[Officium] Tribunus Cohortis Urbanae Lucius Petronius Crispus

  • Octavius Frugi war zu einer Besprechung zu seinem Tribun geladen und betrat dessen Officium um für diesen eine Mitteillung zu hinterlassen. „Salve Cornicularius“, begrüßte er den Anwesenden, „eigentlich war ich, wie dir sicherlich bekannt ist zu einer Besprechung geladen. Richte dem Tribun bitte aus, das ich zuerst einer Einladung der Kaiserin folgen muss.“ Damit drehte er ab und machte sich auf zum Palatin.

  • Maro sah Frugi gerade noch um die Ecke verschwinden, als er selbst beim Officium des Tribuns auftauchte. Etwas verwirrt meldete er sich beim Tribun ur Besprechung an.

  • Maro wurde vom Cornicularius eingelassen. Im Officium erwartete ihn der Tribun hinter seinem Schreibtisch sitzend und mit irgendwelcher Korrespondenz beschäftigt.
    "Octavius, tritt ein - wo ist der andere Octavius?"
    fragte er verwirrt.

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Der Optio zuckte die Schultern.


    "Ich sah ihn gerade den Gang runter laufen. Vielleicht weiß dein Cornicularius ja mehr."

  • Wie aufs Stichwort steckte Ulpius in diesem Moment seinen Kopf durch die Tür.
    "Optio Octavius-"
    Er sah kurz in den Raum und stockte.
    "Also Octavius Frugi hat sich entschuldigt. Er sagte, er hat einen Termin bei der Augusta."
    Lucius sah seinen Adjutanten verwirrt an - bei der Augusta? Seit wann hatten gewöhnliche Unteroffiziere Termine bei der mächtigsten Frau der Welt? Nicht einmal der Tribun selbst hatte je eine Einladung am Kaiserhof gehabt! Es musste ein Scherz sein - Lucius verstand zwar nicht, warum, aber er hatte inzwischen gelernt, dass unlogisches Verhalten oft scherzhaft gemeint war.


    Andererseits war es irrational, sich jetzt über diese Unverschämtheit aufzuregen - immerhin einer der Einbestellten war ja da!
    "Wenn er dir wieder über den Weg läuft, schicke ihn zu mir!"
    befahl er dem Octavier, der als leitender Optio ja gewissermaßen für den zugeteilten Optio der Vorgesetzte war - zumindest dürften die beiden sich regelmäßig sehen!


    Er schnaufte durch und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück.
    "Aber egal - machen wir weiter."
    Er schob eine Tabula vor sich und blickte dann zu Maro auf.
    "Wie geht es deiner Centuria, Optio?"

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Meiner Centurie? Maro war irritiert. Die Centurie war seinem neuen Vorgesetzten, dem neuen Centurio, unterstellt. Mit dem jedenfalls kam Maro soweit ganz ordentlich aus. Genau genommen sahen sie sich relativ wenig. Maro hing entweder auf dem Exerzierplatz um Rekruten anzuschreien oder in der Stadt bei Ermittlungen. Der Centurio machte sein Ding und führte die Centurie soweit Maro erkennen konnte bisher ohne größere Unfälle.


    Er hatte daher auch nichts aufregendes zu berichten.


    "Jawohl Tribun. Wir füllen langsam aber sicher die Reihen wieder auf und ich denke, dass die Centuria absolut kampf- und diensttauglich ist. Ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang. Ungewöhnlicherweise haben wir nun zwei Optios in der gewissermaßen auf einem Haufen. Aber bisher gabs da keine Probleme. die von Germanien abkommandierten fügen sich soweit ich das erkennen kann ganz ordentlich ein. Wie man es von professionellen Soldaten erwarten kann. Derweil gehen diverse Ermittlungen von statten. Wie immer, Tribun."

  • Ein wenig außer Atem betrat Octaviuas Frugi das Officium des Tribun und grüßte vorschriftsmäßig.
    „Salve Tribun, ich hoffe man hat mich entschuldigt für mein zu spät kommen, Salve Maro.“ Angenehm empfand er es nicht gerade in ein laufendes Geschräch herein zu platzen.

