht, um sich zu rechtfertigen, sondern um seine Erfahrungen mit dem Altern weiterzugeben, denn eines Tages würde Antoninus auch auf viele Jahrzehnte zurückblicken, die ihn Weggefährten kosteten. Einige konnte er sicherlich bereits jetzt aufzählen.

    "Und ja", er hob den Zeigefinger, "im Krieg zeigt sich, wem wahre Loyalität innewohnt."

    Als das Gespräch auf Quarto kam, hob Menecrates interessiert die Brauen. "Öffentlich bekanntgegeben wurden die Umstände seiner Flucht nicht und ich meine, wir hätten bislang auch noch nicht Gelegenheit gehabt, darüber zu sprechen. Ich höre mir das gerne an, während wir ein paar Happen essen."

    Er winkte einem der Sklaven, die jene Geste bereits kannten und den Wunsch geschwind in die Culina überbrachten.


    Sie langten bei der Sitzecke an und bevor sich Menecrates setzte, erwiderte er die Vorstellung des Sohnes mit einem Nicken. Einen regelrechten Gruß äußerte er nicht, denn dies erwartete er von dem wesentlich jüngeren Spurinus.

  • Antoninus nickte bei diesen Worten denn auch er kannte es, wenn immer mehr Weggefährten nur noch als Erinnerungen in der Form eines Stein an der Straße blieben. „Das kenne ich mittlerweile leider auch zu gut. Viele die mit mir bei den Adlern waren haben diese Welt mittlerweile verlassen.“ Als sein Patron den Finger hob und die Worte sprach wurde ihm fast schon etwas mulmig denn es war damals wirklich nicht leicht gewesen es so zu balkanisieren das er es mit seinem Gewissen hatte vereinbaren können. Er war gezwungen gewesen bei den Prätorianern zu marschieren und die hatten auf der anderen Seite gestanden. Aber sein Eid abgelegt auf die heileigen Feldzeichen hatten ihn dazu gezwungen. Gleichzeitig hatte er versucht seinem Patron so gut es geht zu dienen. Er hatte seine Familie und sein Heim beschützen und versucht den anderen Patriziern zu helfen so gut er konnte. „Ja und es ist nicht immer leicht gewesen.“ Das wunderte ihn nicht den es war eine geheime Aktion von einigen Geheimdienstlern gewesen. Es waren damals nicht mehr als eine Hand voll Männer die davon wussten. „Es musste damals alles ganz schnell gehen. Der Vescularius hatte seine Verhaftung schon vorbereiten lassen es war nur noch nicht ganz offiziell. Da hatte ich ihn aus dem Palast geschmuggelt und auf einen Schnellsegler auf beim Emporium bringen lassen. Nur ich und eine Hand voll Speculatorii hatten es durchgeführt. Vertraute Männer mit denen ich damals bei den Speculatorii war.“ Erzählte er die kleine Anekdote und er war auch ein bisschen stolz auf sein kleines Husarenstück von damals. Das alles hatte wirklich geklappt wie am Schnürchen. Und auch hier in dem Haus klappte wie gewohnt alles wie am Schnürchen den hier reichte nur ein Wink des Hausherren um alles in die Wege zu leiten. Die Begrüßung seines Sohnes war sehr verhalten aus gefallen aber was sollte der Junge auch sagen außer Salve er kannte den Claudius ja kaum. „Verzeih meinem Sohn er ist noch etwas zurückhaltend in der Gesellschaft wichtiger Männer. Aber er wirft den Speer so gut wie ich seiner Zeit.“ Allerdings war er mit dem Schwert noch lange nicht so gut. Aber das wunderte auch nicht den auch wenn Antoninus seit Jahren mit ihm trainierte fehlte dem Jungen doch 20 Jahre Erfahrung und die hatte Antoninus.


    Sim-Off:

    Den Plot im Palast find ich nicht mehr und die Sache am Emporium hat Quarto nicht zu Ende gespielt. Vorbereitet war aber alles, für Antoninus hat das aber so stattgefunden.

  • "Nicht nur die bei den Adlern", ergänzte Menecrates, als Antoninus ebenfalls von gefallenen Kameraden berichtete. "Leider auch außerhalb jedweder Schlacht, zu friedlichen Zeiten, sogar hier in Rom." Er überlegte, ob er schwieg, oder einen Zusatz anfügte und entschied sich für Letzteres. "Korruption und Intrige kosten auch so manchen Kopf. Ich bin sicher, ich berichte dir diesbezüglich nichts Neues." Gerade wer bei der Garde diente, kannte den schmalen Grad, auf dem er sich beständig bewegte. Prompt bestätigte Antoninus den Spagat.


