[Atrium] Furii hospiti

  • Gnaeus war wirklich erleichtert, dass der Iulius ihn aufgenommen hatte und das es sich wenn auch nicht so von Dauer war wie der es sich gewünscht hätte, gelohnt hatte. Er hoffte das er es ihm möglichst bald zurückgegeben könnte. Hoffentlich kehrte sein Patron bald wieder oder wenigstens sein Großvater. Das reichte ihm der Senator die Tabula mit der Empfehlung. Er überflog das Schreiben und war wirklich überrascht über die Worte. Denn er hätte sich eher in einem militärischen Posten gesehen. Denn der hätte immer noch gern bei dein Vigiles als Tribun angefangen. "Ich danke dir für das Schreiben. Ich bin wirklich beeindruckt was du alles aufgeführt hast. Ich muss gestehen das ich da nicht an alles gedacht hätte was du da aufführst hast weil mir das meiste so normal vorkommt."

  • Lucius hatte aus seiner Sicht mehr für den Furius getan als unter einer so weitläufigen Verwandtschaft nötig gewesen wäre. Doch der junge hatte Ehrgeiz und hängte sich rein. Wenn er erst mal in die Ritterlaufbahn eingeschwenkt war, war es sicher Gut das er ihn so befördert hatte. Und auch sein Patron und sein Großvater würden sich sicher dankbar zeigen, so sie den wieder in Rom weilten. Was beim Großvater wohl eher Unwahrscheinlich war aber bei Vinicius Hungaricus doch im Raum stand.
    Aber gut erst mal weiter im Text den es gab ja noch einiges zu tun bis zu dem Zeitpunkt das es was an diesem jungen Mann zu gewinnen gab. „Ich hoffe du verlässt meinen Dienst jetzt nicht sofort. Ich habe den Augustus zu einer Cena eingeladen und erwarte bald seine Antwort. Vielleicht kann ich dich dem Augustus noch persönlich vorstellen. Auch will ich dir empfehlen noch mehr Befürworter für dein Anliegen zu sammeln. Dein Parton hat hier einige gewichtige Freunde. Vielleicht solltest du den Consular Purgitius Macer aufsuchen und ihn im Namen deines Partons um eine Empfehlung bitten. Ich habe ihn dir bei dem Opfer meiner Tochter vorgestellt, wie du dich sicher erinnerst.“ Das mit der Empfehlung war immer so eine Sache. Je mehr Fürsprecher man hatte um so leichter wurde es am Ende doch.

  • Nun da er eh noch keine neue Aufgabe hatte und auch ehrlich gesagt jetzt nicht so plötzlich mit dem Landgut gerechnet hatte. Hatte er eh nicht vor den Dienst des Senators zu verlassen. Gut er wäre schon gern mal auf das Landgut gereist um sich ein Bild davon zu machen wie die Reparaturen vorrangingen. Doch alle Anweisungen hatte der Senator ja schon auf der Rundreise in den Norden gegeben wo sie sich da ganze angesehen hatten. Zum anderen war das Land ja erst mal nur geborgt und er wollte da nicht so groß Geld reinstecken wenn es nicht ihm Gehörte. Wichtig war das sich das Landgut formal in seinem Besitzt befand. "Nun ich hatte nicht vor deinen Dienst zu verlassen zumal das mit dem Landgut recht plötzlich kam. Darum sage ich, dass ich gern weiter in deinem Dienst bleibe, bis sich etwas Anderes ergibt. Ich bitte dich aber um ein kleines Darlehen um ein paar Geschäfte zu erledigen." Er war ja nicht mittellos aber ein paar größere Anschaffungen standen an und da konnte er ein bisschen Hilfe gebrauchen.

  • Gut gut dann konnte er erst mal weiter auf seinen Schreiber bauen. Nicht das es nicht auch ohne gegangen wäre aber der Furius war nun mal grade eingearbeitet und wusste worum sich gekümmert werden musste. „Gut das freut mich zu hören.“ Sagte er auf die Antwort von Philus und horchte auch gleich weiter. „Hm an welche Summe hast du gedacht und welche Art Geschäft?“ Immerhin war der Furius so alt wie sein Sohn und da war man doch recht unbedacht. Doch so weit er sich erinner konnte war er ein pupillus seines Großvaters. Der wie man wusste einer der reichsten Männer des Imperiums war. doch augenscheinlich war dieser grade für den Furius nicht ansprechbar.

  • Hm mal sehen was sich aus der Cena mit dem Augustus ergeben konnte. Gnaeus hoffte natürlich das dieses Essen ihn seinem Ziel etwas weiter bringen würde. Er war im Grunde schon ein wenig aufgeregt denn auch wenn es ein privates Essen werden sollte war das schon eine Art Großereignis in einem Haushalt, selbst in dem eines Senators. Im Kopf ging er schon mal durch ob er dafür schon mal etwas besorgen musste oder besser sollte. Denn es gab einige in diesem Haushalt die das schon mal gemacht hatten.


