[Casa] Tribunus Laticlavius Lucius Vinicius Massa

  • Waren es Stunden, oder doch nur Minuten.... wer konnte das schon sagen.... ich hatte die Zeit vergessen in der schier unstillbaren Lust und Leidenschaft der Vereinigung. Doch als nach diesem grandiosen Höhepunkt die Lust wieder abschwoll, fiel ich erschöpft zur Seite und keuchte doch ein wenig vor mich hin. Zufrieden und mit geschlossenen Augen lag ich also da und versuchte, wieder etwas Ruhe in meinen Herzschlag zu bringen.

  • Ich blieb eine Weile einfach so liegen bis mein Atem langsam wieder zur Ruhe kam. Langsam öffnete ich meine Augen wieder. Ein angenehmes Gefühl breitete sich in mir aus, welches ich so bisher selten erlebt hatte. Ich hatte mich so frei gefühlt und glaubte, nun sei alles möglich. Doch relativ schnell kam ich wieder zu der Überzeugung, dass alles so war, wie bisher. Ich wäre ziemlich töricht gewesen, wenn ich geglaubt hätte, dass sich nun grundlegende Dinge ändern würden, nur weil ich mit meinem Dominus geschlafen hatte.


    Etwas zögernd setzte ich mich auf. Gerne hätte ich den Moment noch länger ausgekostet. Doch ich war ja nicht zum Spaß da. Meinem geübten Auge fielen auch sofort die Kleidungsstücke auf, die einfach so achtlos hingeworfen worden waren. Dann wandte ich meinen Blick Massa zu, der mit geschlossenen Augen neben mir lag. Sein muskulöser Körper hatte mir von Anfang an gefallen. Nun lag er entblößt da, so dass es mir schwerfiel, meinen Blick wieder von ihm abzuwenden. Ich musste grinsen, als ich sah, dass er noch immer seine Caliga trug. Dann wich mein grinsen und ich erhob mich, um mich dann gleich wieder vor das Bett zu knien, um ihm seine Schuhe auszuziehen.

  • Ich spürte, wie sich Thula bewegte und erwartete eigentlich, dass sich sich an mich legen würde, doch nein, sie stand auf und fummelte an meinen Schuhen herum. Ich liess dies geschehen und als sie fertig war erst sagte ich "Was machst du da? Leg dich wieder zu mir....." irgendwie hatte ich das Bedürfnis heute Nacht nicht alleine zu sein ".... verbring die Nacht hier, in meinem Bett"

  • Ich war noch ganz vertieft in meinen Gedanken. Ganz automatisch stellte ich die Schuhe ordentlich neben das Bett. Daher schreckte ich auch etwas auf, als seine Stimme zu mir dang. Eigentlich wollte ich noch die Kleidung aufräumen, ließ es aber dann sein.
    „Ja Dominus,“ entgegnete ich und stand auf. Mir war nicht so ganz klar, ob ich mich deswegen jetzt freuen sollte, dass er mich zurück in sein Bett holte und ich die Nacht über bei ihm bleiben sollte. Zum einen fand ich ihn ja anziehend, andererseits hatte ich bedenken, was passieren könnte, wenn er zu sehr mit meinen Gefühlen spielte. Doch zunächst tat ich einfach das, was er wollte. Also kroch ich wieder zurück auf das Bett und legte mich direkt neben ihn, so dass wir uns gegenüberlagen. Mir war nicht klar, ob ich jetzt etwas sagen sollte, daher lag nur ein mildes Lächeln auf meinen Lippen.

  • Eine Weile noch lag ich so da und sah sie an. Es schien als würden hier nicht Herr und Sklavin liegen, doch für den Moment war mir das egal. Heute Nacht brauchte ich die Nähe einer Frau, einen warmen Körper und Zuneigung. Ich genoss einfach die Situation und die Wärme dieser Frau und schlief schliesslich befriedigt und zufrieden ein.