    Menecrates wählte seinen Lieblingsplatz innerhalb der Sitzgruppe. Er mochte es, den Rücken zur Wand zu haben und den Blick über das Terrain schweifen zu lassen. Als einer der Sklaven mit der Amphore kam, grübelte Menecrates, ob sein langjähriger Klient überhaupt von seiner Vorliebe für Quellwasser wusste. Sie kannten sich zwar gefühlte Ewigkeiten, aber oftmals weilten sie in verschiedenen Provinzen oder wenigstens Orten. Das brachte die Militärlaufbahn mit sich.

    "Ich habe schon Magistrate und Senatoren mit Quellwasser bewirtet. Nimm es also weder persönlich noch als Anzeichen für sinkende Wertschätzung, wenn ich keinen Wein kredenze. Ich vertrage das Teufelszeug nicht mehr. Es schlägt mir auf den Magen, es steigt mir zu Kopf und es verpestet mir den Bart." Er lachte kurz auf. Antoninus trug zwar auch einen, aber sein kurz gehaltener Kinnbart muffelte bestimmt deutlich langsamer als Menecrates' ausgeprägter Vollbart. "Dafür spare ich nicht bei der Qualität der Häppchen", versprach er.


    Anschließend hörte er interessiert zu, wie Antoninus die Flucht Quartos schilderte. "Ein Segler, eine gute Idee und Quarto war ein guter Mann! Ob er noch lebt? Hast du nach dem Kaiserwechsel noch mal etwas gehört?" Beim Stichwort Verhaftung fiel Menecrates die eigene Situation ein. "Stell dir vor, mir wurde der eigene Haftbefehl vorgelesen. Heute finde ich das absurd, damals brisant. Ich wusste Momente lang nicht, für was sich der Stadthalter entscheiden würde. Hätte er mich verhaftet, wäre kein Feldzug zustande gekommen. Er brauchte meine Legio Secunda. Am Ende würde Vescularius dann noch immer regieren." Diesem Gedanken ließ Menecrates Raum, weil ihm zum ersten Mal aufging, dass erst der nicht umgesetzte Haftbefehl die Position Modestus' klar machte.


    Die Pastetchen des Hauses Claudia kamen und Menecrates griff zu, um den Gästen die Zurückhaltung zu nehmen. "Bedient euch und lasst es euch schmecken!" Er kaute, schluckte hinunter und fuhr mit der Unterhaltung fort.

    "Es ist zuweilen sehr schön, die Vergangenheit zu reflektieren, aber wichtig ist vor allem die Zukunft. Gibt es denn Pläne für dich und deinen Sohn?"

  • Ja das stimmte auch unter vielen anderen hatte der Tod seine Hände ausgestreckt. „Wohl war, ich würde sogar behaupten das Intrigen mehr Leben gekostet haben. War nicht auch der Vescularius ein Intrigant erster Güte?“ Bei den Prätorianer war er wirklich nicht der beliebteste warum die Tribunii und Präfektii ihn die Treue gehalten hatten und sogar für ihn in den Krieg gezogen waren hatte er nie verstanden.


    Als ihnen Wasser angeboten wurde fand Antoninus daran keinen Anstoß. „Ich habe mich auch nie groß an das Weitrinken gewöhnt. Mir hat Posca immer gereicht.“ Für ihn war Wein einfach etwas festliches das man an manchen Abenden trank und nicht am Tag nebenher. Er griff also nicht ungern zu einem Becher Wasser und trank einen Schluck. „Ah nicht übel. Gar nicht mal übel.“ Murmelte er vor sich hin.


    Ein solcher Schnellsegler lag im Übrigen immer noch am Emporium so weit er wusste. Auch wenn er heute keinen Zugriff mehr darauf hatte. „Ich hab etwas von Spanien gehört aber das ist schon Jahre her. Ob er noch lebt weiß ich nicht sein Sohn aber doch sicher.“


    Das mit dem Haftbefehl wusste Antonius in der Tat nicht. Es war schon einen sehr merkwürdige Zeit gewesen. „Ja man wusste nicht ob sich nicht doch einer wieder kurzfristig umentscheidet und die Seiten wechselt. Erinnerst du dich wie Flaminius Cilo vor der Schlacht bei Vicetia Emersere zur Garde schickt hatte. Ich hab noch nie jemanden so schlecht verhandeln hören.“ Und er musste es wissen er war dabei gewesen und hatte geglaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Vorwürfe und nichts weniger als die Kapitulation hatten man gefordert statt ein Angebot zu machen. „Ich glaub man hätte die Schlacht verhindern können aber wie das Leben so spielt. Nun ist es zum Glück wie es ist.“