    Was nun das Darlehen anging war er sich noch nicht so richtig sicher aber er wollte auf jeden Fall in das lukrative Fernhandelsgeschäft einsteigen. Denn das erschien ihm als gute Grundlage um abgesehen von den Landgut ein standesgemäßes Leben zu führen. "Ich dachte an 2000 Sesterzen da ich einen Fernhandel das erscheint mir ein gute Idee." Natürlich kein Pappenstiel aber wenn man nicht bei einem Senator nach einer solchen Summe fragen konnte bei wem den dann?

  • Ja gut wenn man Ambitionen in den Ritterstand hatte war sicher ein Fernhandel nicht die schlechteste Idee. Lucius wiegte kurz in seinem Kopf ab, da er dem Furius aber auch schon ein Landgut überschrieben hatte war das sicher das wirtschaftlich attraktivere. „Wenn du mich mit fünf Hundertstell am Gewinn beteiligst werde ich dir das Geld leihen. Mein Auswieger wird Dir das Geld geben.“ Er winkte einem der Sklaven zu sich die für alle Fälle in einer der Ecken standen um Aufgaben zu übernehmen. Dieser reichte dem Senator ein Täfelchen und auf diesem Machte er die Anweisung und gab dem Sklaven die Tabula zurück damit der diese an den zuständigen Sklaven weitergeben konnte. So konnte er doch ein bisschen am Fernhandel verdienen ohne dafür wegen der Lex Mercatus belangt zu werden.



    MM Sesterzen an Gn. Furius Philus auszahlen.


    L.Centho

  • Nun das sich der Senator im Gegenzu beteiligt sehen wollte, konnte er verstehen aber fünf Hundertstell des Gewinns? Naja was sollte es eine andere Möglichkeit gab es wohl grade nicht. "Einverstanden." Sagte er deshalb ohne Umschweife.


    Dann sah er dem Senator zu wie dieser die Anweisung an seinen Ianitor notierte und diese einem Sklaven gab. Na ja so ging das ganz wenigstens schnell von statten, den sicher war das Geld dann schon vorbeireitet wenn er nachhause gehen wollte. "Ich danke dir für deine Hilfe." Ja auch wenn er der Verwandte der verstorbenen Frau war, war er doch dankbar das der Iulius ihm so gewogen war, dass würde er sicher nicht vergessen.

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    Von der Porta kommend trat Gnaeus ins Atrium und ging schon mal um das Impluvium den eine größere Distanz brauchte er mit dem Senator Iulius nicht zuhalten auch wenn es natürlich besser wäre wenn seine Tante noch leben würde. Aber auch so war er ja noch mit den Kindern des Senators verwand. Wenn auch das Ehebündnis keinen Bestand mehr hatte. Sein jetziger Bund mit den Vettii würde ihm helfen seine Handelskontakte auszubauen. Seine zwei Schiffe die im Monat Getreide nach Rom lieferten waren für ihn nur der Anfang.

  • Der Hausherr der nun auch von den Sklaven so gesehen wurde, betrat nach einem kurzen Moment das Atrium. Der Türhüter hatte ihn aus dem Tablinum geholt dessen Tür geschlossen gewesen war weil er gearbeitet hatte. Ein Besuch von seinem Anverwandten Gnaeus aber war ihm doch eine Freude. „Gnaeus welche Überraschung. Ich hoffe du bist wohl auf und die Geschäfte laufen gut.“ Floskelte er dahin. „Die Gerüchte über mein Ableben sind verfrüht wie man sieht.“ Scherzte er weiter, auch um die Bösen Geister die mit so etwas einhergingen zu vertreiben. Das erste mal hatte er jede Ritze im Haus nach Fluchtafeln absuchen lassen. Sicher war sicher.

  • Gnaeus musste nicht lange warten, bis der Senator kam, und er kam auch aus dem Tablinum, so dass sich einfach nur die Tür öffnete. Die Begrüßung war freundlich wie immer, was er doch für ein Glück hatte. „Oh gut, es gibt gute Neuigkeiten.“ Sagte Gnaeus, aber dann sah Gnaeus den Senator verdutzt an. „Welche Gerüchte, Centho?“ Denn er hatte nichts der Gleichen gehört. Er war erst vor ein paar Tagen in Ostia vom Schiff gestiegen und in den letzten Tagen kam ihm kein solches Gerücht zu Ohren.

  • „Gute Neuigkeiten sind immer willkommen. Das höre ich doch gern.“ Das war auf jeden Fall schon mal gut, nicht dass es in letzter Zeit nur schlechte geben hätte. Aber vor dem Hintergrund, dass sie hier für Tod gehalten worden waren. Freute er sich natürlich, besonders mal etwas Gutes zu hören. Er wies mit einer Hand auf eine der Bänke an der Seite des Atriums.

    Oh, Gnaeus schien von dem Gerücht nichts gehört zu haben. „Oh nichts, was Blutegel nicht heilen können. Mach dir keine Gedanken darum. Erzähl mir lieber von den guten Neuigkeiten.“

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