entlaufener Sklave gesucht

  • Am Stadttor hatte er sich von seinem Begleiter getrennt. Sie wollten auf unterschiedlichen Wegen und an unterschiedlichen Orten die Suche nach dem vermissten Sklaven Linos aufnehmen. Vielleicht wäre es klug gewesen, sich zunächst auf dem Forum umzuhören, aber Macro konnte nicht widerstehen - seine Schritte hatten ihn unmittelbar in diese Taberna gelenkt. Er trat zur Tür herein und sah sich zunächst um. Geld für eine Bestellung besaß er nicht, also würde die Bedienung ihn womöglich nicht gerne sehen. Trotzdem versuchte er sein Glück und ging zu einer Art Vorbau oder Tresen. Dort sprach er die Frau an, die gerade einen Teller aus der Küche gereicht bekam.


    "Hättest du einen Moment Zeit, nachher? Ich suche nach Hinweisen. Zweckdienliche Hinweise werden durchaus belohnt." So war das zwar keineswegs abgesprochen, aber Macro ging davon aus, dass sein Herr nicht kleinlich wäre, wenn der durchschlagende Hinweis kam.

  • Hulda, Schankmädchen
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    Hulda hatte an diesem Tag Tresendienst. Der tiefe Teller, der ihr gereicht wurde, war mit Getreidebrei und Kohl gefüllt und duftete verführerisch. "Heilsa," begrüßte sie den muskulösen Mann, der da an sie herantrat. Nachdem sie einem hungrigen Maul den Teller auf dem Tresen vor die Nase gesetzt hatte, brachte sie einen Moment Zeit auf, um sich dem Muskelprotz zu widmen. "Zeit hab' ich nur für Leute, die gut zahlen," war ihre erste Antwort, bevor sie sich eines besseren besann. "Was willst'n wissen?" gab sie hinterher, während sie eine Bestellung von einem weiteren Kunden aufnahm und daraufhin gleich einen Krug mit Bier füllte.




  • Der Teller duftete wunderbar, sodass Macro schlucken musste. Ihm wurde außerdem bewusst, dass er selbst nicht gegrüßt hatte. Gleichzeitig wunderte er sich über den Gruß der Frau und versuchte ihn zu imitieren. "Heil sa …lve." Und dann kam auch schon das Geldproblem zur Sprache. Er hegte und pflegte die letzten beiden Sesterzen aus Rom. In Germania gab es keine Kämpfe und demnach keinen Verdienst für ihn.


    "Mein Herr zahlt gewiss gut", beteuerte er und lief ihr bis zum Tisch nach, wo sie das Bier auffüllte. "Der Legatus sucht einen Deserteur. Hast du einen Hinweis auf einen Mann unter 20, recht schlank, fast spakelig zu nennen." Zumindest im Vergleich zu ihm. "Er hat schwarze Haare, braune Augen spricht griechisch und Latein und hört manchmal auf den Namen Linos, manchmal auch auf Manuel." Gespannt sah Macro das Schankmädchen an.

  • Hulda, Schankmädchen
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    Mit halbem Ohr hörte Hulda dem Kraftprotz zu, der seine Beschreibung vorbrachte, während sie einem weiteren Kunden ein Getränk hinstellte. "Der Legatus, sagst du? hakte sie daraufhin argwöhnisch nach. "Welcher Legatus? Was zahlt er denn? Zeig' mal her das Geld, bevor du gleich davonläufst und mich arm steh'n lässt, wenn ich dir alles verraten habe." Hulda warf ihrem Gegenüber einen zweifelnden Blick zu. Sie war doch nicht so blöd, hier gleich ihr Wissen preiszugeben, damit dieser Hund ohne zu bezahlen verduften konnte. Sie war ja nicht einfältig.




  • Boah, bei der Frau sah man praktisch die Geldstücke anstelle der Augen aus dem Kopf leuchten. Keine Spur von Hilfsbereitschaft und keinerlei Andeutung von wirklichem Wissen.
    Macro verschränkte die Arme vor der Brust.