    Als ein Sklave mit den Pastetchen warte Antoninus kurz griff aber ebenfalls zu. Er hatte noch nicht gefrühstückt und das warten hatte sich offenkundig gelohnt. „Das ist richtig aber man sollte ja in die Zukunft blicken. Und das ist auch einer der Gründe warum ich hier bin.“ Sagte er nach dem er seinen Happen heruntergeschluckt hatte. Dann wies er auf seinen Sohn. „Er ist nun in einem Alter in dem man langsam in die Zukunft blicken sollte. Würdest du meinen Sohn unter deine Klienten aufnehmen?“ Eine Obligatorische Frage den normalerweise ging das Patronat auch immer auf die folgende Generation über.

  • Sein Vater und der Claudius unterhielten sich und Caius ertappet sich dabei das er einen solch persönliche Empfang seines Vaters durch den Claudius nicht erwartet hatte. Ja sicher sein Vater war ein Ritter und auch ein gewesener Tribun aber der Consular war doch ein so weit wichtigerer Mann das es ihn schon sehr beeindruckte das dieser sich so gut mit seinem Vater verstand. Auch einige der Geschichten die er hier hörte hatte er bis jetzt noch nicht gekannt. Klar erzählte sein Vater Geschichten vom Militär aber solche Geheimdienstgeschichten Pflegte er sonst nicht zu erzählen.


    Auch er nahm erst einen Schluck Wasser den einer der vielen namenlosen Sklaven gebracht hatte und dann eine der kleinen Pasteten. Natürlich war ihm klar warum ihn sein Vater heute hier hin geschleift hatte aber trotzdem war er etwas angespannt den man wurde nicht so mir nichts dir nichts Klient eines so wichtigen Mannes aus einer der angesehensten Familien der Stadt Rom.

  • "Das war er", bestätigte Menecrates die Aussage, Vescularius wäre ein Intrigant erster Güte gewesen. "Ihm sind viele zum Opfer gefallen, aber ich glaube, unser damaliger Kaiser nicht. Er hat dessen Tod für seine Zwecke benutzt, aber getötet hat er ihn nicht. Oder was denkst du?"

    Es kam nicht oft vor, dass Gäste sein Quellwasser lobten. Die meisten tranken es aus Höflichkeit, einige lehnten es auch ab. Dass Antoninus die Erfrischung lobte, freute Menecrates. Er begann zu strahlen und erklärte sofort: "Ich lasse es täglich frisch von der Quelle hertransportieren. Es ist frei von Keimen und schmeckt auch nicht nach Kupferleitung." Der Claudier fühlte sich außerdem vital, also musste es die Gesundheit stabilisierende Elemente enthalten.


    Die Sprache kam auf Aelius' Sohn und Menecrates grübelte eine Weile. "Sein Sohn? Wenn er einen hat, dann ist er wohl nicht sonderlich in Erscheinung getreten oder mein Gedächtnis lässt nach. Ich kann mich an keinen Sohn erinnern." In ihrer Runde weilte aber ein Sohn und auf jenen kam Menecrates zu sprechen.

    "Apropos Sohn." Er blickte zu Spurinus. "Du möchtest also ebenfalls mein Klient werden." Davon ging Menecrates aus, denn Entscheidungen über die Köpfe junger Menschen hinweg zu treffen, verliefen oft misslich. "Lass mich dich ein wenig näher kennenlernen. Was hältst du für wichtig, wo strebst du hin, was wäre dir zuwider? Ich erfahre gerne mehr." Er rückte sich auf seinem Platz bequem und wartete gespannt, was der junge Iulier zu sagen hatte und wie er auftrat.

  • Und bis auf ein paar Ausnahmen konnte ihn wirklich keiner leiden. Nagut bis auf die Speichellecker die er protegiert hatte, wie Marius Turbo dem er die Garde gegeben hatte. „Das haben wohl alle Tyrannen gemein denke ich.“ Und er dachte hier wirklich an Caesaren wie Nero oder einen der Asiatischen Tyrannen. „Nun ich habe die Berichte aus erster Hand. Unser Augustus Divus Valerianus wurde mit seiner Frau Livilla und seinem Sohn Publius zusammen vergiftet. Sie starben alle bei der Cena in der Landvilla in Misenum. Sie hatten sich wie jeden Abend zur Cena zurückgezogen und kurz darauf fand man sie alle drei röchelnd auf ihren Klinen. Augenblicke später waren alle drei tot.