  • Sim-Off:

    Das ging jetzt aber sehr schnell - dann nehmen wir vielleicht eher an, dass du nicht unmittelbar vor diesem Gespräch, das vermutlich nicht mal eine Minute gedauert hat, zur Kaiserin losgegangen bist, sondern dich schon früher am Tag abgemeldet hattest :D


    Der Petronier hörte sich den knappen Bericht an - im Grunde bedeutete er nichts anderes als "alles in Ordnung". Insofern konnte der Tribun zufrieden sein.
    "Ich habe dich und Octavius Frugi genau wegen der Sache mit den zwei Optionen gerufen."
    Genaugenommen hatte er sie rufen lassen - aber sie wussten schon, was gemeint war.


    Bevor er weiter reden konnte, schlich sich der Octavier ins Officium und stellte sich vor.
    "Na, da ist ja der Ehrengast der Kaiserin!"
    spottete Lucius und sah den Optio dann durchdringend an.
    "Wo bist du gewesen, Octavius?"
    Die Ausrede mit der Kaiserin klang für ihn so unwahrscheinlich, dass er davon ausgehen musste, dass Frugi versucht hatte ihn zu verarschen - bevor sie weitermachten, musste er diese Sache klären!

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Octavius Frugi kniff sein rechtes Auge ein wenig zusammen und konnte sich ein schiefes Grinsen nicht unterdrücken. War das gerade Neugierde oder doch eher Missgunst von seinem Tribun. Was kratzt mich das, ich habe nicht um eine Unterredung gebeten, sondern wurde gebeten und wenn er was wissen will soller direkt fragen, dachte er. Ironisch meinte er dann, „ich dachte mir, ich besorge mir eine Einladung von unserer Augusta, damit ich einen Grund habe zu spät zu kommen“. Damit zog er die Einladung hervor und zeigte sie dem Tribun.



    Ad Optio Titus Octavius Frugi
    Cohortes Urbanae
    Castra Praetoria, Roma



    Die Augusta Veturia Serena bittet dich morgen zur neunten Stunde zur privaten Audienz bei ihr zu erscheinen.


    Zeige dieses Schreiben bei der Torwache als Legitimation vor.



    Im Auftrag der Kaiserin


    Typewriter
    Schreiber der Kaiserin



    Auf gute Zusammenarbeit, war Frugis nächster Gedanke.
    „Wenn das nicht glaubhaft ist, bleibt nur noch bei der Kaiserin nach zufragen. Möchtest du oder soll Maro?“

  • Der Optio schätzte die Situation eindeutig falsch ein - ironische Bemerkungen waren nicht unbedingt das, was Lucius an Untergebenen schätzte! Ohne einen Kommentar nahm er also die Einladung und sah sie an. Er hatte keine Ahnung, wie der Scriba der Augusta hieß - insofern nützte das Schreiben allein wenig. Das schien auch Frugi zu denken, denn er verwies einfach direkt auf die Augusta. Das ganze war irgendwie merkwürdig, aber so viel Dreistheit traute er dem Neuen nicht zu, dass er ein Schriftstück fälschte, um sich mit der Behauptung einer völlig unwahrscheinlichen Audienz vor einem Gespräch mit dem Vorgesetzten zu drücken.


    "Optio Octavius Maro!"
    korrigierte er Frugi schließlich spitzfindig und gab das Schreiben zurück - im Dienst hatten seine Untergebenen sich gefälligst ordentlich anzusprechen, selbst wenn sie Verwandte waren!
    Die Attitüde des neuen Octaviers gefiel ihm nicht recht. Vielleicht musste er seiner Geschichte ein bisschen näher auf den Zahn fühlen:
    "Was wollte die Kaiserin denn von dir?"

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Gut, dachte Frugi bei sich, drei sind eindeutig einer zu viel, dann bin ich ab jetzt wohl der Arsch vom Dienst. „Die Kaiserin scheint sich zur zeit über das Leben in Germanien zu interessieren und wollte von mir etwas von der Stimmung dort hören.“ Prompt kam die knappe Antwort von Frugi.