  • Meine Bedenken schob ich erst einmal beiseite, denn im Grunde genoss ich ja die Wärme. In gewisser Weise war das für mich eine Premiere. Ich hatte noch nie die ganze Nacht an der Seite eines Mannes verbracht. In Massilia hatte ich davon gehört, dass mache Römer sich ihre Sklaven ins Bett holten, vielleicht um es da wärmer zu haben ode, was ich eher vermutete, um die Furcht vor dem Alleinsein zu vertreiben. Bei ihm tippte ich auf das Letztere. So wie es aussah, war er der einzige seiner Familie. Niemand sonst war greifbar. Auf die Idee, dass er für mich etwas empfinden könnte, kam ich erst gar nicht. Daher war es auch für mich besser, wenn ich mir keine Hoffnungen machte. Es gab wohl nichts Schlimmeres, als eine Sklavin mit Liebeskummer. Außerdem konnte ich auch nicht verletzt werden, wenn ich keine Gefühle zuließ.


    Eine ganze Weile hatten wir uns einfach nur gegenüber gelegen. Bei ihm hatte ich das Gefühl der Geborgenheit und daher konnte ich meine innere Spannung loslassen. Irgendwann fielen mir dann einfach die Augen zu, denn ich war so schrecklich müde. Der Tag war sehr lang und anstrengend gewesen. Dann schlief ich tief und fest ein.


    Wie gewöhnlich wurde ich am Morgen sehr früh wach, weil es normalerweise ja meine Aufgabe war, alles für den Tag vorzubereiten. Doch nun fand ich mich mit dem Rücken zu ihm in seinem Armen wieder. Er schlief wohl immer noch. Zunächst hatte ich überlegt, ob ich mich einfach aus seinen Armen herausschälen sollte. Doch dann beschloss ich, einfach liegen zu bleiben und noch einmal die Augen zufallen zu lassen.

  • Am nächsten Morgen wachte ich auf und bemerkte, dass Thula noch mit geschlossenen Augen neben mir lag. Ich beschloss, sie schlafen zu lassen und stand leise auf. Dann ergab ich mich meinem morgendlichen Ritual, waschen anziehen und für den Dienst fertig machen. Mein erster wirklicher Tag und zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie ereignisreich dieser sein sollte.....

  • Nach dem anstrengenden Tag, nach der Krisensitzung in der Zivilverwaltung, kehrte ich, immer noch verwundert über die Geschehnisse, zurück ins Lager und in die Casa.
    Während ich durch das Atrium ging, blieb ich stehen, sah ins Wasser und liess den Tag nochmal vor meinem geistigen Auge passieren...... was war ich nun? De facto wohl der Kommandant..... ob ich dieser Aufgabe schon gewachsen war?

  • Wie vom Blitz getroffen, war ich hochgeschnellt und saß nun aufrecht in Bett – allein! Tatsächlich war ich noch einmal tief eingeschlafen und hatte gar nicht gemerkt, als Massa wachgeworden und aufgestanden war. Mein schlechtes Gewissen begann an mir zu nagen, weil ich verschlafen hatte. Andererseits hätte er mich ja auch wecken können… hatte er aber nicht! Warum bloß? Vielleicht hatte er es ja so gewollt. Jedenfalls hatte ich jegliches Zeitgefühl verloren. Kein Wunder! Der Raum war immer noch recht düster. Draußen war es trübe. Ein verregneter Morgen, bei dem die Sonne ihre liebe Mühe hatte, einige wenige Strahlen zur Erde zu schicken.
    Es half alles nichts, ich stand auf, wusch mich schnell und zog wieder meine Tunika über, um dann wieder meinen alltäglichen Aufgaben im Haus nachzugehen…


    Der Tag neigte sich inzwischen langsam seinem Ende. Im Haus duftete es bereits noch zubereitetem Essen. Tja, Massa hatte anscheinend mit der Spanierin einen echten Glücksgriff getan. Die Frau verstand ihr Handwerk! Ich hatte den Tag damit verbracht, noch die letzten mitgebrachten Gegenstände im Haus zu verräumen. Dabei war mir gelegentlich der junge Syrer zur Hand gegangen.
    Als Massa nach Hause kam, eilte ich ins Atrium, um ihn zu begrüßen. Ich hoffte, er nahm es mir nicht übel, dass ich am Morgen verschlafen hatte. „Salve, Dominus!“, grüßte ich ihn lächelnd. Dabei fiel mir gleich auf, dass er wohl einen anstrengenden Tag gehabt haben musste.