    Wenn nicht Er sie hat vergiften lassen wer dann? So einen Anschlag gebe ich doch nur in Auftrag wenn ich unmittelbar davon profitiere. Und kurz darauf hat man ihn zum Augustus ausgerufen. Wer sollte es sonst gewesen sein? “ Die genauen Hintergründe hatte man seines Wissens nach nie richtig ermittelt und der Bürgerkrieg hatte alle Spuren gründlich verwischt.


    Nun auch Wasser konnte gut und erfrischend sein welcher Soldat wusste das nicht. Wie oft hatte er in seinen jungen Jahren brackiges Wasser getrunken oder das was es in Germanien zum Teil gab. Aber das hier war wirklich gut und sehr erfrischend und natürlich lies es sich wie sein Patron extra bringen. Ein Luxus den man sich halt mal leistete wenn man Consular aus einer der ältesten Familien der Stadt war. Die meisten hatten nicht mal einen Wasseranschluss im Haus und schöpften Wasser aus einem der öffentlichen Brunnen die von einem Aquädukt gespeist wurden. „Wo lässt du es herholen es scheint mir eine gute Quelle zu sein. Oder sagst du es nicht damit nicht bald ein Aquädukt dorthin gebaut wird?“ Sagte er grinsend denn das war natürlich ein Scherz.


    Natürlich war Antoninus als ehemalige Palastwache auch über die Gens Aelia im Bilde auch wenn sein Sohn öffentlich nicht so in Erscheinung getreten war. „Doch doch er hat sicher einen Sohn.“ Er schnipste mehrmals mit dem Finger weil er nicht so richtig erinnern konnte.„Er heißt, er heißt Gaius Aelius Paetus und war Tiro fori bei Conuslar Decimus Livianus.“ Erklärte er dann als er sich erinnert hatte aber auch sein Gedächtnis war nicht mehr das wie mit zwanzig und es war ja schon auch eine Weile her.
    Dann wanden sich auch seine Augen auf seinen Sohn den nun war der mal dran. Hoffentlich legte der nun mal seine Schüchternheit ab.

  • Oh jetzt war es offenkundig an ihm etwas zu sagen den sowohl der Claudius als auch sein Vater hatte den Blick auf ihn gerichtet. „Nun es wäre mir eine große Ehre mich unter deine Klienten zählen zu dürfen.“ Sagte er ohne das er das mit seinem Vater eingeübte hatte, obwohl ihm das lieber gewesen
    wäre. Etwas einfacher hatte er sich das vorgestellt den was sollte er schon groß sagen in seinem Alter. „Nun Consular ich bin der Sohn eines Ritter auch dank deines Zutuns. Ich will nicht vermessen sein aber auch ich wünsche mir eine solche Stellung.“ Und zum Glück musste er sich nicht von der Sandale auf in diesen Rang hocharbeiten. Er war sicher nicht so verwöhnt wie manch anderer Sohn eines Eques aber das war ein Punkt über den er doch schon recht froh war. „Wichtig ist dem Reich zu dienen.“ Was für ein Geschwätz hatte man meinen können aber Caius war der Sohn eines Soldaten und diesen Ethos hatte er quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Sicher waren die Posten eines Ritters gut bezahlt im Reich aber er war wie sein Vater er wollte es aus Überzeugung Mochte diese Einstellung über die Jahre möglicherweise noch verfliegen aber nun war Caius jung und etwas naiv vielleicht. „Zu wider wäre es mir wahrscheinlich mein Leben als Publicani zu verbringen.“ Erklärte er denn auch das war etwas mit dem Man als Ritter sein Geld verdienen konnte. Aber die Steuern einer Provinz zu kaufen und dann einzutreiben und die Menschen auszupressen erschien ihm wenig erstrebenswert.

  • Als die Rede auf Valerianus kam, lauschte Menecrates mit besonderer Aufmerksamkeit. "Damals in der Prima diente ich Valerianus als rechte Hand oder Adjutant, wie er es nannte. Damals, als er noch Legat und Caesar war. Ich habe ihn dabei schätzen gelernt", erwiderte Menecrates ungewohnt leise, bevor er in normaler Stimmlage fortfuhr. "Du hast deine Berichte und die sind goldwert! Ich habe keine Berichte, aber Erlebnisse. Es gab vor seinem Tod eine Zusammenkunft, zu der auch ich geladen war. Das Thema war Valerianus und so gut wie alle Anwesenden äußerten sich unzufrieden, sehr unzufrieden. Als ich nach meiner Meinung und Haltung gefragte wurde und meine Kaisertreue deutlich gemacht habe, wurde ich von der Cena ausgeschlossen. Man konnte es als Rauswurf werten.Ich denke", er hob vielsagend die Brauen, "es steckt sehr viel mehr hinter dem Giftmord als je ergründet wurde."