  • "Soso."
    antwortete der Petronier und runzelte verwirrt die Stirn. Man konnte annehmen, dass die Augusta bessere Quellen für die Stimmung in einer Provinz hatte als einen x-beliebigen Soldaten, der von dort kam. Aber er hatte jetzt weder die Möglichkeit, das zu verifizieren, noch es zu falsifizieren. Also machte er vorerst einfach weiter.
    "Ich werde das bei Gelegenheit prüfen lassen."
    schloss er die Sache also ab und klärte die beiden Optionen dann über den Grund ihrer Vorladung auf:
    "Ich habe euch rufen lassen, weil es Zeit wird, die Verstärkung aus Germania ordentlich in die Cohortes Urbanae einzugliedern. In Rücksprache mit dem Praefectus Urbi habe ich entschieden, deinen Posten, Octavius Maro-"
    Er sah zu dem einen Octavier.
    "-an dich, Octavius Frugi-"
    Nun sah er zu Frugi, der scheinbar ein bisschen beleidigt war.
    "-zu übertragen."
    Sein Blick blieb auf Frugi ruhen.
    "Deinen zukünftigen Centurio Quintus Falcidius Virginianus* wirst du ja bereits kennen. Wie du sicher auch weißt, ist er mit dem Stabsdienst sehr beschäftigt, sodass der allgemeine Tagesdienst der III. Centuria vor allem dir obliegen wird. Da du ja schon einmal bei uns gedient hast, wirst du hoffentlich wissen, was das bedeutet. Noch Fragen?"
    Diese Sache mit der Augusta war Lucius suspekt und die etwas respektlose Art Frugis schmeckte ihm gar nicht. Trotzdem konnte er die Entscheidung, die er Stertinius Quartus selbst nahegelegt hatte, nicht einfach revidieren...

    Sim-Off:

    * Mehr über ihn findest du hier. Nach so langer Zeit hier dürftest du ja mit ihm Bekanntschaft gemacht haben. ;)

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Eisern war Frugis Mine, was für ein Mistkerl, so eine Type ist mir bisher noch nie begegnet, dachte er. Unwillkürlich fiel ihm der Erkundungsmarsch ein, wo der altgediente Legionär, ihn vor solche Vorgesetzte warnte.
    „Nein Tribun, der Centurio war leider bisher dienstlich abwesend“, kam seine erste Antwort. Die zweite war. „Ja zwei Fragen Centurio, erstens, wo liegt das bisherige Augenmerk, außer der Ausbildung von den Neuzugängen und gibt es dazu was zu beachten oder Protokolle? Zweitens, darf ich erfahren welche Aufgaben Optio Octavius Maro zugewiesen werden?“ Schließlich wollte ich niemanden etwas wegnehmen, schon gar nicht einem Verwandten.
    Ob dem Petronius allerdings seine zweite Frage gefiel, bezweifelte er, kaum dass er sie ausgesprochen hatte.

  • "Tribun."
    korrigierte der Petronier säuerlich, als Frugi ihn versehentlich mit "Centurio" ansprach. Die Fragen waren aber natürlich berechtigt - zumindest Frage 1:
    "Über deine konkreten Aufgaben, die Abläufe etc. wird dich Optio Octavius und Centurio Falcidius Virginianus informieren, wenn er zurück ist."
    Lucius hatte ganz übersehen, dass der Chef der Einheit momentan auf Dienstreise war - was aber nichts hieß, denn so wahnsinnig viel hatte der Petronier mit Falcidius' Abteilung nicht zu tun. Das war zwar nicht weiter schlimm - seine Familie hatte sich als doch nicht so lukrativ erwiesen wie erhofft - aber es fehlte ihm eben etwas an Überblick über seine Offiziere.


    Frage 2 ging Frugi zwar eigentlich nichts an, aber der Petronier antwortete trotzdem lakonisch:
    "Optio Octavius Maro wird in den Stabsdienst versetzt."
    Das wusste nicht einmal Maro selbst - aber deshalb hatte Lucius ja beide Octavier einbestellt.
    "Darüber würde ich mit Octavius Maro auch noch kurz unter vier Augen sprechen, Optio."
    fügte er dann noch an. Da Frugi keine weiteren Fragen gestellt hatte, war er ja im Grunde fertig.


    Sim-Off:

    Möchtest du eine ausgesimmte Einsetzung als Optio? Oder einfach direkt übernehmen? :)

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Himmel nochmal durchfuhr es Frugi fast gleichzeitig mit der Verbesserung seines Tribuns, wie konnte mir das denn passieren? Macht der Kerl mich jetzt kirre? Na dann auf fröhliche Zeiten in Rom.
    „Gut dann warte ich auf Optio Maro, in seinem Officium. Vale Tribun“, kam mit der Ehrenbezeugung, „Vale Optio Maro bis später“.
    Kaum verabschiedet drehte ich mich auf meinem Absatz um und verließ das Büro.