    "Was bist du denn für ein verdorbener Charakter? Auch ein Finder erhält erst bei der Abgabe des verlorenen Stücks seinen Finderlohn." Macro schüttelte den Kopf. "Und ich sprech von dem reichen Legat, dem von der Legion, dem Patrizier." Macro wusste, wovon er sprach. Sein Herr schmiss das Geld manchmal nur aus Spaß an der Freude unter die Leute. "Weißt du nun was oder weißt du nichts? Du musst es ja auch nicht mir verraten, wenn du den entscheidenden Hinweis hast. Geh ins Kastell und sag es in seinem Sekretariat."

  • Hulda, Schankmädchen
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    Hulda traute ihren Ohren nicht. Verdorbener Charakter? Was bildete dieser fiese Kerl sich eigentlich ein? "Wat sachst du?! Hör mal du oller Hundesohn, noch so'n Spruch und du fliest hier achtkantig raus, ist das klar?! Du bist hier der, der was wissen will, nicht ich!" Hulda konnte es noch immer nicht fassen. Da kam so einer dahergelaufen und meinte jetzt auch noch sie beleidigen zu müssen. Das war ja wohl der Gipfel der Dreistigkeit.
    "Wenn dein toller Legat reicht ist, dann kannste mir das ja auch zeigen," fuhr sie fort. "Und natürlich kann ich dir jetzt auch sofort alles erzählen. Ich will nur sicher gehen, dass du mich nicht verarschst."


    In dem Moment rauschte der Wirt an ihnen vorbei, dem die Silva Nigra gehörte. Er polterte im Vorbeilatschen: "Quatsch dich nicht fest, arbeite lieber! Sonst streich' ich dir 'nen Wochenlohn!"


    Hulda riss entsetzt die Augen auf und fürchtete bereits um die mögliche Belohnung. Sie lenkte daher ein bisschen ein. "Also, so 'nen Typen wie du ihn suchst hab' ich vielleicht gesehen. War vorgestern abends hier." Wie genau der Mann ausgesehen hatte und ob er allein oder in Begleitung war, ließ Hulda bewusst offen.




  • Da Macro ohnehin kein Geld bei sich trug und es überwiegend der Wunsch seines Herrn war, Informationen über Linos zusammenzutragen, nur ein kleines bisschen auch sein eigener Antrieb, brach er die Verhandlung ab.


    "Ich sehe, du hast weder Zeit noch Vertrauen. Wenn du was weißt und in bare Münze umsetzen willst, dann komm ins Legionslager. Liegt ja quasi vor der Haustür. Schönes Tag noch!" Vielleicht konnte er auch den Miles hierher schicken. Auf alle Fälle kam er selbst hier nicht wie gewünscht weiter.

  • Ohne umweg ging ich ich die Taberna um diese störrische frau zu befragen. Ich hoffte an die gewünschten Informationen zu kommen. Hintere der Theke erblickte ich sofort eine frau, ohne lang zu fackeln ging ich zu ihr. Salve, ich bin Optio Fontinalis. Ich bin auf der suche mach jemanden. Es war gerade bereits ein Sklave da und wollte die selben informationen haben. Aber anscheinend gab es verständigungs Probleme. Nun was kannst du mir berichten. demonstrativ holte ich ein paar Geldstücke aus meinen Beutel.

  • Thyrsus stellte sich nahe an den Eingang, sollte jemand fluchtartig gehen wollen würde er ihn aufhalten. Natürlich trug er nicht die volle Rüstung, sondern lediglich die lorica, seinen Gürtel, das Gladius, den Helm und damit hatte es sich auch schon. Eigentlich hätte ja Gürtel und Gladius gereicht, aber er wollte sicher gehen. Außerdem war so klar dass hier nicht irgendwer stand, sondern ein Soldat Roms.
    Er beobachtete das Treiben genau, jeder hier hätte etwas sehen können, jeder hier hätte ein Helfer sein können.

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