    Noch nie hatte jemand Menecrates nach der Quelle seines Wassers gefragt, daher nahm er bei Antoninus echtes Interesse an. "Ich beziehe es nördlich von Rom im Umfeld des Lago di Bolsena. Dort gibt es einige Quellen und ich habe bereits mehrere Landgüter dort erworben." Er schmunzelte verschmitzt, bevor er weiter zuhörte.

    "Das Reich ist klein", rief er belustigt aus, als der Aeliussohn im Zusammenhang mit Tiro Fori zur Sprache kam. "Livianus, nicht zu fassen! Ich habe ihn lange nicht gesehen."


    Es gab interessante Themen, aber vor allem aber auch das Anliegen eines Patronats, weswegen Menecrates gut zuhörte, als Spuriuns sprach. Er nickte, als der Wunsch nach dem Ritter zur Sprache kam. Er mochte junge Männer mit Zielen. "Den Ritter bekommt man nicht geschenkt, das hat dir dein Vater sicher längst erklärt. Wie beabsichtigst du ihn dir zu verdienen? Als Patron kann ich sicherlich gute Hilfestellung geben, aber auch ich muss etwas vorweisen können, um den Kaiser für das Ansinnen zu gewinnen." Klar wurde mit den Worten außerdem, dass dem Klientelverhältnis nichts im Weg stand.

  • Hm hm solche Berichte hatte Antoninus nun wieder noch gar nicht gehört aber die Sache war aus seiner Sicht auch nie richtig untersucht worden. Mit einem sehr irritierten Blick sagt er an seinen Patron gewandt. „Du meinst also sie könnten etwas damit zu tun gehabt habe? Dann haben sie es aber äußerst dumm angestellt. Wie kann man solch eine Tat begehen ohne sich der beiden Prätorianerpräfekten zu versichern oder zumindest einem?“ Es war ja nun hinlänglich bekannt das es ziemlich schwer war ohne diese einen Umsturz zu planen. „Und warum hätten sie seinen Sohn auch töten sollen?“ Das hatte damals seinen Verdacht auf den Vescularius gelenkt den das macht nur Sinn wenn man selbst nach der Macht greifen wollte. Wenn dann würde das bedeuten das diese Verschwörung vom Cornelius ausgegangen war. „Ich befürchte aber sie haben ihre Spuren gut verwischt.“ Es würde nicht leicht sein heute noch etwas darüber heraus zu finden. Zumal die Meinungen dazu sicher heute in der bereiten Bevölkerung eindeutig war der Vescularius wars. Selbst er war bis jetzt ja eindeutig davon ausgegangen weil er auch keine anderen Informationen hatte.


    Oh eine gute Wasserquelle zu kennen das erschien einem alten Soldaten immer ein gut angelegtes wissen zu sein. „Hm vielleicht sollte ich dort auch mal investieren. Hast du jemanden an der Hand der mir sagen kann wie ich dort ein Landgut erwerben kann?“ Vielleicht war es ja eine gute Idee sich dort mal nach einem Stück Land um zu sehen.


    Ja das Reich war wirklich kein in der Oberklasse. Natürlich kannten sich die Consulare der großen Familien die Decima. Da er aber lange mit seinem Sohn auf dem Land gelebt hatte und die Stadt lange nicht gesehen hatte konnte er auch nicht sagen wer in der Stadt war und wer nicht. „Oh ist er nicht in der Stadt?“ Konnte ja sein das er einen neuen Posten hatte.




    Nun kam es erst mal zu einem Gespräch zwischen seinem Sohn und seinem Parton. Natürlich würde der ihm auf den Zahn fühlen und das tat er auch. Was sollte sein Sohn schon sagen? Er war jung und unerfahren. Er hatte die Möglichkeit auf Grund seines Standes und seiner Fürsprecher gleich in den Ritterstand erhoben zu werden und direkt als Tribun zu beginnen. Für den Census würde er sorgen denn er hatte die Mittel seinen Sohn auszustatten. Aber er hörte erst mal zu was die beiden so sprachen.