    Sim-Off:

    Nach kurzer Einweisung von Maro kann es losgehen.

  • Maro nun wusste sich nicht recht einen Reim darauf zu machen. Versetzung in den Stabsdienst war natürlich immer eine feine Sache. Er vermutete, dass es etwas mit ihrer Tätigkeit in dieser notorischen Kommission zu tun hatte. Aber vielleicht war es ja auch etwas ganz anderes. "Vale Optio." anwortete er Frugi noch etwas gedankenverloren.


    "Stabsdienst, Tribun? Sehr gut. Ich bin bereit."

  • Der Tribun nickte, als Frugi Ruhe gab - die Sache mit der Augusta musste er unbedingt noch überprüfen! Vielleicht konnte Maro ihm da ja gleich weiterhelfen...


    Dem Mann musste er sich als nächstes widmen. Das Gespräch hatte eine gewisse Vorgeschichte, bei der die Kommission tatsächlich eine gewisse Rolle spielte. Denn dadurch, dass der Trecenarius nicht müde wurde, die Versäumnisse der Cohortes Urbanae hervorzuheben, hatte diese Nachricht inzwischen die Runde gemacht - vor allem bei den Prätorianern. Lucius hatte die Lage analysiert: Er konnte dem Optio keinen Vorwurf machen und sah das ganze als Verleumdungskampagne, deren Opfer am Ende der Octavier war. Nicht, dass Lucius Mitleid mit ihm hatte - das war keine seiner Emotionen - aber diese Vorwürfe schadeten seiner Einheit und damit letztlich ihm. Er hatte also überlegt, wie er die Situation am besten behandelte und war zu einem Ergebnis gekommen:
    "Octavius, setz dich."
    befahl er zuerst einmal dem scheinbar tatendurstigen jungen Mann - das Gespräch konnte etwas länger werden.
    "Ich habe beschlossen, dich zu meinem Cornicularius zu ernennen."
    eröffnete er dann seine Pläne. Diese Entscheidung war natürlich in Absprache mit Ulpius, seinem bisherigen Büroleiter getroffen worden - der Tribun wollte sich den Mann, den er extra von der Classis mitgebracht hatte, ja weiter warmhalten! Also hatte er dafür gesorgt, dass Ulpius in eine Nachschubabteilung versetzt werden konnte, aus der er leicht zurückzubeordern war - falls der Octavier als Versager erweisen würde. Allerdings war der Petronier doch ganz guter Hoffnung, denn bisher hatte Maro sich als zuverlässig und respektvoll erwiesen. Vor allem wollte er allerdings ein genaueres Auge auf den Optio haben, um ihn einerseits schützen zu können, andererseits zu überprüfen, ob die Vorwürfe der Nachlässigkeit realistisch waren.
    "Es geht um die Vorwürfe, die gegen die Cohortes Urbanae im Allgemeinen und dich im Besonderen geäußert wurden. Wie ich schon mehrfach betont habe, halte ich sie für gegenstandslos. Ich halte es aber für rationaler, dich vorerst etwas aus dem Ermittlungsalltag herauszunehmen, dass diese Schmutzfinken von den Prätorianern dir nicht gleich wieder irgendwelche Versäumnisse anhängen können."
    Dass sie so etwas unter Umständen taten, davon war der Tribun überzeugt.
    "Als Leiter meines Officium arbeitest du mir direkt zu, sodass es schwieriger wird, dich anzuschwärzen - was aber nicht heißt, dass ich nicht auch darauf achten werde, dass du einen ordentlichen Job machst!"

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • "Irgendwelche Versäumnisse anhängen... schwieriger wird, dich anzuschwärzen... darauf achten werde, dass du einen ordentlichen Job machst." Interessant. Leiter des Officiums mocht vielleicht auf den ersten Blick wie eine Beförderung wirken. Doch in der Praxis war der Tribun offenbar vor allem darauf aus, Maro im Auge behalten zu können. Das gab Maro zu denken. Nun war der Optio kein Politiker. Im Gegenteil. Aber trotzdem fand er es aus der Sicht des Tribuns seltsam, sich den Optio, der Scherereien mit den Prätorianern verursachte auch noch ins Officium zu setzen. Wäre er Crispus, hätte Maro den notorischen Optio wahrscheinlich direkt nach Germania versetzt um ihn soweit wie möglich von seiner Karriere fern zu halten. Aber vielleicht war der Tribun ja ein besserer Stratege als er. Mal sehen.
    Einerlei. Er würde sich nicht darüber beschweren, nicht unauffällig an die kaledonische Grenze abgeschoben zu werden.