  • Es dauerte einige Sekunden bis Thulas Stimme bis in meine Gehirnwindungen durchgedrungen waren..... ich blickte hoch und musste unweigerlich Lächeln "Salve Thula.... ausgeschlafen?"
    Sie sah irgendwie verändert aus.....

  • Endlich registrierte er mich und entgegnete mein Lächeln. Mein Lächeln wich allerdings sofort wieder bei seiner Frage und ich blickte betroffen zu Boden. Natürlich würde es ein Nachspiel haben, war gleich mein erster Gedanke. „Bitte verzeih mir Dominus. Das wird bestimmt nicht wieder vorkommen!“, versicherte ich ihm gleich, um so das Schlimmste abzuwenden.
    „Du hattest bestimmt einen anstrengenden Tag, Dominus. Möchtest du zuerst etwas trinken oder sofort die Cena einnehmen?“ Ich hatte bereits eine Kanne mit Wein und eine mit Wasser gerichtet, so dass er nicht lange warten musste.


    In der Tat hatte ich etwas an mir verändert. Und zwar an meinen Haaren. Die Köchin hatte mir etwas Olivenöl überlassen und ich hatte es in mein Haar einmassiert und es für eine Stunde einwirken lassen. Das verlieh meinem Haar wieder mehr Glanz. Vielleicht war es das, was Massa an mir bemerkte.

  • Nun musste ich noch mehr Lächeln "Beruhige dich, wenn ich gewollt hätte dass du aufstehst, hätte ich dich geweckt." und deutete dann zur Kanne "Wein wäre jetzt sicher das Beste" immerhin hatte er einiges zu verdauen "Allerdings war er das, anstrengend und aufregend"

  • Wie immer, wenn mir ein Lapsus unterlaufen war, zeigte er sich sehr versöhnlich. So wie er sagte, hatte er mich absichtlich einfach weiter schlafen lassen. Warum er das getan hatte, erschloss sich mir nicht. Er war in vielerlei Hinsicht anders als Glaucus oder Callinax.
    Relativ schnell hatte ich dann auch wieder mein Lächeln gefunden. Ich griff nach einem Becher und füllte ihn mit dem Wein aus der Kanne. Dann reichte ich ihm sein Getränk. "Möchtest du dich nicht setzen, Dominus?" Dabei deutete ich auf einen Stuhl, der in der Nähe stand. "Oder möchtest du dir es lieber schon einmal im Triclinium bequem machen?"
    Ich war mir nicht sicher, ob es mir zustand, genau nachzufragen, was so anstrengend und aufregend geesen war. Wenn er wollte, konnte er ja davon erzählen, wenn nicht, war es auch gut.

  • Ich nahm das Getränk entgegen und setzte mich auf den Stuhl, somit waren auch weitere Worte unnötig. Dann nahm ich einen kräftigen Schluck, einen sehr kräftigen, denn der Becher war auf der Stelle leer. Ich hielt ihn Thula entgegen "Mach nochmal voll....." und aus irgendeinem unerfindlichen Grund fing ich an von meinem Tag zu erzählen "..... ich hatte mir meinen Dienstbeginn anders vorgestellt. Ich dachte ich könnte mich in Ruhe einleben, doch anscheinend haben die Götter andere Pläne. Unser Legionskommandat hatte einen Unfall und ist nicht fähig seinen Dienst zu verrichten.....es gab eine Sitzung in der Provinzverwaltung und was glaubst du, wer jetzt die Legio führen soll?"

  • Er war richtig durstig gewesen. Ich nahm den Becher entgegen und füllte ihn sofort wieder mit Wein. Dann reichte ich Massa ihn wieder. Der hatte inzwischen begonnen, von seinem Tag zu erzählen. So wie ich heraushören konnte, war nicht alles so gelaufen wie er gedacht hatte.
    Während ich ihm weiter zuhörte, ging ich vor ihm in die Hocke, um ihm seine Schuhe auszuziehen. Da es heute regnerisch gewesen war, waren sie dementsprechend schmutzig. „Ein Unfall? Hoffentlich nichts Schlimmes,“ warf ich ein und wandte mich dann in Richtung Küche, um die Köchen zu rufen. „Nelia, bring mir bitte warmes Wasser und ein Tuch!“
    Die Köchin kam herbeigeeilt. Sie brachte eine halbvolle Schüssel mit handwarmem Wasser und ein sauberes Tuch. Ich wies sie an, wo sie sie hinstellen sollte. Dann begann ich, seine Füße zu waschen, währen er immer noch ganz überschwänglich weitererzählte. Als er mir eine Frage stellte, sah ich auf zu ihm. „Du, Dominus?“, fragte ich lächelnd, obschon ich mir die Antwort schon denken konnte. Wenn er so schon fragte...