  • Cauius hatte sich das nicht so schwer vorgestellt. Er hatte gehofft das sein Vater das regeln würde aber der hüllte sich leider in Schweigen. „Nun ich hoffe meine Ausbildung und der Umstand das mein Vater und du dich für mich verwenden werden. Den Augustus dazu bewegen können mir den Stand zu verleihen.“ Eigentlich sollte ja das Geld und gute Fürsprecher reichen. Auch wenn er sich nicht als jungen Schnösel sah. Gab es doch genug davon die ebenfalls nur auf ihr Geburtsrecht spekulierten. Und als Ritter musste man sich ja nicht um Amt im Senat bemühen. „Natürlich muss ich noch sehr viel lernen aber ich denke das man auch viel bei seinen Aufgaben lernen kann wenn man gute Vorgesetzte hat.“ Leider war das ja nicht immer so. Schon der große Caesa hatte nicht viel von seinen ritterlichen Tribunen und noch weniger von den Senatorischen gehalten. Aber dafür konnte er ja nichts. „Mein Vater hat versucht mich die letzten Jahre gut auf meine Aufgaben und eine Karriere vorzubereiten. Und ich hoffe das dein Vertrauen in ihn groß genug ist um mir deine Unterstützung zu zusichern.“ Er hatte zwar auch einen Rhetoriklehrer gehabt aber in der Gegenwart eines so groß angesehen Mannes fühlte er sich doch etwas klein und unsicher.

  • Menecrates überlegte, ob dieses Gespräch das geeignete war, um das Thema Valerianus zu vertiefen. In der Hauptsache ging es ja um das Patronat. Gleichzeitig musste Menecrates gegenüber neuen Klienten Vertrauen aufbauen, denn obwohl ein Klient seinem Patron gegenüber moralisch verpflichtet sein sollte, hatte der Claudier doch erhebliche Abstufungen in Bezug auf die Loyalität erlebt. Kam Spurinus nach seinem Vater, brauchte sich Menecrates nicht sorgen. Er entschloss sich daher zu einer Antwort.

    "Bis auf mich und einen weiteren Senator sind sämtliche Teilnehmer jener Zusammenkunft bereits über den Fluss. Die einen sind eines natürlichen Todes gestorben, ein anderer hat sich kurz nach dem Giftattentat selbst gerichtet und ein weiterer wurde vor Gericht gestellt. Warum sollte sich einer der Gastgeber jener Cena selbst richten?" Hätte Vescularius den Giftmord in Auftrag gegeben, müssten jene namhaften Senatoren nicht bangen." Es gab viele ungeklärte Fragen und eine Zeit lang wollte Menecrates unbedingt Antworten erhalten. Inzwischen floss viel Wasser den Tiber hinab. Er wusste nicht wofür, aber die Information über den letzten lebenden Beteiligten der Cena hielt er seitdem als Pfand zurück.


    "Sagt dir noch der Name Vinicius Lucianus etwas? Ihm wurde damals der Prozess gemacht und er wurde des Hochverrats verurteilt. Er nahm ebenfalls an jener Cena teil, saß neben dem Gastgeber, wirkte mit ihm vertraut und in seiner Haltung eindeutig." Er zuckte mit der Schulter. "Ich hätte trotz meines Wissens nicht für Vescularius ausgesagt. Der hat schließlich meine Familie verfolgt. Ein streitbarer Mann, der viel Unrechtes veranlasst hat, aber ich persönlich halte ihn nicht für den Auftraggeber."


    Die Frage nach den Quellgrundstücken verlor im Vergleich zu dem brisanten Thema an Bedeutung. Menecrates fand es unpassend, darauf einzugehen und schüttelte als Antwort den Kopf. Er hatte niemand an der Hand, der ihm Grundstücke zuschusterte, er hatte sich stets selbst um welche bemüht. Auch auf die Nachfrage nach Livianus musste er den Kopf schütteln - zu seinem Bedauern.


    Sie kamen zurück auf das Thema Patronat und die Ziele des Sohnes. "Ich setze mich immer für meine Klienten ein und in der Regel auch erfolgreich", sicherte Menecrates zu. "Allerdings weiß ich gern auch Bescheid, um bei Bedarf Rede und Antwort stehen zu können. Hast du demnach das Tiro Fori bei deinem Vater absolviert? Welche berufliche Verwendung strebst du nach deiner Ernennung an?"

  • Das würde die Sache noch weiter erschweren wenn keiner mehr da war um als Zeuge von dem Gespräch zu berichten. Antoninus war ja ohne hin der Meinung das eine Untersuchung dahingehend nur Fischen im Trüben Wasser wäre. Als aber von einem der Teilnehmer berichtet wurde der sich selbst gerichtet haben sollte wusste Antoninus von wem die Rede war. „Tiberius Duras war ein Mann von Ehre und eben ein Traditionalist. Ich kannte ihn, mein Vater war Scriba Personalis bei ihm. So weit ich mich erinnere hat er sich in ein Schwert gestürzt als er befürchten musste verhaftet zu werden.“ Genauer gesagt waren die Prätorianer schon im seinem Haus und hatten das Atrium gestürmt. „Vielleicht wollte er seinen Besitz schützen? Wer ohne Unterteil stirbt, stirbt als Unschuldiger. So umgeht man es das die Nachkommen enteignet werden.“ Das war in Rom ja nun keinen neue Mode. Er kannte die Grunde für den Selbstmord des Consular natürlich nicht. Er hatte nur ein Vermutung angestellt die sich darauf bezog wie der den Consular kannte.