    "Jawohl Tribun. Vielen Dank. Wann soll ich beginnen und womit?"

  • Ganz in der Nähe seines eigenen Officiums lag auch das eines Tribuns der Urbaner. Silanus überlegte recht lange woher ihm der Name bekannt vorkam, der an der Türe stand bis ihm einfiel, dass er vor langer Zeit seinem Bekannten Tiberius Lepidus einen Gefallen erwiesen und einen seiner Klienten zu einem Posten bei der Classis verholfen hatte. Dieser Klient hieß Petronius Crispus. Neugierig geworden und da er ohnehin vor hatte sich bei den Nachbarofficien vorzustellen klopfte der Iunier an und trat ein.


    "Salve! Ich bin Tribun Iunius Silanus von den Prätorianern. Erster Tag heute. Mein Officium ist gleich den Gang hinunter und ich wollte mich kurz vorstellen kommen."

  • Zitat

    Original von Marcus Octavius Maro
    "Irgendwelche Versäumnisse anhängen... schwieriger wird, dich anzuschwärzen... darauf achten werde, dass du einen ordentlichen Job machst." Interessant. Leiter des Officiums mocht vielleicht auf den ersten Blick wie eine Beförderung wirken. Doch in der Praxis war der Tribun offenbar vor allem darauf aus, Maro im Auge behalten zu können. Das gab Maro zu denken. Nun war der Optio kein Politiker. Im Gegenteil. Aber trotzdem fand er es aus der Sicht des Tribuns seltsam, sich den Optio, der Scherereien mit den Prätorianern verursachte auch noch ins Officium zu setzen. Wäre er Crispus, hätte Maro den notorischen Optio wahrscheinlich direkt nach Germania versetzt um ihn soweit wie möglich von seiner Karriere fern zu halten. Aber vielleicht war der Tribun ja ein besserer Stratege als er. Mal sehen.
    Einerlei. Er würde sich nicht darüber beschweren, nicht unauffällig an die kaledonische Grenze abgeschoben zu werden.


    "Jawohl Tribun. Vielen Dank. Wann soll ich beginnen und womit?"


    "Du sollst Octavius Frugi zuerst deine Centuria übergeben."
    erklärte der Petronier und blickte kurz zu der Tür, durch die der Genannte eben verschwunden war.
    "Du weißt ja, dass dein Centurio sich wenig um deine Männer gekümmert hat. Ich nehme nicht an, dass sich das ändern wird - also bereite Octavius Frugi darauf vor. Er bekommt wie du freie Hand im Tagesdienst."
    Das war die eine Sache - zwar misstraute Crispus dem neuen Mann aus Germania, aber wenn man ihn von vornherein gängelte, kostete das nur Energie - es war irrational, diesen Aufwand wegen eines einmaligen komischen Verhaltens zu investieren.
    "Dabei kannst du gleich für mich herausfinden, was an der Geschichte mit der Augusta dran ist - ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so unbedeutendes wie dieser Optio von der Augusta persönlich eingeladen wird, um ein bisschen über Germania zu plaudern. Entweder er hat gelogen oder die Augusta hat irgendetwas Bestimmtes vor."
    Das war im Grunde gleich der erste Auftrag an seinen Cornicularius.
    "Sonst kannst du dich von Ulpius einweisen lassen. Deine Aufgabe wird vor allem die Leitung meines Officium sein, also die Regelung des Besucherverkehrs, die Veröffentlichung meiner Befehle und Anweisungen und hier und da vielleicht ein kleiner Sonderauftrag - so wie die Befragung von Octavius Frugi."
    Lucius hatte gewisse Sonderwünsche - so legte er großen Wert auf exakte Zahlen, auf die Einhaltung der Hierarchie und überhaupt die genaue Einhaltung von Regeln aller Art. Das würde Ulpius aber ausführlicher erklären können...

    cu-tribunuscohortisurbanae.png petronia2.png

    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!