  • "Genaueres weiss ich nicht.... aber schlimm muss es sein, wenn er seiner Arbeit nicht nachkommen kann"
    Ich genoss es, wie sie sich um mich bemühte und meinen Füßen tat eine Massage ganz gut.
    "So ist es, ICH..... Ich bin der Stellvertreter des Legaten und da dieser nicht kann, muss ich ran. Ich hätte mir nur gewünscht etwas mehr Zeit zu haben...."

  • „Aha,“ meinte ich während meine Finger sanft seine Fußsohlen massierten. Langsam fragte ich mich wirklich, ob die Götter nicht doch ihre Hände im Spiel hatten. Dem einen schadeten sie, dem anderen halfen sie. Und Massa gehörte eindeutig zur zweiten Variante, denn natürlich hatte ich mit meiner Antwort richtig gelegen. Er war richtig stolz darauf, auch wenn es eigentlich nicht sein eigener Verdienst war. Doch ein wenig Bedenken schien in seinen Worten mitzuschwingen. „Du wirst das bestimmt schaffen, Dominus“, antwortete ich ihmbeschwichtigend und blickte wieder zu ihm hinauf.
    Dann begann ich seine Füße mit dem Tuch abzutrocknen. Nelia hatte inzwischen ein paar Sandalen herbeigebracht und legte sie neben mir ab, so dass ich sie ihm anziehen konnte. Im Gegenzug nahm sie die Wasserschüssel wieder mit. Schließlich erhob ich mich wieder und wartete ab, was Massa nun vorhatte.

  • Was sollte sie auch anderes sagen, dachte ich und warum erzählte ich das eigentlich ihr? Sie hatte doch keine Ahnung worum es hier ging, woher auch.....
    Ich stand also auf und stapfte in Richtung des Geruches, der vom Essen herrührte...
    "Übrigens, wir werden in drei Tagen eine Cena abhalten, für die Offiziere der Legio II. Lass alles vorbereiten und herrichten. Rechne mit ungefähr zehn Personen!"
    Es waren wohl nur acht mit mir doch besser es war zu viel Essen und Wein da, als zu wenig

  • Massa erhob sich von seinem Stuhl. Er hatte noch immer den Becher mit Wein in der Hand. Daher griff ich mir die beiden Kannen und folgte ihm mit etwas Abstand. Während er das Impluvium halb umrundete, fuhr er fort in seinem Redefluss und teilte mir mit, dass in hier eine Cena geben sollte… in drei Tagen schon. Dann musste ich bereits morgen schon mit den Vorbereitungen beginnen!„Ja, Dominus, das werde ich. Gleich morgen werde ich mich mit Nelia beraten, was alles gebraucht wird. Soviel ich weiß, ist Übermorgen auch Markttag. Dann werde ich mit Amir in die Stadt gehen, um alles zu besorgen.“
    Schließlich betrat er das triclinium, wo bereits alles bereitstand. Nelia hatte zunächst kleine warme und kalte Vorspeisenhäppchen aufgetischt, die typisch waren für ihre hispanische Heimat. So hatte sie es mir zumindest erzählt. Ich wartete ein bis zwei Schritte hinter seiner Kline und wartete, bis er seinen Platz eingenommen hatte.

  • Während wir gingen noch "Du wirst Geld brauchen..... ich möchte dass du die Finanzen des Haushaltes verwaltest" Ich war es leid, jedesmal wenn jemand etwas brauchte gefragt zu werden und Thula vertraute ich, zumindest jetzt, am meisten von den Sklaven "Und natürlich soll auch etwas für dich dabei sein.... schliesslich muss man sich ab und zu belohnen"


    Als dann die Kline erreicht war, liess ich mich nieder und liess meinen Blick über die Speisen wandern "Hmm, das sieht ja köstlich aus, hat sich Nelia wieder mal übertroffen..... ich hoffe bei der Cena wird das mindestens genauso"

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