    Natürlich kannte er die Vinicii das verstand sich ja aber er hatte diesen Prozess nicht verfolgen können. Damals hatten sie sich auf einen Feldzug vorbereitete da war das zwar Stadtgespräch aber eben nicht sein Schwerpunt. „Ja ich kannte die Vinicii aber ich muss gestehen das ich diesen Prozess nicht so verfolgen konnte. Es gab damals für mich drängendere Probleme.“ Das sein Patron trotz allem noch solche Stücke auf den Vescularius hielt ehrte ihn natürlich. „Es ehrt dich das du trotz allem so von ihm sprichst wie von einem würdigen Gegner. Viele würden es nicht so halten.“


    Oh schade das wäre wohl mal eine Gelegenheit gewesen die man beim Schopf hätte packen müssen ab es schien wohl aussichtslos.


    Als nun sein Patron mit seinem Sohn sprach hob er leicht den Becher mit dem Wasser als dieser sagte er würde sich für seine Klienten einsetzten. Ein Tirocinium Fori bei einem angehenden Ritter? „Meinst du das das nötig sein wird?“ Hackte er ein den wenn er ehrlich war hatte er sich darum nicht gekümmert. Und ganz dumm dastehen lassen wollte er nicht. „Ich meine sicher ist es keine schlechte Idee.“

  • Menecrates dachte eine Weile darüber nach, ob einzig die Vermögenssicherung die Handlungsweise eines Selbstmordes erklären konnte, aber zum einen machte es wenig Sinn, Handlungen spekulativ auszulegen und zum anderen erklärte es nicht die Tatsache, warum er als Kaisertreuer der Cena verwiesen wurde und wie dann die verbliebenen Gäste samt Gastgeber zu bezeichnen waren.

    "Der Prozess gegen Vinicius konnte von niemand verfolgt werden. Er fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt", erklärte Menecrates, bevor er erstaunt die Luft anhielt. "Wen meinst du mit würdigem Gegner? Würdig finde ich niemanden der soeben Angesprochenen, oder was habe ich gesagt, dass es so bei dir ankommt?" Da lag entweder bei ihm oder bei Iulius ein Missverständnis vor.


    Sie kamen erneut auf die Zukunft des Sohnes und insbesondere auf das Tiro Fori zu sprechen. "Regelrecht nötig nicht, wobei es darauf ankommt, was er mit dem Ritter anfangen möchte." Menecrates blickte zu Spurinus, den er vorhin bereits auf seine Pläne angesprochen hatte. Er wusste nicht, ob dieser die Verwaltung oder das Militär anvisierte. Ein Lehrjahr wäre sicher nicht verkehrt, wenn der junge Iulius eine Verwaltungslaufbahn anstrebte. Vielleicht nahm er sich aber seinen Vater zum Vorbild und wollte zum Militär. In diesem Fall erübrigte sich ein solches Lehrjahr.

    "Hin wie her, es wird ein Gang zum Kaiser nötig sein."

  • Caius hörte dem Gespräch der beiden zu aber sagen konnte er nichts. Das war alles viel zu lang her als das er sich daran hätte erinnern können. Es war interessant aber es wäre interessanter wenn er mehr darüber wüsste aber sein Vater sprach mit ihm so gut wie nie darüber. Die ganze Rebellion war schon solange her das der Cornelius war sogar schon verstorben.


    Er atmete auf als der Claudius anmerkte das er seine Klienten immer ordentlich vertreten wird. „Dein Engagement für deine Klient ist weit bekannt darum hoffe ich das ich mich bald zu diesen zählen darf.“ Er kannte ja die Erzählungen seines Vaters vom Claudius als Patron. Was seine Präferenzen anging so war ihm das noch nicht so recht klar. Natürlich war er der Sohn eines Soldaten und von klein auf damit aufgewachsen aber er wollte jetzt keine Verwaltungskariere ausschließen. „Nun ich denke und wünsche auch eine klassischen Beginn der Militia equestris am liebsten als Praefectus einer Cohortis quingenariae oder ein Tribunat.“ Er war ja sicher nicht der Sohn eines der reichsten oder angesehensten Eques aber er hoffte das er nicht ganz an das Ende des Reisch musste.


    Dann aber kam die Sprache auf ein Tirocinium rutscht ihm schon ein bisschen in die Hose. Das hatte sie gar nicht in Betracht gezogen. Er hatte auch nicht gedacht das er eines machen müsste. Dann aber sprang sein Vater ihm bei. Was das Tirocinium anging war er aber durchaus bereit eines zu machen. Es war auch die Chance mal ein wenig Abstand von seinem Vater zu bekommen. Er hatte ein gutes Verhältnis zu seinem Vater der benahm sich nicht wie ein klassischer Patriarch aber mal was anderes zu sehen war sicher nicht schlecht. Nun aber wollte er ein Mann sein und nicht immer nur dastehen wie ein kleiner Junge der er im Grunde war. „Noch nicht aber wenn du es für notwendig erachtest.“ Sagte er auf die Frage mit dem Tirocinium.


    Sim-Off:

    Das es keine Cohorten Praefektur gibt ist mir klar meine ID geht nur von der richtigen Militia equestris aus. Das es im IR auch Grund der wenigen bespielten Einheiten nicht gibt weiß ich ja.

  • Das war vermulich auch der Grund warum er nichts davon mitbekommen hatte. Sein Patron aber schien nun kurz etwas irritiert ob dessen was er gesagt hatte. Dabei hatte Antoninus es sogar anerkennend gemeint. „Nun wenn jemand von einem Anderen sagt, man habe ihn schätzen gelernt und ihn dann einen streitbaren Mann nennt. Dann ist das doch eine Anerkennung. Das war alles was ich damit meinte. “ Antoninus wollte nicht unterstellen das sein Patron die Taten des Vescularius in irgend einer Weise rechtfertigtet.


    Hm hm es war also doch nicht nötig dann hatte er es also nicht vergessen das war schon mal gut. Sein Sohn allerdings sich nicht mal abgeneigt zu sein. Das überraschte ihn ein wenig. Das sein Patron ein Gespräch beim Augustus vorschlug war wieder mal typisch. Er selbst hätte nur an die Kanzlei geschireben aber ein Consular hatte natürlich einen ganz anderen Zugang in solche Kreise. „Ich danke dir jetzt schon das du dich so um meinen Sohn bemühen willst. Ich selbst werde an die Kanzlei schreiben um mich selbst wieder etwas in Erinnerung zu bringen. Ich hoffe das man mich wieder für einen Aufgabe vorsieht. Ich hoffe du bist einverstanden das ich in dem Schreiben erwähne das ich deine Unterstützung habe?“ Eine obligatorische Frage aber dennoch wollte er sie natürlich gestellt haben. Das ihm die Unterstützung seiner Verwandten sicher war das verstand sich von selbst.

  • "Äh", entfuhr es Menecrates, während er Antoninus teils ungläubig, teils bestürzt ansah. Die Hand mit dem Pastetchen sank auf den Tisch. Sein Mund stand sogar einen Spalt offen."Bei allen Göttern, ich schätze doch Vescularius nicht! Zwar halte ich ihn für streitbar und im Grunde auch nicht für den Auftraggeber des Giftmordes, aber wie um aller Welt kommst du darauf, dass ich ihn schätzen gelernt habe?" Missverständnisse kamen beinahe täglich vor, aber dieses war extrem brisant und konnte zu Gerüchten mit großer Tragweite führen.

    Zwischen Valerianus und Vescularius lagen Welten und nur den einen schätze er. Auf ihn ließ er kein böses Wort kommen. Menecrates wusste nicht zu sagen, was er schlimmer fand: Dass er angeblich Vescularius schätzte oder dass er Valerianus streitbar fand, denn beide Umschreibungen münzte Antoninus einer Person zu. Beides wollte Menecrates nicht im Raum stehen lassen.


    Er brauchte eine Weile, um sich von dem Schreck zu erholen. In dieser Zeit aß er zwei Pastetchen und spülte mit Quellwasser hinunter. Schließlich konzentrierte er sich wieder auf die verschiedenen Anliegen und antwortete Antoninus: "Ja, natürlich kannst du mich als Unterstützer erwähnen."

    Das Anliegen - den Sohn betreffend - benötigte noch einen Abschluss. "Du kannst dich ab heute als mein Klient sehen", sicherte er einführend zu, "und wenn du die militärische Laufbahn einschlagen willst, ist ein Lehrjahr nicht nötig. Es ist sicherlich nicht unnütz, aber auch nicht notwendig. Ich sehe es allerdings als erforderlich an, dass du zu der Audienz beim Kaiser mitkommst. Unser Kaiser muss ja sehen und erleben sowie anhören können, wem er die Verantwortung eines hohen Posten übertragen soll. Ein guter Posten hängt nicht nur von der Fürsprache ab, sondern auch, wie man sich selbst verkauft."

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